Vom Tuttlinger Donaustadion aus folgen wir dem Donau-Radweg talabwärts entlang des Flusses nach Nendingen.
Durch ein Ried gelangen wir nach Stetten und radeln wenig später durch eine Wohnsiedlung in den kleinen Ort Altstadt, einen Ortsteil des erhöht gelegenen Städtchens Mühlheim.
Die Altstadt war die ursprüngliche Siedlung; Zeugnisse aus jener Zeit sind die Kirche St. Gallus aus dem 12. Jahrhundert mit Fresken aus dem späten Mittelalter sowie die Veitskapelle mit einer Rokoko-Außenkanzel.
Entlang der Donau nach Fridingen
Im enger werdenden Tal gelangen wir nach Fridingen und durch das Obere Tor in den alten Ortskern mit einigen Fachwerkhäusern und dem Ifflinger Schloss, heute ein Heimatmuseum.
Kurz nach Fridingen passieren wir eine Versickerungsstelle der Donau und überqueren den Fluss.
Hier beginnt mit dem Laibfelsen und dem wie ein Schiffsbug vorspringenden Stiegelesfelsen (778 m) der faszinierendste Abschnitt der Tour: Auf etwa 35 Kilometer Länge windet sich der Fluss auf der oft nur 100-200 Meter breiten Talsohle zwischen steilen, bewaldeten und felsigen Hängen hindurch.
Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Zunächst passieren wir das Gehöft Ziegelhütte mit einer Gaststätte, dann den Scheuerlehof und eine Grillstelle, an der ein Fußweg in die Felsschlucht »Teufelsküche« abzweigt.
Vorbei am Standort der ehemaligen Bronner Mühle, die durch einen Erdrutsch zerstört wurde, gelangen wir zu der unterhalb des Schlosses Bronnen liegenden Ausflugsgaststätte Jägerhaus.
Hier ermöglichen bei niedrigem Wasserstand große Trittsteine die Überquerung der Donau.
Auf der anderen Talseite ragt der Knopfmacherfels auf, der bekannteste Aussichtspunkt an der Kante des Donautals.
Halt am Kloster Beuron
Nach bequemer Fahrt erreichen wir die in einer Talschlinge gelegene Ortschaft Beuron mit einer Klosteranlage.
Das fast 1000 Jahre alte Kloster ist seit dem 17. Jahrhundert das Ziel von Wallfahrern und heutzutage auch von zahlreichen Ausflüglern.
Im Kloster, das nach der Säkularisation (Klosterauflösung) zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen überging und 60 Jahre lang leer stand, leben Benediktinermönche, die sich vor allem mit der Untersuchung alter Handschriften beschäftigen, aber auch biologischen Gartenbau betreiben und einige ihrer Produkte in einem Klosterladen an der Ortsdurchfahrt anbieten.
Die barocke Klosterkirche Beuron ist ganztägig geöffnet, Besichtigung nur außerhalb der Gottesdienstzeiten.
Weiterfahrt zur Kapelle St. Maurus
Weiter talabwärts überquert der Weg die Donau, führt um einen Umlaufberg herum und an der Kapelle St. Maurus vorbei, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts von einer Künstlergruppe, der »Beuroner Malerschule«, erbaut und ausgemalt wurde.
An den Außenwänden sind Szenen aus dem Leben des hl. Maurus dargestellt.
An der gegenüberliegenden Talkante sitzt die Burg Wildenstein, heute eine Jugendherberge, und wenig später erblicken wir in Fahrtrichtung das auf einem vorspringenden Felsen über dem Dorf Langenbrunn thronende Schloss Werenwag.
Felswände und das Ende des Durchbruchstals
Beim Sportplatz von Hausen - hier befinden sich ein Spielplatz, eine Grillstelle sowie eine Gaststätte mit Gartenterrasse und Minigolf - halten wir uns links und biegen vor einer Donaubrücke mit Skulpturen von Brückenheiligen rechts ab.
Vorbei an den Felsen der Hausener Wand gelangen wir in einen Talabschnitt, in dem zur Linken die senkrechte Wand der Schaufelsen, zur Rechten die der Lenzenfelsen fast 200 Meter hoch aufragen, und radeln am Gasthof Neumühle und an der hoch am Talhang sitzenden Burgruine Falkenstein vorbei.
Kurz nach dem Ort Thiergarten führt der Weg durch den Gutshof Käppeler (auch: Thiergartenhof) mit einer dreischiffigen Basilika, die als die kleinste nördlich der Alpen gilt.
Der Ortsname Thiergarten geht auf einen Tiergarten zurück, den im 16. Jahrhundert die damals auf Burg Falkenstein lebenden Herren hier im Tal anlegten.
Auf der folgenden Strecke überquert der Radweg mehrmals die Donau, führt am Schloss Gutenstein vorbei in den gleichnamigen Ort und zwischen der Donau und den Bahngleisen, vorbei am Weiler Diethfurt mit einer Burgruine, zur Bahn-Haltestelle Inzigkofen.
Hier überqueren wir die Donau und steigen am Talhang an zum Schloss Inzigkofen mit einer sehenswerten Kirche.
Schloss Inzigkofen
Die um 1780 barockisierte Kirche St. Johannes Baptist gehörte zu einem Augustinerchorfrauenstift.
Anfang des 19. Jahrhunderts ging die Anlage in den Besitz derer von Hohenzollern-Sigmaringen über, die ihre Sommerresidenz hierher verlegten und einen Park mit Stegen und Treppen anlegen ließen, um zwischen Felstoren, Grotten, Aussichtspunkten und einer Schlucht spazieren gehen zu können.
Heute werden die Schlossgebäude von der Volkshochschule genutzt, in der einstigen Zehntscheuer wurde ein Bauernmuseum eingerichtet und davor ein Bauern- und Kräutergarten angelegt.
Über Laiz nach Sigmaringen
An der Kirche wenden wir uns nach links, fahren in das Donautal nach Laiz hinunter und entlang der Donau zum Sigmaringer Freibad und zum Stadtrand, von wo aus das in Sigmaringen erhöht sitzende Hohenzollernschloss gut zu sehen ist.
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