Seit einigen Jahren schon hat sich das Körperbewusstsein der Menschen verändert. Man achtet mehr auf die Ernährung und ausreichende Bewegung. Die sportliche Betätigung an der frischen Luft stärkt zudem das Immunsystem und ist Balsam für die Seele. Nicht zuletzt auch durch die Pandemie haben manche den Outdoor-Sport wieder neu für sich entdeckt.
Um beim Sport die Bewegung an der frischen Luft genießen zu können, benötigt man neben den sportspezifischen Utensilien und der Kleidung auch einen passenden Schutz für die Augen. Nur so können uns Witterungseinflüsse wie Wind und Sonnenstrahlen nicht den Spaß verderben. In diesem Artikel wollen wir Sportbrillen von verschiedenen Herstellern mit dem Schwerpunkt Radfahren für Sie testen.
Testkriterien und Schwerpunkte
In den nachfolgenden Ausführungen unserer Tests haben wir verschiedene Schwerpunkte näher betrachtet. Zum einen die individuelle anatomische Anpassung der Brillen. Für Brillenträger ist aber auch die Möglichkeit einer individuellen Verglasung wichtig, die wir unter die Lupe nehmen wollen.
Individuelle Anpassung und Komfort
Alle getesteten Sportbrillen haben mehr oder weniger Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Veränderbare Seitenstege, die die Höhe des Brillensitzes aber auch den Komfort beeinflussen, können bei den meisten Modellen eingestellt werden.
Die Bügelenden sind ebenfalls bei fast allen Testbrillen veränderbar. Verschiedene Größen (large/L und small/S) eines bestimmten Modells oder die Veränderung deren Bügelneigung (Inklination) sind nur bei einem der Testbrillen wählbar und das ist der Fall bei der Evil Eye. Fortführend zum individuell anpassbaren Sitz der Sportbrillen verfügen alle Modelle über rutschfeste Nasenauflagen und Bügelenden. Dies erzeugt zusätzlich einen sicheren Halt und eine komfortable Passform.
Belüftungssysteme
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Belüftungssystem. Es gibt nichts Lästigeres oder auch Gefährlicheres als das Beschlagen der Brillengläser bei voller Fahrt. Hier finden wir bei den Herstellern vielfältige Variationen, um das zu verhindern oder einzuschränken.
Über Aussparungen an der Fassung sowie an den Gläsern über das Stromliniendesign der Brille oder durch ein Antibeschlagcoating der Gläser wird das Problem bei den Testbrillen gelöst. Allerdings funktionieren die Systeme nur optimal in Bewegung. Steht man schwitzend kurz still, weil man an einer Kreuzung zum Beispiel halten muss, und die Außentemperaturen etwas kühler sind, kann es dennoch zum Beschlagen der Gläser kommen.
Filtergläser und Tönungen
Nun kommen wir zu den Filtergläsern. Die Uvex-Testbrillen sowie die Evil Eye bieten Wechselscheiben an. Die Brillen werden mit einer klaren Scheibe für trübe Witterungsverhältnisse und einer getönten für Sonnenschein angeboten (verschiedene getönte Filtervarianten bei Evil Eye erhältlich), die nach Bedarf eigenständig ausgetauscht werden können. Das muss man bei den selbsttönenden Varianten nicht.
Hier haben wir von Julbo, von Out of und Rudy Project Brillen zum Testen erhalten. Sie passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Das wiederum ist sehr interessant für längere Sporteinheiten, weil man sich das Mitführen des zweiten Gläserpaares spart. Hier im Speziellen wollen wir auch die neueste Technik der dynamischen Lichtfilter hervorheben, die über ein Sensormodul gesteuert werden. Die Eindunkelung oder Aufhellung der Irid Bot von Out of erfolgt direkt und ermöglicht ein sicheres Ein- und Ausfahren von Tunneln oder bei schnellem Wechsel von Licht und Schatten im Wald.
Nachteil bei unserem Testobjekt war leider, dass wir beim Sonnenschein den Kopf relativ gerade halten mussten, damit die Gläser sich eindunkeln. Sitzt man recht aerodynamisch, sportlich auf dem Rennrad mit nach unten gesenktem Gesicht oder trägt einen Helm mit Sonnenblende, bevorzugt bei den Mountainbikern, hat die Eindunkelung leider nicht funktioniert. Alle zu testenden Tönungen waren bei Sonnenschein sehr angenehm.
