Radfahren rund um Füssen: Tipps und Touren für jeden Geschmack

Eine entspannte Radtour mit Bergblick? Im Allgäu rund um Füssen ist das möglich! Diese Stadt liegt ideal zwischen dem Alpenvorland und den Ammergauer Alpen. Gute Radwege, eine übersichtliche Beschilderung und die Möglichkeit, Fahrräder zu mieten oder reparieren zu lassen, machen die Region zu einer zertifizierten RadReiseRegion.

In der Radregion Schlosspark im Ostallgäu gibt es 13 Tagestouren zwischen 25 und 65 km, jede mit ihrem eigenen Thema. Wer mehr möchte, kann die 219 km lange Schlossparkradrunde wählen, um die Vielfalt des Ostallgäus zu entdecken. Aber auch abseits der ausgeschilderten Routen gibt es viele Möglichkeiten.

1. Emmentaler Radweg: Käsegenuss mit Alpenblick

Der Emmentaler Radweg lockt mit Käsereien und Geschäften entlang der Strecke. Startpunkt ist das Hotel Dreimäderlhaus am Weißensee in Füssen. Mit einem E-Bike, ausgeliehen im Hotel, ist der Weg zur offiziellen Radroute schnell erreicht. Begleitet von einem Radguide erfährt man Interessantes über die Käseherstellung.

In der Sennerei Lehern lernt man, warum der Emmentaler Löcher hat und dass die Blumen auf der Rinde des Allgäuer Bergkäses essbar sind. Nach der Theorie folgt die Praxis: Der geschmacksintensive Bergkäse mit seiner festen Struktur überzeugt. Die Vollmilch, die zur Herstellung des Käses verwendet wird, schmeckt ebenfalls hervorragend.

Tipp: Entlang des Emmentaler Radwegs liegen mehrere Sennereien, wie die Käsküche Wald mit Brauerei und Hofladen, MVO Rückholz, Hofkäserei Lipp, Bergkäserei Weizern und Sennerei Lehern mit Restaurant KäseAlp. Einige bieten auch geführte Touren an.

Die Aussicht auf die Alpen vom Radweg aus ist fantastisch. Die Strecke führt abwechselnd über gute Asphaltstraßen und Gravelwege. Die Kühe grasen auf saftig grünen Wiesen, was sich im Geschmack des Käses widerspiegelt. Pausenplätze gibt es am Schwaltenweiher oder bei der Bergkäserei Weizern. Nach etwa 50 Kilometern erreicht man wieder den Startpunkt.

Erreichbarkeit mit den Öffis: Es gibt einen Bahnhof in Hopferau.

2. Königliche Schwarzbergrunde und eigene Routenplanung

Die Königliche Schwarzbergrunde startet in der Füssener Innenstadt. Der erste Teil der Route führt am Schwansee vorbei, wo König Maximilian II. einst einen englischen Landschaftsgarten anlegen ließ. Ein kurzer Stopp lohnt sich!

Ein Besuch im Märchenschloss Neuschwanstein

Ein spontaner Besuch im Schloss Neuschwanstein ist in den Schulferien kaum möglich. Nach einer halben Stunde im Schloss versetzt man sich in die Welt von König Ludwig II., der hier seine eigene Welt voller Mythen und Legenden erschaffen wollte. Die Säle und Räume sind detailreich dekoriert, wie zum Beispiel das Sängerzimmer mit Szenen aus den Opern Lohengrin und Parsifal.

Tipp: In Schwangau kann man auch das Museum der Bayerischen Könige besuchen, um mehr über die Familie Wittelsbach zu erfahren.

Nach der Besichtigung von Schloss Neuschwanstein geht es weiter zum Alpsee. Zwischen den herbstlichen Bäumen erhascht man Blicke auf das klare, blaue Wasser. Ein Abstecher zum See für ein Mittagessen am Ufer lohnt sich. In der Ferne thronen die beiden Schlösser über dem See.

