Radfahren am Geiseltalsee: Entdecken Sie die schönsten Routen

Der Geiseltalsee, Deutschlands größter künstlicher Binnensee, bietet ideale Bedingungen für entspannte Radtouren und abenteuerliche Ausflüge mit dem Mountainbike. Entdecken Sie die vielfältigen Routen rund um den See und die reizvolle Umgebung.

Rundweg um den Geiseltalsee

Am Geiseltalsee können Sie ganz entspannt eine Runde mit dem Fahrrad drehen. Ob Sie die 25 km lange Rundtour wählen oder nur einen Abschnitt fahren ist Ihnen überlassen - jede Route ist individuell planbar.

Der Rundweg ist 25 Kilometer lang und zeichnet sich durch einen Höhenunterschied von 102 m aus. Der Weg rund um den Geiseltalsee ist größtenteils geteert und gut geeignet für jeden.

Der Weinberg ist der höchste Punkt der Tour. Man wird oben nicht nur mit einer leckeren (nicht-)alkoholischen Abkühlung, sondern auch mit einem sensationellen Blick über den Geiseltalsee belohnt.

Streckencharakteristik

  • Länge: 25 km
  • Höhenunterschied: 102 m
  • Beschaffenheit: Größtenteils asphaltiert

Da es sich beim Geiseltal-Radweg um einen Rundkurs handelt, ist die Anreise grundsätzlich mit Bahn oder Auto möglich. Braunsbedra verfügt über einen eigenen Bahnhof.

Mountainbike-Tour am Geiseltalsee

Haben Sie Lust mit dem Mountainbike statt Trekking- oder Rennrad am Geiseltalsee zu fahren? Eine speziell dafür aufgezeichnete MTB Route steht zur Verfügung. Sie können dort gerne auch an einer geführten Tour teilnehmen.

Die Strecke ist gut ausgebaut und bietet eine abwechslungsreiche Fahrt.

Empfohlene Fahrtrichtung

Es wird empfohlen, die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. Gegen den Uhrzeigersinn ist die Auffahrt von den Steigungen nicht ganz so gravierend. Die Abfahrt ist steiler, dafür aber auch etwas kürzer. In diese Richtung kommt man den Berg also leichter hinauf.

Radtour zur Halbinsel im Geiseltalsee

Die Halbinsel ist ein fantastischer Ort, der sowohl zum Entspannen als auch zur Abenteuerjagd einlädt. Ganz egal, ob ihr zu Fuß unterwegs seid oder mit dem Fahrrad, hier gibt es eine Menge zu entdecken und auch zu lernen.

Unsere Tour beginnt in Stöbnitz im Unterdorf. Wir fahren an der Kirche vorbei über die Lauchstädter Straße zur Werkstraße hinter. Puh, ganz schön anstrengend mit dem Hänger den Berg hinauf zu fahren. Jonas hat sich ganz wacker geschlagen und mit voller Kraft durchgezogen.

Wir fahren zum Campingplatz, hier ist der Eingang zur Halbinsel. Wer gleich zu Beginn staunen möchte, kann im Geschiebegarten „Nordisches Plateau“ einige Findlinge aus Bergbauzeit und Aufarbeitung anschauen. Unsere Rabauken sind hier immer gerne. Die Anziehung zu diesen großen Steinen ist irgendwie riesig für Kinder.

Wir fahren die Straße am Campingplatz vorbei und halten uns rechts auf dem großen Weg. Hier hat man einen schönen Ausblick auf den Geiseltalsee. Ein Stück weiter beginnt das Gelände des Interessen- und Förderverein „Geiseltalsee“ e.V. und kurz darauf das Naturschutzgebiet der Halbinsel.

Wir halten uns rechts und hier gibt es wieder was tolles zu entdecken, Bienenkästen. Jonas und ich sind ja große Bienenfreunde. Vorsichtig und ohne die fleißigen Bienchen zu stören, gehen wir ein Stück heran für eine bessere Sicht. Das Summen, dass schon von weiter weg zu hören war, ist nun richtig laut und man kann das rein und raus an den Fluglöchern beobachten.

Weiter geht’s. Am Ufer des Sees können wir einige Boote sehen. Die haben sich hier ein schönes Plätzchen zum Schwimmen und Genießen gesucht. Wir kommen zur Wetterschutzhütte, die prinzipiell jeden Tag öffentlich zugänglich ist. Schon der Außenbereich lädt mit schönen massiven Sitzgruppen und der Grillstelle zum Verweilen ein.

Besonders interessant sind für die Kids das riesige Wildbienenhaus, die Sonnenuhr und die Wetterstation. Wir stehen hier übrigens am geometrischen Punkt „Großer Hügel“. An einem Mast gibt es eine Markierung, wie hoch hier damals die Braunkohle geschichtet war. Oh ha, ganz schön viel Luft nach oben. Und darauf lagen dann nochmal fast 50 Meter Abraum. Wir finden das schon sehr beeindruckend.

