TÜV Motorrad Preise: Alles, was Sie über die Hauptuntersuchung wissen müssen

In der Garage wandert der Blick über verschiedene Motorräder und deren Kennzeichen. Ist schon wieder Zeit für den TÜV Motorrad Check? Moment mal - ist der Oktober 2024 wirklich schon vorbei? Am dritten Motorrad von links zeigt der bunte Stempel auf dem Kennzeichen, dass der „TÜV fällig“ ist.

Was ist die Hauptuntersuchung (HU)?

Die Hauptuntersuchung Motorrad stellt sicher, dass keine verkehrsuntauglichen oder nicht vorschriftsmäßigen Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen. Früher hatte der TÜV das Monopol für diese Abnahme, daher ist die Rede vom „TÜV fällig“ geblieben. Heute dürfen auch DEKRA, GTÜ und KÜS diese Untersuchung durchführen.

Fristen für die Motorrad HU

Alle zwei Jahre ist die Motorrad Hauptuntersuchung vorgeschrieben - sogar neue Motorräder müssen im Gegensatz zu Autos schon nach zwei Jahren zur Prüfung. Wenn Sie in Deutschland ein neues Motorrad anmelden, ist die erste Haupt­unter­suchung, umgangs­sprachlich HU oder TÜV genannt, nach 24 Monaten fällig. Im Unter­schied zu einem neuen Pkw muss ein neues Motor­rad also nicht erst nach drei Jahren das erste Mal zum TÜV, sondern schon nach zwei Jahren.

Neben dem Stempel im Fahrzeugschein gibt die TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen Auskunft über die nächste Fälligkeit der HU. Die Farbe und Zahl in der Mitte geben Auskunft über das Jahr, die Zahl in der Senkrechten über den fälligen Monat. So ist selbst während der Fahrt zu erkennen, wann das Fahrzeug zum TÜV muss.

Kosten der Motorrad HU

Die "normale" Hauptuntersuchung kostet im Durchschnitt 90 Euro, doch meist ist eine Kombination von HU und AU sinnvoll. Schließlich fällt beides in der Regel gleichzeitig an.

Wer ein Motorrad besitzt, kommt mit rund 85 Euro deutlich günstiger weg. Auch Anhänger müssen regelmäßig zur HU, um sich eine neue Plakette abzuholen. Eine Abgasuntersuchung gibt es hier naturgemäß nicht.

Ablauf der Motorrad HU

Die Prüfungen vom TÜV am Motorrad sind nichts, wovor man Angst haben müsste. Tatsächlich muss nur jedes zehnte Fahrzeug zur TÜV Motorrad Nachprüfung - eine Quote, von der viele Autofahrer nur träumen können.

Am Prüfinstitut angekommen, heißt es ohne Termin oft: Warten. Profitipp: Wer Wartezeiten vermeiden möchte, sollte gegen Monatsende zur Prüfstelle fahren. Am Monatsanfang herrscht oft mehr Betrieb, da viele das volle HU Motorrad Intervall von 24 Monaten der Prüfplakette nutzen wollen. Wer spät im Monat zur Untersuchung fährt, spart sich dafür meist Wartezeit.

Abgasuntersuchung (AU)

Ist man an der Reihe, steht vor der Motorrad TÜV Prüfung zunächst die Abgasuntersuchung (AU) an. Die AU Motorrad ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der TÜV Vorbereitung Motorrad, kann aber auch separat in zertifizierten Werkstätten durchgeführt werden.

Ja, die Abgasuntersuchung Motor­rad, kurz AU Motorrad oder AUK, ist seit 2006 verpflichtender Bestandteil der Haupt­unter­suchung. Das heißt: Alle zwei Jahre wird bei der HU Motorrad auch das Abgasverhalten Ihrer Maschine auf den Prüfstand gestellt.

Den Schnorchel des Prüfinstruments im Auspuff, darf der jeweilige Grenzwert der Motorrad Abgasnorm, nach der das Bike zugelassen ist, nicht überschritten werden. Dieser Punkt lässt sich vorab leider nicht prüfen - ist für ein normal laufendes Motorrad ohne Tuning im Ansaug- oder Abgasbereich aber normal auch kein Problem. Ergebnis: Bestanden.

Erfüllt Ihr Kraftrad folgende Merk­male, bringen Sie es regelmäßig zur Abgas­unter­suchung: Motorrad-Hubraum von mehr als 50 ccm, Höchst­geschwin­digkeit über 45 km/h, Erst­zulassung nach 1.

Die eigentliche Prüfung

Jetzt beginnt die eigentliche Prüfung TÜV Motorrad. Zuerst führt der Sachverständige eine Motorrad TÜV Sichtprüfung durch. Wichtig: Die Fahrgestellnummer am Rahmen muss mit den Fahrzeugpapieren übereinstimmen - also den Fahrzeugschein / die Zulassungsbescheinigung Teil 1 unbedingt zur Motorradprüfung HU mitbringen.

Alle Modifikationen sollten eingetragen oder durch Papiere (ABE) belegbar sein.