Die Route führt weiter durch den Wald und über die Grenze nach Österreich. Im Tal liegt Vils mit seinem markanten Kirchturm. An der Ulrichsbrücke wechselt man zur Zirmgratrunde, der man bis Pfronten folgt. Die Strecke führt durch grüne Wiesen mit dem Falkensteinkamm zur Rechten. Um zum Weißensee zurückzukehren, fährt man ein Stück entlang der Bundesstraße. Der Weißensee mit den Alpen im Hintergrund entschädigt jedoch für die kurze Strecke.

Bonus-Tipp: Eine Radtour um den Forggensee ist ebenfalls empfehlenswert. Im Sommer kann man sich im erfrischenden Wasser abkühlen.

Noch mehr Rad-Inspiration für das Allgäu? Von Füssen aus kann man auch die Burgen- & Schlösser-Runde radeln oder die vielen Seen des Ostallgäus auf der 8-Seen-Runde entdecken!

Unterkünfte und Verpflegung

Das Boutique Hotel Dreimäderlhaus am Weißensee in Füssen ist ein guter Ausgangspunkt für Radtouren. Gastgeber Michael Sommerlad und seine Frau Simone legen Wert auf Nachhaltigkeit und bieten ein vegetarisches Frühstücksbuffet an. Das Hotel ist auf Outdoor-Fans eingestellt und bietet Annehmlichkeiten wie Schuhablagen, Rucksäcke und Wanderstöcke.

Füssen ist leicht mit der Bahn zu erreichen. Zum Abendessen empfiehlt sich der Hotel Frühlingsgarten mit Allgäuer Küche oder das Gasthaus zum Schwanen.

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Weitere Radtouren und Tipps für die Umgebung von Füssen

Rund um Füssen gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten zum Radfahren. Hier sind einige Vorschläge:

  • Forggensee-Runde: Eine 30 km lange Tour, die in 2 Stunden machbar ist. Ideal für eine Erfrischung im kühlen Nass an einem der neun Badeplätze.
  • Rundtour von Füssen zur Salober Alm: Eine Tour mit einer steilen Herausforderung von 20 % Steigung auf den letzten Metern.
  • Auerbach-Wertach-Runde: Eine 101,1 km lange Tour mit zwei knackigen Anstiegen von 14 bis 16 % Steigung.

Egal ob Radfernwege, Rennradtouren oder gemütliches Genießen der Landschaft - Füssen hat für jeden Radfahrer etwas zu bieten. Die Tourist Information Füssen und der Dorfladen in Hopfen am See bieten 24/7 kleine Reparaturstationen und Schließfächer mit Steckdosen zum Laden von E-Bikes.

Aussichtsreiche Radtour rund um den Forggensee

Diese Tour bietet wunderschöne Blicke auf das Alpenvorland und den See. Sie startet am Schlossbrauhaus und führt in Richtung Ortsteil Brunnen. Nach der Karbrücke beginnt eine sanfte Steigung. Ein Abstecher zur Kapelle "Maria am Weg" lohnt sich. Weiter geht es durch blühende Wiesen zum Hegratsrieder See. Nach etwa 500 Metern auf dem Radweg biegt man scharf links ab und es geht stetig bergab. Vorbei am Illasbergsee erreicht man die nächste Steigung. Oben angekommen, wird man mit einem traumhaften Blick auf das Alpenvorland, Schloss Neuschwanstein, die Pfarrkirche Waltenhofen und die Tannheimer Berge belohnt. Eine Einkehr im Panoramastadl ist sehr empfehlenswert. Nach einer kurzen Abfahrt erreicht man das Informationszentrum im Kraftwerk. Man fährt daran vorbei und nimmt die nächste Steigung in Angriff. Nach der Abfahrt erreicht man den Kunstpark "Via Claudia Augusta". Kurz vor Roßhaupten biegt man links ab Richtung Füssen. Ab 1. Juni kann man das Forggenseeschiff für den Rückweg nutzen. Durch Dietringen und Osterreinen geht es weiter Richtung Füssen. Ein Abstecher zum Füssener Festspielhaus lohnt sich für den Blick auf die Kirche Waltenhofen und Schloss Neuschwanstein. Anschließend radelt man durch die Weidachstraße in Füssen bis zum Wasserkraftwerk in Schwangau. Da das Radfahren auf dem Stauwerk verboten ist, muss man sein Fahrrad kurz über den Lech schieben.

