Motorradstiefel im Test: Sicherheit, Komfort und Stil

Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung ist entscheidend für ein sicheres und angenehmes Fahrerlebnis. Dabei spielen nicht nur Aspekte wie Schutz und Funktionalität eine Rolle, sondern auch der persönliche Stil. Ducati erweitert seine Bekleidungskollektion um den kurzen Schnürstiefel Company C4, der vor allem für Alltagsfahrten und kleine Touren im urbanen Umfeld gedacht ist.

Ducati Company C4: Ein Stiefel für den urbanen Einsatz

Der Company C4 ist nach der Sicherheitsnorm CE 2016/425 zertifiziert und verfügt über Einsätze an den Knöcheln, Verstärkungen an Ferse und Zehen sowie reflektierende Elemente. Das Obermaterial besteht aus Mikrofaser und technischem Gewebe. Die Vibram-Gummisohle ist rutsch- und abriebfest. Entwickelt wurde der Company C4 exklusiv für Ducati von Held, das Design stammt von Drudi Performance. Der offizielle Preis beträgt 253 Euro.

Die Qual der Wahl: Welcher Stil passt zu welchem Fahrer?

Die Frage nach dem passenden Outfit auf dem Motorrad ist oft eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Fahrstils. Dabei stellt sich die Frage, ob man eher auf einen sportlichen Look mit Lederkombi und farblich passendem Helm setzt, oder ob man es etwas lässiger angeht und beispielsweise eine Lederjacke ohne Protektoren wählt. Dabei sollte man jedoch immer bedenken, dass die Sicherheit nicht zu kurz kommen darf. Es ist wichtig, sich über die Sicherheitsaspekte Gedanken zu machen, wenn man auf die - angeblich - schönste Maschine der Welt sitzt.

Ducati Bekleidung und Zubehör: Wo finde ich was?

Ducati Bekleidung gibt es beim Ducatihändler. Was Ducati Sachen angeht - vielleicht könnte man bei den Händlern schauen, aber die ganze Dainese, Shoei und Arai Helme und Klamotten? Einige Händler habe ich bereits gefunden. Mal schauen, was sie so auf Lager haben.

Diadora Ducati Veloce: Laufschuhe im Rennsport-Design

Der Diadora Ducati Veloce ist aus der Zusammenarbeit zwischen Diadora und Ducati Corse ab der Saison 2022 entstanden, um nicht nur die offiziellen Fahrer des MotoGP-Teams, sondern auch alle echten Rennsportfans einzukleiden. Der Diadora Ducati Veloce ist ein Laufschuh, der einige der herausragendsten Technologien und Materialien der italienischen Marke aufweist. Der Diadora Ducati Veloce ist ein Schuh, der für ein ausgewogenes Laufverhalten entwickelt wurde. Er ist vom Diadora Volo inspiriert, hat aber den Stil und das Design von Ducati.

Das Obermaterial des Schuh besteht aus Nylon-Air-Mesh und ist mit PU-Wildleder-Einsätzen und 3M-Details versehen. Die Zwischensohle besteht aus leichtem EVA-Schaumstoff und enthält außerdem die von der Marke selbst entwickelte Blushield-Technologie, die Dämpfung und Reaktivität zu gleichen Teilen kombiniert und so die unregelmäßige Unterstützung unserer Füße in einen ausgeglichenen Lauf verwandelt. Der Schuh ist mit einer Ortholite-Einlegesohle aus EVA ausgestattet, die herausnehmbar und austauschbar ist, so dass Läuferinnen und Läufer individuelle Einlegesohlen erhalten können, die sie benötigen.

Die Sohle besteht aus der Soplar Flexoft-Mischung im vorderen Bereich der Sohle, die für Reaktivität und Schnelligkeit bei unseren Schritten sorgt, und aus der speziellen Duratech 5000-Mischung, die im Fersenbereich der Sohle Verschleißfestigkeit garantiert. Der Schuh ist für Läufer mit leichtem Gewicht und neutraler Schritttechnik gedacht, die die Eigenschaften dieses Modells genießen wollen, aber auch für Liebhaber oder Anhänger des Ducati-Teams, da er exklusive Motive und Designs aufweist.