Fahrwerk, Reifen und elektrische Anlage

Es folgt die Prüfung des Fahrwerks zur HU, konkret ob Gabel und Federbein dicht sind und die Reifen den Vorgaben entsprechen: Die Reifengröße muss im Fahrzeugschein vermerkt und für das Modell freigegeben sein. Auch die Profiltiefe ist entscheidend - in Deutschland muss das Reifenprofil für die Motorrad HU mindestens 1,6 mm aufweisen - und der Reifen darf keine Risse oder andere Schäden haben.

Sind die Reifen so abge­fahren, dass sie nicht mehr die vorge­schrie­bene Mindest­profil­tiefe aufweisen, kommt das Kraftrad nicht durch den TÜV.

Nächster Schritt: Bei der elektrischen Anlage ist das Motorrad Beleuchtung prüfen. Der TÜV kontrolliert alle Lichter am Motorrad. Auch müssen alle Kontrolllampen funktionieren, da häufig kleine Lichter wie Tachobeleuchtung und Kennzeichenbeleuchtung unauffällig ausfallen.

Wenn Abblend- und Fernlicht korrekt eingestellt sind, die Hupe funktioniert und Scheinwerfer und Reflektoren intakt sind, geht es zur Lenkungsprüfung. Die Lenkung muss leichtgängig sein und darf keine Rastpunkte haben - diese deuten auf ein verschlissenes Lenkkopflager hin.

Notaus-Schalter und Bremsen

Als Nächstes wird der Notaus- oder Kill-Schalter geprüft, und in diesem Zuge auch der Seitenständerschalter. Ist der Seitenständer ausgeklappt und wird ein Gang eingelegt, muss der Motor sofort ausgehen. Eine Ausnahme bilden ältere Ducati- und Harley-Davidson-Modelle. Hier klappt der Seitenständer von alleine ein, somit ist kein Seitenständerschalter verbaut. Wird bei laufendem Motor der Gang nun reingedrückt, fällt die Maschine beim Ruck vorwärts um.

Anschließend ist die Bremsenprüfung Motorrad an der Reihe. Der Bremsenbelag sollte zur HU vorn und hinten ausreichend Materialstärke aufweisen und die Bremsscheiben müssen frei von Rissen und Riefen sein. In den Ausgleichsbehältern sollte genug Bremsflüssigkeit vorhanden sein, die klar und hell ist.

Fahrversuch und Abschluss

Im Gegensatz zum Pkw wird die Bremsfunktion beim Motorrad im Fahrversuch getestet. Bei Modellen ohne ABS müssen die Räder bei etwa 30 km/h bis zur Blockiergrenze bremsen.

Hat alles funktioniert, entfernt der TÜV-Prüfer die alte Plakette, füllt die Papiere aus, klebt die neue Plakette auf und stempelt den Fahrzeugschein.

Was tun bei Mängeln?

Fällt ein Fahrzeug beim ersten Termin mit einem Mangel durch, ist eine Nachuntersuchung fällig.

Es kann vorkommen, dass man die Motorradprüfung HU nicht pünktlich schafft. Kein Problem: In den ersten zwei Monaten hat das bei einer Polizeikontrolle oder bei der Prüfung selbst keine Konsequenzen. Danach erheben die Prüforganisationen einen Aufschlag von 20 % für eine vertiefte Hauptuntersuchung Motorrad.

Strafen bei Überziehung der HU

Teurer wird die HU übrigens auch, wenn der Termin um mehr als zwei Monate überzogen wird. Wer von der Polizei mit abgelaufenem "TÜV" im Straßenverkehr erwischt wird, muss zusätzlich eine Strafe zahlen. Dem geschulten Blick der Ordnungshüter fällt der verpasste Termin sofort ins Auge, denn die Farbe der Plakette steht für das Jahr, die Zahl ganz oben für den Monat der Fälligkeit. Der Bußgeldkatalog sieht hier 15 Euro ab zwei Monaten Überziehung, 25 ab vier Monaten und 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg bei mehr als acht Monaten als Bußgeld vor.

Vorbereitung auf die HU

Durch die kompakte Bauweise des Motorrads lassen sich viele Schritte bei einer HU Vorabprüfung Motorrad bequem zu Hause durchführen - eine TÜV Motorrad Checkliste hilft beim TÜV Motorrad bestehen. Wer ohne Sorgen zur Prüfstelle fahren möchte, kann die Motorrad HU Vorbereitung vorab in der Garage vornehmen und offensichtliche TÜV Motorrad Mängel beheben. Es bietet sich ggf. an, eine Motorrad Wartung mit der HU zu verbinden.

Änderungsabnahme

Hat dieses Fahrzeug noch genügend Bodenfreiheit? Aber: Auch hier haben die Prüforganisationen ein Wort mitzureden. Sie müssen das technisch veränderte Fahrzeug "abnehmen", schließlich können Änderungen aller Art Einfluss auf die Verkehrssicherheit und auf die Betriebserlaubnis haben. Es wird eine so genannte Änderungsabnahme durchgeführt. Die Preise variieren auch hier je nach Fahrzeugart, Bundesland und Prüforganisation zwischen 50 und 80 Euro.