Das Allgäu: Ein Paradies für Radfahrer

Das Allgäu bietet eine perfekte Kulisse für Radtouren mit seiner alpinen Landschaft. Die geografische Vielfalt macht es zu einem idealen Ort für Radtouren verschiedenster Art. Neben der natürlichen Schönheit trägt auch das Engagement der Region für eine nachhaltige und fahrradfreundliche Infrastruktur zur Beliebtheit des Radfahrens im Allgäu bei. Das Allgäu vereint herausfordernde Routen, atemberaubende Landschaften und eine fahrradfreundliche Umgebung.

Weitere Radtouren im Allgäu

  • Allgäu-Radtour ab Füssen: Um den Forggensee, vorbei an Dörfern, dem Wasserkraftwerk und dem Illasbergsee.
  • Allgäu-Radtour ab Immenstadt: Durch abwechslungsreiche Landschaften, Wälder und Dörfer wie Adelharz und Niedersonthofen.
  • Radtour durch den Kempter Wald: Mit Biotopen, Mooren und geologischen Highlights.
  • Radtour zum Niedersonthofener See: Durch hügelige Voralpenlandschaft in Schwaben, entlang des Sees und über den Illerradweg zurück.
  • Anspruchsvolle Radtour im Allgäu: Von Kempten ins südliche Oberallgäu, über die Enklave Jungholz ins Alpenvorland.
  • Iller-Kapf-Radrunde: Eine abwechslungsreiche Tour durch Flusstäler und Hügel.
  • Radtour durch das Westallgäu: Mit herrlichen Ausblicken auf das Alpenvorland.
  • Radrundweg Alpsee-Grünten: Ein echtes Erlebnis.

Die RadReiseRegion Naturschatzkammern im Allgäu und das Routennetz des Württembergischen Allgäus bieten eine unvergleichliche Vielfalt für abwechslungsreiche Radtouren. Die Strecken variieren in Länge (33,3 bis 60,8 km) und Höhenmetern (129 bis 464 m). Die Radwege führen durch eine Landschaft, die von den sanften Hügeln und Flusstälern des Allgäus bis hin zu den grünen Hügelmeeren und Seen des Württembergischen Allgäus reicht. Die Touren durch das Allgäu führen entlang sanfter Hügel, durch Flusstäler, dichte Wälder und Streuobstwiesen, während man fantastische Ausblicke auf das Alpenvorland genießt.

Die Radwege des Württembergischen Allgäus bieten eine hervorragende Infrastruktur mit gastronomischen Betrieben, Infotafeln, Fahrradabstellanlagen, Spiel- und Rastplätzen sowie Schutzhütten. Die Strecken verlaufen größtenteils auf verkehrsarmen Straßen oder eigenen Radwegen und führen zu stillen Aussichtsplätzen, ruhigen Seen, quirligen Bächen und wilden Flüssen. Die Verbindung der Naturschatzkammern des Allgäus mit dem Württembergischen Allgäu ermöglicht ein umfassendes Radfahrerlebnis, das landschaftliche Vielfalt, kulturelle Highlights und entspannte Gastfreundlichkeit vereint.

Trail Hotel Oberstaufen: Dein perfektes Basislager für Motorradfahrer, Radfahrer und Wanderer.

Hotel Interest Vitalhotel in Oberstaufen: Ein perfekter Ausgangspunkt für Motorradtouren, Wanderungen und Radtouren durch die bayerische Alpenlandschaft sowie den Alpen.

Familiengeführtes Adults-Only Hotel Garni in Oberstdorf: Zentrumsnah und dennoch ruhig gelegen-ideal für Wanderer& Radfahrer.

