Das Ausdauertraining auf dem Rennrad, Trekkingrad oder Gravelbike stärkt das Herz-Kreislauf-System, trainiert die Muskeln und sagt überschüssigen Fettpolstern den Kampf an. Regelmäßiger Ausdauersport gehört zu den besten Möglichkeiten, sich vor Herzerkrankungen zu schützen, den Blutdruck zu senken oder ein angeschlagenes, schwaches Herz zu stärken. So kann das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit durch Ausdauersport verlangsamt, zum Teil gestoppt und in Einzelfällen sogar zurückgebildet werden. Ein besonders schonendes Ausdauertraining ist Fahrradfahren.
Radfahren - egal ob auf dem normalen Fahrrad, dem E-Bike oder dem Fahrradergometer - fördert die Fitness: Es trainiert Herz und Lunge, verbessert die Ausdauer und kräftigt die Gesäß- und Beinmuskulatur. Zugleich ist Radfahren gelenkfreundlich: Da das meiste Körpergewicht auf dem Sattel lastet, werden Hüft- und Kniegelenke geschont. Die Tretbewegung fördert zudem die Versorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Auch unterstützt regelmäßiges Fahrradfahren ein gesundes Körpergewicht.
Treten Sie eine halbe Stunde in die Pedale, verbrennen Sie bei einer Geschwindigkeit von 15-20 km/h in ebenem Gelände etwa 150 bis 250 Kilokalorien, bei höheren Geschwindigkeiten oder Anstiegen entsprechend mehr (bei 30 km/h ca. 450 Kilokalorien in 30 min).
Der „Puls“, also die Anzahl der Herzschläge pro Minute, ist ein Indikator, wie hart der Körper arbeitet: Je schneller das Herz schlägt, desto stärker wird das Herz-Kreislauf-System beansprucht. „Beim Radfahren benötigt die arbeitende Muskulatur mehr Sauerstoff und Nährstoffe als in Ruhe“, erklärt Dr. Hannes Fricke, Sportwissenschaftler und Kardiologe am Rotkreuzklinikum in München. „Beides bekommt sie, wenn das Herz öfter schlägt und so mehr Blut in die Muskeln pumpt.“ Mithilfe der Pulsmessung lässt sich somit die Intensität der Belastung und damit das gesamte Training steuern.
Warum ist die Pulsmessung beim Radfahren wichtig?
Die Pulsmessung beim Radfahren ist für viele Sportler ein wichtiger Aspekt des Trainings. Mit dem Puls bzw. der Herzfrequenz sind die Herzschläge pro Minute definiert. Diese Kennzahl sagt aus, wie stark dein Herzkreislaufsystem arbeitet und wird angegeben in der Einheit BPM (Beats per Minute). Diese Werte sind bei jedem Menschen verschieden.
Der Puls ist ein Indikator, wie hart der Körper arbeitet: Je schneller das Herz schlägt, desto stärker wird das Herz-Kreislauf-System beansprucht. Wer regelmäßig mit Pulsmesser Rennrad fährt - und das tun Anfänger wie Profis -, gewinnt darüber hinaus Einblicke in seinen Körper, vor allem im Abgleich mit seinem eigenen Körpergefühl. Und wie trainiert man nun nach Puls? Aus einer Testfahrt mit Pulsmesser - am besten einem Brustgurt, der die Herzfrequenz aufzeichnet - lassen sich mithilfe der erhobenen Werte die verschiedenen Trainingsbereiche definieren.
Ruhepuls und Maximalpuls
Der Ruhepuls ist die gemessene Herzfrequenz in völliger Ruhe. Deinen Ruhepuls kannst du am besten morgens direkt nach dem Aufwachen messen, wenn du noch entspannt im Bett liegst. Ein sehr niedriger Ruhepuls unter 60 Schlägen/min heißt in der Fachsprache auch Bradykardie. Auffällig ist, dass trainierte Sportler oft einen eher niedrigen Ruhepuls haben. Das liegt daran, dass deren trainiertes Herz mit einem Herzschlag deutlich mehr Blut in die Muskeln pumpen kann. Folglich muss das Herz auch weniger oft schlagen.
Die maximale Herzfrequenz gibt an, wie oft dein Herz pro Minute schlagen kann. Der Maximalpuls sagt aus, wie schnell dein Herz schlagen kann, bevor du umkippst. Es gibt verschiedene Formeln, um den ungefähren Maximalpuls zu errechnen.
