Groningen mit dem Fahrrad entdecken: Tipps für unvergessliche Radtouren

Groningen, eine lebendige Studentenstadt im Norden der Niederlande, ist ein Paradies für Radfahrer. Mit einer perfekten Symbiose aus dynamischem City-Feeling und Natur pur bietet die Provinz unzählige Möglichkeiten, die Umgebung auf zwei Rädern zu erkunden. Ob entspannte Touren entlang malerischer Kanäle oder sportliche Herausforderungen auf gut ausgebauten Radwegen - Groningen hält für jeden Geschmack etwas bereit.

Die Internationale Dollard Route: Backsteinromantik und Meerblick

Die herrlich flache internationale Dollard Route führt vorbei an Deichen, Hafenstädten und jeder Menge Backsteinromantik. Und zwischendurch werden Radler:innen immer wieder mit einem Blick aufs Wasser belohnt. Manchmal kann die Tour entlang der Nordsee-Bucht auch ganz schön sportlich sein, vor allem, wenn der Meerwind von vorn bläst. Ein E-Bike ist dann eine segensreiche Sache. Ansonsten ist die Landschaft links und rechts des Dollart - dieser großen Bucht an der Emsmündung - so flach und übersichtlich, dass der Schweiß eigentlich nur bei großer Hitze rinnt.

Die Zahl der zu bewältigenden Höhenmeter ist auf der Route sehr überschaubar, oft radelt man sogar unter dem Meeresspiegel, bekommt davon aber zum Glück nichts mit: Den Deichen sei Dank. Ein guter Startpunkt für eine Runde um den Dollart ist die Stadt Leer. Ein Ort, den man höchst ungern verlässt, denn die Altstadt gehört zu den schönsten in Ostfriesland. Die Jann-Berghaus-Brücke, eine der größten Klappbrücken Europas, markiert die Grenze zwischen Leer und dem Rheiderland.

Das Wasser der Ems strömt beeindruckend schnell der Nordsee entgegen. Doch der Blick auf den Fluss währt nur kurz, denn die Route führt auf einem breiten Radweg landseitig immer am Deich entlang, vorbei an kleinen Warftorten namens Bingum, Jemgum, Midlum, Critzum und Hatzum. Windgeduckte Häuser drängen sich um bescheidene Kirchbauten. Hier dominiert roter Backstein, einst mit Torf gebrannt.

Im Hafen von Ditzum, in dem noch mehrere Krabbenkutter liegen, sollte man einen Happen essen, denn die Fährüberfahrt nach Delfzijl dauert gut zwei Stunden. Von Mai bis September pendelt die Fähre mehrmals wöchentlich, mit Zwischenstopp im Außenhafen von Emden, oft im Schatten riesiger Autotransporter. Das niederländische Delfzijl ist unverkennbar eine Seehafenstadt.

Architekturfans können in Delfzijl einige schöne Beispiele der Amsterdamer Schule studieren. Der Baustil wird oft auch als „Backsteinexpressionismus“ beschrieben. Das Tourismusbüro hat eine kleine Karte herausgegeben, die zu Häusern mit verzierten Fassaden, Leiterfenstern und runden Dächern führt.

Längs der Radroute gibt es eine Handvoll Orte, die eine gute Aussicht auf den Dollart oder Dollard gewähren. Die ehemalige Erdgas-Bohrinsel Dyksterhusen bei Ditzum gehört dazu, mit einem schmalen Grünstreifen und einer Treppe ins Nass - bei Flut. Oder der „Kiekkaaste“ unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze bei Bad Nieuweschans. Termunten schließlich, ein kleiner Ort mit Sielhafen, der zu den schönsten an der Strecke gehört, ist fast schon Pflicht, will man etwas mehr über die Bucht wissen.