Dabei haben wir die kontraststeigernden Tönungen von Evil Eye, Julbo und Oakley sowie die schnell adaptierenden Gläser von Out of beim Radfahren im Wald mit den speziellen Lichtverhältnissen favorisiert.
Verglasungsmöglichkeiten für Brillenträger
Viele Menschen mit einer Sehschwäche nutzen heutzutage Kontaktlinsen während der sportlichen Betätigung. Aber es gibt Situationen, wo ein Kontaktlinsentragen nicht möglich ist, zum Beispiel bei eventueller Unverträglichkeit, Entzündungen am Auge, Allergie etc. Hier ist es ideal, wenn die Sportbrille einen Zusatzadapter für Brillengläser hat oder direkt verglasbar (Rudy Project) ist. Leider ist die Korrektion durch die gekurvten Brillengläser beim Brillenclip wie auch bei der Direktverglasung aus technischen Gründen nur bis zu einer bestimmten Brillenstärke (variiert je nach Glaslieferant) realisierbar.
Bis auf die SP0075 von Adidas, Encoder Strike von Oakley und der Density von Julbo bieten alle anderen getesteten Modelle diverse Verglasungsvarianten an.
Materialien und Pflege
Um lange an einer Sportbrille Freude zu haben, wird diese in einem Etui inklusive eines Mikrofasertuches oder -beutels geliefert. Bei den meisten lag auch eine Pflegeanleitung bei, da die Hightechmaterialien der Fassungen und Filtergläser aggressive Reinigungsmittel nicht vertragen. Apropos Fassungsmaterialien: Durch die hervorragenden Eigenschaften von Grilamid (oder auch TR90 genannt), wie zum Beispiel einer leichten Verarbeitung, geringer Dichte für leichteres Gewicht, flexibel und einer sehr guten Chemikalien- und Witterungsbeständigkeit, um nur einige zu nennen, findet man dieses Material am häufigsten bei der Sportbrillenherstellung. Ein ähnlicher Polymerkunststoff ist das PPX (Polyparaxylylen), welches bei der Testbrille von Evil Eye verwendet wurde und annähernd dieselben Eigenschaften besitzt.
Bei der Encoder von Oakley ist neben dem großen Panoramaglas auch dessen sehr gute Stoßfestigkeit der Gläserfront zu erwähnen, die durch eine neue Technik der Gläseerbeschichtung ermöglicht wurde. Die Ausführungen an Material, Filterglasvarianten und Design ermöglichen dem Träger eine Vielzahl von Anwendungsgebieten. Unsere Testmodelle eignen sich vor allem zum Radfahren, Joggen/Walken, Wandern oder Golf spielen. Diese können aber auch beim Wassersport oder zum Langlauf im Winter genutzt werden (idealerweise wären hier aber eher Brillen mit Polfilter und Thermoscheiben zu nutzen).
Einige Hersteller lieferten uns ihre Kataloge mit, in denen für einige Modelle zusätzliches Equipment angeboten wird, um noch umfassendere Anwendungsgebiete zu bieten.
Handhabung der Wechselscheiben und Verglasungsclips
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung zum Auswechseln der Wechselgläser oder des Verglasungsclips: Die Wechselscheiben der verschiedenen Modelle, insofern es sich nicht um phototrope Gläser handelte, konnten alle relativ leicht ausgetauscht werden. Genau diese Aktionen sehen bei uns Augenoptikern immer recht einfach aus, aber auch der Kunde als Laie sollte dies problemlos hinbekommen. Ähnlich sieht es bei den Verglasungsclips aus. Die Brillen vom Anbieter Uvex werden mittels beiliegendem Clip mit Sehstärke versehen. Bei der Swisseye, Rudy Project und Out of funktioniert dies über ein Klicksystem, welches relativ einfach für den Nutzer zu handhaben ist.
Testergebnisse und Empfehlungen
Es gibt eine Menge guter Sportbrillen mit teilweise interessanten Innovationen auf dem Markt. Für den Endverbraucher ist es dagegen recht schwierig, immer die ideale Lösung zu finden. Deshalb braucht er eine ausführliche Beratung im Augenoptikgeschäft seines Vertrauens. Eine ausführliche Bedarfsanalyse mit dem nötigen optischen Know-how grenzt die passende Auswahl etwas ein.
