Radfahren in Polen: Routen und Tipps

Radtouren sind eine umweltverträglichere und nachhaltigere Alternative zum konventionellen Reisen mit Autos und Bussen. Polens schönste Radwege führen direkt durch die Natur und Ortschaften hindurch, statt nur an ihnen vorbei. Schon allein im Vorbeifahren sehen Sie auf dem Rad also mehr von Ihrem Urlaubsland.

Wenn Sie auf beschilderte und ausgebaute Radwege Wert legen, sollten Sie sich in Polen vor allem an die europäischen Fernradwege halten. Abseits davon sollten Sie mit weniger guten Straßenverhältnissen rechnen, lernen dafür aber auch Polen abseits der Besucherströme kennen.

Polen - schönste Radwege

  • Ostsee-Adria-Route
  • Ostseeküstenradweg
  • Green Velo
  • Weichselradweg
  • Blue Velo
  • Gronowo-Kostrzyn nad Odrą/Küstrin
  • Radwegenetz um Gdańsk/Danzig
  • Touren auf der Insel Wollin
  • EuroVelo 2
  • Hundert-Seen-Radweg

Ostsee-Adria-Route

Der EuroVelo-Radweg 9 wird manchmal auch als Bernsteinroute bezeichnet, da er entsprechend der alten Handelswege von der Ostsee in Polen bis zur kroatischen Adriaküste führt. Insgesamt ist dieser europäische Fernradweg über 2.000km lang und verläuft durch sechs Länder. In Polen beginnt er in Danzig, auf Polnisch Gdańsk, und folgt dem Lauf der Weichsel Richtung Süden. Einen Abschnitt der Strecke teilt er sich mit dem EuroVelo 2, der so genannten Hauptstadtroute.

Auf dem Weg von Nord nach Süd zur tschechischen Grenze besuchen Sie Orte wie die Universitätsstadt Poznań/Posen, Gniezno, im Mittelalter ein kulturelles und politisches Zentrum, Wrocław, auf Deutsch Breslau, mit seinem wunderschönen Marktplatz und dem gotischen Rathaus, sowie kleinere Städte wie Grudziądz/Graudenz und das Solebad Inowrocław/Hohensalza. Die Strecke ist relativ flach und daher gut für Einsteiger und Familien geeignet.

Ostseeküstenradweg

Ein Radfernweg der Superlative ist der EuroVelo 10, der auf rund 9.000km durch neun Länder hindurch einmal um die gesamte Ostsee herum führt. Ein besonderes Highlight des polnischen Streckenabschnittes ist die Frische Nehrung, die das Frische Haff von der Ostsee trennt. Sie ist ein beliebtes Reiseziel in Pommern, ein Naturschutzgebiet für Vögel und mit dichtem Kiefernwald bewachsen.

Auf der Festlandseite können Sie die Stadt Frombork/Frauenburg mit ihrem Dom besuchen, in dem sich das Grab von Nikolaus Kopernikus befindet. Vor allem ist diese Route einfach und sicher, so dass man sie auch sehr gut mit Kindern befahren kann. Die Strecke ist in allen touristischen Kartenanwendungen deutlich markiert.

Die Route führt zu größten Teilen über asphaltierte Radwege. Sehr gut ausgebaut ist der westliche Abschnitt, der auf etwa 250 Kilometern Länge die Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern) durchquert. Dort führt die Route überwiegend über asphaltierte Radwege.

Es ist einfach toll auf diese Art Natur und Sport in Einklang zu bringen. Auf dem Rad, die ganze Zeit den Charme der Ostsee zu genießen, vor allem die leeren Strände, die nur für Radfahrer zugänglich sind. Hier kommen Radliebhaber voll auf ihre Kosten.

Ein großer Vorteil der Route ist die sehr gute Erreichbarkeit aller Dienstleistungen: Unterkünfte aller Kategorien, eine große Auswahl an Restaurants, zahlreiche Fahrradservices und der Zugang zu Bahnhöfen macht die Reise mit dem Rad einfach, sicher und rundum zu einem Vergnügen.

Außerdem trifft man auf solch einer Reise jede Menge Gleichgesinnte, die mit dem Rad den Velo Baltica erkunden. So kann man auch gemeinsam viele Routen der etwa 240 Kilometer langen Strecke fahren. Aufgrund des während der Saison vorherrschenden Westwindes empfiehlt es sich, den Velo Baltica von West nach Ost zu fahren.

