Die MotoGP-Welt erlebt derzeit ein aufregendes Fahrerwechsel-Karussell, bei dem Ducati und das Pramac-Team im Mittelpunkt stehen. Nach klaren Äußerungen von Marc Marquez hat Ducati wohl nachgegeben: Der Spanier wird nach Medienberichten 2025 auf einer Werks-Ducati sitzen. Jorge Martin wechselt stattdessen zu Aprilia.
Marquez' Einfluss auf Ducatis Entscheidung
Vor dem Rennwochenende in Mugello sah es noch ganz anders aus: So informierte Ducati laut Autosport wohl Pramac-Ducati-Fahrer Jorge Martin darüber, dass er den Sitz im Werksteam neben Bagnaia erhalten würde. Doch die Aussagen von Marquez in der La Gazzetta dello Sport am Donnerstag des Rennwochenendes in Mugello sorgten wohl für Unruhe beim Hersteller. "Pramac ist keine Option für mich", so die deutliche Aussage des achtfachen Weltmeisters. Die Drohung gegenüber Ducati: Entweder ein Werkssitz, oder Marquez würde sich nach einem anderen Hersteller umsehen. Unter der Vorstellung, den Superstar zu verlieren, knickte Ducati nun laut eines Berichts der Autosport wohl ein und soll Jorge Martin keinen Vertrag mehr angeboten haben. Eine offizielle Verkündung der Entscheidung steht noch aus.
Pramac Racing: Abschied von Ducati und Neuanfang mit Yamaha
Das Pramac-Team von Paolo Campinoti verabschiedet sich nach fast 20 Jahren von Ducati. Mit Yamaha hat sich Pramac auf einen Siebenjahresvertrag ab 2025 geeinigt.
Rückblick auf die Ducati-Fahrer 2021
Die beiden neuen Fahrer Pecco Bagnaia und Jack Miller kennen Ducati schon auf den letzten Jahren, da waren sie beim Kundenteam Pramac auf den Roten unterwegs. Der Australier Jack Miller (26) fährt seit 2017 für das Pramac Kundenteam von Ducati und schloss die letzte Saison auf Platz sieben der Gesamtwertung ab. Er fährt seit 2015 in der MotoGp, kann auf 99 Starts, einen Sieg, eine Pole Position und zehn Plätze auf dem Treppchen zurückblicken. Sein neuer und alter Teamkollege Pecco Bagnaia (24) heuerte 2019 bei Pramac an, nachdem er 2018 Weltmeister der Moto2 wurde.
Bagnaias Desmosedici trägt 2021 die Startnummer 63. Der 24 jährige kann immerhin schon auf einen Weltmeistertitel 2018 in der Moto 2 zurückblicken. Millers Mopped trägt die Nummer 43 in den australischen Farben.
Neben den beiden neuen Fahrern hat sich Ducati auch einen neuen Hauptsponsor ins Team geholt. Lenovo ziert nun großflächig die Verkleidungen der Motorräder und die Kleidung der Fahrer und Teammitglieder. Geblieben ist rein technisch die Maschine aus 2020. Durch einen ausgerufenen Entwicklungsstopp für 2021 dürfen die Motorräder kaum verändert werden, was die Komponente "Fahrer" noch deutlicher in den Vordergrunds stellt.
Natürlich plant Ducati 2021 mit nichts weniger als dem ersten Sieg in der Fahrerwertung seit 2007. Nach dem Konstrukteurstitel 2020 am grünen Tisch - Yamaha war der Titel aberkannt worden - stellt sich Ducati mit neuem Sponsor und neuen Fahrern neu auf. Die Desmosedici hat zwar weiterhin die meiste Power, was die Seriensiege auf schnellen Kursen belegen, aber auf engen Strecken kommt die Rote nur schwer in die Kurven. Auch scheint sie im Allgemeinen schwer zu fahren zu sein, was die seltenen Poles (nur eine in 2020), die wenigen Siege (dreimal in 2020) und nur neun Podestplätze im letzten Jahr belegen. Fun Fact: Jack Miller konnte als Kundenteam-Fahrer mit vier Podestplätzen 2020 genauso viele erringen wie das ehemalige Werksteam mit Dovizioso und Petrucci zusammen.
Weitere Entwicklungen und Fahrerwechsel
Titelverteidiger Francesco Bagnaia verlängerte seinen Fahrervertrag mit Ducati bereits Anfang März. Brad Binder ist im KTM-Werksteam bis Ende 2026 gesetzt. Für Jack Miller sah es mit einer Zukunft im Team von Beginn an eng aus. MotoGP-Rookie Pedro Acosta drängte sich nach seinem starken MotoGP-Einstand bei Tech3-GasGas direkt als Nachfolger auf. Am Barcelona-Wochenende verkündete Alex Espargaro seinen Rücktritt zum Saisonende 2024. Während Aleix Espargaro für 2025 eine Testfahrerrolle bei Honda übernehmen wird, wollte Aprilia mit Maverick Vinales weitermachen, doch dann entschied sich Vinales zum Wechsel zu Tech3-KTM. Für ihn hat man in Person von Marco Bezzecchi schnell Ersatz gefunden. Fabio Di Giannantonio stieß für 2024 zu VR46-Ducati. Mitte August wurde offiziell bekannt, dass Di Giannantonio bis Ende 2026 für VR46-Ducati fahren wird. Am Mittwoch vor dem Grand Prix in Aragon bestätigte Gresini Fermin Aldeguer für die MotoGP-Saisons 2025 und 2026. Für 2025 und 2026 hat sich Tech3 die Dienste von Maverick Vinales und Enea Bastianini gesichert.