In unserer speziellen Testsituation wäre es uns schwergefallen, einen Sieger zu benennen. Wir hatten die Chance, die Brillen bei strahlendem Sonnenschein, aber auch bei trübem, kaltem und verregnetem Wetter auszuprobieren. Beim Schmuddelwetter liegen die Modelle von Julbo, Rudy Project und Out of aufgrund ihrer selbertönenden Gläser vorne. Die klaren Wechselscheiben von Uvex standen uns zum Ausprobieren nicht zur Verfügung. Im Sonnenschein konnten alle Testbrillen überzeugen.
Testperson Jana bevorzugte dabei eher die Brillen mit brauner Grundtönung, wie die Swisseye, Uvex 4301/1200, Rudy Project oder die kontraststeigernden Gläser von Evil Eye. Joao tendierte ebenfalls zu den braunen/grauen Grundtönungen, wie die Oakley, Adidas, Julbo, Evil Eye oder Out of. Vom modischen Aspekt bevorzugen wir beide eher die etwas größeren Modelle. Aber Mode ist relativ individuell und gibt qualitativ kein ideales Kriterium ab.
Es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht, die verschiedenen Modelle zu testen. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Brillenherstellern für die zur Verfügungstellung der Modelle inklusive des Infomaterials.
Warum eine Fahrradbrille tragen?
Für die meisten Radsportler*innen sind die Fahrradbrillen das ganze Jahr über unverzichtbare Begleiter. Während sie im Sommer das Sonnenlicht absorbieren und die Augen vor Insekten und Staub schützen, halten sie im Herbst und Winter Wind, Schmutz und Schnee aus den Augen.
Eine gute Fahrradbrille muss aber noch mehr Eigenschaften aufweisen - vor allem, wenn Fahrradfahrer*innen normalerweise eine Brille oder Kontaktlinsen tragen. Dann sind Fahrradbrillen mit Sehstärke die richtige Wahl. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich für selbsttönende Gläser, polarisierte, verspiegelte oder für normale Sonnenbrillengläser entscheidest.
Wenn du eine Radbrille mit Sehstärke benötigst, um sicher und stylish auf dem Bike unterwegs zu sein, dann bist du bei Mister Spex genau richtig. In unserem Online-Shop findest du zahlreiche Modelle namhafter Marken wie Oakley, Adidas, Alpina, Puma oder Nike. Bestelle noch heute dein Wunschmodell ganz bequem von zuhause aus und genießen eine klare Sicht und Komfort bei der nächsten Fahrradtour.
[Achtung: Im Online-Shop von Mister Spex sind selbsttönende Gläser für Gleitsichtbrillen nur für innere Gleitsichtgläser erhältlich.]
Eigenschaften einer guten Fahrradbrille
Alles, was eine Fahrradbrille können sollte und was es bei der Brillenwahl noch zu beachten gilt, haben wir im Folgenden für dich zusammengestellt.
UV-Schutz
Sowohl im Alltag als auch auf der Fahrradtour an sonnigen Tagen ist der Schutz vor schädlicher UV-Strahlung bei Radbrillen sehr wichtig. Je nach Modell halten sie das komplette UV-Vollspektrum, einschließlich UVA-, UVB- und UV400-Wellenlängen ab.
Tragekomfort
Die Fahrradbrille sollte leicht sein, perfekt sitzen und vor allem nicht verrutschen. Achte darauf, dass sie zwar eng am Kopf anliegt, aber nicht drückt. Die Bügel bei einigen Radbrillen sind flexibel, rutschfest oder sogar gepolstert - das erhöht den Tragekomfort zusätzlich. Idealerweise wird die Brille gleich mit dem Helm anprobiert, damit die Kombi auch gut funktioniert.
Rahmenmaterial
Die meisten Hersteller verwenden den bruchfesten Kunststoff Polycarbonat, oder andere High-Performance Materialien, sodass deine Augen im Falle eines Sturzes nicht durch Splitter verletzt werden.
