Radfahren in Baden-Württemberg: Informationen und Routen

Baden-Württemberg bietet mit seiner abwechslungsreichen Landschaft paradiesische Outdoor-Möglichkeiten zum Radfahren. Mit seinen vielfältigen Landschaften bietet Baden-Württemberg ideale Bedingungen für Radtouren nach jedem Geschmack.

Egal ob auf dem Rennrad, dem Mountainbike oder per E-Bike, hier kommt jeder auf seine Kosten. Wer es gemütlich mag, findet entlang der vielen Flüsse Touren ohne große Steigung.

Das RadNETZ Baden-Württemberg

700 Kommunen und 8.000 Kilometer Länge: Das ist das RadNETZ. Unter der Marke des RadNETZ setzt die NVBW -Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH ein solches Radverkehrsnetz im Land um. Dieses ist mehr als 8.000 Kilometer lang und verbindet etwa 700 Kommunen in Baden-Württemberg.

In enger Zusammenarbeit mit Landkreisen, Städten und Gemeinden hat das Verkehrsministerium in den letzten Jahren das RadNETZ aufgebaut. Mit dem RadNETZ setzt Baden-Württemberg neue Standards.

Das RadNETZ Baden-Württemberg verspricht schnelles und sicheres Fahrradfahren, bietet unkomplizierte Orientierung und einheitliche Standards für komfortables Radeln. Ziel ist eine gut ausgebaute Radinfrastruktur für Alltagsstrecken, die eine sichere und komfortable Fahrt ermöglicht.

Das RadNETZ ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Ziele, die das Land in der RadSTRATEGIE formuliert hat: Bis 2030 soll der Anteil des Radverkehrs in Baden-Württemberg bei 20 % liegen. Hierfür ist eine flächendeckende, durchgängige und hochwertige Infrastruktur an Fahrradwegen von zentraler Bedeutung.

Vorteile des RadNETZ

  • Erhöhte Verkehrssicherheit sowie besserer Fahrkomfort für alle.
  • Förderung des Radtourismus - insbesondere im ländlichen Raum.
  • Erhöht die Freude am Radfahren.

Beschilderung im RadNETZ

Ein Kernelement hierfür ist eine wegweisende Beschilderung der Radverkehrsführung. Eine eindeutige Beschilderung der Strecken weist Radfahrenden stets den richtigen Weg, gibt Orientierung und schafft Sichtbarkeit.

Die Hauptwegweiser sind die zentrale Orientierungshilfe beim Fahrradfahren: Haupt- und Unterziele sowie die Entfernungsangaben weisen auf die Streckenziele sowie deren Entfernung hin. Zielpiktogramme weisen auf nahegelegene Ziele von allgemeinem Interesse hin, wie zum Beispiel Bahnhöfe oder Freibäder. Streckenpiktogramme geben zusätzliche Informationen zur Strecke, wie beispielsweise zur Steigung oder zur Oberflächenbeschaffenheit.

Die Routenpiktogramme weisen aus, welche Route derzeit befahren wird. Neben den Hauptwegweisern finden sich entlang des RadNETZ auch Zwischenwegweiser, die den weiteren Verlauf der Route angeben. Sie enthalten keine Routenpiktogramme und gelten immer für alle Radrouten, die an ihnen vorbeiführen. Neuerdings gibt es kombinierte Beschilderungen, die auch Mountainbike-Routen angeben.

Radtourenplanung leicht gemacht

Die bestmögliche Route für Radler:innen liefert der RadROUTENPLANER BW. Über 40.000 Kilometer an Radwegen sind im RadROUTENPLANER integriert - darunter das etwa 4.500 Kilometer lange Netz der Landesradfernwege.

Nutzer:innen können ihren Start- und Zielort angeben, der Planer berechnet für sie dann eine ideale Radroute. Die Route passt sich dabei an die Bedürfnisse der Radler:innen an. So kann ausgewählt werden mit welchem Radtyp gefahren wird, etwa mit einem Mountainbike oder Rennrad.

Der RadROUTENPLANER integriert weitere wichtige Informationen für Radler:innen. Wer unterwegs eine Panne hat, kann nachschauen, wo sich der nächste Radservice-Punkt mit Werkzeug für die Reparatur befindet. Wer längere Fahrradtouren durch das Land plant, erhält zudem Informationen zu geeigneten Unterkünften für Radler:innen.

Der Routenplaner setzt dabei auf das bett&bike Angebot des ADFC.

Weitere Services für Radfahrer:

  • RadServiceStationen - Bike+Rast: Geprüfte Gastgeber, die für kleine Pannen und platte Reifen ebenso gerüstet sind wie für einen Zwischenstopp zum Energie tanken.
  • Bett+Bike: Zahlreiche zertifizierte Unterkünfte empfangen radfahrende Gäste auch nur für eine Nacht und sind bestens auf deren Bedürfnisse eingestellt.
  • GPS-Touren: Alle Radtouren werden inklusive interaktiver Karte und GPX-Tracks zum Download vorgestellt. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten gleich inklusive.