Das Allgäu: Geschichte, Kultur und Kulinarik

Das Allgäu ist ein Ort reich an Geschichte und Kultur. Im Mittelalter erlebte die Region einen Aufschwung durch den Bau von Klöstern und Burgen. Die Kultur des Allgäus ist tief verwurzelt in ihren ländlichen Traditionen und Bräuchen. Die Bewohner pflegen alte Handwerkskünste, Volksmusik und regionale Küche. Das Allgäu ist berühmt für seine kulinarischen Spezialitäten. Neben der natürlichen Schönheit und den historischen Sehenswürdigkeiten bietet das Allgäu ein reichhaltiges kulturelles Erbe.

Fahrradinfrastruktur im Allgäu

Die Fahrradinfrastruktur im Allgäu ist hervorragend. Es gibt Fahrradverleihstationen, Werkstätten, E-Bikes und Ladestationen, Beschilderung und Routen sowie Unterkünfte für Radfahrer.

Tipps für das Radfahren im Allgäu

Die ideale Zeit zum Radfahren im Allgäu ist von Mai bis Oktober. Es ist wichtig, dass Dein Fahrrad gut gewartet ist. Ein Helm ist ein Muss. Trage mehrere Schichten Kleidung. Informiere Dich vorab über die Route. Nimm genügend Wasser und Snacks mit. Respektiere die Verkehrsregeln.

Radfahren und Umweltschutz

Radfahren ist eine der nachhaltigsten Arten der Fortbewegung und spielt eine wichtige Rolle im Umweltschutz. Indem Du das Auto stehen lässt und stattdessen das Fahrrad benutzt, reduzierst Du Deinen CO2-Fußabdruck erheblich. Radfahren erzeugt keine Abgase und trägt so dazu bei, die Luftqualität zu verbessern und den Treibhauseffekt zu verringern. Im Allgäu gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität fördern. Viele Gemeinden im Allgäu setzen sich aktiv dafür ein, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu schärfen. Wenn Du im Allgäu radelst und dabei lokale Gasthäuser, Cafés und Geschäfte besuchst, unterstützt Du die lokale Wirtschaft.

Der Iller-Radweg

Der Iller-Radweg bietet Radfahrern aller Niveaus ein unvergleichliches Erlebnis. Diese Tour folgt dem Lauf der Iller, einem reizvollen Fluss, der sich von den Alpen bis in die Schwäbische Ebene schlängelt. Die Tour beginnt in Oberstdorf, einem bekannten Bergdorf. Während der Tour bieten sich atemberaubende Ausblicke auf die Alpen, grüne Wiesen und die dynamische Flusslandschaft. Die Route ist größtenteils flach und gut ausgebaut, was sie sowohl für Familien als auch für Langstreckenradler geeignet macht. Entlang des Weges gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu entspannen und die lokale Küche zu genießen. Der Iller-Radweg ist gut beschildert und bietet eine hervorragende Infrastruktur, einschließlich Fahrradreparaturstationen und Verleihmöglichkeiten.

Der Bodensee-Königssee-Radweg

Der Bodensee-Königssee-Radweg ist eine der spektakulärsten Radstrecken Deutschlands. Die Tour beginnt am Ufer des Bodensees und schlängelt sich durch das Allgäu. Ein weiteres Highlight des Weges ist die Durchquerung des Berchtesgadener Landes. Der Bodensee-Königssee-Radweg ist technisch anspruchsvoller als einige andere Radwege und erfordert eine gewisse Grundfitness, insbesondere auf den bergigen Abschnitten.

Die Radrunde Allgäu

Die Radrunde Allgäu führt Dich durch die bezaubernden Landschaften des Allgäus. Starte Dein Abenteuer in einem der charmanten Städte des Allgäus, beispielsweise in Kempten oder Füssen. Von dort aus kannst Du Dich auf eine Reise begeben, die Dich durch sanfte Hügel, entlang kristallklarer Flüsse und Seen, durch dichte Wälder und zu beeindruckenden Alpenpanoramen führt. Ein Highlight der Rad-Rundtour Allgäu sind die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Weges. Entdecke mittelalterliche Burgen, idyllische Dörfer und historische Klöster. Die Route selbst ist hervorragend für Radfahrer aller Leistungsstufen geeignet.