Wer nicht die gesamte Strecke mit einem Mal schaffen kann oder will, kann an zahlreichen Punkten entlang der Trasse ein- oder aussteigen. Gestartet wird an der deutsch-polnischen Grenze. Aufgrund der Windrichtung wählen die meisten Radfahrer die Richtung von West nach Ost.

Hier kann man schon mal ein Foto am symbolischen Grenztor zwischen Polen und Deutschland zu machen und dann das Wahrzeichen der Stadt und einen der „Instagram“-Orte an der polnischen Küste zu sehen: Stawa Młyny - die Mühlenbake. Es handelt sich um ein Seezeichen, das den Schiffen die Einfahrt in den Hafen erleichtert.

Der richtige Leuchtturm, befindet sich auf der anderen Seite der Meerenge. Mit einer Höhe von 67,7 Metern ist er der höchste polnische Leuchtturm und auch der höchste gemauerte Leuchtturm der Welt! Das Erklimmen der 308 Stufen bis zur Spitze ist übrigens auch ein gutes Training für den Beginn der Reise.

Von Świnoujście nach Międzyzdroje fährt man auf der Forststraße, die sich dann dem Strand vor Międzyzdroje nähert. Im Badeort Międzyzdroje sieht man dann die 400 Meter lange Seebrücke und die Promenade der Stars.

Die Stadt ist fast vom Wolin-Nationalpark umgeben, dessen größte Attraktion die Bison-Showfarm ist. Einmal im Jahr - am ersten Wochenende im August - findet hier auch ein großes Wikingerfest statt.

Mögliche Transportmittel: Bahnhöfe der PKP (polnische Bahn) befinden sich in Świnoujście, Świnoujście Przytor, Lubiewo, MIędzyzdroje, Wapnica (an der Strecke Szczecin - Świnoujście) und entlang der Strecke in Kamień Pomorski (an der Strecke Szczecin - Kamień Pomorski). Die Verbindungen werden von POLREGIO und Intercity unterstützt. In der Nähe des Bahnhofs befindet sich eine Fähre, die Radfahrer kostenlos ins Stadtzentrum befördert.

Von Dziwnówek führt die Route nach Łukęcin über Waldwege mit wechselndem, teilweise sandigem Belag. Von Łukęcin bis Kołobrzeg ist die Route markiert und verläuft hauptsächlich auf separaten Radwegen und geschotterten Waldwegen.

Bekannt für die Ruinen der Kirche auf dem Trzęsacz-Steilhang, ist es einer der charakteristischsten Orte an der Ostsee. Als das Gotteshaus an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert gebaut wurde, lag es 2 km vom Meer entfernt.

Eisenbahnfans schätzen die Küstenschmalspurbahn, die täglich (vom 1. Denjenigen, die mit atypischen Fahrrädern (z.B. Lastenfahrräder, Tandems, Anhänger mit Kind) oder schweren Fahrrädern mit Gepäcktaschen zum Bahnhof Kołobrzeg fahren, wird empfohlen, am Bahnhof Kołobrzeg Stadion auszusteigen oder in Rewal oder Pogorzelica.

Der spektakulärste Abschnitt der Route beginnt in Kołobrzeg. In der Stadt kann man Sehenswürdigkeiten wie das Polnische Waffenmuseum, den Leuchtturm und die Kathedrale Basilika Mariä Himmelfahrt besichtigen. Auch das neugotische Rathaus ist sehenswert.

Heute ist Kołobrzeg ein Kurort mit Mineralwasserquellen, Sole- und Schlammvorkommen in seiner Umgebung. Deshalb lohnt es sich, noch einmal tief durchzuatmen und die Route entlang der Strände fortzusetzen.

Ein Betonwürfelweg, manchmal in Form von Stegen, führt direkt über den Strand und die Dünen. Auf der rechten Seite befinden sich Feuchtgebiete - ein ökologisches Gebiet namens „Eastern Ecopark“. In erster Linie ist es ein Zufluchtsort für Vögel wie Rothalstaucher, Kormorane, Watvögel und Reiher.

