Beeindruckende Radtour durch das Große Lautertal auf der Schwäbischen Alb

Der Startpunkt der wunderbaren Radtour durch das Große Lautertal ist der Wanderparkplatz Wolfstal, der in Lauterach sehr gut ausgeschildert ist. Hier könnt ihr übrigens auch Parken, wenn ihr die wunderbare Märzenbecherblüte im Frühjahr erleben wollt. Bei der Zufahrt ist zu beachten, dass diese mit einem Wohnmobil nicht möglich ist, da es durch einen Felstunnel mit niedriger Durchfahrtshöhe geht. Nahe des Parkplatzes befindet sich zudem ein großer Abenteuer-Spielplatz inklusive Grillstelle.

Die Strecke entlang dem Flüsschen Lauter bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke, sondern zeichnet sich auch durch ihre Vielseitigkeit aus. Die geschotterten Rad- und Wanderwege führen euch ohne nennenswerte Steigungen durch das Tal, was besonders für Familien mit Fahrradanhängern eine entspannte Fahrt ermöglicht. Während eurer Fahrt durch die typische Alb-Landschaft begegnet ihr den markanten schroffen Felsen, die das Lautertal charakterisieren.

Der Radweg führt entlang der flach fließenden Lauter in Richtung Marbach. Entlang der klaren Lauter durchqueren Sie weiter das Tal und radeln auf gut ausgeschilderten Wirtschaftswegen - meist asphaltiert - in einer traumhaften, nahezu unberührten Landschaft talabwärts. Auf dem Radweg finden Sie bergab liebevolle kleine Orte mit freundlichen Menschen. Nach "Anhausen" ist das Tal verkehrsfrei. Sie können auch Rundtouren im Lautertal auf derselben Streckenführung von beliebigen Punkten aus fahren.

Sie durchradeln nun die Kernzone des Biosphärenreservates "Schwäbische Alb". An diesen Stellen wird die Natur sich selbst überlassen und damit besonders geschützt. Vor einigen Jahren kam auch der Biber zurück, der fast ausgerottet war, nicht zuletzt wegen seines begehrten Fells. Heute baut er an der Lauter wieder Burgen und Dämme, fällt sogar Bäume. Er verändert die Landschaft und sorgt damit für Artenvielfalt.

Sehenswürdigkeiten entlang des Radwegs

Entdecken Sie die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten entlang des Lautertals:

  • Anhausen: Anhausen wird von der mächtigen Ruine der "Schülzburg" überragt.
  • Buttenhausen: In Buttenhausen gibt es eine Kanuanlegestelle. Von hier aus paddelt man bis Bichishausen auf der Lauter.
  • Dapfen: Urkundlich ist Dapfen erstmalig im Jahre 904 erwähnt. Die Kirche St. Martin auf dem Kirchberg gehörte damals zum Kloster St. Der Turm der heute sichtbaren Kirche stammt aus dem Jahre 1515. Eine frühere Kirche gab es schon im 12.
  • Gomadingen: In der Hallstattzeit war das Gebiet um Gomadingen schon besiedelt. Die Römer errichteten in Gomadingen ein Kohortenkastell im Rahmen des Alblimes.
  • Gundelfingen: Oberhalb von Gundelfingen steht der markant geformte Schlossberg. Auf ihm steht die Burg Niedergundelfingen. Sie ist wieder bewohnbar und in Privatbesitz. Die Ruine steht auf einem Felsplateau oberhalb von Gundelfingen. Sie ist wahrscheinlich die Stammburg der Herren von Gundelfingen und stammt aus dem 12.
  • Hundersingen: Hundersingen war im 30-jährigen Krieg stark umkämpft.
  • Indelhausen: Indelhausen stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Sie passieren einen Wanderparkplatz mit dem historischen Rathaus aus dem 16.
  • Lauterach: Der Ort Lauterach stammt wahrscheinlich schon aus dem 9. Der Mühlenfelsen überragt den Ort.
  • Marbach: Das Örtchen Marbach ist Pferdeliebhabern sicherlich ein Begriff.
  • Offenhausen: In "Offenhausen" entstand im 13. Jahrhundert durch eine Schenkung der "Herren von Lupfen" ein Dominikanerinnenkloster. Anfänglich war das Kloster nur für hochstehende Damen, später nahm man auch Bürgerliche auf.
  • Unterwilzingen: Unterwilzingen wurde wahrscheinlich schon im 5.