Tönung
Gläser für Fahrradbrillen gibt es in verschiedenen Tönungen - so schaffst du je nach Lichtverhältnissen und Tageszeit optimale Sichtverhältnisse. Braune bis rötliche Gläser eignen sich als Alltagsbegleiter, während gelbe Gläser bei Nebel helfen. Im Gebirge oder im Winter schaffen blaue Gläser starke Kontraste, so dass du auch hier stets den Durchblick behältst. Um die Augen vor Staub oder Insekten zu schützen, eignen sich auch transparente Gläser.
Belüftung
Bei heißem, feuchtem oder sehr kaltem Wetter profitieren Radfahrer von Brillen mit Lüftungsschlitzen, welche das Beschlagen der Scheiben reduzieren.
Was muss ich beim Kauf einer Fahrradbrille beachten?
Du bist auf der Suche nach einer sicheren und stylischen Fahrradbrille, weißt aber nicht so recht, welche Eigenschaften diese haben sollte? Dann möchten wir dir hier folgende Tipps an die Hand geben:
- Für welchen Einsatzzweck brauchst du die Brille? Während für die genüssliche E-Bike-Tour eine klassische Fahrradbrille ausreicht, darf es für fordernde Mountainbike-Fahrten schon eine selbsttönende MTB-Brille mit Belüftung sein.
- Die Brille sollte auch mit Helm optimal sitzen und keine Druckstellen verursachen.
- Benötigst du eine Fahrradbrille mit Sehstärke? Einen kostenlosen Sehtest kannst du in unseren Mister Spex Stores oder bei einem von über 400 Partneroptiker machen lassen.
- In welchem Preisrahmen soll sich das gewünschte Modell bewegen?
- Ist das Material bruchsicher?
- Welches Design soll deine Brille haben?
- Achte auch auf die richtige Größe und Form der Brille. Diese Faktoren entscheiden, ob das entsprechende Modell die Augen komplett vor Sonne und Wind abschirmt.
[Tipp: Mit unserer Filterfunktion in der Navigationsleiste links, kannst du von vorneherein bereits deine Suche nach den gewünschten Eigenschaften eingrenzen.]
Zusammenfassung der wichtigsten Tipps
Es gibt für jeden Bedarf die richtige Fahrradbrille. Passe dein neues Wunschmodell unbedingt den Umweltbedingungen, dem Einsatzzweck und deinen Bedürfnissen an. In erster Linie sollte die Sportbrille leicht, winddicht, bruchfest und mit UV-Schutz sein. Ein weites Sichtfeld und ein hoher Tragekomfort sind ebenfalls essenziell.
Testbericht: Adidas Evil Eye Pro S als Korrektionsbrille
Christopher testet die Adidas Evil Eye Pro S als Korrektionsbrille mit RX-Clip und Direktverglasung. Ich war auf der Suche nach einer neuen Sportbrille zum Biken und Rennradfahren. Da ich schon seit Jahren mit einer Korrekturbrille fahre und Kontaktlinsen kein Thema für mich sind, fiel meine erste Wahl auf die adidas evil eye evo pro S. Hier besteht die Möglichkeit, mit einem Adapter, genannt RX-Clip, oder mit Direktverglasung zu arbeiten. Zusammen mit unserem Optikermeister Peter Knopik, der selber auch Mountainbike fährt, haben wir dann beide Optionen durchgespielt.
Die verschiedenen RX-Clip-Optionen
Den RX-Clip gibt es in 2 Ausführungen: mit Rand und ohne Rand. Ich habe ich mich für die randlose Variante entschieden. Somit kann man die Glasform und Größe noch etwas beeinflussen und ist nicht auf die feste Geometrie der Variante mit Rand festgelegt. Der Sichtbereich kann dadurch noch vergrößert werden. Die Ausführung mit Rand hätte dem Korrekturglas zwar noch einen zusätzlichen Schutz geboten, doch mir war das größere Sichtfeld wichtiger. Ein großer Vorteil des RX-Clips ist, dass man später nochmal Wechselgläser in anderen Farben einsetzen kann.
Einsetzen des adidas RX-Clips
Als die Gläser für den RX-Clip fertig waren, kam der erste Praxistest. Das Einsetzen erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Hierzu auch ein Tipp des Optikers: Am besten erst mal nur eine sauber polierte Außenscheibe einsetzen. Dann die Korrekturlinsen polieren und vorsichtig den RX-Clip in die Aufnahme drücken. Im Anschluss wird die 2. saubere Außenscheibe eingesetzt. Wichtig ist, dass die Innenseite der Außenscheibe und die Außenseite der RX-Clip-Scheibe sehr sauber sind, da man sie nach dem Zusammenbau nicht mehr so einfach säubern kann.
