Radfahren in der Algarve, Portugal: Erfahrungen und Tipps

Die Algarve, die südlichste Region Portugals, ist bekannt für ihre wunderschönen Strände, das Meer, die Sonne und die Klippen. Doch die Algarve hat noch so viel mehr zu bieten, und das zu jeder Jahreszeit. Wegen ihres ganzjährig milden Klimas ist sie ein ideales Ziel für Aktivurlauber.

Die ideale Reisezeit für Radfahrer

Die beste Zeit für Radtouren ist im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind. Im Sommer kann das Thermometer gerne mal auf 30 bis 40 Grad Celsius klettern, was das Radfahren schnell zu einer schweißtreibenden Angelegenheit macht.

Traumhafte Kombination für Radfahrer

Eine solche Traum-Kombination aus einer wunderschönen hügeligen Landschaft, perfektem Asphalt und quasi null motorisiertem Verkehr habe ich noch nirgends erlebt. Die Straßen schlängeln sich in endlosen Kurven bergauf, bergab durch das wellige Hinterland der Atlantik-Küste. Diese Straßen sind es, die ich am Tag des Granfondos und in den Tagen zuvor erleben und erkunden darf. Die erfahrenen Guides von Bikesul, dem größten Radverleih der Umgebung, geben mir einen Einblick in die Vielfalt der Region.

Touren-Optionen und Strecken

Meine erste Fahrt: Es geht durch malerische kleine Ortschaften, vorbei an Orangen- und Zitronenplantagen bergauf, bergab hinauf zu großen Stauseen. Die Touren-Optionen sind enorm. 100-Kilometer-Runden mit weit mehr als 1000 Höhenmetern und fast ohne Verkehr sind hier der „Standard“. Je weiter man sich von der Küste wegbewegt, desto hügeliger wird die Landschaft. Und: Desto länger werden die Anstiege.

Gerade im Hinterland ist die Navigation kein Problem. Dort sind sogar die Hauptverkehrsrouten - zumindest jetzt im Februar - fast komplett frei von Autoverkehr. Je näher man sich an der Küste und den Ortschaften Faro, Tavira, Loulé und Albufeira bewegt, desto größer wird das Verkehrsaufkommen. Zumindest auf den Hauptverkehrsadern.

Der Granfondo Algarve

Ich bin einer der vielen Teilnehmer des größten Radmarathons der Region, des Granfondo Algarve. Der Start- und Ziel-Ort: Lagoa an der Küste. Die Strecke: 130 Kilometer mit 2500 Höhenmetern. Schon vor dem Start ist es warm, rund 20 Grad. Ich fahre in „kurz/kurz“, in einer kurzen Radhose und einem Kurzarm-Trikot. Und das im Februar. Die Route führt auf direktem Weg ins Hinterland. Der erste längere Anstieg umfasst rund 400 Höhenmeter.

Nach 33 Kilometern hat man die Wahl: Lang- oder Kurzstrecke? Ich entscheide mich diesmal für die längere Variante - für die Strecke, die auf den Alto da Fóia führt. Schon am Fuß des Anstiegs führen die Schmerzsignale aus meinen Muskeln - und die langsam stärker werdende Einsicht in meinem Kopf - dazu, dass ich die Spitzengruppe gleich ziehen lasse. Glücklicherweise müssen auch zwei andere Fahrer aus der rund 20-köpfigen Gruppe „reißen lassen“. Zu dritt fahren wir weiter. Vor uns verschwinden das Rennleiterauto, die Fahrergruppe und die Motorräder aus dem Blickfeld. Stille kehrt ein. Bis auf das rhythmische Schnaufen und das Surren der Ketten hört man nichts. Es wird nichts gesprochen. Jeder von uns drei ist mit sich und seinen schmerzenden Beinen beschäftigt. In diesem leicht meditativen Zustand geht es eine knappe Stunde lang bergauf. Kurve für Kurve. Immer wieder wird der Rhythmus von Steilstufen und anschließenden Flachpassagen gebrochen.