Was die Distanzen betrifft, so ist er ein idealerschuh für kurze und mittlere Distanzen , ein Modell, das die Anhänger der italienischen Marke begeistern wird, denn Läufer mit einem geringen Gewicht, einer guten Lauftechnik und einem neutralen Schritt werden die maximale Leistung aus dem Schuh herausholen können. Was die Distanzen betrifft, so ist der Schuh für kurze und mittlere Distanzen geeignet , vorzugsweise bei mittlerem bis schnellem Tempo. Bei längeren Distanzen können Läufer mit einer guten Lauftechnik den Schuh etwas weiter als bis zum Halbmarathon tragen.

Kurzum, mit dieser ersten Version des Diadora Ducati Veloce haben wir einen Schuh, der für Ducati-Liebhaber und -Fans entwickelt wurde, denn er hat ein exklusives Design und einen Stil, der die Farben Schwarz, Rot und Weiß kombiniert, die das italienische Team charakterisieren.

Neue Ducati Bekleidungskollektion für die Motorradsaison

Für die nächste Motorradsaison gibt es von Ducati nicht nur neue Modelle, sondern auch neue Bekleidung von der Schutzausrüstung bis zu Sportswear. Die Racing Line beispielsweise durch Lederkombi Ducati Corse K3 aus Känguruleder erweitert, die exklusiv von Dainese für Ducati hergestellt wird. Ebenfalls für den Einsatz auf der Rennstrecke hat Ducati sein Helm-Spitzenmodell erneuert, den Ducati Corse V7 von Arai. Das exklusiven Design ist von der Grafik des Desmosedici-Stradale-Motors inspiriert. Die passenden Stiefel Corse V6 Air gehen auch auf die Erfahrungen der Werksfahrer zurück.

In der Touring Line präsentiert Ducati den Helm Strada Tour V5, der auch im Gelände eine gute Figur macht. Die von Held entwickelten Handschuhe Tour C5 passen optisch zu allen Jacken der Produktreihe und lassen sich dank ihrer Zwei-in-eins-Technologie flexibel der Witterung anpassen. Der Helm D-Attitude V2 und die Jacke Flow C5 gehören zu den wichtigsten Neuheiten der Urban Line. Beide sind vor allem für Fahrten in der Stadt sowie im Sommer konzipiert. Die von Drudi Performance entworfene Jacke mit ihren roten und schwarzen Farbblöcken ist sowohl für Männer als auch für Frauen erhältlich.

Die Sport Line der Kollektion für 2024 umfasst die Helme Ducati Theme V2 und D-Rider V2 , die beide von Drudi Performance entworfen wurden. Ebenso wie die Jacke Black Rider C2 aus Vollrindleder mit wasserabweisender Behandlung. Die wasserabweisenden Stiefel Speed Evo WP C2 wiedrum wurden in Zusammenarbeit mit Alpinestars entwickelt und sind sowohl für die Straße als auch für die Rennstrecke geeignet.

Die Suche nach dem perfekten Sportstiefel: Erfahrungen und Empfehlungen

Als Wiedereinstieger suche ich mir gerade mein neue Bekleidungsaustattung zusammen. Helm, Handschuhe und Kombi für den Haupteinsatz sind jetzt auch durch. Derzeit fahre ich noch meine gut 13 Jahre alten Daytona Security Evo. An sich kein Problem. Toller Schuh! Neben der Farbe (was man durch einen neuen Überschuh regeln könnte) und einer kleinen Fehlstelle am Innenschuh (kann man aber auch bei Daytona erneuern lassen) habe ich jedoch ein Hauptproblem. 30 kg! Hatte den Schuh mir damals mit deutlich mehr auf den Rippen maßanfertigen lassen. Habe auch lang überlegt, ihn weiter zu fahren, aber der Gewichtsverlust ist auch im Fuß deutlich zu merken. Ich Fuß- aber vor allem auch im Schaftbereich schwimme ich einfach zu stark rum. Ergo, ein neuer muss her.