Die RX-Clip Variante beim ersten Test auf dem Rennrad.
Das erste Mal auf der Nase
Beim ersten Aufsetzen empfand ich den Durchblick als sehr gut. Die Schärfe der Gläser war genau richtig. Die Passform der Brille ist auch super. Vorne und an der Unterseite des Rahmens sind Belüftungsöffnungen. Zusätzlich ist noch ein Schweißpad an der Oberseite angebracht. Die grey-red mirror Gläser machen auf den ersten Blick einen recht dunklen Eindruck.
Die erste Ausfahrt mit RX-Clip
Die erste Fahrt erfolgte auf dem Rennrad. Ich brauchte dann doch etwas Eingewöhnungszeit. Sofern man gerade durchschaut, ist es gut. Zu den Seiten hin verschwimmt es leicht und das Auge reagiert minimal langsamer. Das liegt an der starken Krümmung der Gläser und am doppelten Brechungsindex, da hier 2 Scheiben aufeinanderliegen. Auf dem Rennrad wechseln die Fokuspunkte nicht so schnell wie im Wald auf einem Trail, deshalb kann ich sagen, dass man mit der RX-Clip-Lösung für den Straßen- und Toureneinsatz auf Forstwegen ganz gut zurechtkommt. Auf dem Trail kann es sein, dass das Auge etwas zu langsam reagiert und die Hindernisse nicht so schnell erkennen kann. Die dunklen grey-red mirror Gläser sind bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut. Auch bei bedecktem Himmel und Nieselregen kamen die roten Gläser zum Einsatz und ich kam damit sehr gut zurecht.
Test der Direktverglasung
Im zweiten Test kam dann die Direktverglasung zum Einsatz. Hier habe ich mich für die LST active silver Gläser entschieden. Diese sind selbsttönend je nach Sonneneinstrahlung. Somit wird der Einsatzbereich noch viel größer als mit einer festen Tönung. Bei dunklen Bedingungen und sogar nachts funktioniert das tadellos. Einzig bei sehr starker Sonneneinstrahlung würde ich eine feste Tönung bevorzugen. Im Wald hat man aber häufiger wechselnde Lichtverhältnisse, wo die active Gläser schon ihre Stärken ausspielen können. Der Kontrast ist im Vergleich zum grey-red mirror Glas nochmals verbessert, so dass man Hindernisse und Unebenheiten noch besser und schneller erkennen kann.
Das Einsetzen einer beschliffenen Direktverglasung ist aber nur innerhalb bestimmter Dioptrie-Werte möglich. In meinem Fall hat der Optiker etwas tricksen müssen, da ich mit meinen -3,0 und -3,5 Dioptrie im Normalfall nicht für die Direktverglasung geeignet gewesen wäre. Das Problem bei höheren Werten und stark gebogenen Gläsern ist, dass die Gläser zu den Außenrändern sehr dick werden. Da sind dann einfach Grenzen, ab denen sich kein Glas mehr herstellen lässt. Im konkreten Fall wurde eine dunkle Basisscheibe genommen, in die dann etwas verkleinerte adidas Korrektions-Direktgläser mit dem LST active Filter eingesetzt wurden. Wenn man durchschaut, merkt man den grauen Rand der Basisscheibe nahezu nicht. Mit besseren Dioptrie-Werten ist dann auch ein komplettes Direktglas möglich, was vom Design noch ansprechender ist.
RX-Clip gegen Direktverglasung
Die Performance der direktverglasten Brille ist im Vergleich zur Clip-Version ein gutes Stück besser. Es fühlt sich genauso an wie meine normale Korrektionsbrille, nur dass ich hier selbsttönende Gläser habe und sie natürlich für den Sport optimiert ist. Kein Verschwimmen, die Fokuspunkte sitzen sofort, alles super scharf und durch den super Kontrast macht es gerade auf Trails noch mehr Spaß.
Ich würde den Brillen auf einer Skala von 1-10 folgende Wertung geben:
- RX-Clip: 7 von 10
- Direktverglasung: 9 von 10 (einziger Kritikpunkt ist die kleine Sonderlösung mit dem Einarbeiten in ein Basisglas, was für das Design einen Abzug bringt).