Zwar gibt es verschiedene Formeln, die Experten zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz (HFmax) anwenden, die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch geringfügig. Damit liegt die maximale Herzfrequenz bei einem Sportler im Alter von 25 Jahren bei etwa 195 Schlägen pro Minute. Wie hoch sie genau ist, hängt von vielen Faktoren wie deinem Geschlecht, deiner Größe oder deinem Trainingszustand ab. Die maximale Herzfrequenz kann deshalb um bis zu 15 Prozent vom ermittelten Wert abweichen.
Um die Genauigkeit der maximalen Herzfrequenz (HFmax) zu verbessern, ist es empfehlenswert, statt einer allgemeinen Formel individuelle Tests durchzuführen. Ein effektiver Weg ist der Einsatz eines Feldtests unter Anleitung eines erfahrenen Trainers oder Sportwissenschaftlers. Ein solcher Test könnte ein stufenweises Intervalltraining sein, bei dem die Intensität alle paar Minuten erhöht wird, bis die maximale Anstrengung erreicht ist. Die dabei gemessene höchste Pulsfrequenz gilt als individuelle maximale Herzfrequenz. Technologien wie Herzfrequenzmesser und Smartwatches können dabei helfen, die Daten genau zu erfassen.
Beeinflussung der Herzfrequenz
Beeinflusst wird die Herzfrequenz - das dürfen Pulstrainierer nie vergessen - aber nicht nur von Infekten. Auch Emotionen, Stress im Job, die Außentemperatur, chronische Erkrankungen, Blutarmut, hormonelle Veränderungen, Medikamente wie Betablocker, Kaffee, Rauchen, Alkohol und Drogen verändern den Puls. Wer all das bedenkt, kann von einem Pulsmesser zur Trainingssteuerung aber durchaus profitieren.
Die verschiedenen Herzfrequenzzonen beim Radfahren
Mithilfe der maximalen Herzfrequenz können verschiedene Herzfrequenzzonen berechnet werden. Das Training in verschiedenen Herzfrequenzzonen führt zu unterschiedlichen Anpassungen im Körper. Es gibt verschiedene Trainingsbereiche. Je nach Quelle werden unterschiedliche Werte angegeben. Also wundere dich nicht, wenn du eventuell woanders andere Prozentangaben findest.
- Gesundheitszone: Der Puls ist deutlich höher als der Ruhepuls, dennoch fühlen sich Aktivitäten in diesem Bereich sehr leicht an und du kannst dich bequem unterhalten.
- Fettverbrennungszone: Bei 60 bis 70 Prozent des Maximalpulses ist die Fettverbrennung am höchsten, da der Körper vorwiegend Fett als Energiequelle nutzt.
- Aerobe Zone: Im aeroben Bereich erreicht deine Herzfrequenz einen Wert von 70 bis 80 Prozent des Maximalpulses.
- Anaerobe Zone: Bei einer hohen Belastung, bei der dein Puls einen Wert von 80 bis 90 Prozent des Maximalpulses erreicht, wandelt dein Körper überwiegend Kohlenhydrate in Energie um. In diesem Bereich verbesserst du vor allem deine Ausdauer bei höherer Belastung. Außerdem profitierst du auch nach dem Training noch vom sogenannten Nachbrenneffekt, weil dein Stoffwechsel noch etliche Stunden auf Hochtouren arbeitet und noch ein paar Extra-Kalorien verbrennt, selbst wenn du schon auf der Couch liegst.
- Maximale Zone: Bei über 90 Prozent des Maximalpulses befindet sich ein Sportler an seiner maximalen Leistungsgrenze.
Training in der Fettverbrennungszone verbessert die Fähigkeit des Körpers, Fett als primäre Energiequelle zu nutzen, was besonders für langandauernde Ausdauerleistungen vorteilhaft ist. Übungen in der aeroben Zone steigern die kardiovaskuläre Effizienz und die Kapazität des Körpers, Sauerstoff zu den Muskeln zu transportieren. Training in der anaeroben Zone entwickelt die Fähigkeit, bei hoher Intensität zu arbeiten und die Laktattoleranz zu verbessern. Diese Anpassungen führen zu einer verbesserten aeroben und anaeroben Fitness, einer effizienteren Energieverwendung und einer insgesamt gesteigerten Leistungsfähigkeit.