Vom Besuchszentrum führt ein Wanderweg durch den Breebaartpolder. Dank kontrollierter Flutung ist hier ein Paradies für Vögel entstanden. Von Termunten führt der Weg landeinwärts, mal auf kaum befahrenen Landstraßen, mal auf einem schmalen „Fietspad“ am Kanal. Auffällig ist, dass viele Bauernhäuser entweder sehr groß oder sehr klein sind. Die großen sind repräsentative Bauten, mit stuckverzierten Fenstern, einem See vor der Tür und einem Wassergraben drumherum - hier residierten die „Polderfürsten“, denen das Land gehörte. Die kleinen haben zwar eine ähnliche Form, boten aber kaum mehr als vier Wände für die Familien der Landarbeiter.

Bei der letzten Etappe, einem Zickzackkurs zwischen Bunde und Weener, empfiehlt sich die Mitnahme von Proviant. Nicht überall gibt es so nette Einkehrmöglichkeiten wie in Nieuwolda, wo man im „Eetcafé de Brug“ unter einem Sonnensegel sitzend das Treiben auf dem Kanal beobachten kann. Dann aber, am Ende des Hafens von Weener, wenn man schon nicht mehr damit rechnet, taucht die Location „Hafen 55“ auf.

Varianten der Dollard Route

  • Eine Tour der Dollard Route hat 300 Kilometer, eine andere 180.
  • Die kürzere verbindet das Rheiderland mit mehreren Gemeinden im Osten der Provinz Groningen, die längere Tour führt auch zur Nordseeinsel Borkum.
  • Man kann die Touren im Uhrzeigersinn fahren oder umgekehrt, das hängt auch von den Fähren ab, wobei die Fähre zwischen Ditzum und Delfzijl nur von Mai bis September pendelt.
  • Andere Varianten sind auch ganzjährig möglich.

Die Route Paterswoldsemeer: Polderlandschaft und lebendige Altstadt

Auf der Route Paterswoldsemeer erleben Sie die verlockende Polderlandschaft mit zahlreichen Seen, Vögeln, Landgütern und Landsitzen sowie die lebendige Altstadt von Groningen. Die 48 km lange Radtour „Paterswoldsemeer“ führt von Paterswolde Richtung Noordlaren und über den See Zuidlaardermeer zur Stadt Groningen. Vor den Toren von Paterswolde liegen die Landgüter Vennebroek und De Braak, der Landsitz Lemferdinge, das Landgut Vosbergen und der Landsitz Oosterbroek. Sie radeln durch die Polderlandschaft und überqueren die Grenze zur Provinz Groningen.

Zwischendurch lohnt sich ein Abstecher zu zwei bemerkenswerten Drenther Hünengräbern in der Nähe von Midlaren. Die Radtour führt Sie auch in das geschäftige Stadtzentrum von Groningen. Die Radtour startet am Parkplatz am Meerweg, auf der Höhe von Meerweg 209, 9752 XC Haren. Es gibt (kostenlose) Parkplätze.

Diese Route folgt den Radknotenpunkten: 25, 28, 78, 81, 87, 57, 54, 88, 59, 86, 83, 84, 27, 26, 01, 09, 10, 04, 26 und 25. Das Landgut De Braak umfasst unter anderem einen denkmalgeschützten Park, der im 19. Jahrhundert von Gartenarchitekt Roodbaard im Landschaftsstil gestaltet wurde. Sie radeln los Richtung Paterswolde und klinken sich beim Radknotenpunkt 25 in die Route ein. Dabei geht es über den Meerweg zwischen dem See Paterswoldsemeer und dem Moorgebiet Friesche Veen.

Das Friesche Veen besteht aus Sumpflandschaft, Wasser und Röhricht. Es ist nach dem Torfabbau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden. Dieses Naturgebiet gehört zum Landgut Vennebroek, wo auch ein schöner Landsitz zu bewundern ist. Alte Birken und Kastanien rahmen den Weiher ein. In Paterswolde führt die Radtour am Landgut De Braak vorbei. Es besteht unter anderem aus einem unter Denkmalschutz stehenden Park, der im 19. Jahrhundert vom Landschaftsarchitekten Roodbaard nach englischem Vorbild entworfen wurde. Markant sind die sich schlängelnden Wege, die Blickachsen und die dekorativen Weiher.