Versicherungsschutz bei abgelaufenem TÜV

Ja. Fahren Sie Ihr Motorrad trotz abgelaufenem TÜV, besteht weiterhin Ver­sicherungs­schutz. Ihre Motorrad-Vollkasko über­nimmt Kosten für Schäden an Ihrer eigenen Maschine jedoch unter Umständen nicht bzw. Die Motorradversicherung der Allianz schützt Sie, wenn Sie mit Ihrem Motorrad einen Unfall verursachen und dadurch Schäden bei Dritten entstehen - mit besonders hohen Versicherungssummen.

Weitere Informationen

  • Die Hauptuntersuchung des Motorrads dauert je nach Zustand der Maschine rund 30 Minuten.
  • Nachweis über Anbauten und Änderungen (z. B.
  • Ein Vollgutachten nach § 21 Straßen­verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ist für Krafträder nur in Ausnahme­fällen erforderlich. Wer beispiels­weise ein Motorrad aus dem Nicht-EU-Ausland importiert und in Deutschland zulassen möchte, benötigt eine Vollabnahme. Erforderlich ist eine Voll­abnahme auch, wenn Sie Ihre Maschine nach Stilllegung von mehr als sieben Jahren wieder zulassen möchten. Umbauten am Rahmenheck Ihrer Maschine sind mit vorheriger Absprache und nachträglicher Begut­achtung nach § 21 StVZO (Voll­abnahme Motorrad) in der Regel erlaubt.
  • Nein, Motorradtyp oder Motorrad-Führerscheinklasse sind für die Haupt­unter­suchung un­er­heb­lich. Bei allen TÜV-pflichtigen Bikes erfolgt die HU alle 24 Monate.

TÜV Hessen Preise (Überwachungsorganisation)

Die Entgeltliste der Überwachungsorganisation von TÜV Hessen gilt an folgenden Standorten: Aßlar, Bad Karlshafen, Bad Schwalbach, Birstein, Bodenheim, Burbach, Butzbach, Dreieich, Eschwege, Florstadt, Frankfurt-Fechenheim, Frankfurt-Schönberger Weg 14, Friedrichsdorf, Geisenheim, Gießen - Automeile 8, Gladenbach, Hanau - Behringstraße 1a, Hofheim am Taunus, Kassel-Königstor, Kassel-Leipziger Straße, Kelkheim (Taunus), Lauterbach, Lollar, Mainz-Kostheim, Mainz-Weisenau, Mühlheim, Nieder-Olm, Oberursel, Offenbach - Berliner Str. 238, Rosbach, Rüsselsheim, Siegen, Wächtersbach, Weilburg, Wetzlar - Christian-Kremp-Str.

Untersuchungsart/Fahrzeug:

Untersuchungsart/Fahrzeug bis 3,5 t bis 7,5 t bis 12 t bis 18 t bis 28 t bis 32 t > 32 t
PKW, andere mehrspurige Kfz (HU) 105,90 € 112,00 € 138,00 € 145,50 € 156,00 € 158,00 € 176,00 €
Kraftrad (HU) 66,00 €
Anhänger, Sattelanhänger (HU) 67,00 € 101,00 € 114,00 € 120,00 € 132,00 € 138,00 € 148,00 €
Anhänger ohne Bremse (HU) 43,80 €
PKW, andere mehrspurige Kfz inkl. AU 162,00 € 203,20 € 229,20 € 243,50 € 254,00 € 256,00 € 274,00 €
Taxi, Mietwagen (HU inkl. BOKraft) 126,70 €
Kraftomnibus (KOM) HU inkl. KOM 136,90 € 143,00 € 169,00 € 176,50 € 187,00 € 189,00 € 207,00 €
Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen bis 40 km/h *** 66,00 € 66,00 € 66,00 € 66,00 € 66,00 € 66,00 € 66,00 €
Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen über 40 km/h *** 68,00 € 96,00 € 115,00 € 124,00 € 135,00 € 135,00 € 135,00 €

Diese ÜO-Entgeltliste ist lediglich ein Auszug aus der vollständigen Entgeltliste der Überwachungsorganisation der TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH. Die vollständige ÜO-Entgeltliste kann jederzeit angefordert werden bei: TÜV Hessen, Auto Service, Robert-Bosch-Str. 16, 64293 Darmstadt - oder bei Ihrem zuständigen TÜV Hessen-Niederlassungsbüro oder Ihrem örtlichen TÜV Service-Center.

* In dem Entgelt (ÜO) enthalten sind die Preise für die Plakette, die Erstellung eines Berichtes und die Erläuterung der Befunde, sowie 1,19 € für die Bereitstellung von Vorgaben nach Nummer 1 der Anlage VIIIa StVZO.

** Sollte die Frist zur Durchführung der HU mehr als zwei Monate überschritten sein, müssen wir einen Aufschlag von 20% auf das einzelne obenstehende HU-Entgelt in Rechnung stellen.

*** Für diese Fahrzeugart gilt: zulässige Achslast der gebremsten Achse(n) bei land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen bzw. zulässige Achslast(en) bei Sattelanhängern und Starrdeichselanhängern.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0