Die besten Apps für Radfahrer: Gesundheit, Navigation und mehr

Was verbindet gelenkschonenden Sport am Besten mit Freizeit? Unser Bike ist sozusagen ein Ganzkörper-Fitnesstrainer mit erheblichem Spaß- und Erlebnisfaktor, dazu können wir unser Rad überall mit hinnehmen. Gerade im Frühling sieht man deutlich, wie viele ihre, über den Winter eingemotteten Räder hervorholen und plötzlich wieder in Scharen unterwegs sind. Hartgesottene suchen schließlich auch zur kalten Jahreszeit ihre Abenteuer auf dem Drahtesel und fürchten keine Eiszapfen an ihrem Riechorgan.

Das Potential unseres großen Lieblingsthemas Radfahren wurde längst umfassend entdeckt. Technische Helferlein sind da immer willkommen. Zwischen »protzig viel« und »abgespeckt wenig« finden wir faktisch alles. Relevant sind der Umfang und die Nutzanwendung. Wir wollen keinen unnötigen Schnickschnack, aber auch keine 08/15-Versionen, die uns im Ernstfall im Stich lassen. Und am meisten hassen wir Werbung … Da es kostenlose Apps gibt, die dich sogar akustisch mit Werbung beladen, ist ein genauer Blick auf deine Navi-App überaus sinnvoll. Doch wir widmen uns auch jenen Apps, die wenig bis gar nichts mit der Navigation zu tun haben. Ein Rundumschlag also, wobei es nur die Besten in unseren Bericht geschafft haben.

Top-Apps für Navigation und Routenplanung

Komoot

Komoot radelt ganz vorne in der Beliebtheitsskala mit. Offline und Online lässt sie dich nicht hängen, dabei ist sie kostenlos! Ein Hingucker dieser App ist deren Internet-Auftritt. Komoot punktet und wirbt mir einfacher Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit und der Option, die Touren genau auf deine Bedürfnisse zuschneiden zu können. Dank sogenannter »handverlesener Guides« wirst du ausschließlich zu grandiosen Erlebnissen gelotst. Angesprochen hat uns insbesondere, dass du mit komoot direkt von der Haustür starten kannst. Andererseits sind dir keine Grenzen gesetzt.

Mit dieser Anwendung planst du spielend leicht und sehr flexibel deine Touren, dazu kannst du jederzeit auch Zwischenstopps einplanen. Alles kein Problem. Komoot zu toppen scheint kaum möglich zu sein.

Google Maps

Der Vorteil von Google Maps ist, dass wir uns damit sehr gut auskennen, schließlich ist diese Anwendung für fast alles gut und zählt wohl zu den meist verwendeten. Dank GoogleMaps können wir stets auf den einfach bedienbaren Allrounder zurückgreifen. Ebenfalls für lau ist diese Anwendung was für jene Radfahrer mit den großen Visionen.

Maps.me

Einzelne Rezensionen heben die einfache Nutzbarkeit hervor, aber auch technische Problemchen, wie zum Beispiel diverse Pannen nach Updates - wohlgemerkt nur kleine. Zunächst lädst du deine passende Karte herunter und wählst die Region aus. Die Open-Sourcler lieben Maps.me, da an ihr mitgebastelt werden darf. Der Vorteil ist hierbei, dass diverse Verbesserungen von außen - nach Überprüfung der Entwickler - mit einfließen können. Eine Sprachausgabe ist inzwischen auch möglich.

Als Manko steht allerdings im Raum, dass in sehr dünn besiedelten Gebieten gelegentlich keine Streckeninfos abrufbar sind. Fazit: Topografisch erkennen wir ein paar Schwachstellen, die jedoch nicht gravierend sind und dein Tour-Erlebnis keineswegs trüben werden.

Dank der Daten von OpenStreetMap, OpenCycleMap und GoogleMaps wirst du mittels dieser App stets sicher navigieren können. Die Webseite ist im Gegensatz zu beispielsweise komoot eher pragmatisch aufgebaut. Auch hier finden wir ansprechende Bilder, doch lassen diese weniger Emotionen zurück. Die inneren Werte von Bikemap bestechen jedoch nicht weniger als bei unserem Top-Kandidat. Sehr übersichtlich und durchdacht strukturiert findest du alles, was du brauchst - mit Sicherheit!

