Moderne Rennradhelme versprechen top Belüftung, geringes Gewicht und bestmöglichen Schutz. ROADBIKE hat gemeinsam mit TÜV SÜD einen Test durchgeführt, um herauszufinden, ob das klappt. Dazu gibt es Tipps zum Kauf eines Rennradhelms. Das Ziel war es herauszufinden, ob leichte Top-Helme den Kopf bestmöglich schützen und ob Käufer für Gewichts- und Belüftungsvorteile Kompromisse bei der Sicherheit in Kauf nehmen müssen.
Testsieger und Preis-Leistungs-Tipp
- POC Ventral Lite: Leichter ist keiner! Mit 203 Gramm setzt er den Bestwert. Auch Schutz und Belüftungseigenschaften sind top: Testsieg!
- Specialized S-Works Prevail II Vent: Bester Schutz und beste Belüftung - und zudem sehr leicht. Specializeds neuer S-Works Prevail II Vent setzt Maßstäbe und holt sich auch den Testsieg!
- Rudy Project Venger: Der günstigste Helm im Test punktet mit hohem Tragekomfort. Auch das Gewicht und die Belüftung sind konkurrenzfähig - Preis-Leistungs-Tipp!
Der perfekte Rennradhelm? Ist eigentlich ein Widerspruch in sich: Möglichst leicht soll er sein, bestmögliche Belüftung garantieren und, natürlich, den Kopf optimal schützen. Kann das klappen? Und, wenn ja: Wie gut? Viele aktuelle Top-Helme protzen mit Leichtgewichtsrekorden, die besten kratzen an der 200-Gramm-Marke oder bleiben sogar noch darunter. Kann solch ein graziler Superleicht-Helm überhaupt den massiven Kräften bei einem Sturz widerstehen? Oder nehmen Käufer für Gewichts- und Belüftungsvorteile Kompromisse bei der Sicherheit in Kauf?
Das herauszufinden hat sich ROADBIKE gemeinsam mit TÜV SÜD zur Aufgabe gemacht - und zwölf aktuelle Top-Helme zum Test eingeladen. Vorgabe an die Hersteller: das leichteste und am besten belüftete Modell im Portfolio zu schicken. Die Preisspanne ist erstaunlich groß: Gerade mal 149 Euro kostet der günstigste Helm, der Venger von Rudy Project. Für den teuersten, den neuen S-Works Prevail II Vent von Specialized, werden stolze 330 Euro fällig. Hoher Preis, mehr Schutz?
Testergebnisse der Helme im Detail
Im Folgenden werden die Testergebnisse der einzelnen Helme im Detail dargestellt, einschließlich Preis, Gewicht, Schutzwirkung, Belüftung, Tragekomfort, Anpassbarkeit und Testfazit.
Abus AirBreaker
Preis/Gewicht: 249,95 Euro/ 214 g
Größen: 51-55; 52-58; 59-61
Made in: k.A.
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Herausragend leicht, sehr gut belüftet und dennoch überzeugend bei der Schutzleistung: Der AirBreaker überzeugt auf ganzer Linie.
Testurteil: Sehr gut (87 Punkte)
Bollé Furo MIPS
Preis/Gewicht: 200 Euro/ 337 g
Größen: 52-55; 55-59; 59-62
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Trotz der weniger offenen Schale ist der Furo von Bollé sehr gut belüftet, auch der Schutz überzeugt. Nur das hohe Gewicht kostet Punkte.
Testurteil: Gut (58 Punkte)
Bontrager Velocis MIPS
Preis/Gewicht: 219 Euro/ 270 g
Größen: 51-57; 54-59; 58-63
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Beim Schutz gehört der Velocis MIPS zur Spitzengruppe, auch Belüftung und Tragekomfort überzeugen, allerdings ist er nicht der leichteste.
Testurteil: Sehr gut (75 Punkte)
HJC Ibex 2.0
Preis/Gewicht: 249 Euro/ 231 g
Größen: 51-56; 55-59; 58-61
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Leicht, sicher und gut belüftet: Durch die Bank zeigt sich der Ibex von HJC stark, ohne in den einzelnen Disziplinen Spitzenwerte zu liefern.
Testurteil: Sehr gut (75 Punkte)
Lazer Genesis
Preis/Gewicht: 168 Euro/ 211 g
Größen: 52-56; 55-59; 58-61
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Leicht, sicher und gut belüftet: Durch die Bank zeigt sich der Ibex von HJC stark, ohne in den einzelnen Disziplinen Spitzenwerte zu liefern.
