Radfahren im Altmühltal: Tipps für den Altmühltal-Radweg

Der Naturpark Altmühltal gilt seit langem als Paradies für Radfahrer. Mit seinen sanften Hügeln, friedvollen Flusslandschaften und verträumten Ortschaften bietet die Region ideale Bedingungen für entspannte Radtouren und sportliche Herausforderungen.

Der Altmühltal-Radweg: Ein beliebter Klassiker

Einer der bekanntesten Radwege der Region ist der Altmühltal-Radweg. Die Bezeichnungen Altmühl-Weg, Altmühl-Radweg, Altmühltal-Radweg kennzeichnen alle dieselbe Route. Im Jahr 2007 wurde der Altmühltal-Radweg neu beschildert mit dem grün-gelben Logo und der Beschriftung Altmühltal-Radweg.

Der malerische „Altmühltal-Radweg“ erstreckt sich über 164 Kilometer und ist wegen seiner sanften Steigungen besonders bei Familien sehr beliebt. Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands - und dies zu Recht: Auf 166 Kilometern folgen Sie der gemächlich dahinfließenden Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark Altmühltal und entdecken an einem Stück die faszinierende Schönheit der Altmühlregion.

Der “Altmühltal-Radweg” wird, ähnlich wie der “Main-Radweg”, seit Jahren vom ADFC kontinuierlich zu den zehn beliebtesten Radrouten Deutschlands gezählt. Seine flache Streckenführung abseits des Straßenverkehrs und die vielfältigen Zwischenstopps machen ihn besonders familienfreundlich. Der Radweg zählt zu den ältesten Radwegen in Deutschland und wurde nach und nach ausgebaut.

Die Altmühl entspringt bei Burgbernheim in Mittelfranken und mündet nach etwa 230 Kilometern bei Kelheim in den Rhein-Main-Donau-Kanal. Am Hornauer Weiher befindet sich das Quellgebiet der Altmühl. Von hier schlängelt sich die Altmühl 227 km bis zur Mündung in die Donau bei Kelheim.

Entlang der Altmühl, in die idyllischen Seitentäler, sportlich hinauf auf die Hochflächen oder auf römischen Themenwegen: Das dichte Radwegenetz im Naturpark Altmühltal schafft die idealen Voraussetzungen für sorglose Radltouren. Viele meinen, das gelbe Fachwerkhaus vor dem Eingang zum Spitalviertel sei mit dem Begriff Plönlein gemeint. Übersetzt heißt Plönlein aber: „Kleiner Platz am Brunnen“.

Somit gehören zum Plönlein die Fachwerkhäuser, der Brunnen und die beiden Türme der alten Stadtmauer; der Siebersturm und der Turm des Kobolzeller Tores. Seine flache Streckenführung abseits des Straßenverkehrs und die vielfältigen Zwischenstopps machen ihn besonders familienfreundlich.

Highlights entlang der Strecke

Der Altmühltal-Radweg führt die Radler zur Thermalwelt in Treuchtlingen, der Stammburg der Reichserbmarschälle in Pappenheim und zu den urzeitlichen Welten zwischen Solnhofen und Eichstätt. Während der Fahrt erleben Sie mächtige Felspartien der Juraalb, beeindruckende Wacholderheiden und saftige Ufer- und Wiesenlandschaften. Unterwegs entdecken die Radfahrer Rothenburg o.d.

Rothenburg ob der Tauber

Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: die mittelalterliche Stadt Rothenburg ob der Tauber, ein Reiseziel für viele internationale Besucher. Die mittelalterlich Stadtmauer ist zum größten Teil begehbar.

Colmberg

In Colmberg entdeckt man schon aus der Ferne die mittelalterliche Burg Colmberg, die auf einem 511 Meter hohen Berg über dem Ort thront. Der kleine Ort lädt zu einer Pause ein. Wer mag, kann die Burg Colmberg besichtigen und von dort den Blick über das Tal genießen. In der Stadt Colmberg sind noch Türme und Mauern aus vergangenen Zeiten zu finden, welche den Besucher auf eine Zeitreise entführen.

Leutershausen

In Leutershausen entdecken wir einen Nachbau der legendären Flugmaschine „Nr. 21“ des gebürtigen Leutershauseners Flugzeugpioniers Gustav Weißkopf. Ihm gelang mit einer selbstgebauten Flugmaschine am 14.