Weitere Navigations-Apps

Wir sind bei unseren Recherchen auf weitere überzeugende Unterstützer gestoßen wie beispielsweise Strava, Ride with GPS, TrailForks und ViewRanger. Entsprechend der individuellen Bedürfnisse listen wir anschließend noch weitere Apps auf und beschreiben, warum diese neben der Navigation für Radfahrer durchaus nützlich sind. Zudem bieten sich gelegentlich auch Apps an, die sich auf bestimmte Bereiche festgelegt haben. Picken wir uns dazu Trailforks als Beispiel heraus, eine App, die lange Zeit recht beliebt war, inzwischen aber viele Sternchen eingebüßt hat.

Wir empfehlen daher, zunächst auch bei Spezialwünschen zu den bewährten Apps zu greifen und erst einmal zu prüfen, ob diese nicht doch genügen können. Viel zu schnell läuft man nämlich Gefahr, mit den »kleinen Spezialisten« böse Überraschungen zu erleben. Die Erfahrungen berichten von allerlei Fehlern, wie groben Patzern bei der Streckenwahl und argen Herausforderungen, überhaupt das Kartenmaterial herunterzuladen. Viele Karten sind schlichtweg nicht verfügbar oder ausschließlich per Abonnement erhältlich. Regelmäßige Updates fehlen auch, weshalb man häufig zu lange auf die Fehlerbehebung warten muss.

Apps für Fitness und Training

Zeopoxa

Bist du leistungsorientiert, dann wirst du dich schnell mit Zeopoxa anfreunden. Siehst du dich als radelnder Terminator oder möchtest schlichtweg deine Fitness optimieren, dann nutze die Statistiken dieser App für deinen Trainingsplan. Du kannst zudem sogenannte »Aufgaben« erfüllen, die du dir per App stellen lassen kannst sowie eigene Rekorde erfüllen. Schade ist nur, dass wir hier leider nicht auf das kleine Feld ganz unten im Display verzichten können, das uns ständig Werbung präsentiert. Ein hinnehmbares Manko angesichts der vielen Vorteile, außerdem schaut man bekanntlich einem geschenkten Gaul nicht ins Maul … Immerhin haben etliche Nutzer diese App längst auf Herz und Nieren geprüft.

Bike Computer

Ähnlich dieser App - für vorrangig Fitness-Orientierte - empfiehlt sich die App »Bike Computer«, die mit nützlichen Optionen punktet, ohne in Sachen Bedienbarkeit ungewollt Einbußen geltend zu machen. Außerdem möchten wir noch die App Upbike in unsere Top-Tipp-Kategorie einreihen, da wir jene auch bedenkenlos empfehlen können.

Strava

Die App Strava richtet sich vor allem an sportbegeisterte Radler und Jogger. Hier können Sie Ihren Leistungsverlauf, sowie Routen und Zeiten komfortabel auflisten und mit anderen teilen. Ob zur Navigation, Trainingsanalyse oder Streckenplanung - Fahrrad-Apps können heute mehr als nur GPS-Daten speichern.

Strava ist ein soziales Netzwerk für Ausdauerathleten und gerade unter Radfahrern sehr weit verbreitet. „If it’s not on Strava, it didn’t happen.“ ist ein sehr bekannter Satz, den vermutlich jeder sportlich ambitionierte Radfahrer schonmal gehört hat. Die App zeichnet Ausdaueraktivitäten wie zum Beispiel Radfahren, Schwimmen, Laufen und Wandern auf und lädt diese Touren anschließend in den eigenen Feed privat oder öffentlich hoch.

Der Community Charakter steht auch hier im Fokus und die User können kommentieren und „Kudos“ geben, um die Tour zu bewerten. Ebenso kann man Fotos hochladen und Beschreibungen hinzufügen. Dabei zeichnet Strava detailliert Parameter auf, mit welchen sich das Training bzw. die Ausfahrt sehr präzise analysieren lassen. So kann man die Entwicklung der eigenen Leistung verfolgen, sich aber auch mit anderen Fahrern auf der gleichen Strecke messen. Die App spielt hier auch bewusst mit dem Motivationsbooster „Gamification“ und lobt für ausgewiesene Segmente auf den Strecken Belohnungen in Form von Platzierungen und Icons im Profil aus.