Sie radeln ein Stück durch den Ort Paterswolde, wo Sie das Internationale Klompenmuseum, das Museum De Buitenplaats und die Dorfkirche Eelde besichtigen können. Unweit der Radstrecke liegt der Landsitz Lemferdinge. Früher standen hier ein großes Landhaus mit Gracht und zwei Schatzkammern. Sie kommen am Landgut Vosbergen vorbei. Diese Villa samt Landgut stammen etwa aus dem Jahre 1900. Sie fahren weiter und können die schöne Polderlandschaft bewundern. Dann taucht schon der Landsitz Oosterbroek auf. Das heutige Haus stammt aus dem Jahre 1830 und wurde 1924 zum Teil umgebaut.

Sie überqueren den Noord-Willemskanal und radeln am Huis te Glimmen vorbei: Es liegt etwas versteckt am östlichen Ufer der Drentsche Aa hinter einem Wassergraben. Das heutige Haus wurde um 1600 auf den Fundamenten einer 1227 zerstörten Motte gebaut. Der zum Haus gehörende Wald (Quintusbos) wurde um 1820 angelegt. Sie radeln Richtung Noordlaren. Die markantesten Gebäude im Angerdorf Noordlaren sind die Galeriemühle aus dem Jahr 1849 und die protestantische Kirche Sint-Bartholomeus.

Etwas abseits der Radroute Richtung Midlaren liegen zwei Hünengräber mit den Nummern D3 und D4. In der Ferne sehen Sie schon den See Zuidlaardermeer. An den Ufern und auf dem Wasser haben sich so viele verschiedene Vogelarten angesiedelt, dass der See zum Vogelschutzgebiet erklärt wurde. Weiter geht‘s Richtung Onnen, ein Angerdorf mit einigen sehenswürdigen Bauernhöfen und der Poldermühle De Biks. Sie radeln dann über Haren nach Groningen. Ein Rundgang durch die lebendige Altstadt lohnt sich unbedingt, bevor Sie zum See Paterswoldsemeer weiterradeln.

Trekkingbike-Route nach Amsterdam: Von Groningen zum Abschlussdeich

Startpunkt der Trekkingbike-Route nach Amsterdam ist die lebendige Universitätsstadt Groningen in der gleichnamigen Provinz, die im Osten an Ostfriesland und das Emsland grenzt. Von Groningen aus führt die Tour an die Nordsee in die benachbarte Provinz Friesland (Fryslân) ins überaus hübsche Dokkum. Über kleine Landstraßen oder picobello ausgebaute Radwege - häufig entlang der zahlreichen Kanäle - geht es südwärts durch pittoreske Städtchen und Dörfer zur friesischen Seenplatte und schließlich entlang der Küste des IJsselmeeres zum Abschlussdeich (Afsluitdijk), der auf einer Länge von 32 Kilometern Friesland mit der Provinz Noord-Holland verbindet. Teilweise entlang der Küste geht es weiter nach Alkmaar mit seinem berühmten Käsemarkt und von dort aus nach Amsterdam.

Auf der rund 400 Kilometer langen Strecke ist nicht eine einzige nennenswerte Steigung zu bewerkstelligen. Einzig der Wind, der hier eigentlich immer bläst, kann ein wenig nerven.

Beste Reisezeit

Mai bis September

Anreise

  • Mit dem Auto: Wer aus dem Norden Deutschlands anreist, fährt über Oldenburg und Leer auf der A 28 und in den Niederlanden auf der A 7 Richtung Groningen. Aus Süden gelangt man am besten über die A 31 (Richtung Emden) ans Ziel.
  • Mit der Bahn: Mit dem Regionalzug oder dem IC (Fahrradmitnahme reservieren) über Oldenburg nach Leer. Von dort aus weiter mit dem Arriva nach Groningen.

