PUKY Laufrad Bremse Nachrüsten: Sinnvoll oder Nicht?

Mittlerweile beherrschen viele Kinder ihr Laufrad super, und Eltern überlegen, ob eine Handbremse sinnvoll ist - sozusagen als Schritt Richtung Fahrrad. Doch macht eine Bremse am Laufrad überhaupt Sinn? Was sind die Vorteile? Gibt es Nachteile? Dieser Artikel hilft Ihnen bei der Auswahl des besten Laufrads für Ihr Kind!

Laufrad mit Bremse: Ja oder Nein?

Eine oft diskutierte Frage ist, ob ein Laufrad eine Bremse haben sollte oder nicht. Es gibt einige Laufräder mit Bremse auf dem Markt. Vor allem bei den größeren Laufrädern gibt es eine große Auswahl an Modellen mit Bremse.

Vorteile einer Bremse am Laufrad

  • Sicherheitsgewinn: Eine gute Bremse am Kinderlaufrad kann ein Plus für die Verkehrssicherheit sein. Wenn das Kind in einer Gefahrensituation besser bremsen kann, ist dies sehr wünschenswert.
  • Vorbereitung auf das Fahrradfahren: Eine Handbremse am Laufrad kann bereits das Bremsen am Fahrrad vorbereiten, wodurch ein schnellerer und sicherer Umstieg erfolgen kann. Dies kann also eher als eine Investition in die Zukunft betrachtet werden.
  • Beruhigung der Eltern: Allein das Vorhandensein einer Bremse gibt vielen Eltern ein größeres Vertrauen in die Verkehrssicherheit, wenn der Nachwuchs auf dem Laufrad unterwegs ist.

Nachteile einer Bremse am Laufrad

  • Überforderung der Kleinsten: Die Kleinsten können mit der Bremse überfordert sein und zum Bremsen immer die Füße benutzen. Nicht nur, weil sie diese eh schon auf dem Boden haben, sondern auch, weil diese Bremsmethode ein höheres Stabilitäts- und Sicherheitsgefühl vermittelt.
  • Seltene Benutzung: Ab dem Zeitpunkt, an dem Kinder ein Gefühl für das Rollen bekommen und es genießen, für längere Zeit die Füße hochzunehmen und ohne Bodenkontakt zu gleiten, könnten sie Spaß an einer Bremse haben - zu beobachten ist ihre Benutzung aber sehr selten.
  • Höheres Gewicht und höhere Kosten: Eine Bremse am Laufrad bedeutet auch immer ein höheres Gewicht und höhere Kosten. Ein einfaches Laufrad ohne Bremse kann daher für kleine Kinder, die gerade erst das Laufradfahren lernen, die bessere Wahl sein.

Unsere Erfahrungen

Unsere Kinder haben verschiedene Laufräder mit Bremse und ohne Bremse gehabt und somit beides ausführlich getestet. Unserer Erfahrung nach macht eine Bremse am Kinderlaufrad tatsächlich erst bei größeren Kindern Sinn. Ab einem Alter von 3 Jahren konnten unsere Kinder eine Bremse bedienen und haben auch viel Spaß daran gehabt, Bremsspuren auf Sandwegen zu hinterlassen und bergab zu rollen und mit der Bremse die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Allerdings hat keines unserer Kinder die Handbremse als Hauptbremse benutzt. Das heißt, dass sie in Situationen, in denen sie bremsen mussten, instinktiv immer mit der Fußbremse gebremst haben. Die Handbremse war zum Spaß, die Fußbremse für den Ernstfall zur Sicherung der Verkehrssicherheit und zur Notbremsung.

Im täglichen Gebrauch haben wir die Bremse nie vermisst. Es gibt nur eine Situation, wo es einen echten Vorteil für ein Laufrad mit Bremse gibt: wenn es längere Strecken bergab geht. Die Fußbremse funktioniert sehr gut, um möglichst schnell zum Stehen zu kommen. Aber leider lässt sie sich recht schlecht dosieren.

Wenn es recht steil bergab geht, haben Kinder oft Schwierigkeiten, das Tempo wie gewünscht zu regulieren. Entweder das Tempo wird zu groß, oder sie bremsen bis zum Stillstand ab. Dazwischen gibt es kaum Möglichkeiten. Hier hat eine Bremse am Laufrad den Vorteil, dass sie sich viel besser dosieren lässt. Das verlangt aber natürlich einiges an Übung und ist nichts, was ein Anfänger sofort beherrschen kann.

Und (wenn sie denn benutzt wird) hat die Bremse natürlich auch positive Auswirkungen auf die Abnutzung der Schuhe der Kleinen, die durch die Fußbremse extrem leiden, besonders wenn mit den Fußspitzen anstatt der Sohlen gebremst wird. Da musst du konsequent anleiten, sonst kannst du innerhalb weniger Wochen neue Schuhe kaufen, da die Spitzen durchgebremst sind.

Tatsächlich ist etwas dran am Argument der Vorbereitung auf das erste Fahrrad. Egal wie leicht der Umstieg auf das Fahrrad unseren Kindern auch gefallen ist, das Bremsen war in der ersten Zeit immer ein Problem.

Insgesamt verhalten sich die Kinder zu Beginn des Fahrradfahrens wie sie es von ihrem Laufrad gewohnt sind. Da wird beim Anfahren die ersten paar Meter gelaufen wie mit dem Laufrad und erst dann werden die Füße auf die Pedale gestellt. Ähnlich beim Bremsen: da werden reflexartig die Füße auf den Boden gestellt - zu sehr verinnerlicht haben sie das Bremsen mit den Füßen.