Weiter geht es am Leuchtturm in Gąski vorbei, und auch im Dorf Chłopy, das vollständig in das Denkmalregister eingetragen ist, können wir die Fischeratmosphäre spüren. Der erhaltene traditionelle Grundriss eines Fischerdorfes mit Fachwerkhäusern aus dem 19. Jahrhundert, die mit Volksmalereien verziert sind, steht unter Schutz.

Eine noch größere Attraktion sind die am Strand „faulenzenden“ Fischerboote. Denjenigen, die mit atypischen Fahrrädern (z.B. Lastenfahrräder, Tandems, Anhänger mit Kind) oder schweren Fahrrädern mit Gepäcktaschen zum Bahnhof Kołobrzeg fahren, empfehlen wir, am Bahnhof Kołobrzeg Stadion auszusteigen und dabei das problemlose Verlassen des Bahnhofs zu berücksichtigen. Die Verbindungen werden von POLREGIO und Intercity unterstützt.

Mielno ist das Wahrzeichen der polnischen Küste und für viele ein Synonym für gute Laune. Die Velo Baltica führt über eine Schotterstraße entlang des Jamno-Sees, vorbei an der berühmten Promenade der Freundschaft. Hier findet seit 2004 jedes Jahr die Internationale Walross-Rallye statt.

Hier werden Guinness-Rekorde in Bezug auf die Anzahl der gleichzeitig schwimmenden Walrosse aufgestellt - 2018 waren es sogar 3212 Personen, die an einem gemeinsamen Schwimmen teilnahmen. Das Symbol dieser Rallyes ist das Walross-Denkmal am Haupteingang zum Strand.

Mielno ist ein weiterer Knotenpunkt für Radfahrer und bietet die Möglichkeit, auf dem alten Bahntrassenweg nach Koszalin und Białogard zu radeln. Unterwegs kommen wir an einer interessanten Kirche in Iwięcin mit schönen Deckenmalereien vorbei.

Der Bahnhof Koszalin ist durch einen Radweg mit Mielno verbunden und ist ein großer Eisenbahnknotenpunkt mit POLREGIO-Zügen (z.B. aus Szczecin, Słupsk, Poznań oder Szczecinek) und PKP-Intercity-Zügen (z.B. aus Szczecin, Gdańsk, Poznań, Kraków, Warsaw). Fahrpläne finden Sie hier.

Die letzte Etappe der Velo Baltica startet in Darłowo, einer Stadt mit eigenem Mikroklima. Meistens ist es hier feucht und die Luft ist noch stärker mit Jod gesättigt als in anderen Teilen der Küste. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in der Stadt ist das Schloss der pommerschen Herzöge aus dem 15. Jahrhundert sowie die Marienkirche aus dem 13. und das barocke Rathaus.

Eine etwas neuere Attraktion erwartet die Radler in Darłówek - die einzige ausfahrbare Brücke Polens, die 1988 gebaut wurde. Der Weg von Darłówek führt direkt zum Strand. Er verläuft entlang eines Deichs zwischen dem Meer und dem malerischen Kopań-See.

Ein bequemer Asphaltweg bringt die Radfahrer nach Jarosławiec. Hier können ein weiterer Leuchtturm oder das Bernsteinmuseum besucht werden. Oder man spaziert zum Fischereihafen und bewundert die Kutter, die in malerischen Reihen am Strand liegen. Weiter geht es auf verschiedenen Radwegen durch Łącko, ein Stück auf einer Straße und dann über Schotter und Asphalt in die Woiwodschaft Pommern.

Green Velo

Ebenfalls durch Frombork/Frauenburg verläuft der 2.000km lange Green Velo-Fernweg im Osten Polens. Weiter geht es nach Lidzbark Warmiński, zu Deutsch Heilsberg, wo Sie die gleichnamige Burg aus der Ordenszeit besichtigen können.

Auch das Kloster im Dorf Wigry und das barocke Tykocin mit seinem Schloss und der Großen Synagoge sind lohnende Abstecher für Geschichtsinteressierte. Insgesamt ist der Green Velo ein Radweg, der viele historische Orte miteinander verbindet. Sandomierz/Sandomir zum Beispiel begeistert mit einem sehr gut erhaltenen Stadtkern aus dem 14.Jh.