Da die Voraussetzungen nun doch andere sind würde meine erste Wahl nicht mehr zu High-End Produkt gehen. Vielmehr suche ich einen Sportstiefel bis rd. 400,- €. Dabei ist mei Fuß (vor allem Spann) und meine Waden noch recht voluminös. Habe mal bei Dainese rum geschaut und letztes Wochenende auch mal den Daytona Strive GTX angehabt. Passform war beim Daytona super. Als „High-End“ unterhalb der Schaftschuhe bei Daytona gehe ich auch davon aus, dass er sonst nicht schlecht ist, aber irgendwie finde ich nicht wirklich viele aktuelle Sportstiefeltest oder Vergleiche. Deswegen wollte ich euch mal fragen.

Ich hab den Strife GTX seit ein 3 Jahren, bin Top zufrieden damit! Bequem genug um ihn den ganzen Tag zu tragen und sitzt trotzdem sauber. Wasserdicht(oft unfreiwillig getestet) und bei 2 Abflügen (auch unfreiwillig)sind die Füße auch geil geblieben. Hab mir ja eben auch erst neue Schlappen gegönnt und bin beim Axial Pro In von Dainese hängen geblieben. Macht einen äußerst stabilen Eindruck und ist dabei leichter und weniger ausladend als der Daytona Evo Voltex. Ausschlaggebend ist aber die Passform. Außer Alpinestars kenne ich noch Sidi (für meine Füße zu schmal). Dann hört’s aber fast schon auf.

Hatte einen Alpinestars Sportstiefel, an den Kanten abgeschliffen und einen älteren wasserdichten Daytona Tourenstiefel. Hab mich oft geärgert dass ich im Regen den undichten Sportstiefel anhatte. Den Daytona habe ich zum heizen ungern genommen, da kein Schleifschutz. Wollte also jetzt einen Stiefel, der beides in eins hat. Habe verschiedene Stiefel ausprobiert, wie Daytona Strive GTX, der überhaupt nicht ging. Unbequem beim Gehen, Fußteil am Spann zum Schalten viel zu hoch und sah am Fuß auch nicht gut aus. Alpinestars verschiedene angeschaut und probiert. Gefielen mir alle nicht, teilweise zu kompliziert beim Anziehen, zu teuer und da ich mit meinen alten Alpinestars auch nicht zufrieden war - zu unbequem beim Gehen - auch ausgeschieden.

Eigentlich wollte ich anschließend weiter zu Dainese, habe dann aber noch mal bei der Tante nach den Vanucci Sportstiefeln geschaut und dann den RV5 Sympatex angezogen. Sitzt super, sehr bequem beim Gehen und sieht gut aus. Einziger Nachteil sind die Schleifpads in Kunststoff. Hätte ich lieber in Metall gehabt. Dazu noch den 50 Euro Gutschein dabei gehabt, der bis gestern gültig war, noch ein paar Kleinigkeiten dazu geholt, damit die verlangten 250 Euro voll waren und gekauft. Ich hoffe, dass sie mich nicht enttäuschen.

Keinen anderen Stiefel kannst du so auf einen Fuss anpassen und kein anderer Stiefel hat so viele Ersatzteile. Wenn ihr die Leute die Rennen fahren fragt, sagen die Meissten Sidi oder Daytona. Vielleicht sind Daytona bischen mehr sicher, man kan sie auch massanfertigen lassen, aber sie kosten auch 2x so viel! Sehr oft werden Alpinestars benutzt, aber ich finde sie nicht sicher genug. Habe meine Sidi Vertigo Corsa 8 Jahre. Habe diesen Winter neue Schuhsolen dort kleben lassen und können weitere 8 Jahre dienen.

Was bequem zum laufen angeht... Ein Motorradstiefel kann aus Prinzip nicht beim Laufen bequem sein! Wenn ja, dann schutzt er nicht genug beim Unfall. Ist das selbe als ob man erwarten wurde, dass man mit einem Skischuh laufen könnte. Daytona Strive GTX passt. Dainese Tourqe Out D1: Sehr ähnlich zum zum Supertech, jedoch ein Tick besser im Fuß. Vannuci RV5 und 6: Kein Chance rein zu kommen. Habe eigentlich rund 45, manchmal 44. Diverse XCR und FLM: Teilweise halbwegs gepasst. Dann kam die Überraschung. Alpinestars S-MX Plus. Passform formidabel.