Radschnellwege bieten Radfahrer:innen die Möglichkeit, längere Strecken zügig und sicher zurückzulegen.

Familienfreundliche Radtouren in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg, wo das Fahrrad vor über 200 Jahren erfunden wurde, gibt es auch für Eltern und Kinder viele Möglichkeiten, sich im Urlaub auf den Sattel zu schwingen.

Radtouren mit Kindern im Schwarzwald

Im Schwarzwald trainieren Mountainbiker und Rennradfahrer für ihre Wettkämpfe. Doch Eltern mit jüngeren Kindern finden im bergigen Terrain auch gemütliche Radrouten, z.B. im Hochschwarzwald. Sogar rund um den Feldberg im Hochschwarzwald, der zu den familienfreundlichen Regionen in Baden-Württemberg gehört.

Radfahrer müssen auf dem rund 26 Kilometer langen Bähnle-Radweg z.B. nur wenige Höhenmeter überwinden. Der Radweg verläuft zu einem großen Teil auf einer historischen Bahntrasse - mit weiten Kurven, langen Geraden und dem Klausenbach-Viadukt. Er verbindet Titisee-Neustadt mit Bonndorf und bietet unterwegs tolle Aussichten auf die Wutachschlucht und die Gutachbrücke.

Mit der Familienradtour durch das Obere Wiesental in Todtnau finden Eltern mit jüngeren Kindern eine weitere familienfreundliche Strecke, die nicht zu anspruchsvoll ist: Die Radler sind auf rund 9 km auf einer ehemaligen Bahtrasse unterwegs.

Dass es im Schwarzwald hoch hinausgeht, können sich Familien zunutze machen: Wo ein Weg bergauf führt, kann man auch bequem bergab radeln. Eine Möglichkeit ist die rund 65 Kilometer lange "Tour de Murg", die von Freudenstadt und Baiersbronn bis nach Rastatt reicht. Hier können Familien die Fahrräder einfach mal rollen lassen - und genießen: die schöne Landschaft des Tals und die vielen Bade- und Grillplätzen am Fluss.

Vielerorts können Radler auf die Bahn umsteigen und sich ein Stück vorwärts oder zurück in den Ferienort im Schwarzwald bringen lassen. Die bergige Landschaft ist auch ideal für eine Tour mit dem Mountainbike. Die T11 Kids Tonbach Tour in Baiersbronn ist für Familien bestens geeignet.

Mit dem Mountainbike geht es auf dem rund 13 km langen Rundweg durch das Tonbachtal. Eine gute Möglichkeit seine Geschicklichkeit zu trainieren bietet die Bike-Area Baiersbronn.

Radfahren mit Kindern am Bodensee

Mit bester Aussicht aufs Wasser und die Berge, vielen Bademöglichkeiten und attraktiven Städten zählt der Bodensee-Radweg zu den beliebtesten in ganz Deutschland. Für Eltern mit Kindern eignet er sich ganz besonders, da man - je nach Kondition und Alter - eine passende Etappe aussuchen kann.

Fähren und Bahnverbindungen ermöglichen auch kürzere Rundtouren und bringen die Radler bequem zum Ausgangspunkt zurück. Als Startpunkt bieten sich mit Immenstaad, Überlingen und Friedrichshafen-Ailingen Orte am Bodensee an, die das Gütesiegel "familien-ferien in Baden-Württemberg" tragen.

Räder, Anhänger, Fahrradsitze und sogar Helme gibt es in allen Orten an Verleihstationen. Über den Bodensee-Radweg hinaus finden Eltern dort weitere Vorschläge für Radtouren mit Kindern. So führt eine Tagesradtour mit wenig Steigung und viel Abwechslung von Immenstaad aus auf die deutsche und die Schweizer Seeseite.

Kinderradtouren auf der Schwäbischen Alb

Auch auf der Schwäbischen Alb, im familienfreundlichen Ferienort Münsingen, gibt es geeignete Touren für jüngere Fahrer. E-Bikes und normale Räder mit Anhänger und Kindersitz stehen zur Vermietung bereit.

Engagement für den Radverkehr

Die Umsetzung des RadNETZ ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Land und Kommunen. Alle müssen am RadNETZ in ihrer Zuständigkeit mitwirken. 2.000 Kilometer an neuen Radwegen sollen in Baden-Württemberg entstehen.

Als Initiative RadKULTUR möchten wir die Menschen zum Umsatteln bewegen. Denn wer Fahrrad fährt, tut sich selbst etwas Gutes und trägt gleichzeitig Tritt für Tritt zu einer umweltfreundlicheren Mobilität bei.

Regelmäßiges Radfahren senkt die CO2-Bilanz und trägt zu einer besseren Luftqualität bei. Einsteigermodelle oder Leihräder gibt es bereits für wenig Geld. Radfahren erfreut sich wachsender Beliebtheit - nicht nur im Alltag, sondern zunehmend auch in der Freizeitgestaltung.

Die AGFK-BW ist ein wichtiger Teil der Förderung selbstaktiver Mobilität des Landes und wird vom Verkehrsministerium finanziell und ideell unterstützt.

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