Fettverbrennungszone
Die Fettverbrennung setzt erst bei einem höheren Puls ein. Bei einem Wert von 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz befindest du dich in der Fettverbrennungszone. Bei einem 25-jährigen Sportler entspricht das einem Puls zwischen 117 und 137 Herzschlägen pro Minute. Liegt dein Puls in der sogenannten Fettverbrennungszone, greift dein Körper vorwiegend auf Fettsäuren zurück, um Energie für das Training bereitzustellen.
Training in Zone 2 beim Radfahren
Das Training in Zone 2 ist eine effektive Methode, um deine aerobe Ausdauer zu entwickeln und die Fettverbrennung zu optimieren, während du ein moderates und nachhaltiges Anstrengungsniveau beibehältst. Es eignet sich sowohl für Anfänger, die ihre Fitness verbessern möchten, als auch für erfahrene Radfahrer, die ihre Leistung perfektionieren wollen. Mit Geräten wie Herzfrequenzmessern und Fahrradcomputern kannst du jetzt präziser trainieren und jede Einheit an deine persönlichen Ziele anpassen. Erfahre, wie du diese Methode in deine Routine integrieren kannst, und genieße die Vorteile bei jeder Pedalumdrehung.
Was ist das Training in Zone 2?
Die Zone 2 im Radsport bezieht sich auf ein moderates Anstrengungsniveau, das ideal ist, um über längere Zeiträume zu fahren, ohne extreme Erschöpfung zu verspüren. In diesem Bereich nutzt dein Körper hauptsächlich Fette als Energiequelle, was deine Energieeffizienz verbessert und deine aerobe Ausdauer stärkt.
Wie kann ich meine Zone 2 bestimmen?
Der Schlüssel liegt in der Berechnung deiner maximalen Herzfrequenz (HFmax) und der Identifizierung des entsprechenden Bereichs. Folge diesen Schritten:
- Berechne deine maximale Herzfrequenz (HFmax)
Verwende die Standardformel, um deine HFmax zu schätzen: 220 - dein Alter = Maximale Herzfrequenz (HFmax) - Bestimme deinen Zone-2-Bereich
Nachdem du deine HFmax berechnet hast, ermittelst du die unteren und oberen Werte deiner Zone 2, indem du sie mit den folgenden Prozentsätzen multiplizierst:
- Untergrenze: Multipliziere deine HFmax mit 0,60 (60%).
- Obergrenze: Multipliziere deine HFmax mit 0,70 (70%).
- Überwache deine Herzfrequenz während des Trainings
Um sicherzustellen, dass du in deiner Zone 2 bleibst, kannst du folgende Hilfsmittel verwenden:
- Einen Herzfrequenzmesser.
- Einen Fahrradcomputer mit Herzfrequenzsensor.
- Falls du keine dieser Geräte hast, benutze den “Sprechtest”. Halte ein Tempo, bei dem du bequem sprechen kannst, ohne außer Atem zu geraten.
Praktisches Beispiel: Angenommen, du bist 35 Jahre alt:
- Maximale Herzfrequenz (HFmax): 220 - 35 = 185 Schläge pro Minute.
- Zone-2-Bereich:
- Untergrenze: 185 × 0,60 = 111 Schläge pro Minute.
- Obergrenze: 185 × 0,70 = 129 Schläge pro Minute.
Vorteile des Trainings in Zone 2
- Steigerung der aeroben Ausdauer
Beim Training in Zone 2 lernt dein Körper, Fett als Hauptenergiequelle zu nutzen. Dies verbessert deine Stoffwechseleffizienz und ermöglicht es dir, über längere Zeiträume konstant zu trainieren, ohne zu ermüden. Zum Beispiel kannst du Routen von 2-3 Stunden mit größerem Komfort und weniger Kohlenhydraten bewältigen. - Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit
Sitzungen in Zone 2 stärken das Herz, verbessern die Durchblutung und senken den Blutdruck. Dieser Vorteil bereitet dich nicht nur auf intensivere Trainingseinheiten vor, sondern verbessert auch deine allgemeine Gesundheit und reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig. - Aktive Erholung
Hast du Tage, an denen du deine Muskeln nach intensiven Anstrengungen regenerieren musst? Zone 2 ist ideal dafür. Das Fahren in einem entspannten Tempo fördert die Ausscheidung von Giftstoffen und beschleunigt die Muskelreparatur, ohne zusätzlichen Stress zu verursachen. Es ist die perfekte Möglichkeit, aktiv zu bleiben, während sich dein Körper erholt. - Nachhaltiges und sicheres Training
Im Gegensatz zu hochintensiven Trainingseinheiten reduziert das Training in Zone 2 das Verletzungsrisiko und den körperlichen Verschleiß. Aufgrund seiner geringen Belastung ist es eine effektive Strategie, um langfristig fit zu bleiben. Es ist perfekt für diejenigen, die eine ausgewogene Art des Radfahrens suchen, ohne ihr Wohlbefinden zu gefährden.