Derzeit schwanke ich also zwischen dem Daytona und dem S-MX Plus. Würde eigentlich gerne noch einen Sidi anprobieren. Dafür muss mir nur jemand einen Händler in Berlin finden. ? Außer die Ketten haben wir hier nichts und die führen kein Sidi. Würde den Daytona nehmen (wasserdicht). Die Security Evo gehen ja noch. ? Wollte deswegen ja aber die Woche mal alles durchs testen. Hoffe ein bisschen auf eine Osteraktion. Keine Nässe, nicht von innen und nicht von aussen. Einfach dicht und trotzdem luftig......perfekt. Passform bei meinen 43er Quadratfüssen ist super, auch bei dickeren Socken. Fazit: Würde diese jederzeit wieder kaufen und sie auch jederzeit weiterempfehlen. Passform ist halt höchst individuell, aber es lassen sich schon grobe Rückschlüsse ziehen.

Haben die einen ordentlichen Knöchelschutz? Ich bin da aktuell gebranntes Kind. Ferse, Sohle und Schienbein bekommen eigentlich alle Stiefel hin die ich gesehen habe - beim Knöchel gab es grössere Unterschiede. Die Liga um Security Evo, Supertech oder Axial Pro kann man als normaler Mensch am Knöchel nicht quetschen oder verdrehen. Also die S-MX Plus sind im Prinzip die Sportstiefel unterhalb des Supertech. Der Knöchelshutz wird beim Plus hauptsächlich über die „Plastikschiene“ gewährleistet. Habe beide Stiefel zum Schluss gleichzeitig angehabt und habe mal alle Stellen abgeklopft und gedrückt und so um die Protektion an manchen stellen abschätzen zu können.

Das Schutzniveau ist natürlich auch das größte Problem, was ich so habe. Im Vergleich zu meinen Security Evo ist einfach alles irgendwie kompfortabel. Da ich keine Wasserdichte Kleidung habe lege ich gar nicht viel Wert auf wasserfeste Stiefel. Hätte gerne einen Daytona Sportstiefel auf hohem Niveau unterhalb der Schalenstiefel. Btw: Neben dem schon sehr breiten Fuß waren meine Wadeln der Grund warum ich vor 13 Jahren zur Maßanfertigung greifen musste. Auch jetzt nich bin ich in keine Stiefel wirklich kompfortabel an den Waden. Der Strive und der Plus schienen aber ausreichend zu sein.

Test: Sportliche Sommerstiefel im Vergleich

Motorradstiefel sind beim Kurztrip zur Eisdiele unbequem, Turnlatschen unsicher. Halbhohe Sportstiefel bieten eine Alternative, sind trendy und chic. Doch es gibt große Unterschiede. Wer schon mal in Ledermontur an der Eisdiele angestanden hat, kennt das Problem: Was sich beim Brennen über die Hausstrecke noch prima anfühlt, wird nach spätestens einer Minute Pause in der prallen Sonne zur Tortur. Machen wir uns nichts vor, Motorradklamotten sind im Alltag einfach unpraktisch. Das gilt auch für Stiefel.

Zahlreiche Hersteller bieten deshalb alternativ zum Race-Stiefel halbhohe Sport-Boots an. Taugt der Kompromiss aus Bequemlichkeit und Sicherheit? PS testete Modelle von neun Herstellern, um genau das herauszufinden. IXS und Louis waren ebenfalls zum Test eingeladen, ihre Varianten passten jedoch nicht ganz in unseren Vergleich. Da Käufer von Sommerstiefeln nicht nur Sicherheit, sondern auch Bequemlichkeit am Herzen liegt, werteten wir die Kriterien Sicherheit, Praxis Fahren und Praxis Gehen mit jeweils zehn Punkten gleichstark. Das "Handling", also An- und Ausziehen, sowie die Verarbeitung gehen mit jeweils fünf Punkten in die Bewertung ein.