Strava lässt sich sowohl für die Tourenplanung, als auch für die Tour selbst (direkt in Strava auf dem Smartphone oder auf einem kompatiblen Device) und im Nachhinein für die Analyse bzw. die Darstellung der Route nutzen. Wer sportlich unterwegs ist, der kann die Strava-Daten als GPX-Datei auch mit entsprechend anderen Apps abgleichen und Nutzen aus den erhobenen Daten ziehen (z. B. Trainingpeaks, Garmin). Die, übrigens auch bei Profis sehr beliebte, Ausdauersport-App ist in der Basisversion kostenfrei und bietet mit einem Abo-Modell weitere Funktionen (ab 10,99€/Monat). Strava ist verfügbar für Android und iOS.

Nützliche Tools und Helfer

RoadBike Werkstatt & Ritzelrechner

Dann wird dir die RoadBike Werkstatt unter die Arme greifen. Zudem sind auch Ritzelrechner sinnvoll, wo du individuell deiner Einstellungen gute Prognosen für dein Bike treffen und auch Wartungen besser planen kannst.

Saddle Adjust

Mit Saddle Adjust geht es vorrangig um eine perfektionierte Kalibrierung. Experimentieren ist erlaubt, und das Gute ist: Dank gespeicherter Einstellungen kannst du stets wieder zur vorigen optimierten Sitzposition zurückfinden.

Radbonus

Stehst du auf Goodies? Partnerprämien winken für erreichte Kilometerzahlen. »Geschenke fürs Radfahren …«, magst du denken, »Wo gibt’s den so was?!« Das gibt es tatsächlich bei »Radbonus«, und zwar ohne Haken, eben ganz seriös. Der Beweggrund der Macher hinter dem Belohnungssystem ist äußerst sympathisch: Radbonus weist auf seiner Seite insbesondere auf die Umwelt und unsere Gesundheit hin, außerdem wünschen sie sich eine Wertschätzung für dich persönlich, also für deine zurückgelegten Kilometer. Die Boni spenden Krankenkassen, Arbeitgeber, E-shops und nicht zuletzt die Städte. Eine tolle Sache, finden wir, und wollen Radbonus unbedingt ganz oben auf die Beliebtheitsskala setzen.

Doch hält die App, was sie verspricht? Die gesamte Radbonus Community hat immerhin bereits bald 22000000 km zurückgelegt! Da scheint also richtig was los zu sein. Zudem lesen wir etliche begeisternde Rezensionen. Partner dieser App sind Aldi, Barmer, Blackroll, die Stadt Aachen und so weiter. Beim deutschen Fahrradpreis haben die Macher außerdem den dritten Platz abgesahnt.

Neben dem Bonusprogramm freuen wir uns über das Großschreiben deiner Privatsphäre, da du aufs Preisgeben deiner Daten weitgehend verzichten kannst. Zusätzlich wirst du motiviert, dein Bike so oft wie möglich zu nutzen, da bereits ab 100 gefahrenen Kilometern die ersten Geschenke warten. Bei den ersten zurückgelegten 50 Kilometern winkt die erste Gratulation. Diese kannst du über »Challenges« einsehen. Und so geht es geradewegs weiter.

Radbonus kommt ganz einfach und abgespeckt daher, sehr übersichtlich und trotz dem Belohnungssystem locker leicht sowie überzeugend strukturiert. Auch mit Lupe stellen wir keinen Nachteil oder gar einen Haken fest - gleichsam der anderen vielen User. Das einzige, was uns passieren könnte, wäre, irgendwann nicht mehr motiviert zu sein. Aber wir radeln nicht für Goodies, sondern haben wesentlich bessere Gründe.

Wetter-Apps

Was gehört wohl zur perfekten Tour unbedingt dazu? Zahlreiche Wetterapps sind leider randvoll mit Werbung, doch wir wollen zweckmäßige Daten und keinen Werbemüll. Mit Windy.com, Wetter.com, RegenRadar, YoWindow, WetterOnline, Weather Kitty wirst du nicht enttäuscht werden. Diese Apps zählen mitunter zu den seriösesten und klären dich nebenbei zuverlässig über den Pollenflug oder, wie Weather Underground, über hyperlokale Wettervorhersagen auf.

Vermeide die Nutzung der nächstbesten App, denn wir haben oft genug installiert, getestet, uns über Werbung und andere nervige Eigenschaften geärgert und die Anwendung wieder gelöscht … Die Zeit kannst du dir sparen. Wie die Namen teils erkennen lassen, sind auch hier Spezifikationen wählbar: Mit Windy.com behältst du insbesondere den Wind im Blick, während RegenRadar deutlich aufzeigt, wo du besser nicht hinradeln solltest, sofern du nicht nass werden möchtest.