Franco Morbidelli bei Pramac Ducati
Franco Morbidelli, MotoGP-Vize-Weltmeister von 2020, wechselt für die Saison 2024 zu Pramac Ducati, was auch Einfluss auf die Vertragsmöglichkeiten von Marc Marquez hat. Franco Morbidelli, MotoGP-Vize-Weltmeistertitels 2020, nimmt eine neue Herausforderung an. Er wechselt für die MotoGP-Saison 2024 ins Lager von Pramac Ducati und wird dort die Desmosedici GP24 fahren. Der Römer hat direkt einen Vertrag mit dem Hersteller Ducati abgeschlossen, das erklärte Ziel ist die Zusammenarbeit im Pramac-Team.
Pramac Ducati Präsentation 2022
Das Ducati-Satellitenteam geht mit unveränderter Mannschaft in die Saison 2022. Nach den Erfolgen aus dem Vorjahr liegen die Ziele allerdings höher. Das Pramac Ducati-Team steht für die Saison 2022 in den Startlöchern. Die Italiener sind seit 21 Jahren in der Weltmeisterschaft unterwegs sind, haben die Saison 2021 als bestes Nicht-Werks-Team abschlossen und halten an der Fahrerpaarung aus dem Vorjahr fest: am Franzosen Johann Zarco und dem spanischen Jungstar Jorge Martin.
Der 31-jährige Franzose Zarco, der sich in der Vergangenheit bereits zwei Mal zum Weltmeister in der Moto2-Klasse krönen konnte, hatte 2021 eine super Saison, die er als bester Nicht-Werks-Fahrer auf Gesamtrang fünf abschließen konnte. Martin, der als Weltmeister aus der Moto3-Klasse aufgestiegen war, beendete die Saison 2021 als bester Rookie auf Gesamtrang neun. Beide Fahrer sitzen in der Saison 2022 auf offiziellen Ducati Desmosedici-Maschinen, die den aktuellen Werksspezifikationen entsprechen. Damit sind sie praktisch den Werkspiloten Francesco Bagnaia und Jack Miller gleichgestellt.
Pramac MotoGP 2024: Ein neues Design
Als letztes MotoGP-Team hat Pramac den Rennstall für die Saison 2024 offiziell präsentiert. Ins Auge sticht ein komplett neues Design. Die violette Farbe von Sponsor Prima Assicurazioni ist deutlich markanter zu sehen, die Winglets leuchten rot und auch schwarze Elemente sind in der neuen Farbgebung enthalten. Auch die Lederkombis sind farblich neu gestaltet worden. Mit fünf Grand-Prix-Siegen war 2023 das erfolgreichste Jahr der Teamgeschichte.
Neu bei Pramac ist Morbidelli, der den Platz des zu LCR-Honda abgewanderten Johann Zarco übernimmt. Es wird die siebte MotoGP-Saison des Italieners. "Es ist eine wunderbare Möglichkeit für mich", sagt Morbidelli. Morbidelli hat die Crew von Zarco übernommen. Crewchief ist Massimo Branchini.
Alpine unterstützt Prima Pramac Yamaha MotoGP
Sportliche Höchstleistungen auf zwei und vier Rädern: Alpine unterstützt ab der laufenden Saison Prima Pramac Yamaha MotoGP. "Ich bin sehr stolz auf die Zusammenarbeit mit Alpine, einer renommierten Marke, die jetzt auch ein wichtiger Akteur in der Formel 1 und WEC ist“, erklärt Paolo Campinoti, Teamchef von Prima Pramac Yamaha MotoGP. „Es ist das erste Mal, dass ein Hersteller, der in den weltweit wichtigsten Rennserien vertreten ist, einen so wichtigen Schritt in die MotoGP macht. Dass er hierfür Prima Pramac Yamaha MotoGP auswählt, zeigt, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.
Pramac Racing: Eine Erfolgsgeschichte
Pramac Racing ist ein führendes Team in der MotoGP-Weltmeisterschaft und bekannt für sein hohes Leistungsniveau und sein Engagement für Spitzenleistungen. Von 2021 bis 2024 wurde Pramac Racing mit dem Titel des besten unabhängigen MotoGP-Teams ausgezeichnet. Mit der Partnerschaft mit Yamaha macht das Team in diesem Jahr einen weiteren Schritt nach vorne: Es tritt nicht nur als Prima Pramac Yamaha MotoGP in der MotoGP-Klasse an, sondern debütiert auch als Pramac Yamaha Moto2 in der Moto2-Klasse.
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