Verletzungen der unteren Extremitäten gehören zu den häufigsten Folgen eines Motorradunfalls - weit öfter als Arme oder Kopf. Ein Motorradstiefel muss deshalb vor allem wenigstens den Fuß und das Sprunggelenk schützen. Dafür sind Verstärkungen an sturzrelevanten Stellen wie Zehen, Knöchel und Ferse unerlässlich. Allerdings gehen diese Sicherheits-Features auf Kosten des Komforts und nicht zuletzt des Coolness-Faktors. Einige Hersteller geben den letzten beiden Punkten deutlich den Vorzug. Puma beispielsweise startet mit einem nur leicht modifizierten Straßen-Turnschuh ins Rennen, der lediglich an der Ferse leicht verstärkt wurde. Resultat: ein sehr bequemer und cooler, aber unsicherer Motorradstiefel.

Die Modelle von Alpinestars, Dainese und XPD dagegen wirken mit ihren Zehenschleifern auf den ersten Blick wie Racing-Stiefel mit gekürztem Schaft. Bei näherer Betrachtung kann allerdings nur der Dainese Scarpa Dyno bei der Sicherheit einigermaßen punkten. Er verfügt als einziger Stiefel sowohl im Fuß- als auch Knöchelbereich über massive Verstärkungen. Der S-MX 2 von Alpinestars vernachlässigt den Knöchelschutz dagegen ebenso wie der XPD X-One, der den Knöchel nur außen durch eine zusätzliche Verstärkng schützt. Kehrseite der höheren Sicherheit: Diese Schuhe sind unbequemer.

Die Praxis-Qualitäten der neun Sommerstiefel überprüften wir auf einer Testrunde, die sowohl durch die Stadt als auch über einige Landstraßenkilometer führte. Bewertet wurden dabei neben dem Tragekomfort auch die Rutschfestigkeit der Sohle, der Sitz sowie die Bewegungsfreiheit. Dass gerade der Turnschuhähnliche Puma mit sechs Punkten in der Wertung auf dem Motorrad am schlechtesten abschneidet, liegt vor allem an der unsinnigen Metallsohle, die beim Fahren an der Raste hin und her rutscht und ein unsicheres Gefühl hinterlässt. Mit ähnlichen Problemen haben auch die Modelle von XPD und Büse zu kämpfen. Bei beiden fällt die Gummisohle recht rutschig aus, wodurch der Fuß besonders bei sportlicher Haltung mit Druck auf den Rasten leicht abrutschen kann.

Neben unangenehmen Falten am Zehenansatz stört bei vielen Modellen vor allem der gegen das Schienbein drückende Schaftrand. Axo umgeht dieses Problem durch einen besonders niedrigen, Alpinestars durch einen sehr weiten Schaft - beides ist nicht wirklich sicher. Wie es besser geht, zeigt das Modell von Held: Trotz eng anliegendem, hohem Schaft werden die Stiefel selbst bei extremer Fußhaltung auf dem Motorrad nicht unbequem. Ähnliches gilt auch für die Modelle von Dainese und Firefox.

Dass der Firefox auch beim Gehen sehr bequem ist, liegt vor allem an seinem dünnen Außenschuh und dem geringen Gewicht. Er trägt sich wie ein Turnschuh und ist am Fuß kaum spürbar. Noch komfortabler tragen sich nur die beiden Leichtgewichte von Puma und Axo. Die auf maximalen Schutz ausgelegten Modelle von Alpinestars, Dainese und XPD wirken dagegen abseits des Motorrads sehr klobig, steif und schwer. Die restlichen Testkandidaten gehen einen Mittelweg und treten mit tourentauglichen Schnürstiefeln an. Besonders gut gelingt der Spagat zwischen Schutz und Komfort dem FLM.

Um in den Genuss eines guten Bikerstiefels zu gelangen, muss man erstmal hinein kommen. Das ist nicht bei allen Testkandidaten so einfach. Am leichtesten zu handhaben sind die Modelle von Puma und XPD: Reißverschluss zu, Klett-riemen drüber, fertig. Doch auch gegen die Schnürvariante ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Durch das Festzurren sitzen die geschnürten Stiefel in vielen Fällen deutlich besser am Fuß als die nicht einstellbaren Varianten mit Reißverschluss. Beim Firefox läuft die Schnürung allerdings sehr schwer.