Reise-Apps

Apps wie Momondo oder Kayak helfen, zwischen vielen Möglichkeiten die beste für dich herauszusuchen. Mit ihnen kannst du Preise vergleichen und erhältst Infos in Echtzeit, was beispielsweise Flüge betrifft, solltest du eine richtig große Tour geplant haben. Je nachdem, wie umfangreich dein Vorhaben ist, mag die Planung im Vorfeld auch umso entscheidender für den reibungslosen Ablauf sein. Apps wie die oben genannten sind daher notwendig, um Kostenfallen auszugrenzen und entsprechend deinem Budget eine Lösung zu finden, die dennoch deine Ansprüche erfüllt. Seriöse Apps wie Momondo und Kayak lassen dich nicht im Stich bei Reisen ins/durchs Ausland.

Weitere Apps und Funktionen

Ganz gleich, ob es noch Themen wie die Fotografie während der Fahrradtouren, das Austauschen der Fotos sowie die Kommunikation mit anderen Radlern oder das Visualisieren von Strecken betrifft … Oder geradezu zauberhafte Anwendungen wie Sky Maps sowie anderweitiger Raffinessen diverser Navi-Apps: Man könnte sich als Radfahrer schnell beim Heraussuchen toller Apps verlieren. Fotos sind gut für die Erinnerungen, letztlich zählt jedoch das Erlebnis.

Wir können dir versprechen, dass du beim Stöbern nach Apps noch viel entdecken kannst, solltest du noch mehr erfahren wollen. Wir können nur erahnen, wie viele Apps es inzwischen gibt, und ein Großteil davon gehört in jedem Fall zu den bedenkenlos »Guten«. In jedem Fall winken bereits die schönen Trails und deine persönlichen wundervollen Erinnerungen im Nachhinein.

Überblick über beliebte Apps

Hier ist ein tabellarischer Überblick über einige der beliebtesten Apps für Radfahrer:

App-Name Hauptfunktionen Zielgruppe Kosten
Komoot Navigation, Routenplanung, Community Tourenfahrer, Mountainbiker, Pendler Kostenlose Basisversion, kostenpflichtige Regionen und Premium-Version
Strava Fitness-Tracking, Community, Leistungsanalyse Sportbegeisterte Radfahrer und Läufer Kostenlose Basisversion, kostenpflichtiges Abo
Wikiloc Community-generierte Routen, Navigation Outdoor-Enthusiasten Kostenlos
Bikemap Fahrradnavigation mit POIs Radfahrer Kostenlose Basisversion, Premiumversion
Radbonus Belohnungssystem für Radfahrer Alltagsradler Kostenlos
Google Maps Allround Navigation Alltagsradler Kostenlos

Tipps zur Auswahl der richtigen App

Die Wahl der richtigen Outdoor-App hängt vor allem von den eigenen Trainingszielen und Vorlieben ab. Während einige Nutzer*innen auf präzise Leistungsanalysen und Wettbewerbsfunktionen setzen, suchen andere nach Motivation durch Coaching oder eine einfache Routenplanung. Wichtig ist, dass die App den persönlichen Anforderungen entspricht und gleichzeitig den Datenschutz berücksichtigt.

Viele Apps haben deutlich mehr Funktionen als für den einzelnen Radfahrer möglicherweise notwendig sind. Daher sollte man sich vor der Installation überlegen, ob man zum Beispiel eher ein Navigationsgerät sucht oder eine Fitness-App, eine Anwendung auf dem Smartphone oder auf einem (dazu passenden) Device wie ein Fahrrad-Navi oder eine Smartwatch.

Fazit

Radfahren scheint als Ausdauersport mittlerweile ähnlich beliebt zu sein wie Joggen. Kein Wunder: Fahrradfahrer sehen in derselben Zeit mehr von der Welt - und das auf immer leichteren Bikes und besseren Fahrradwegen. Klar, dass immer mehr innovative Tools und Apps fürs Rad die Stores erobern. Der Frühling lässt nicht mehr lange auf sich warten, also macht euch sattelfest: Fahrradfahren ist nicht nur umweltfreundlich und gelenkschonend, sondern hält echt fit und verbrennt bei mittlerem Tempo etwa 300 Kalorien pro halbe Stunde. Wer sich ab Frühjahr wieder regelmäßig aufs Fahrrad schwingt, steigert auch seine Ausdauerleistung merklich.

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