Testurteil: Sehr gut (74 Punkte)
Met Trenta 3k Carbon
Preis/Gewicht: 330 Euro/ 220 g
Größen: 52-56; 56-58; 58-61
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Dank der weichen Pads trägt sich der Trenta von Met angenehm, zudem lässt er sich sehr gut anpassen und ist leicht. Andere schützen besser.
Testurteil: Sehr gut (81 Punkte)
Oakley Aro 3 MIPS
Preis/Gewicht: 180 Euro/ 295 g
Größen: 52-56; 54-58; 56-60
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Der Aro 3 von Oakley punktet in Sachen Schutz und Belüftung, auch die Anpassung gefällt. Allerdings gehört er zu den schwereren Modellen.
Testurteil: Gut (68 Punkte)
POC Ventral Lite
Preis/Gewicht: 270 Euro/ 203 g
Größen: 50-56; 54-59; 56-61
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Leichter ist keiner: Mit 203 Gramm setzt der POC Ventral Lite den Bestwert. Auch Schutz und Belüftungseigenschaften sind top: Testsieg!
Testurteil: Überragend (ROADBIKE-Testsieger) (91 Punkte)
Rudy Project Venger
Preis/Gewicht: 149,95 Euro/ 237 g
Größen: 51-55; 55-59; 59-62
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Der günstigste Helm im Test punktet mit hohem Tragekomfort, auch das Gewicht und die Belüftung sind konkurrenzfähig - Preis-Leistungs-Tipp!
Testurteil: Sehr gut (ROADBIKE-Preis-Leistungs-Tipp) (77 Punkte)
Scott Centric Plus
Preis/Gewicht: 199,95 Euro/ 219 g
Größen: 51-55; 55-59; 59-61
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Das geringe Gewicht und die sehr gute Anpassbarkeit gefallen beim Centric Plus von Scott, auch die Schutzwirkung kann absolut überzeugen.
Testurteil: Sehr gut (79 Punkte)
Specialized S-Works Prevail II Vent
Preis/Gewicht: 330 Euro/ 234 g
Größen: 51-56; 55-59; 59-63
Made in: China
Schutzwirkung (30%):
Belüftung (20%):
Tragekomfort (20%):
Gewicht (20%):
Anpassbarkeit (10%):
Testfazit: Bester Schutz und beste Belüftung - und zudem sehr leicht. Specializeds neuer S-Works Prevail II Vent setzt Maßstäbe und holt sich den Testsieg!
Testurteil: Sehr gut (ROADBIKE-Testsieger) (91 Punkte)
Große Unterschiede beim Helm-Gewicht
Schon beim ersten Check auf der Waage zeigen sich überraschende Unterschiede, was die Hersteller als "leicht" definieren: So wiegt etwa der Furo MIPS von Bollé selbst ohne die demontierbaren Aero-Cover deutlich mehr als 300 Gramm - und damit rund 50 % mehr als das leichteste Modell im Testfeld, der erst jüngst vorgestellte Ventral Lite von POC mit schlanken 203 Gramm. Ein Unterschied, der in der Praxis deutlich spürbar ist, denn das Gewicht muss von der Nackenmuskulatur gehalten werden. Klar, dass die irgendwann ermüdet, wenn die Tour länger dauert.
Wichtig zu wissen: Nicht alle Helme fallen trotz nominell gleicher Größe gleich aus, manche Hersteller formen ihre Helm-Ovale länglicher, andere legen sie etwas breiter an. So passt längst nicht jeder Helm jedem Fahrer gleich gut - das Ausprobieren verschiedener Modelle unterschiedlicher Hersteller vor dem Kauf lohnt sich! Eine gute Orientierung bei der Kaufentscheidung: Auch ohne geschlossenen Kinnriemen hält ein optimal passender, richtig eingestellter Helm sicher auf dem Kopf und rutscht auch nach vorne gebeugt nicht einfach runter.
Hoher Schutz bei geringem Gewicht
Aber genug zur Passform und auf zur entscheidenden Frage: Wie gut schützen sie denn nun, die leichten Top-Helme? Müssen Sie sich Sorgen machen, wenn Sie damit eine schnelle Abfahrt hinunterjagen? Oder ist der Kopf bestmöglich geschützt? Die erfreuliche Antwort: Ausnahmslos alle Helme erfüllen auch die verschärften Anforderungen unseres Crashtests und reduzieren die auf den Kopf einwirkenden Kräfte auf weniger als die von der Norm vorgeschriebenen 250 g - einige sogar deutlich.
