Radfahren entlang der Donau: Eine unvergessliche Reise

Der Donauradweg ist einer der beliebtesten Radwege der Welt und gilt als eine der schönsten Radtouren Europas. Vor allem der Abschnitt zwischen Passau und Wien gilt als wahrer Klassiker. Dieser Radweg bietet Genussradlern einiges zu bieten und verspricht ein unvergesslich schönes Raderlebnis.

Die Route: Von der Quelle bis Budapest

Der Donauradweg ist ein insgesamt 2850 Kilometer langer Fernradweg vom Ursprung der Donau bei Donaueschingen im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Der Weg teilt sich in viele verschiedene Abschnitte auf. Die am meisten befahrene Strecke ist jene von Donaueschingen bis Wien (925 Kilometer). Auch der Abschnitt bis Budapest in Ungarn wird von einigen Radlern gern befahren. Weiter östlich finden sich dann nur noch wenige Radreisende.

Der Deutsche Donauradweg

Der Donauradweg in Deutschland hat etwas über 600 Kilometer, die ganz bequem in einzelnen Tagesetappen befahren werden können. Direkt entlang der blauen Donau verläuft der beliebteste deutsche Radweg. Start der Donau Radtour ist die erste Etappe von Donaueschingen nach Donauwörth, das inmitten einer reizvollen Naturlandschaft liegt.

Etappen in Deutschland:

  • E1: Donaueschingen - Fridingen: Aus der Breg und der Brigach fließt die Donau zusammen und bildet in Donaueschingen die Donauquelle.
  • E2: Fridingen - Sigmaringen: Der Donaudurchbruch hinter Fridingen ist mit vielen Felsen und ganzen Felsmassiven geschmückt.
  • E3: Sigmaringen - Munderkingen: Nach Sigmaringen wird die Donau breiter, während sie durch ein weites Becken fließt.
  • E4: Munderkingen - Ulm: In Munderkingen eröffnet sich der nächste Abschnitt des Donauradwegs.
  • E5: Ulm - Dillingen: In Ulm wechselt der Donauradweg von Baden-Württemberg nach Bayern.
  • E6: Dillingen - Donauwörth: Auf dem Abschnitt des Donauradwegs zwischen Dillingen und Donauwörth finden sich viele interessante Sehenswürdigkeiten und Städte.
  • E7: Donauwörth - Ingolstadt: Von Donauwörth nach Neuburg ist die Landschaft von Ausläufern der Fränkischen Alb geprägt, die sich bis an die Ufer der Donau vorantasten.
  • E8: Ingolstadt - Kelheim: Von Ingolstadt aus fließt die Donau sanft nach Vohburg, welches vor allem für seine historischen Befestigungsmauern und Stadttore bekannt ist.
  • E9: Kelheim - Regensburg: Ab Kelheim führt der Donauradweg durch ein breites Tal und sanftes Hügelland.
  • E10: Regensburg - Straubing: Durch das harte Gestein der Böhmischen Masse nimmt die Donau in Regensburg einen anderen Verlauf an.
  • E11: Straubing - Deggendorf: Von Straubing aus durchfließt die Donau in großen Mäandern weite Ebenen bis der Donauradweg nach Deggendorf führt.
  • E12: Deggendorf - Passau: Der Donauradweg verläuft auf dieser Etappe sehr eben und führt zunächst nach Bogen mit dessen Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg und einer großen Auswahl an Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen.

Highlights entlang der Strecke:

  • Donaueschingen: Schlosspark des Fürstenbergischen Schlosses.
  • Ulm: Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt (161,53 Meter).
  • Kehlheim: Kloster Weltenburg und Donaudurchbruch.
  • Regensburg: Die mittelalterliche Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Passau: Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz („Dreiflüsseeck“).

Der Donauradweg in Österreich

Die Donauradwegetappe von Passau nach Wien ist schlichtweg "DER Donauradweg". Im Strudengau, er nennt sich auch Nibelungengau sehen Sie das Kloster Melk. Dann beginnt die sehr schöne Strecke durch die bergige Wachau. Herrliche Weinstädtchen wie Spitz und Weissenkirchen laden hier zum Verweilen ein. Krems und Stein warten als nächstes mit schönen Innenstädten.

Highlights entlang der Strecke:

  • Linz: Ars Electronica Center (technologische Zukunftsvisionen).
  • Melk: Stift Melk, ein barockes Meisterwerk mit prächtiger Bibliothek und Aussicht auf die Donau.
  • Wachau (Krems und Dürnstein): Die Weinregion mit Terrassenlandschaften, sowie Stift Melk, Stift Göttweig und die Altstadt von Krems sind UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Wien: Schloss Schönbrunn, Stephansdom, Hofburg und vieles mehr.

Weiter nach Osten

Nach Wien führt der Radweg weiter durch die Slowakei und Ungarn bis nach Budapest. Hier erwarten Sie weitere kulturelle und landschaftliche Höhepunkte.

Highlights entlang der Strecke:

  • Bratislava (Slowakei): Bratislavaer Burg und Altstadt mit gemütlichen Cafés.
  • Győr (Ungarn): Barocke Altstadt mit der Basilika von Győr.
  • Budapest: UNESCO-Weltkulturerbe: Burgviertel Buda und Andrássy-Straße sind UNESCO-Weltkulturerbe.

Planung und Vorbereitung

Es ist ratsam, die Radroute im Vorfeld gut zu planen und sich perfekt informiert zu haben. Bucht man die Reise bei einem Radreiseveranstalter, kümmert sich dieser in der Regel auch um den Gepäcktransport. So muss man sich beim Packen weder einschränken noch die Planung übernehmen.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit auf dem Donauradweg liegt in den Monaten Mai bis September. Generell kannst du den Radweg aber auch ganzjährig befahren, sobald die Wege und Straßen frei von Eis beziehungsweise Schnee sind.

Infrastruktur

Fast die gesamte Umgebung entlang des Donauradwegs ist touristisch erschlossen. Somit ist auch die Infrastruktur für Radreisende sehr gut. Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze gibt es fast überall, ebenso wie gute Restaurants. Vorsicht: Gerade in den Sommermonaten sollten Reisende sicherheitshalber ihre Unterkunft reservieren.

Schwierigkeitsgrad

Die gesamte Strecke - zumindest bis Budapest - ist nahezu flach, größtenteils asphaltiert und bestens für alle Arten von Rädern geeignet. Wo es keine Radwege gibt, verläuft die Route auf verkehrsarmen Nebenstraßen.

Zusätzliche Informationen

Der Donauradweg führt entlang der deutschen Donau von der Quelle bis Passau und danach durch fünf weitere europäische Länder bis zur Mündung in das Schwarze Meer. Die Donau ist spannend, abwechslungsreich, verträumt und erholsam zugleich.

Streckenlänge gesamt: 2850 Kilometer
Streckenlänge Donaueschingen bis Wien: 935 Kilometer
Streckenlänge Wien bis Budapest: 280 Kilometer
Beste Reisezeit: Mai bis September
Charakter: Genussreise entlang der Donau, mit vielen kulturreichen Städten und sehr guter Infrastruktur.
Wegbeschaffenheit: größtenteils asphaltierte Radwege, Nebenstraßen und ordentliche Schotterwege (östlich von Budapest)
Höhenprofil: flach
Reisedauer: Für Sportler zwei bis drei Wochen; für Radreisende sechs Wochen; flexibel planbar.

Ob sportlich oder gemütlich mit der ganzen Familie - die Donau ist das ideale Fahrradrevier für jedermann. Die Region der Deutschen Donau gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Süddeutschland.

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