Radtour um Füssen: Im Land der funkelnden Seen

Die Seen-Rundtour führt mitten durch die Natur mit Blick auf die Alpen. Ein Traum ist die Region um Füssen aber zu jeder Jahreszeit: Das hübsche Städtchen vor der imposanten Kulisse der Alpen, das nahe gelegene Schloss Neuschwanstein - und in der Umgebung unzählige große und kleinere Seen, die klar wie Bergkristalle in der Sonne funkeln. Mit dem Regionalzug ist man schnell am Ziel und vom Bahnhof ist es nur ein Katzensprung in die Altstadt. Vorbei an schönen Gebäuden mit spätgotischen und barocken Fassaden, plätschernden Brunnen und blumenüberladenen Trögen geht es quer durch die Stadt nach Süden. Man passiert das weitläufige Benediktinerkloster St. Mang und radelt unterhalb des Hohen Schlosses entlang, das sich imposant auf einem Hügel erhebt. Ein kurzer Abstecher auf die Lechbrücke lohnt sich: Hier windet sich der Gebirgsfluss breit und fast unwirklich türkisblau um die Stadt. Auf der Nordseite der Brücke folgt man einem kleinen Weg durch schattigen Wald, vorbei am etwas versteckten kleinen Mittersee und Oberen See. Es folgt eine leichte Steigungsstrecke, doch dann ist schon das erste Ziel erreicht: In einer Mulde im Wald liegt der von Wiesen umgebene, beschauliche Alatsee. Mit 870 Metern über dem Meer ist er einer der höchstgelegenen Seen im Ostallgäu. Bis auf einen kleinen Bereich im Nordosten ist das Gewässer nur von Schotterwegen umgeben und fast komplett autofrei. Folgt man dem Pfad auf der linken Seite am schattigen Seeufer, ist man fast schon in Österreich: Die „grüne Grenze“ verläuft hier nur wenige Meter südlich des Sees.

Auf einer gemütlichen, leicht ansteigenden Badewiese am Westende des Sees kann man in beschaulicher Ruhe sonnenbaden, sich von den „Strapazen“ der Anfahrt erholen und im glasklaren Wasser schwimmen. Dabei stößt man zwischen blühenden Seerosen am Ufer auf ganze Schwärme weiß gepunkteter Hechte, die sich im kühlen, sauberen Quellwasser wohl fühlen. Nach einer ausgiebigen Erholungspause geht es auf einfacher Strecke nur ein paar Kilometer weiter: Ein Stück um den See herum und auf einer kleinen Teerstraße steil bergab bis zur Ostspitze des tiefer gelegenen Weißensees. Wer Lust und genug Energie hat, kann auf der Hügelkuppe halten und auf einem Wanderpfad im Wald einen kleinen Hügel erklimmen, wo sich vom „Zweiseenblick“ ein beeindruckender Blick auf Alat- und Weißensee bietet. Der Weißensee hat einen ganz anderen Charakter als sein „kleiner Bruder“: Er ist an vielen Stellen mit Schilf, Sumpfpflanzen und Gebüsch bewachsen, große Badewiesen sind deutlich seltener. Doch am Ufer finden sich immer wieder kleine, versteckte Wiesen und Zugänge zum See. So kann man an einem dieser lauschigen Plätzchen ganz ungestört rasten und sich im See Nummer zwei erfrischen. Auf dem Radweg am nördlichen Seeufer geht es noch ein Stück weiter bis zum Ort Weißensee. Hier hat man von einer in den See ragenden Landzunge einen schönen Rundblick über das hellblau schimmernde Wasser, tiefgrüne Hügel und die kargen Felsspitzen der Alpen.