Wie man in Zone 2 trainiert
- Berechne deine maximale Herzfrequenz (HFmax)
Verwende die grundlegende Formel: 220 - dein Alter. Sobald du diesen Wert hast, berechne 60%-70% dieses Wertes, um deinen Zone-2-Bereich zu bestimmen. - Verwende Überwachungsgeräte
Ein Herzfrequenzmesser oder ein Fahrradcomputer mit Herzfrequenzsensor ist entscheidend, um innerhalb des idealen Bereichs zu bleiben. Wenn du keinen hast, orientiere dich an deiner Fähigkeit, bequem zu sprechen, während du fährst; dies zeigt an, dass du dich nicht überanstrengst. - Widme jeder Sitzung ausreichend Zeit
Die Sitzungen in Zone 2 sollten zwischen 45 Minuten und 2 Stunden dauern, abhängig von deinem Fitnesslevel und deinen Zielen. Wenn du Anfänger bist, starte mit Sitzungen von 45-60 Minuten und steigere sie allmählich auf bis zu 2 Stunden. Dieser Bereich stellt sicher, dass dein Körper Fett optimal als Energiequelle nutzt. - Erstelle eine wöchentliche Routine
Um signifikante Verbesserungen zu bemerken, führe 3-4 Sitzungen pro Woche durch. Wechsel Tage mit Training in Zone 2 mit anderen Trainingstypen oder aktivem Ausruhen ab, um Ermüdung zu vermeiden. - Passe die Intensität an
Halte ein moderates und konstantes Anstrengungsniveau. Denke daran, dass es bei Zone 2 nicht um Geschwindigkeit geht, sondern um Beständigkeit. Höre auf deinen Körper und halte ein Tempo, bei dem du entspannt und gleichmäßig fahren kannst. - Beispiel für eine Trainingswoche in Zone 2
- Montag: 1 Stunde in Zone 2 (aktive Erholung).
- Mittwoch: 90 Minuten in Zone 2 (verlängertes Training).
- Freitag: 1 Stunde in Zone 2 (konstantes Arbeiten).
- Sonntag: 2 Stunden in Zone 2 (Ausdauerentwicklung).
Mit dieser Planung kannst du alle Vorteile des Trainings in Zone 2 nutzen und gleichzeitig deine Ziele erreichen. Die Schlüssel zum Erfolg sind Beständigkeit und Geduld!
Weitere Tipps für ein effektives Radtraining
Viele Radfahrer neigen dazu, in einem hohen Gang zu trainieren. Um den optimalen Trainingspuls über eine längere Zeit im gewünschten Bereich zu halten, hilft es jedoch oft, einen Gang runterzuschalten. Versuche, die allgemein empfohlene Trittfrequenz von 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute zu erreichen.
Für Anfänger als auch Fortgeschrittene ist es sinnvoll, etwa dreimal in der Woche mit dem Rad zu fahren. Diese drei Trainingseinheiten kannst du wöchentlich um jeweils zehn Minuten verlängern. An zwei weiteren Tagen empfiehlt es sich, ein Workout mit Ausgleichsübungen oder Krafttraining einzulegen. Gerade Einsteiger sollten nicht zu schnell zu viel Gas geben und vor allem zwei sportfreie Tage einplanen. Alle vier Wochen solltest du den Fokus komplett auf die Regeneration deines Körpers legen.
Mit Intervalltrainings bringst du Abwechslung in dein Training. Zuerst wärmst du deine Muskeln beim Radeln im gemächlichen Tempo auf und hebst deinen Puls auf das benötigte Niveau an. Nach dem Warm-up folgen mehrere Intervalle mit gesteigerter Intensität. Um den Sport effektiv und gesund zu gestalten, solltest du die Länge der Trainingseinheit an das individuelle Trainingsniveau anpassen. Anfänger sollten es langsam angehen lassen und sich mit wiederholten Radtouren von 30 bis 60 Minuten zunächst an das Fitnesstraining gewöhnen.