Die besten Ergebnisse lieferten die Modelle von Abus, Bontrager und Specialized mit Werten unter 170 g beim ersten Aufschlag. Aber selbst der "schwächste" Helm im Vergleich, der Venger von Rudy Project, hat mit 217 g noch reichlich Reserven zur Norm. Ebenfalls erfreulich: Selbst nach einem zweiten Aufschlag, wie er in der Praxis bei einem Unfall nicht selten ist, blieb die Schale bei allen Modellen intakt. "Die meisten Helme schaffen auch beim zweiten Impact noch einen guten Wert bei der Stoßdämpfung", bilanziert Diplom-Ingenieur Frank Wittmann von TÜV SÜD. Die teils deutlich erhöhten Werte beim zweiten Aufschlag machen jedoch auch klar, wie wichtig es ist, einen Helm nach einem heftigen Stoß auszutauschen.
Das etwas unerwartete Gesamtergebnis des Crashtests: Obwohl er mit 234 g zu den leichtesten Helmen gehört, bietet der S-Works Prevail II Vent den insgesamt besten Schutz, knapp vor dem ebenfalls superleichten Ventral Lite von Poc und dem AirBreaker von Abus. Alle drei sind Beispiele für die Königsdisziplin der Helm-Entwicklung: so viel Material wie möglich herauszunehmen, um das Gewicht zu reduzieren und Platz für möglichst große, durchgängige Belüftungskanäle im Helm zu schaffen, ohne die Stabilität der Helmschale bei einem Sturz zu beeinträchtigen. Das gelingt durch den Einsatz hochstabiler und dennoch leichter Materialien beim Helm-Skelett, sichtbar meist an den Querverstrebungen. Beim neuen S-Works Prevail II sind diese aus Aramid gefertigt und nur wenig dicker als ein Draht. Dieser Aufwand mit Hightech-Materialien schlägt allerdings im Preis durch - und unterscheidet die günstigeren von den teureren Helmen.
Doch TÜV SÜD hat nicht nur die Schutzwirkung untersucht, auch die Belüftung wurde in einem standardisierten Verfahren ermittelt und gleichzeitig auf einer festgelegten Runde unter identischen Bedingungen mit den Eindrücken aus der Praxis abgeglichen. Dabei zeigten sich in Einzelfällen Abweichungen der Labortests vom Praxiseindruck, beispielsweise beim Velocis von Bontrager, der sich deutlich besser belüftet anfühlt, als das reine Laborergebnis vermuten lässt.
Für die Belüftung wurde gemessen, wie viel Wasser in einem definierten Zeitraum auf dem Prüfkopf verdunstete. Je höher der Wert, desto besser die Belüftung.
Aber natürlich simuliert das Labor im Sinne der Vergleichbarkeit nur eine ganz konkrete Situation - weshalb ein Praxistest und der Eindruck mehrerer Tester nach wie vor wichtig sind. Die Bestnoten gab es für die Helme, die sowohl im Labor wie auch in der Praxis überzeugten: Wie schon beim Gewicht und der Schutzwirkung belegt auch in dieser Disziplin das Trio Prevail, Ventral und Airbreaker die vorderen Plätze, aber auch der Furo MIPS von Bollé beeindruckte und lieferte im Labor den Bestwert - trotz der weniger "offenen" Helmschale.
Tragekomfort und Anpassung
Top-Werte bei Gewicht, Schutz und Belüftung erscheinen schnell zweitrangig, wenn sich der Helm nicht angenehm trägt und drückt. Auch sollte er leicht einzustellen sein, damit er sicher auf dem Kopf sitzt und nicht verrutscht - sonst kann er im Sturzfall auch nicht schützen. Im Idealfall sollte ein neuer Helm innerhalb weniger Sekunden angepasst sein. Im Wesentlichen geht es dabei um die korrekte Positionierung der Riemendreiecke unter den Ohren (idealerweise sitzen sie ca. 1 cm unter dem Ohrläppchen), die Höheneinstellung des Tragesystems im Nacken und die Länge des Kinnriemens.