Anschließend radelt man am Seeufer wieder ein Stück zurück und folgt dem Radweg Richtung Hopfen am See, durch grüne Wiesen, an kleinen Sommerhäuschen und einzelnen Baumgruppen vorbei bis zum Ufer des herzförmigen Hopfensees. Er gilt mit seinem idyllischen Ufer und der Panoramakulisse der Alpen als einer der schönsten Seen um Füssen. Entlang des Ufers verstecken sich zwischen knorrigen Bäumen schmale Buchten, die von Schilf und Seerosen umgeben sind. Hier kann man ungestört schwimmen, Picknick machen und seinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Über blühende Wiesen führt der Radweg am Westufer entlang weiter nach Hopfen am See. Die Uferpromenade des Orts mit den zahlreichen Cafés und Restaurants und dem fast schon südländischen Flair trägt auch den Spitznamen „Riviera des Allgäus“. Bei schönem Wetter geht es hier lebhaft zu - aber es lohnt sich, in einem der Lokale mit Rundblick über den See und die Bergkulisse zu speisen oder einen Kaffee zu trinken. Mit neuer Energie radelt man am Seeufer entlang nach Osten, einen Hügel hinauf und an verstreuten Bauernhöfen vorbei. Schon bald öffnet sich der Blick auf den mit Abstand größten See um Füssen: den langgezogenen Forggensee. Nach einer flotten Fahrt bergab und einem schattigen Stück am Seeufer taucht das moderne Festspielhaus Neuschwanstein Füssen aus dem Wald auf. Das Gebäude ist zwar nicht gerade ein Schmuckstück, aber der umliegende Park mit seinen gepflegten Hecken und Büschen und der schmale Kiesstrand dahinter lohnen einen Stopp. Hier kann man sich einen der herumstehenden Liegestühle ergattern und einen weiteren Höhepunkt der Tour genießen: das „Märchenschloss“ Neuschwanstein mit seinen schlanken, hoch aufragenden Türmen, das am gegenüberliegenden Ufer auf einem Hügel thront.

Auch der Forggensee hat seinen ganz eigenen Charakter: Das Wasser ist deutlich kälter und der Wind weht durch die langgezogene Nord-Süd-Schneise, so dass man beim Baden kleine Wellen durchqueren muss. Dafür kann man auf seinem bequemen Platz am Ufer noch die Abendsonne genießen - und sich vorstellen, wie König Ludwig II. einst vom anderen Ufer über den See und die Berge blickte. Der Rückweg nach Füssen ist dann nicht mehr weit: Ein Stück am See entlang, dann folgt man dem rauschenden Lech, bis man wieder die Altstadt erreicht. Hier kann man an einem langen, lauen Sommerabend gemütlich durch die Gassen schlendern, ein Eis oder einen Cocktail genießen und dann - ganz entspannt und ohne Menschenmassen - vom Bahnhof aus den Rückweg antreten.

Praktische Infos zur Seen-Rundtour

  • Gesamtstrecke: ca. 25 km
  • Reine Fahrzeit: ca. 2 h
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Von München oder Augsburg nach Füssen: Züge ca. 1 mal pro Stunde, Dauer ca. 2 h, direkt oder mit Umsteigen in Buchloe oder Kaufbeuren

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

  • Füssen Sehenswürdigkeiten und Kultur in Füssen: www.fuessen.de
  • Schloss Neuschwanstein: www.neuschwanstein.de Der Besuch ist nur im Rahmen einer vorab gebuchten Führung möglich.

Übernachten in Füssen

  • Pension Steigmühle Alte Steige 3, 87629 Füssensteigmuehle.de
  • Am AlatseeAlatsee Hotel und Restaurant Am Alatsee 1 87629 Füssenwww.hotel-alatsee.de
  • Am HopfenseeHotel San Marco Uferstraße 13, Hopfen am See, 87629 Füssen hotel-sanmarco.de

Einkehren in Hopfen an See

  • Beim Olivenbauer Uferstr. 30, Hopfen am See, 87629 Füssenbeim-olivenbauer.de mit Panoramablick über den See
  • Café Bistro Seaside Uferstr. 21, Hopfen am See, 87629 Füssen mit Panoramablick über den See

Einkehren in Füssen

  • Stadtcafé Reichenstr. 5 87629 Füssen in der Altstadt
  • Schiffswirtschaft - Biorestaurant & Cocktailbar Schwangauer Str. 1, 87629 Füssenschiffwirtschaft.business.site an der Lechbrücke