Ausflugstipps/Sehenswertes

  • Das lebendige Groningen wurde mehrfach als beste Einkaufsstadt der Niederlande ausgezeichnet.
  • Im kleinen Pieterburen werden verwaiste Heuler in der Seehundauffangstation aufgepäppelt, www.zeehondencreche.nl
  • In Leeuwarden bietet sich ein Besuch im Friesmuseum an www.friesmuseum.nl
  • Das "Eerste Friese Schaatsmuseum" www.schaatsmuseum.nl in Hindeloopen präsentiert die größte Schlittschuhsammlung der Welt und informiert über die lange Tradition friesischer Kufenflitzer sowie über die berühmt-berüchtigte "Elfstedentocht".
  • In Tacozijl bei Lemmer am Ijsselmeer kann man das Woudagemaal, das größte noch in Betrieb befindliche Dampfschöpfwerk der Welt besichtigen.

Kulinarische Tipps

Man gibt sich inzwischen allerdings reichlich Mühe, das Niveau zu heben. So haben sich in der Provinz Friesland engagierte Köche zur Vereinigung "Fryslân Culinair" zusammengeschlossen. Empfehlenswert im multikulturellen Holland sind oft die zahlreichen asiatischen Restaurants. Zudem sind in Imbissen und auch auf Wochenmarktständen leckere, einfache Fischgerichte zu bekommen (Kibbeling, Lekkerbekjes, dazu Pommes Frites mit Erdnusssauce!). Den fantastischen milden Matjes "Hollandse Nieuwe" gibt es nur von Ende Mai bis Ende Juni. Zwischendurch auf der Tour lässt man sich ein "Broodje" "met ham" oder "met kaas", eine "Appeltaart" oder einen "Pannekoeken" schmecken. Und wer vor keiner, aber auch gar keiner kulinarischen Entgleisung zurückschreckt, der zieht sich aus einem der "Fressautomaten"eine Frikandel oder eine Kroket.

Trekkingbike-Tipp

Lauwersoog, der Fährhafen zur Insel Schiermonnikoog, ist alles andere als pittoresk. Aber der Fisch im Schnellrestaurant Visser Vis ist sensationell. Die Adresse erfährt man in den Tourist-Informationen (VVV) vor Ort.

Literatur/Karten

  • Karten: Michelin, Regional 531, Niederlande Nord, Maßstab 1:200.00, 8,99 Euro, www.ViaMichelin.com
  • Reiseführer: DuMont-Reise-Taschenbuch Niederlande, 17,99 Euro, www.dumontreise.de
  • Michael-Müller-Verlag, Niederlande, 26,90 Euro, www.michael-mueller-verlag.de

Der Fietserpad: Eine Radroute entlang des berühmten Pieterpad

Der beliebte Pieterpad hat eine perfekte Variante für Radfahrer: die Fahrradroute. Die Radroute folgt in etwa der Wanderroute zwischen Pieterburen und Sint-Pietersberg in Maastricht. Zu Fuß können die rund 500 km ganz schön anstrengend sein, aber auf dem Fahrrad sehen Sie in nur neun Etappen die schönsten Teile der Niederlande.

Die Route führt durch Groningen, Drenthe, Overijssel, Gelderland, Nordbrabant und Südlimburg. Und Sie besuchen dabei die schönsten Naturschutzgebiete. An Käfern mangelt es zum Beispiel nicht in der Drentsche Aa, auf dem Lemelerberg und auf dem Sallandse Heuvelrug. Auch an hübschen Hügeldörfern, robusten Schlössern, jahrhundertealten Bauernhöfen und gemütlichen Dorfkernen mangelt es nicht.

Die schönsten Aussichten

Die Route von Ommen nach Almen führt durch die Sallandse Heuvelrug. Dieses Gebiet ist einer der Nationalparks in den Niederlanden und entstand in der Eiszeit, als eine große Eismasse den Boden abtrug. Auf diese Weise schuf das Eis sechzehn riesige Hügel, die heute als wunderschöne Orte mit zauberhaften Aussichten auf die Umgebung dienen. Wehrmauern, Felsbrocken und Grabhügel erzählen die Geschichte unserer Vorfahren.

Die "Kiek over Diek"-Fahrradroute: Entlang der Nordküste Groningens

Die Nordküste Groningens mit dem Rad zu erkunden, war noch nie so einfach dank der „Kiek over Diek“-Fahrradroute. Alle Abschnitte sind genauestens geplant und ausgeschildert und so gewählt, dass Sie unterwegs das Beste erleben, das diese Region an Kultur und Naturschönheiten zu bieten hat. Zuallererst sollten Sie sich jedoch mit den Tourist Transfer Points (TOP) entlang der Route vertraut machen.