Auch wer hier gerade keinen Unterstand für plötzliche Regengüsse sucht, sollte auf jeden Fall mal einen Blick ins Innere der Hütte werfen. Die Kinder standen erstmal vor den Fenstern um herein zu illern, ganz schön spannend. Was da wohl drin ist? Einiges an Infomaterial steht, liegt und hängt bereit. Anschauungsmaterial zur Geschichte und Entwicklung im Geiseltal aber auch zur Natur. Viele Infos zu touristischen Angeboten laden zur Planung zukünftiger Erkundungen und Unternehmungen ein. Hier gibt es auch eine Toilette, den Eingang findet ihr hinter dem Haus.

Übrigens gibt es hier auch einen schönen Steg. Das Wasser am Ufer ist flach und wunderbar klar. Da möchte man sich glatt mal kurz abkühlen. Wir werden mittlerweile ganz schön von der Mittagssonne gebrutzelt.

Je weiter wir zum Ende der Halbinsel durchdringen, desto unberührter scheint die Natur zu sein. Fast so, als wäre hier schon immer alles so gewesen. Wir radeln gemütlich unseren Weg entlang, neben wilden Gräsern und Blumen. Wir sehen unzählige Bienen, Hummeln und Libellen. Die Sanddornsträucher die überall wachsen geben mir immer so ein gewisses Urlaubsfeeling.

Wir fahren gerade aus weiter. Wer den Weg rechts abbiegt gelangt in einem Bogen zum hintersten Punkt der Halbinsel und kommt dann auch da entlang, wo wir gleich lang radeln. Wir kürzen quasi ein klein wenig ab.

Zwischen der Halbinsel und der Insel im Geiseltalsee ist nur ein schmaler Kanal. Am Ufer entlang liegen große Steine, die in der Sonne in einem herrlichen grün funkeln. Aus dem Wasser ragen tote Bäume mit ihren Spitzen aus dem Wasser. Wenn ich hier war, habe ich zwar schon oft scheue Rehe gesehen, aber bin noch nie einer Menschenseele begegnet. Ich liebe solche Orte. Für mich ist das mein ganz persönlicher Naturschatz.

An einer flachen Uferzone beobachten wir einen Schwan und verschiedene Wasservögel. Die Spuren, die sie in der Erde hinterlassen haben sind ganz schön durcheinander. Das finden die Rabauken richtig interessant. Wir hören einen Kuckuck rufen.

Hier legen wir auch unsere kleine Snackpause ein. Die zwei großen haben sich Zuhause eine kleine Tüte Gummibären stibitzt. Außerdem gibt’s noch Bananen, damit ist der Energietank für die letzten Kilometer gefüllt.

Dann geht es auf einem Weg zurück, der nur leicht aber konstant Bergauf geht. Zack, gerade noch zwischen lauter Bäumen, die zu beiden Seiten unseren Pfad einrahmen, kommen wir kurz vor dem Campingplatz an. Die Halbinsel verfügt über ein ausgeprägtes Wegenetz. Geht einfach mal auf Entdeckungstour. Wir sind noch nie die selbe Route gegangen bzw. gefahren. Egal ob größere Radtour oder kleiner Spaziergang, es lohnt sich definitiv.

Wir sind 11 km geradelt. Mit einigen Trinkpausen, einer Snackpause, einer größeren Pause an der Wetterschutzhütte und einigen kleinen, weil es etwas zu bestaunen gab haben wir 2 Stunden gebraucht. Unser Großer hat die Strecke mit Bravour und ohne Meckern gemeistert. Die 2 Rabauken im Hänger haben auch super mitgemacht. Alle hatten Ihren Spaß.

Tipps für Familien

Fahranfänger oder Laufmuffel sollten lieber vom Parkplatz am Findlingsgarten (Campingplatz) starten.

Weitere Informationen

Spazieren und genießen Sie die ausgebauten Wander- und Naturwege am nördlichen Ende des Sees. Rundwege sind um den Geiseltalsee, den Runstedter See sowie den Großkaynaer See gelegt.

Der Geiseltalsee und die Anrainer haben vieles zu bieten: Neben Wanderwegen und Fahrradrouten gibt es ganz Außergewöhnliches zu entdecken. in der Zentralwerkstatt Pfännerhall in Braunsbedra und der Geiselquelle in Mücheln ist für jedes Gemüt und Alter alles dabei. Entdecken Sie diese herrliche Region für sich!

Am Geiseltalsee gibt es nur einen Campingplatz.

Geiseltalexpress

Der Geiseltalexpress ist eine Kleinwegebahn, die ohne Schienen fahren kann und am Ufer des Geiseltalsees ihre Runden dreht. Startpunkt ist in der Pfännerhall. Je nach Saison gibt es einen Zwischenhalt in Mücheln, wo Sie aus oder zusteigen können. Spaß für Jung und Alt ist sicher.

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