Radeln rund um Schwangau

Herrliche Ausblicke, frische Luft und Natur pur. Radeln rund um Schwangau ist ein sportliches Erlebnis für alle Gangarten. Das flache Voralpenland lockt zu Genuss-Touren für die ganze Familie. Strecken mit nur wenigen Steigungen und vielen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand sind ideal für Groß und Klein. Das gut ausgebaute und bestens beschilderte Wegenetz hält abwechslungsreiche Touren bereit. Wer es sportlich ambitioniert mag, der kann mit dem Mountainbike alpine Höhen bezwingen. Auf steinigen Pfaden gilt es, die ein oder andere Herausforderung zu meistern. Auch Rennradfahrer kommen auf geteerten Straßen voll auf ihre Kosten. Über 90 km Radwege stehen Zweirad-Fans zur Verfügung. Das flache Voralpenland ist wie gemacht für Touren jeder Gangart. Erleben Sie frische Luft, abwechslungsreiche Landschaft und faszinierende Aussichten. Die Radtour ist 37 km lang. Wir fahren Kieswege oder geteerte Nebenstraßen / Radwege und überwinden dabei ca. 400 Höhenmeter. Die Landschaft in dieser Gegend ist einfach unschlagbar schön. Da wir uns auf dieser Radtour vor den Bergen befinden, halten sich die Höhenmeter aber in Grenzen. wunderschönen Blick auf die Alpen genießen und kommen außerdem an mehreren schönen Seen vorbei. Wir radeln über ein paar Hügel, kommen in den Genuss des tollen Panoramas, fahren durch ein paar gemütliche Dörfer und an zwei Badeseen vorbei.

Radtour bei Füssen: Die Route im Detail

  1. Wir parken außerhalb von Füssen am südwestlichen Ende des Hopfensees. Alternativ ist es auch sehr gut möglich, mit dem Zug nach Füssen zu fahren. Vom Bahnhof in Füssen zum Hopfensee sind es ca. Auf einem Rad- und Wanderweg fahren wir zunächst an der Westseite des Hopfensees entlang.
  2. Auf einem Radweg neben der Straße fahren wir nun nach Hopferau, wo wir uns von der Hauptstraße entfernen und auf einen Feldweg abbiegen. der Straße weiter folgen.
  3. Weiter geht die Radtour an Eisenberg vorbei und dann in Richtung Zell. Hier müssen wir nun etwas mehr bergauf radeln, was aber natürlich mit einem besonders schönen Blick belohnt wird. nach Zell kommt noch einmal eine etwas längere Steigung.
  4. Nun sind wir auch schon fast in Nesselwang: Über Oberdolden und Hertingen kommen wir schließlich in Nesselwang an.
  5. Nach Kappel kommt noch einmal ein besonders schöner Teil der Radtour (siehe Bild ganz oben). Dieser offizielle Radweg führt nun allerdings an einer stark befahrenen Straße entlang. Feldweg abgebogen. Wenn du dir den GPS Track herunterlädst, wirst du die gleiche Strecke fahren wie wir.
  6. Nun neigt sich die Radtour auch schon dem Ende zu: Über Oberkirch kommen wir an den Weißensee und folgen dem Kiesweg am Nordufer Richtung Füssen. Am See gibt es mehrere Bademöglichkeiten. wir hier waren, war es allerdings nicht besonders heiß, weshalb wir ohne Badepause am Ufer entlang geradelt sind.
  7. Am Ende des Sees ist der Radweg zurück zum Hopfensee bereits ausgeschildert.

Hier die genauen Tourdaten: Die Radtour ist 37 km lang und man überwindet ca. Kondition und den eingelegten Pausen abhängig ist. Hier kannst du die oben beschriebene Radtour bei Füssen kostenlos für dein GPS Gerät herunterladen. Füssen ist gut zu erreichen: Du kannst zum Beispiel mit dem Zug anreisen. Von München nach Füssen fährt man ca. 2 Stunden, von Berlin nach Füssen etwa 7 Stunden. und ist somit auch mit dem Auto gut zu erreichen.

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