Sie finden insgesamt 10 TOPs auf der „Kiek over Diek“-Route, und jeder davon ist eine ideale Möglichkeit, um eine abweichende Rad- oder Wanderroute einzuschlagen und die Schön­heiten der Umgebung zu genießen. Darüber hinaus sind TOPs typische Standorte mit ausreichend Parkplätzen für Pkw und Fahrräder, sowie um Essen und Getränke zu besorgen oder die Toilette aufzusuchen. Wählen Sie von jedem TOP aus Ihre nächste Route, und achten Sie dabei gut auf die Verbindungspunkte, die Sie zu Ihrer Zielbestimmung führen.

Groningen: Mehr als nur ein Tagesausflug

In Groningen treffen Sie auf eine lebhafte Studentenstadt-Atmosphäre, einen Hotspot für Kunst- und Kulturliebhaber sowie ein Paradies für Familien und Aktivurlauber. Entdecken Sie alle Seiten Groningens samt zahlreicher Geheimtipps und Empfehlungen der Einheimischen und erfahren Sie, warum die Stadt mehr als nur einen Tagesausflug wert ist.

Wichtige Infos über Groningen

  • Lage: Groningen befindet sich ca. 2h von Bremen und ca. 2h von Amsterdam entfernt.
  • Einwohner: In Groningen leben etwa 230.000 Menschen, davon sind 25% Studenten.
  • Wetter: Im Norden Hollands herrscht ein mäßiges Klima. Im Sommer erwarten Sie durchschnittlich 21°C. Im Winter kann es kühler werden mit Temperaturen bis zu -2°C.

Smarte Tipps für die Anreise und das Parken in Groningen

Gerade aus den an Holland grenzenden Bundesländern fährt man meistens mit dem eigenen Auto in die Niederlande. Die Anreise über Landweg ist meistens am entspanntesten und schnellsten. Außerdem sparen Sie sich so die langen Wartezeiten am Flughafen und vermeiden unnötige Flugstrecken. Mit dem eigenen Auto können Sie zudem die wunderschöne Gegend und allgemein mehr von der Provinz Groningen kennenlernen und bestaunen.

Oft ist die Anreise mit dem privaten Pkw mit hohen Parkgebühren verbunden. Doch dafür gibt es den Tipp: Parken und Reisen (P+R). Die Parkplätze P+R befindet sich am Rande der City und haben, anders als die Parkplätze in der Innenstadt, keine zeitliche Einschränkungen. Von dort aus nehmen Sie den P+R-Bus. Dieser kostet 6€ für bis zu 5 Personen hin und zurück. Der Parkplatz ist kostenfrei.

Wenn Ihre Unterkunft einen Parkplatz anbietet, empfiehlt sich für Sie, die öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen. In Groningen können Sie Bus und Bahn fahren. Besorgen Sie sich am besten eine OV-Chipkaart. Dies ist eine bargeldlose Chipkarte, mit der Sie im ganzen Land Bus und Bahn fahren können. Eine andere Option wäre natürlich die Fahrradvermietung.

Die schönsten Unterkünfte in Groningen

Dank ihrer hervorragenden Lage hat die Provinz Groningen einiges an tollen Unterkünften zu bieten. Für Studenten sowie all denen, die auf Nightlife aus sind, empfiehlt sich eine Unterkunft in der City. Ob Sie ein Hotel oder lieber ein privates Zimmer bzw. ein Apartment buchen, bleibt Ihnen überlassen. Davon hat Groningen genug! Als Familie oder für eine Reise mit vielen Freunden eignet sich ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung sehr gut.

Highlights und Sehenswürdigkeiten in Groningen

Die besten Sehenswürdigkeiten und Highlights in Groningen in ein paar Sätzen zusammenzufassen, ist so gut wie unmöglich. In der verhältnismäßig kleinen Stadt bzw. Provinz gibt es unendlich viele Spots zu entdecken. Allein in der Hauptstadt Groningen erwarten Sie dutzend davon. Um all die spannenden Orte und Sehenswürdigkeiten in der Gegend zu sehen, sollten Sie mindestens ein Wochenende einplanen.