Auffällig: Einige Hersteller vernähen die Riemendreiecke fest, sodass sie nicht justiert werden können. Der Vorteil: Sie können sich auch nicht verstellen, und durch den Verzicht auf zusätzliche Clips liegen sie bequemer an. Die Kopfweitenanpassung erfolgt über ein meist hinten platziertes Drehrädchen. Innovativ ist hier die gut funktionierende Automatik- Lösung von HJC, die ein solches Einstellrad überflüssig macht. Kritik gab es hingegen an dem oben auf dem Helm platzierten Rädchen vom Lazer Genesis: Insbesondere mit Handschuhen ist es schlecht zu ertasten und zu bedienen, zudem vermissten einige Tester ein klares Feedback des Rädchens. Außerdem monierten die Tester die auf der Innenseite geführten Gurt-Enden beim Heron SLT von Cube, die im Fahrtwind vibrierten und an den Wangen stören können.
So testen ROADBIKE und TÜV SÜD
Möglichst leicht, sehr gut belüftet, trotzdem sicher? Um das herauszufinden, hat ROADBIKE die Helme in der Praxis getestet - und mit TÜV SÜD im Labor.
Grundsätzlich: Alle in Deutschland erhältlichen Helme müssen die Norm EN 1078 erfüllen, sonst dürfen sie nicht verkauft werden. Unter anderem muss ein Helm mit einem zwischen 3,1 und 6,1 kg schweren Prüfkopf bei einem Sturz aus 1,5 m Höhe mit 19,5 km/h Aufprallgeschwindigkeit die Beschleunigung auf weniger als 250 g (1 g =9,81 m/s) reduzieren. Außerdem müssen die Helme einen Aufprall aus 1,1 m Höhe auf einen keilförmigen Untergrund überstehen und dabei ebenfalls die Beschleunigung auf unter 250 g reduzieren.
Labortest: Gemeinsam mit TÜV SÜD hat ROADBIKE alle Helme einem Crashtest unterzogen. Dazu haben wir uns an der Norm orientiert, die Anforderungen aber etwas verschärft und die Aufprallgeschwindigkeit um 20 % auf 6,50 m/s erhöht, um zu ermitteln, welche der Helme über die Norm hinaus die größeren Sicherheitsreserven bieten. Mit jedem Helm wurden zwei Aufschläge durchgeführt: Der zweite Aufprall diente dazu, die Festigkeit, Stabilität und die Reserven hinsichtlich Stoßdämpfung der Helmschale zu überprüfen: Kann der Helm auch nach dem ersten Aufschlag noch angemessen schützen? Welche Dämpfungswerte liefert der vorgeschädigte Helm beim zweiten Aufprall? Bricht die Helmschale auseinander? Weist der Helm Beschädigungen auf, etwa scharfe Kanten oder Grate durch Bruch der Helmaußenschale, die den Träger verletzen können? Die Ergebnisse fließen zu 30 % in die Endnote ein. Außerdem haben wir ein standardisiertes Verfahren angewendet, um die Belüftung eines Helmes objektiv ermitteln und bewerten zu können. Dabei wurde ein angefeuchtetes Tuch auf einem Testkopf unter dem Helm platziert. Nach 15 Minuten wurde ermittelt, wie viel Wasser einerseits verdunstet ist bzw. wie viel die Helmpads aufgenommen haben. Weil die Ergebnisse nur die konkreten Laborbedingen widerspiegeln, werden sie nicht 1:1 in die Belüftungsnoten übertragen, hier fließen auch die Praxiseindrücke mit in die Note ein.
Praxistest: Neben dem Labortest wurden alle Helme auch auf einer festgelegten Runde von mehreren Testern unter identischen Bedingungen gefahren und verglichen. Die Tester notierten anschließend ihre Eindrücke zur Helmanpassung, zur Belüftung und zum Tragekomfort. Die Praxiseindrücke zur Belüftung wurden anschließend mit den Ergebni...
Weitere interessante Fahrradhelme im Überblick
Neben den bereits genannten Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer interessanter Fahrradhelme auf dem Markt. Hier ein kleiner Überblick:
- Cube: Der Preis-Leistungs-Sieger Cube zeigt, dass auch günstige Helme eine super Passform besitzen und mit sämtlichen Features wie Mips, Mückennetz und abnehmbarem Visor ausgestattet sind. Besonders beim Fallturmtest hat er hervorragende Beschleunigungswerte erzielt.
- Nutcase: Nicht zu toppen ist der urbane Helm von Nutcase. Aus diesem Grund unsere Empfehlung Urban.
- Ekoi: Ein absolutes Performance-Modell und unsere Empfehlung Road ist der Helm von Ekoi. Mit einem Gewicht von gerade mal 256 Gramm hat er zudem perfekte Lüftungskanäle und passt sich durch kinderleichte Bedienung angenehm an den Kopf an.