Der Preis
Ein wichtiger Aspekt ist natürlich der Preis. Bei der RX-Clip-Version zahlt man die Brille und den Clip regulär: in meinem Fall 210,00 € für die Brille, 40,00 € für den Clip. Hinzu kommen noch die eingeschliffenen Gläser für den RX-Clip: 100,00 €. Zusammen 350 €. Die direktverglaste Brille ist mit 450 € ca. 100 € teurer.
Meine Empfehlung
Sofern es also möglich ist, würde ich eine Direktverglasung empfehlen. Das wird zwar teurer, bietet aber das beste optische Ergebnis. Man muss sich wohl zuvor nur klar darüber sein, für welche Glasfarbe man sich entscheidet. Denn bei Direktverglasung macht man sich wahrscheinlich nicht gleich 2 oder noch mehr Farboptionen.
Weitere getestete Modelle und ihre Besonderheiten
Bei allem Radlspaß sollte der Sicherheitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden - vom Sonnenschutz ganz zu schweigen. Hierfür sind speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrenden abgestimmte Sonnen- bzw. Fahrradbrillen unerlässlich. Dementsprechend haben sich die Hersteller jede Menge einfallen lassen, um bei der Konstruktion ihrer Brillenmodelle das eine wie das andere zu beachten. Um die am besten zum eigenen (Fahr-)Stil passende Brille zu finden, die nicht nur schützt, sondern auch perfekt auf die jeweilige Nase passt, haben wir 20 Fahrradbrillen getestet.
- Naked Optics The Volt: Individualisierbare Brille mit klarer Formsprache, gutem Halt und fairem Preis.
- Bollé C-Shifter: Überzeugt insbesondere mit ihrer technischen Eleganz.
- Julbo Intensity Spectron HD: Deckt einen breiten Einsatzbereich ab und begeistert mit ihren Gläsern und der ausgezeichneten Belüftung.
- Evil Eye Roadsense: Bietet eine Glastechnologie, die innerhalb des Testfelds ihresgleichen sucht.
- Alpina Turbo HR: Günstige Brille für Einsteiger mit technischem Look, anständiger Belüftung und solider Bauweise.
Tabelle: Übersicht der getesteten Brillenmodelle
| Brillenmodell | Nasensteg verstellbar | Bügelenden anpassbar | Bügel Inklination anpassbar | Verschiedene Fassungsgrößen | Verglasbar | Verglasungsclip | Materialinfo | Versch. Sportarten möglich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Sportstyle Rxs 4301 CV 3900 9055 155/10 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja | Ja | Biobasiertes Polyamid | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Uvex Sportstyle Rxs 4300 1100 9034 160/12 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja | Ja | Biobasiertes Polyamid | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Uvex Sportstyle Rxs 4301 2000 9037 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja | Ja | Biobasiertes Polyamid | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Uvex Sportstyle Rxs 4301 1200 9053 Cat.3 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja | Ja | Biobasiertes Polyamid | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Adidas PRFM Shield lite M SP0075 02G 145 125*2 | Nein | Nein | Nein | Nein, Einheitsgröße | keine Information | keine Information | Grilamid (TR90) | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Julbo Density J5614114 noir trans | Nein | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja | keine Information | Benutzerhandbuch | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Evil Eye e037 75 1500 120 S | Ja | Ja | Ja | S; L | Ja | Ja | PPX-Material | road, mtb, run, hiking, golf, padel, winter |
| Rudy Project Magnus SP75 38 75-11 133 222 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja (Direktverglasung mgl.) | Ja/4 verschied. Varianten | Grilamid (TR90) | road, mtb, run, hiking, golf, padel, water, shooting, winter |
| Rudy Project Magnus SP75 06 75-11 133 222 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | Ja (Direktverglasung mgl.) | Ja/4 verschied. | ||
| Swisseye Hurricane 13005 | Ja | Ja | Nein | Nein, Einheitsgröße | ||||
| Out of Irid Bot 0402 142 | nur am Verglasungsclip | Nein | Nein | Nein, Einheitsgröße | ||||
| Oakley Encoder Strike Vented (009235-0439 123) | Ja |
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