Auch für Fortgeschrittene ist es sinnvoll, dreimal die Woche auf dem Rad zu trainieren, die allgemeine Fitness mit vielseitigen Übungen zu stärken und regelmäßig Pausen einzulegen.
Hier sind einige Beispiele für Trainingspläne für Anfänger und Fortgeschrittene:
Trainingsplan für Anfänger
| Tag | Training | Dauer |
|---|---|---|
| 1 | Radfahren | 30-40 Min. |
| 3 | Radfahren | 30 Min. |
| 6 | Radfahren | 40 Min. |
Trainingsplan für Fortgeschrittene
| Tag | Training | Dauer |
|---|---|---|
| 1 | Intervalltraining
| 40-50 Min. |
| 3 | Radfahren | 40 Min. |
| 6 | Radfahren | 50 Min. |
Trainingsplan für Profis
| Tag | Training | Dauer |
|---|---|---|
| 1 | Intervalltraining
| 50-60 Min. |
| 3 | Radfahren | 40 Min. |
| 6 | Radfahren | 60 Min. |
Ernährung und Ausdauertraining auf dem Fahrrad
Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle bei der Unterstützung der Fettverbrennung während des Ausdauertrainings auf dem Fahrrad. Vor dem Training kann ein leicht verdaulicher Snack, der reich an komplexen Kohlenhydraten ist, die notwendige Energie für die bevorstehende Belastung liefern, ohne den Magen zu belasten. Während des Trainings sollten vor allem bei längeren Einheiten Elektrolytlösungen oder kohlenhydrathaltige Getränke zu sich genommen werden, um die Hydration aufrechtzuerhalten und Energie nachzuliefern. Nach dem Training ist es wichtig, die Glykogenspeicher mit Kohlenhydraten aufzufüllen und Proteine für die Muskelregeneration zu konsumieren.
Wie misst man den Puls beim Radfahren?
Um das Training hinsichtlich der Fettverbrennung zu optimieren, lohnt es sich, die Trittfrequenz und den Puls mit entsprechendem Zubehör aufzuzeichnen. Deine Herzfrequenz kannst du ganz einfach über einen Brustgurt oder einen Fitnesstracker ermitteln. Deine Trittfrequenz kannst du zum Beispiel mit einem Fahrradcomputer oder einem per Bluetooth verbundenen Trittfrequenzsensor messen. Dadurch hast du beim Training die körperliche Belastung im Blick und kannst im Anschluss deine Fortschritte, Gesundheitsdaten und deine allgemeine Fitness analysieren. Viele Hobbysportler motivieren Zahlen sehr.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Puls beim Radfahren zu messen:
- Brustgurt: Der Brustgurt ist wohl die exakteste Methode, um die Herzfrequenz zu messen. Dabei handelt es sich um einen Gurt, auf welchen mittels Druckknöpfen ein Sensor gesteckt werden kann. Der Gurt lässt sich also auch ohne Sensor waschen. Der Brustgurt wird so positioniert, dass sich der Sensor mittig, unterhalb der Brust befindet. Es gibt Brustgurte, die mittels Bluetooth kommunizieren, welche, die mit ANT+ kommunizieren, und es gibt POLAR. Die meisten Brustgurte haben mittlerweile Schnittstellen für Bluetooth und ANT+. Nur POLAR tanzt irgendwie aus der Reihe und ist nicht mit jedem Gerät kompatibel, was an der Codierung liegt.
- Armgurt: Relativ „neu“ ist der Armgurt von Wahoo. Dabei handelt es sich, ähnlich wie beim Brustgurt, um ein Band mit Sensor. Das Band kann auch vom Sensor getrennt werden, um dieses zu waschen. Der Tickr Fit von Wahoo kann sowohl ANT+, als auch Bluetooth zur Übertragung nutzen.
- Fitnessuhr: Viele haben eine und ich hatte auch lange Zeit eine am Handgelenk. Die Rede ist von einer Fitnessuhr. Moderne Modelle sind inzwischen auch in der Lage den Puls zu messen. Das Fahrradmagazin hat herausgefunden, dass die Werte von Pulsuhren mit denen eines professionellen EKGs vergleichbar sind. Ich weiß, dass viele Radfahrer, die exakt auf den Puls schauen wollen, lieber zu einem Brustgurt greifen.