Dummerweise ist diese Bremse beim Fahrrad durch die größere Sattelhöhe nicht sehr effektiv: die Füße reichen gerade nur so bis zu Boden und die Pedale sind im Weg.

Es hat einige Zeit gedauert, bis das richtige Bremsen auf dem Fahrrad erlernt wurde. Sicherlich kann hier eine Bremse am Laufrad helfen, das richtige Verhalten bereits vorher zu üben und somit den Übergang zum Fahrrad unkomplizierter zu gestalten.

Empfehlung

Bedenken solltest du allerdings, dass jedes zusätzliche Extra am Laufrad auch zusätzliches Gewicht bedeutet. Schwerere Laufräder aber sind auch immer schwieriger zu handhaben und zu beherrschen. Dies kann nicht nur Auswirkung auf den Spaß haben, sondern auch auf die sichere Beherrschung von Gefahrensituationen.

Außerdem kostet eine Bremse natürlich Geld, welches eventuell an anderer Stelle am Laufrad eingespart werden muss oder den Gesamtpreis in die Höhe treibt.

Es muss unbedingt auf eine hochwertige Bremsanlage geachtet werden. Lieber keine Bremse als eine, die nur schlecht oder gar nicht funktioniert. Zu empfehlen sind hier Trommelbremsen am Hinterrad, die völlig wartungsfrei und kräftig genug sind. Auch Felgenbremsen sind im Zusammenspiel mit Alufelgen an Speichenrädern sehr gut geeignet. Die Verwendung an Kunststofffelgen erlaubt aber keine zuverlässige Bremswirkung.

In der Luxusklasse sind auch Scheibenbremsen zu finden. Brauchen tut dies sicher kein Kind, aber den Papa mag es freuen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man also sagen:

Pro

  • Sicherheitsgewinn
  • Vorbereitung auf das Fahrradfahren
  • Spaßgewinn für die Größeren

Contra

  • Höheres Gewicht
  • Höhere Kosten
  • Oft mindere Qualität ohne ausreichende Bremswirkung durch Kinderhände
  • Von den kleineren nicht zu beherrschen

Eine Bremse am Laufrad macht also vor allem bei Laufrädern für größere Kinder Sinn. Dann können sie die Bremse benutzen und der Zugewinn an Spaß und Sicherheit sowie der Lerneffekt fürs Fahrrad treten in den Vordergrund.

Für kleinere Kinder ist ein Laufrad ohne Bremse einfacher zu benutzen, sie sind weniger abgelenkt und sie werden nicht durch das höhere Gewicht belastet.

Tatsächlich gibt es bei den Laufrädern mit Bremse viele Modelle mit 12 Zoll Luftreifen. Aber kein Laufrad mit 8 Zoll ist mit Bremse verfügbar. Das kleinste Modell mit Bremse ist das frogbikes Tadpole mini, das als einziges 10 Zoll Laufrad eine Bremse hat.

Wir empfehlen dir vor allem auf die richtige Größe des Laufrads zu achten. Es muss deinem Kind einfach perfekt passen. Hilfe bei der Auswahl findest du in unserem Alters-Ratgeber. Ob das Laufrad dann eine Bremse hat oder nicht, kann bei deiner Entscheidung zweitrangig sein.

Bremse zum Nachrüsten

Interessant wäre in diesem Zusammenhang ein Laufrad, bei dem sich die Bremse nachrüsten lässt. Und tatsächlich gibt es für das Kokua LIKEaBIKE jumper eine Bremse zum Nachrüsten. Damit lässt sich dann das Laufrad an die sich ändernden Anforderung der Kinder anpassen.

PUKY LR 1 L Br: Ein Laufrad mit Bremse

Wenn das Kind schon sicher unterwegs ist und über eine gute Koordination verfügt, dann ist das PUKY LR 1 L Br genau das richtige Fahrzeug. Dank der kindgerechten Bremse sammelt der Pilot schon früh erste Erfahrungen mit einem Bremshebel und der entsprechenden Bremswirkung. Die von PUKY verwendete Trommelbremse ist gut dosierbar und sehr wartungsarm. Während der Betätigung des Hebels bleibt der Griff des LR 1 L Br weiterhin fest von der Hand umschlossen, sodass das Kind nicht die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren kann.

Der stabile Stahlrahmen des PUKY LR 1 L Br hat einen niedrigen Einstieg mit Trittbrett um ohne Probleme auf das Fahrzeug zu gelangen. Bergab kann das Kind die Füße auf dem Trittbrett abstellen. Kugelgelagerte und luftbereifte Räder sorgen für Laufruhe und optimalen Grip und Komfort während der Fahrt. PUKY Sicherheitslenkergriffe und das Lenkerpolster sind Standard bei unseren Laufrädern und sorgen für Schutz bei kleineren Kollisionen. Das PUKY LR 1 L Br verfügt zudem über eine stoßfeste Pulverbeschichtung, welche in unseren PUKY Werk in Wülfrath aufgebracht wird.

PUKY® Laufräder sind eine ideale Ergänzung zum klassischen Roller und zugleich die perfekte Vorstufe zum ersten Kinderfahrrad. Sie zeichnen sich durch ihren tiefen Einstieg und eine besonders kindgerechte Ergonomie aus. Die speziellen Laufradsättel sind ergonomisch geformt und unterstützen die kindlichen Laufbewegungen perfekt.

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