Martiniturm - auf den Spuren der Vergangenheit Groningens

Der Turm trägt die Geschichte der Stadt in sich und ist bis heute das höchste Gebäude in Groningen. Er wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und hat eine Menge Erfahrung hinter sich. Er ist der Kirchturm der Martinikerk und der viertgrößte Turm in ganz Holland. Der Besuch lohnt sich alle Male, also nicht nur Fotos von unten schießen, sondern ab nach da oben mit Ihnen! Verschaffen Sie sich einen Überblick über die gesamte City und steigen Sie hinauf auf fast 100 Meter Höhe. Eine Wendeltreppe mit über 200 Stufen bringt Sie auf die Aussichtsplattform - was für eine atemberaubende View!

Hoge der A und Lage der A - ein Name mit Geschichte

Entlang des A-Kanals reihen sich wunderschöne typisch holländische schmale, steingepflasterte Häuser aneinander, wie man sie aus Amsterdam kennt. Da "A" ein relativ ungenauer Begriff ist, bekam der berühmteste Hotspot in Groningen eine Namensergänzung. Hoge der A und Lage der A ist nichts anderes, als eine Wegbeschreibung und bedeutet so viel wie "vom kleinen bis zum großen Anleger".

Hofjes - Paradies und Hölle zugleich

"Hofje" heißt auf holländisch, wie Sie sich denken können, "Hof". Eigentlich stellen diese ganze Wohnanlagen bzw. Wohngemeinschaften dar und wurden früher von wohlhabenden Holländern extra für ihre Bedienstete erbaut. Heute gehören die Groninger Hofjes zu den beliebtesten Orten in der Stadt. Einige der Häuser werden bis heute bewohnt, andere stehen seit Jahren leer und können besichtigt werden. Hier bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie das Leben in Groningen vor ein paar hundert Jahren ausgesehen haben muss - bloß ein bisschen weniger gruselig.

Forum Groningen - zurück ins 21. Jahrhundert

Das beste Beispiel hierfür ist das Forum Groningen - ebenfalls ein architektonisches Masterpiece, allerdings der Moderne. Dennoch ist das Groninger Forum ein Treffpunkt für Jung und Alt, Klein und Groß. Auf unfassbaren 17.000 m² und insgesamt 10 Stockwerken erwarten Sie u.a. das Storyworld-Museum, das ein absolutes Highlight für Anime und Cartoon-Fans ist. Für Kinoliebhaber stehen ganze fünf Kinosäle sowie ein Rooftop-Cinema zur Auswahl. Im Forum befindet sich außerdem die Groninger Stadtbibliothek und ein Smartlab, wo sich kleine wie große Besucher die neuesten Entwicklungen der Technologie anschauen und diese sogar ausprobieren können.

Reitdiep - eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch

Neben schicken Motorjachten und Segelboote erwarten Sie hier die berühmten farbenfrohen Häuser im skandinavischen Stil, die sich so schön im Wasser spiegeln: eine atemberaubenden Fotokulisse. Bei Ihrem Besuch können Sie am Hafen entlang spazieren und in einem der vielen internationalen Restaurants zum Mittag essen. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, der kann sich hier auch ein Fahrrad mieten oder aufs Wasser gehen und den Hafen mit einem Segelboot entdecken.

Groningen - eine Stadt für Kunstliebhaber

Groningen ist ein Kunstobjekt an sich und jeder, der ein bisschen Aufmerksamkeit und Neugierde mit auf seinen Besuch in der City mitnimmt, wird es bemerken. Es sind kleine Motive aus Bronze in den Pflastersteinen geprägt, eine Graffiti-Wand in der Tiefgarage der Shoppingmall oder eine öffentliche Toilette - all das auf den ersten Blick keine besondere Sache, doch auf den zweiten: eindeutig Kunst.