Weichselradweg

In Sandomierz haben Sie auch Anschluss an den Weichselradweg. Er führt von Gdańsk/Danzig an der Ostseeküste dem Flusslauf der Weichsel folgend nach Warszawa/Warschau und dann weiter nach Kraków/Krakau und zur Quelle in Schlesien. Ein großer Teil der Strecke befindet sich jedoch noch in der Planungsphase.

Blue Velo

Neben dem Green Velo und dem Weichselradweg ist der Blue Velo, auch Grüne Oder genannt, eines der größten polnischen Projekte für Radfernwege. Er soll insgesamt 1.000km umfassen und von der tschechischen Grenze bei Bohumín/Oderberg der Oder nach Norden folgen bis zu ihrer Mündung bei Świnoujście/Swinemünde. Die Strecke ist vor allem für Naturliebhaber geeignet, da sie verschiedene Schutzgebiete wie den Nationalpark Unteres Odertal und den Nationalpark Warthemündung verbindet.

Außerdem führt Sie der Weg auch nach Szczecin/Stettin, Wrocław/Breslau, Opole/Oppeln und Racibórz/Ratibor mit dem gleichnamigen Schloss.

Gronowo-Kostrzyn nad Odrą/Küstrin

Der Europaradweg R1 führt Sie auf 659km von Gronowo an der Grenze zu Kaliningrad bis nach Kostrzyn nad Odrą/Küstrin an der Oder. Die Radwege sind sehr gut ausgeschildert und in gutem Zustand. Sie verbinden ganz unterschiedliche Landschaften wie den Lauf der Weichsel und das Frische Haff an der Ostseeküste miteinander, verlaufen durch Wiesen, Felder und Wälder und bieten außerdem Einblicke in historische Orte wie Chełmno/Culm, Kwidzyn mit der Burg Marienwerder und Elbląg/Elbin, von wo aus Sie Fahrradtouren in das Seengebiet der Masuren unternehmen können.

Radwegenetz um Gdańsk/Danzig

Rund um die Stadt ist in den letzten Jahren ein gut ausgebautes, dichtes Radwegenetz entstanden, das zu Tagestouren im Umland von Gdańsk/Danzig einlädt. So können Sie an der Küste der Danziger Bucht entlang bis zur Halbinsel Hel fahren, die für ihre traumhaften Sandstrände berühmt ist und 34km ins Meer hineinragt. Auch die Seehundstation zieht viele Besucher an.

Außerdem können Sie von Gdańsk/Danzig auch dem Lauf der Mottlau bis nach Tczew/Dirschau auf gut beschilderten Wegen folgen.

Touren auf der Insel Wollin

Wer bei seiner Radreise vor allem Ruhe und Beschaulichkeit sucht, wird auf der Insel Wollin fündig. Sie liegt östlich der Urlaubsinsel Usedom, ist aber deutlich weniger überlaufen. Von Międzyzdroje/Misdroy aus können Sie über Wisełka auf einem Rundweg mitten durch den Nationalpark Wollin fahren.

Im Baltischen Miniaturenpark können Sie zudem die kleinen Nachbildungen berühmter Bauwerke aus dem Ostseeraum bestaunen. Aber auch Świnoujście/Swinemünde ist ein guter Startpunkt für Erkundungen rund um das Stettiner Haff und lädt außerdem zu Spaziergängen entlang der Promenade ein.

EuroVelo 2

Die so genannte Hauptstadtroute soll in Polen circa 1.200km lang sein und von Kostrzyn nad Odrą/Küstrin an der Oder bis nach Białowieża an der Grenze zu Weißrussland führen. Der Białowieża-Nationalpark schützt den letzten Flachland-Urwald Europas, in dem noch Wisente leben.

Auf dem Weg durchqueren Sie Städte wie Poznań/Posen, Włocławek/Leslau mit seiner Kathedrale und Warszawa/Warschau, das mit einer Bandbreite, die von gotischen Kirchen bis hin zu Hochhäusern reicht, die Brücke zwischen Altem und Modernem schlägt.

Hundert-Seen-Radweg

Der Hundert-Seen-Radweg verläuft etwas südlicher als der Warthe-Radweg und führt über Landstraßen und Feldwege durch das Seengebiet und die Wälder zwischen Szamotuły/Samter und Międzychód/Birnbaum, wo Sie Anschluss an den Europaradweg R1 haben. Er ist mit einem schwarzen Balken gekennzeichnet und gut beschildert.