Altmühlsee

Wer sich eine kleine Abkühlung wünscht, kann die Gelegenheit nutzen und eine Badepause im Altmühlsee zwischen Ornbau und Gunzenhausen einlegen. Die Seenplatte um den Altmühlsee bei Gunzenhausen, die das Ende des Altmühlwegs und den Anfang des Altmühltals-Radwegs markiert, ist eine Faszination für sich und bietet einen tollen Anblick. Hier bietet es sich an, eine kurze Pause einzulegen, um die Schönheit der Natur genießen zu können.

Solnhofen und Umgebung

Solnhofen ist vor allem durch den Fund des Urvogels Archaeopteryx bekannt geworden. Auf der Fahrt nach Eßlingen beeindrucken die wuchtigen Riff-Felsen des Jurameeres, die „Zwölf Apostel“, ein beliebtes Fotomotiv im Altmühltal.

Eichstätt

Hoch über das Altmühltal grüßt die, auf einem Bergsporn thronende Willibaldsburg bei Eichstätt. Eichstätt, die Bischofs- und Universitätsstadt besitzt viele bedeutende Sehenswürdigkeiten. Auffällig erhebt sich hier die Willibaldsburg, die heute ein interessantes naturkundliches Museum beherbergt, das Jura-Museum.

Pfünz

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist eine ehemalige Außengrenze des Römischen Reiches zwischen Rhein und Donau, der auch an Pfünz vorbeiführte. Die vierte Etappe des Altmühltal-Radwegs führt uns von der Almosmühle in der Nähe der mittelalterlichen Brücke in Pfünz nach Inching und Walting.

Kipfenberg

Auf dem weiteren Verlauf des Altmühltal-Radwegs grüßt schon von Weitem die mittelalterliche Burg Kipfenberg von einem 430 m hohen Dolomitfelsen. Oberhalb der Burg befindet sich der geographische Mittelpunkt Bayerns, der 1979 vermessen und 1980 mit einem Findling markiert wurde.

Beilngries

Von Ilbing gelangen wir nach Kinding, vorbei an der Freizeitanlage Kratzmühle und kommen nach Beilngries. Seit 2016 kann man hier in Schlaffässern übernachten. Angekommen in Beilngries gibt es dann einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken, unter anderem die historische Altstadt und das Schloss Hirschberg. Von dort oben aus hast du eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und das Altmühltal.

Berching

Die fünfte Etappe des Altmühltal-Radwegs beginnt mit einem lohnenswerten Abstecher von Beilngries zur mittelalterlichen Stadt Berching, das Rothenburg der Oberpfalz. Man fühlt sich hier ins Mittelalter zurückversetzt, was vor allem an der gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren Türmen liegt, auf der wir einen Rundgang machen.

Dietfurt

In Dietfurt wird’s gemütlich: Das Chinesische Sommerfest lädt zum Verweilen ein.

Riedenburg

An der mächtigen Schleuse Riedenburg wechseln wir auf die andere Uferseite.

Kelheim

Der Altmühltal-Radweg endet schließlich in Kelheim, der mit 17.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadt Niederbayerns. Überragt wird die Stadt von der Befreiungshalle, die auf dem Michelsberg zwischen Donau- und Altmühltal liegt.

Praktische Tipps für Ihre Radtour

  • Kondition: Der Radweg ist meist flach, aber eine gute Grundkondition hilft dennoch, lange Etappen entspannt zu meistern.
  • Unterkünfte: Der Altmühltal-Radweg und seine Zwischenstationen sind beliebte Reiseziele. Über 100 Hotels, Gaststätten, Privatpensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze haben sich im Naturpark Altmühltal als “besonders radlfreundlich” ausgezeichnet. Sie heißen beispielsweise Radler auch nur für eine Nacht willkommen, versorgen sie mit Info- oder Kartenmaterial und organisieren oft auch den Gepäcktransfer zur nächsten Unterkunft.

Fahrradfreundliche Infrastruktur

Nutzen Sie die gut ausgeschilderten Radwege und Rastplätze entlang Ihrer Strecke.

Weitere Informationen

Der Flyer bietet detaillierte Informationen zum Routenverlauf, Sehenswürdigkeiten entlang des Weges und praktische Tipps für Radfahrer. Wer Lust hat, den Altmühltal-Radweg zu verlängern, kann bereits in Wertheim oder Rothenburg o. d. Für die Nimmermüden ist auch eine Verlängerung bis Regensburg oder gar noch weiter möglich.

Viele Radurlauber machen die Tour im Frühjahr oder Herbst, wenn die Temperaturen gemäßigt sind. Aufgrund seiner großen Bekannt- und Beliebtheit wird man die Tour jedoch selten alleine unternehmen und den Weg mit anderen Radlern teilen.

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