Das Haupt- und Landesgestüt Marbach

Die 30 Kilometer bis nach Marbach sind gesäumt von malerischen Dörfern, gemütlichen Einkehrmöglichkeiten und erfrischende Badestellen entlang des Flussufers. Zudem kommt man an zahlreichen in den Felsen versteckten Burgruinen vorbei, die auf wunderbaren Wanderungen, z.B.

Das Haupt- und Landesgestüt Marbach, mit seiner Gründung im Jahr 1514 eines der ältesten Gestüte weltweit, liegt in einem idyllischen Seitental. Das Gestüt ist besonders bekannt für die Zucht von Arabischen Vollblütern und Englischen Vollblütern, wobei der Fokus auf der Erhaltung der reinen Blutlinien liegt. Die Pferde aus Marbach haben nicht nur national, sondern auch international einen exzellenten Ruf erlangt, sowohl im Bereich des Sports als auch in der Landwirtschaft. Regelmäßige Führungen bieten einen Einblick in die Stallungen, die Hengsthaltung und die Pflege der Pferde. Man kann aber auch einfach auf eigene Faust den Gestütshof erkunden und mit ein wenig Glück einen Blick auf die Pferdchen in den Boxen erhaschen.

Wir hatten in der Hofschänke eine kleine Rast eingelegt, bevor es dann wieder entlang der Lauter zurück nach Lauterach ging. Die Schänke liegt nahe dem Gestüt, inmitten von Pferdekoppeln.

Die Ländereien des Gestüts können auch auf dem im Jahr 2014 eröffneten, 60 Kilometer langen Gestütsradweg erkundet werden. Dieser wurde mit bestehenden Radwegen im Landkreis Reutlingen verbunden und führt an den drei historischen Gestütshöfen und den vier Vorwerken des Gestüts Marbach im Herzen des Biosphärengebiets Schwäbischen Alb entlang.

Schon im 15. Jahrhundert richtete "Graf Eberhard im Bart" in Marbach sein Gestüt ein. Zahlreiche verschiedene Pferde, auch Mitbringsel von Reisen, wurden hier untergebracht. Die Züchtung begann Mitte des 16. Im frühen 19. Die Ställe und Weiden des "Landesgestüts Marbach" können besichtigt werden.

Routenabschnitte und Besonderheiten

Hier sind einige detaillierte Beschreibungen der verschiedenen Routenabschnitte:

  • Anhausen: In Anhausen radeln Sie auf der "Sankt Ursula Straße" ein kurzes Stück weiter und zweigen dann nach rechts auf den "Schülzburgweg" ins Lautertal ab. Jetzt beginnt eine autofreie Traumstrecke. Entlang einer Felswand erreichen Sie die Ölmühle und zweigen davor nach rechts ab. Der Radweg führt am rechten Talrand talabwärts weiter. Die Lauter verläuft immer völlig naturbelassen in ihrem Bett.
  • Buttenhausen: Sie erreichen "Buttenhausen" - etwas erhaben am Hang.
  • Gundelfingen: Sie erreichen Gundelfingen auf der Straße "Am Bürzel" und radeln dabei leicht bergauf. An der Kreuzung mit der K6769 zweigen Sie scharf nach rechts ab.
  • Hundersingen: Der Radweg bleibt rechts der Lauter und umfährt Hundersingen. Danach umfahren Sie in einer 270°-Schleife einen Bergrücken.
  • Schelmenbühl: Der Radweg führt bis "Schelmenbühl" auf dem Gehweg entlang der "L249".
  • Unterwilzingen: Der Radweg erreicht in "Unterwilzingen" die K7337 und überquert auf ihr die Lauter.

Ab der Laufenmühle verläuft der Radweg auf der asphaltierten Zufahrtsstraße. Auf der rechten Straßenseite liegt das Biosphären-Informationszentrum. Nach zwei großen Windungen der Straße entlang der Lauter erreicht der Radweg einen Fels, der das Tal versperrt. Nach einer Viehweide unterqueren Sie die Bahnlinie und erreichen den Radweg an der Donau.

Zusätzliche Informationen

Das Tal hat in diesem Bereich sehr viele Einzelfelsen. Die Hänge im Lautertal sind so steil, dass sie meist nicht direkt landwirtschaftlich genutzt werden können. Die Lauter verläuft immer völlig naturbelassen in ihrem Bett. Rechts und links des engen Tales türmen sich Felswände auf, darunter saftig grüne Wiesen. zwischen Felswänden und Wiesen bergab. Bald erreichen Sie eine Stelle, an der sich die Lauter in einen künstlichen Mühlbach und den natürlichen Lauf teilt.

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