Wichtiger Hinweis für Menschen mit Herzkrankheiten
Herzkranke sollten generell, bevor sie in die Pedale treten, ihr Herz von einem Kardiologen untersuchen lassen. „Der Arzt kann mit Hilfe eines Belastungselektrokardiogramms (Belastungs-EKG) die individuelle Belastbarkeit des Herzens sowie den passenden Trainingspuls ermitteln. Zudem kann er den Einfluss von Herzmedikamenten auf das Herz-Kreislauf-System und die körperliche Leistungsfähigkeit überprüfen“, sagt Professor Dr. med.
„Für Menschen mit Herzkrankheiten ist es zudem empfehlenswert, mit einem Pulsmesser aufs Fahrrad zu steigen, um die Herzfrequenz im Blick zu behalten und so einer Überlastung des Herzens vorzubeugen. Wer doch mal ohne Pulsmesser mit dem Fahrrad, dem E-Bike oder auf dem Fahrradergometer unterwegs ist, kann sich an folgendem Ratschlag orientieren: Radfahren ohne Keuchen. Ein beschleunigter und tiefer Atem ist beim Radfahren sowie bei anderen Sportarten normal. Beginnen Sie allerdings, auf dem Sattel zu keuchen und können sich nicht mehr unterhalten, ist das Training zu intensiv. Schalten Sie einen Gang runter. Eine gute Faustregel ist, die Intensität so zu wählen, dass Sie zwar ins Schwitzen kommen, sich aber noch unterhalten können.
Ein Belastungs-EKG empfiehlt der Arzt ohnehin allen Wiedereinsteigern und Fahrern ab 35 Jahren - im Rahmen eines sportärztlichen Checks. Bei der Untersuchung testet ein Arzt das Herz-Kreislauf-System auf Sporttauglichkeit, um sicherzugehen, dass keine Herzerkrankungen vorliegen. „Tragische Ereignisse beim Sport sind selten, aber oft vermeidbar“, mahnt Fricke. Unbedingt sollte ein EKG bis zur Ausbelastung Teil der Untersuchung sein, sagt er. „Viele Ärzte stoppen den Test vorher, doch das ist ein Fehler. Ein Belastungs-EKG muss bis zur Erschöpfung laufen und sollte nur bei Symptomen oder bestimmten Auffälligkeiten im Rahmen der Untersuchung abgebrochen werden.“
Worauf sollte man beim Training mit Pulsmesser achten?
Wer sein Radtraining mittels Herzfrequenz steuern möchte, muss allerdings ein paar Dinge bedenken: Die Herzfrequenz reagiert stets verzögert auf eine veränderte Belastung. Sie steigt an einem Anstieg erst nach einigen Höhenmetern und erholt sich auf der Abfahrt erst nach und nach. Was der Pulsmesser anzeigt, gibt die Intensität also nicht live, sondern mit Verzögerung und geglättet wieder. Das erschwert das Training mit schnellen Tempowechseln, etwa kurzen, intensiven Intervallen. Bei längeren Ausfahrten mit konstanter Belastung funktioniert die Kontrolle über die Herzfrequenz hingegen gut.
Sich im Training nach der Herzfrequenz zu richten, bedeutet daher immer, sich nicht nur an der Zahl auf dem Display, sondern zudem am eigenen Gefühl zu orientieren: Fällt eine Unterhaltung plötzlich schwer, ist vielleicht der nächste Trainingsbereich schon erreicht, obwohl das Herz noch im Grundlagenbereich schlägt. Die Atmung reagiert schneller auf eine veränderte Belastung als die Herzfrequenz.
Ein Herzfrequenzmesser hilft aber, das eigene Gefühl für die Intensität zu verbessern. Wer sich angewöhnt, den aktuellen Wert zu raten, bevor er aufs Display schaut, entwickelt mit der Zeit ein immer besseres Gespür. Der Puls ist zudem ein nützliches Frühwarnsystem: Ist ein Infekt im Anflug, schlägt das Herz schon schneller, bevor Symptome auftreten. „Wenn der Puls höher ist als sonst und man sich vielleicht sogar kränklich fühlt, sollte man das Training abbrechen oder höchstens eine lockere Runde fahren“, sagt Fricke. „Alles andere ist sogar gefährlich, weil das Risiko einer Herzmuskelentzündung steigt.“
Viele Hobbysportler motivieren Zahlen sehr. Abschließend lässt sich sagen, dass die Pulsmessung beim Radfahren ein nützliches Werkzeug sein kann, um das Training zu optimieren und die Gesundheit zu fördern.
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