Grüne Oasen in Groningen

Zu Groningens Sehenswürdigkeiten zählen zweifellos die zahlreichen grünen Oasen der Stadt. Ein absolutes Muss ist die Festung Bourtange. Die frühere Verteidigungsanlage existiert kaum noch, dafür erstrahlt sie heute in neuer, komplett restaurierter Pracht. Dennoch können Sie ein paar der historischen Gebäude finden und betreten. Es lohnt sich z.B. die damalige Schule, Kirche und Mühle zu besichtigen.

Fahrradfahren: In den Niederlanden die normalste Sache der Welt

Für viele Stadtbewohner*innen bedeutet Fahrradfahren ein Gefühl von Freiheit. Es gibt keine bessere Möglichkeit, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. Mit dem Fahrrad ist man flexibel und sportlich zugleich! Die ausgeklügelte Infrastruktur macht das Fahrradfahren in Großstädten sicher und komfortabel. Es gibt nicht nur zahlreiche Radwege, sondern auch immer mehr reine Fahrradstraßen.

Egal ob Rennrad, Gazelle, E-Bike oder Hollandrad: In den Niederlanden ist wirklich jede Art von Fahrrad zu finden. Wussten Sie, dass es sogar mehr Fahrräder als Menschen gibt? Im Durchschnitt besitzen Niederländer*innen 1,3 Fahrräder pro Person. Wenn Sie einen Fahrradurlaub in den Niederlanden machen möchten, dann können Sie gerne Ihr eigenes Fahrrad mitnehmen. Egal, ob Sie mit dem Zug oder mit dem Auto anreisen, Ihr Fahrrad ist überall willkommen.

Es gibt kein besseres Verkehrsmittel als das Fahrrad, um unsere Städte, Dörfer und Naturgebiete zu erkunden. Die flache Landschaft und das milde Klima sind wie gemacht für Fahranfänger*innen. Fahrradfahren in den Niederlanden ist sicher, kinderleicht und eine großartige Möglichkeit, um die Niederlande „like a local“ zu erleben. Außerdem ist es die nachhaltigste Form der Fortbewegung.

Die wohl schönsten Radrouten führen um das IJsselmeer, entlang der Nordseeküste oder durch die Veluwe. Die Elfstedentocht-Route in Friesland ist weltbekannt. Ein weiteres Highlight ist der Van Gogh-Roosegaarde-Radweg bei Eindhoven, der einem Gemälde des Künstlers Vincent van Gogh ähnelt.

Baja Bikes Stadtführung: Groningen mit dem Fahrrad entdecken

Groningen ist eine schöne Studentenstadt in den Niederlanden und kann perfekt mit dem Fahrrad erkunden werden. Während einer unserer Touren fahren Sie in einem entspannten Tempo an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei und erfahren alles über die Geschichte und Kultur. Die pulsierende Kultur- und Studentenstadt ist sehr vielfältig und eine Fahrradtour ist der optimale Weg, um einen tollen Gesamtüberblick zu bekommen.

Das Fahrrad ist auch in dieser Unistadt das Transportmittel Nummer Eins und der Verkehr ist Radfahrer mehr als gewöhnt. Es gibt ein weites Netz an Radwegen, ruhige und flache Straßen, welche das Radfahren hier nicht nur sicher, sondern auch entspannt machen.

Anreisetipp

Reisen Sie aus dem Nordwesten Deutschlands nach Groningen? Das Deutschlandticket gilt zwar nicht bis Groningen, aber das günstige “Niedersachsen-Ticket plus Groningen” gilt, das Sie bei der Bahn online buchen können. Damit können Sie ein Wochenende in ganz Niedersachsen und Bremen Bahn und Linienbus fahren. Mit diesem Ticket gelangen Sie ganz entspannt per Bahn oder Arriva Schnellbus über das ostfriesische Leer nach Groningen.

Daten und Fakten im Überblick

Thema Details
Einwohner Groningen ca. 230.000 (25% Studenten)
Klima Gemäßigt, Sommer ca. 21°C, Winter ca. -2°C
Fahrradbesitz Durchschnittlich 1,3 Fahrräder pro Person
Länge Trekkingbike-Route Groningen-Amsterdam ca. 400 km

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