Klebereste an der Sohle, unsaubere Nähte, lieblos abgeschnittene Lederstücke: Kaum ein Stiefel im Test kann qualitativ voll überzeugen. Positiv fallen die Stiefel von Puma und Dainese auf.

Testergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse verschiedener Modelle:

  • Alpinestars S-MX 2: Bequemer Sitz, große Bewegungsfreiheit, aber rutscht im Fersenbereich.
  • Axo Attack: Bequemster Stiefel, aber geringe Sicherheit.
  • Büse City Limit: Viel Stiefel fürs Geld, aber drückt am Schienbein.
  • Dainese Scarpa Dyno: Hohes Sicherheitsniveau, aber steif und schwer.
  • Firefox Raptor: Günstigstes Modell, aber mittelmäßige Verarbeitung.
  • FLM B42: Guter Kompromiss aus Sicherheit und Komfort.
  • Held Paddock: Touristisch, rutschige Sohle.
  • Puma Testastretta: Bequem, aber rutschige Metallsohle.
  • XPD X-One: Steif, schwer, rutschige Sohle.

Testergebnisse im Detail

Modell Praxis Fahren (max. 10) Praxis Gehen (max. 10) Sicherheit (max. 10) Handhabung (max. 5) Verarbeitung (max. 5) Gesamtpunkte (max. 40) Platzierung
Alpinestars S-MX 2 8 6 4 4 4 26 5.
Axo Attack 9 9 1 4 3 26 5.
Büse City Limit 6 7 6 4 4 27 3.
Dainese Scarpa Dyno 8 7 8 4 5 31 1.
Firefox Raptor 8 6 2 2 3 23 9.
FLM B42 7 8 6 4 3 28 2.
Held Paddock 8 7 5 3 4 27 3.
Puma Testastretta 6 9 0 5 5 25 7.
XPD X-One 6 5 5 5 4 25 7.

Tourenstiefel im Test: Komfort und Wetterschutz

Auch wenn mal das Vorderrad abhebt, sollte man stets standfest in den Rasten bleiben. MOTORRAD hat sieben sportliche Tourenstiefel zwischen 150 und 250 Euro neben ihrer potenziellen Wheelie- auch auf ihre Wettertauglichkeit untersucht. Und ein Testkandidat musste sich gar direkt auf dem Asphalt bewähren.

Um standfest in die neue Motorrad-saison zu starten, haben wir sieben Paarungen aus der Hochpreisliga unter die Lupe genommen. Das günstigste Paar ist für rund 150 Euro zu erstehen, für das teuerste müssen noch einmal 100 Euro mehr auf die Ladentheke geblättert werden. Fast alle Anbieter warten mit guten bis sehr guten Stiefeln auf. Vor allem beim Wetterschutz können sechs der sieben Tourensportstiefel mit Bravour überzeugen. Das spricht für eine hohe Verarbeitungsqualität, denn die für den Nässeschutz notwendigen Mem-branen müssen sehr sorgfältig eingesetzt werden, um einen trockenen Fuß zu garantieren.

Die getesteten Modelle im Überblick:

  • Alpinestars Effex GTX
  • Dainese MIG Touring GTX
  • Daytona Bandit XCR
  • IXS Rapido
  • Puma Brutale GTX
  • Redbike Misano
  • XPD X-Land H2Out

Tipps zum Stiefelkauf

Schalten, Bremsen, Umsetzen. Beim Motorradfahren kommt es auch auf die Fußarbeit an. Deshalb sollte schon bei der Anprobe im Laden das Schuhwerk genauestens untersucht werden. Wer dabei etwas Zeit investiert kann sich im Regelfall lange auf seine Stiefel verlassen.

Grundsätzlich Mehrere Modelle anprobieren und diese mindestens zehn Minuten tragen. Ruhig einige Runden durch den Laden marschieren. So lässt sich feststellen, ob Protektoren, Nähte oder gar Wülste vorhanden sind, die zu unangenehmen Druckstellen führen.

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