Praktische Hinweise für Ihre Radtour in Polen

Beim Radfahren in Polen ist es wichtig, ein paar Dinge zu wissen. Du solltest dich mit der Sprache und der Währung vertraut machen. Das Klima in Polen ist unterschiedlich. Es reicht vom ozeanischen Nordwesten bis zum kontinentalen Osten und Süden.

Aspekt Details
Landschaft Ostseeküste, Seen, Wälder und Berge
Sprache Polnisch (Fremdsprachenkenntnisse sind verbreitet)
Währung Polnischer Złoty (PLN)
Klima Ozeanisch im Nordwesten, kontinental im Osten und Süden

Polen ist Mitglied der EU und im Schengener Abkommen. Polen liegt an der Grenze zwischen gemäßigtem Klima im Westen und eher kontinentalerem Klima im Osten (was weniger im Sommer- als mehr im Winterhalbjahr spürbar wird). Man beachte besonders im Herbst und Winter, dass es früher dunkel wird als in Deutschland.

Mittlerweile ist das Klischee vom unsicheren Reiseland Polen gründlich überholt. Polnisch gehört zur westslawischen Sprachgruppe. Aufgrund der vielen ausdifferenzierten Zischlaute und Nasalvokale erfordert es etwas Übung, die korrekte Aussprache zu erlernen. Mit Kenntnissen in Sorbisch, Tschechisch, Slowakisch oder Ukrainisch kann man sich ebenfalls verständigen. Das Schriftbild des Polnischen weicht aufgrund der anderen Orthographie jedoch deutlich von diesen Sprachen ab.

Amtliches Zahlungsmittel ist der (Neue) Polnische Złoty (PLN). Ein Złoty ist geteilt in 100 Groszy. Geldautomaten sind weit verbreitet. Kartenzahlung mit EC und VISA ist weit verbreitet.

Rad fahren unter Alkohol wird nach den gleichen Bestimmungen verfolgt, wie sie für das Fahren von Motorfahrzeugen gelten. Es gilt ein absolutes Verbot, das ab 0,2 Promille verfolgt wird.

Der direkt an der Grenze verlaufende Oder-Neiße-Radweg bietet mittlerweile viele Möglichkeiten, über Brücken oder Fähren nach Polen einzureisen. Es werden gelegentlich neue Brücken oder Fähren eröffnet.

Ein Großteil der Fernzüge von Deutschland nach Polen ist abgeschafft worden. Im Moment gibt es den mehrmals täglich zwischen Berlin und Warschau verkehrenden EuroCity. Fahrradmitnahme ist möglich, muss aber vorher reserviert werden (in der Hochsaison auf viele Tage ausgebucht).

Richtung Warschau/Bydgoszsz kann man, wenn man die Zeit hat, vom Bhf. Berlin-Lichtenberg den Regionalzug nach Küstrin/Kostrzyn nehmen und am dortigen Grenzbahnhof in die polnischen Regionalzüge Richtung Szczecin und über Rzepin nach Poznan und Wroclaw umsteigen.

Die Straßen sind von mäßiger bis sehr guter Qualität. Bei wenig Verkehr macht das nichts aus, aber bei starkem Verkehr ist es durchaus ein Problem. Der Asphalt ist stellenweise weich und wellt sich auf.

Mittlerweile gibt es viele neue Schnellstraßen (S) und Autobahnen (A). Diese können auf älteren Karten fehlen. Der Straßenverkehr in Polen hat seit ca. 2000 drastisch zugenommen. Auch auf Landstraßen 1. Ordnung (in Karten gelb gezeichnet) herrscht inzwischen Lasterverkehr, v. a. auf Abschnitten zwischen Städten.

In Karten rot eingezeichnete Straßen haben eine hohe Verkehrsdichte. Man muss damit rechnen, dass manche Fahrer beim Überholen keinen Seitenabstand lassen. Zebrastreifen werden, wenn Fußgänger auf die Straße treten, oft nicht respektiert, so dass man besser wartet, bis die Straße frei ist.

Radfahren ist in Polen, im Gegensatz zu Tschechien, ein noch junger Sport. Bisher sind v. a. Tagestouren mit Sporträdern und kleinem Rucksack üblich; Gepäckfahrten abseits der Touristengebiete sind ungebräuchlich. Entsprechend umfasst das Radwegenetz meist Routen für Tagestouren.

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