- Uvex: Auf ganzer Linie hat Uvex überzeugt. Hier zeigt es sich, dass „Made in Germany“ immer noch einen aussagekräftigen Wert hat. Unser Testsieger und zugleich Helmheld Nr.
POC Kortal Race MIPS im Detail
Der Kortal Race Mips von POC setzt mit Recco-Reflektor, NFC-Chip und dem Mips Integra System Maßstäbe in puncto Sicherheit. Das Mips-System ist kaum spürbar im Polster integriert und auf dem NFC-Chip können medizinische Daten gespeichert werden. Die Belüftung ist laut Bergzeit Testbericht top und der Sitz „unschlagbar“. Auch der Bike-X Test lobt die gute Belüftung und den hohen Sicherheitsstandard beim Kortal Race Mips. Abzüge gibt es im Bike Magazin lediglich bei der etwas schwergängigen Visierverstellung, dafür sind die Werte auf dem Prüfstand hervorragend.
Weitere POC Helm Modelle im Fokus
Die POC Fahrradhelme folgen den unterschiedlichen Ansprüchen im Radsport. Jeder Bereich benötigt hier eine besondere Form und seine ganz eigene Ausstattung. Das schwedische Unternehmen setzt also nicht auf Universallösungen, sondern bietet verschiedene Modelllinien mit ganz besonderen Eigenschaften an.
- MIPS-Technologie: Die MIPS-Helme sind mit zwei unterschiedlichen Materialien ausgestattet und bestehen aus einer Außenschale und einem Innenbereich. Diese beiden Materialien können sich gegeneinander bewegen und fangen dabei nicht nur die Kräfte eines normalen Aufpralls ab.
- Inmold-Verfahren: Beim Inmold-Verfahren wird die innere Schale fest in die äußere Schale eingeschäumt. Somit bekommt der Helm viel mehr Stabilität und ist deutlich robuster für den Sport als punktuell verklebte Modelle.
Worauf sollte man beim Kauf eines Fahrradhelms achten?
Ein Helm schützt nur dann optimal, wenn er wirklich gut sitzt. Das bedeutet: fest, ohne zu wackeln oder zu drücken. Viele Modelle bieten ein verstellbares Haltesystem mit Drehrad, um die Passform exakt an Deinen Kopf anzupassen. Das ist zudem ein praktisches Feature, damit Du bei kälteren Temperaturen auch mal eine Mütze oder ein Stirnband unter den Helm anziehen kannst.
Auch ein angenehm gepolsterter Kinnriemen und flexible Riemendreiecke erhöhen den Tragekomfort auf langen Touren. Zudem ist die Auswahl der richtigen Größe für einen guten Sitz wichtig. Die Größe bei Fahrradhelmen ist meist als Kopfumfang in Zentimetern angegeben.
Nicht zu vergessen ist natürlich eine gute Belüftung. Gerade bei warmem Wetter ist ein gutes Lüftungssystem Gold wert. So verhinderst Du Überhitzung im Anstieg und kannst den Fahrtwind im Downhill voll auskosten.
Je nach Einsatzzweck lohnt sich ein Blick auf zusätzliche Features. Reflektierende Elemente erhöhen Deine Sichtbarkeit im Straßenverkehr, praktische Brillenhalterungen oder Goggle-Kompatibilität sorgen für mehr Flexibilität auf dem Trail.
Unfallforschung und Sicherheit
Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.
Uvex Urban Planet LED im Test
Der Uvex Urban Planet LED bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet.
Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss. Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Uvex Finale Visor das optimale Modell. Denn er verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet.
Weitere Fahrradhelme mit besonderen Features
- Abus Pedelec 2.0: Dieses Feature ist einmalig: Der Abus Pedelec 2.0 hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Nasse Haare im Regen gehören somit der Vergangenheit an. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.
- POC Omne Beacon Mips: Farblich ist der schicke POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker. Speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün ist der POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker.
- Fischer Urban Plus Brooklyn: Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Die richtige Helmgröße finden
Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug.
Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt.
Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung.
Zertifizierungen und Normen
Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Alle Helme in unserem Test erfüllen diese Norm. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten.
Wichtige Hinweise
- Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.
- Die Marke POC stammt aus Schweden. Das Ziel: möglichst komfortable und sichere Produkte für den Radsport auf den Markt bringen.
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