Wetterumschwung am Alto da Fóia

Aufgrund meiner Wettererfahrung der letzten Tage und der Temperaturen am Morgen hatte ich dem Wetterbericht wenig Beachtung geschenkt. Ein Fehler, wie ich jetzt merke. Ich ging recht naiv nur mit zusätzlichen Armlingen und einer Windweste ins Rennen. Doch nun blicke ich nach oben - und sehe dunkelgraue Wolken, die in meine Richtung ziehen. Kein Blau mehr. In dem Moment, in dem ich die Passhöhe des Alto da Fóia vor mir sehe, bekomme ich die ersten Tropfen ab. Die Straße ist schon nass.

Die Scheibenbremsen meines KTM-Leihrads von Bikesul greifen dennoch stark zu. Nach der ersten engen Kurve blicke ich mich um und bemerke, dass niemand mehr an meinem Hinterrad ist. Die Straße vor mir ist zweispurig, breit, gut, schnell, die Abfahrt 23 Kilometer lang - nur kurz unterbrochen von einem kleinen Gegenanstieg. Ich lasse es laufen. Als ich unten im Tal ankomme, hat der Regen aufgehört. Ich bin allein. Vor mir liegen noch 30 flache Kilometer bis ins Ziel. Die vierte Rennstunde beginnt.

Die letzten Kilometer

Die „pushende“ Wirkung der während der Abfahrt ausgeschütteten Glückshormone lässt nach - die negativen Gefühle übernehmen: Müdigkeit und Schmerz. Ich stelle mich auf eine knapp einstündige Solofahrt ins Ziel ein. Doch: Plötzlich sehe ich andere Rennradfahrer vor mir. Viele. Es sind die Teilnehmer des kürzeren Mediofondos. Immerhin. Ich bin nicht ganz allein. Und andere zu überholen, kann auch motivierend sein.

Dann, kurz vor dem Ziel, werde ich eingeholt. Eine siebenköpfige Gruppe schließt zu mir auf. Ich bin froh, die letzten fünf Rennkilometer im Windschatten der anderen „ausrollen“ zu können und hätte mir die ganze Arbeit, allein gegen den Wind zu kämpfen, auch sparen können. Aus dem Schluss-Sprint halte ich mich raus. Als 34. rolle ich über die Ziel-Linie in Lagoa. Duschen, dann Essen. Es gibt ein riesiges Buffet.

Volta ao Algarve

Ein paar Meter gehen - und schon erlebe ich das nächste Highlight: das abschließende und entscheidende Zeitfahren des Profirennens Volta ao Algarve. Vor jedem davon sitzen Radprofis auf ihren auf Rollentrainern eingespannten Zeitfahrmaschinen und fahren sich warm, hören Musik, schwitzen. Schon am Vortag sah ich den Profis zu. Ich war bei der Bergankunft am Alto de Malhão vor Ort. Die Stimmung an diesem drei Kilometer langen und bis zu 15 Prozent steilen Schluss-Anstieg war extrem gut - wie bei der Tour de France. Die Fans sorgten für eine riesige Party mit Bier, Bratwurst, Musik.

Auch heute hier in Lagoa sind die Radsport-Fans gut drauf. Es ist voll, es ist laut, es ist warm. Für die Radprofis ist dies heute der Abschluss der Volta ao Algarve. Auch für mich ist es der letzte Tag in Portugal. Schon bevor ich am nächsten Tag in den Flieger steige, denke ich darüber nach, wann ich zurückkehren werde.

Weitere Routen und Tipps für Radfahrer in der Algarve

Die Algarve ist die südlichste Region Portugals - sie liegt am südwestlichen Ende des europäischen Festlandes am Atlantik. Der Flughafen Faro wird von allen großen deutschen Flughäfen angeflogen. Der Flug dauert meist knapp drei Stunden. Das Wetter ist mit 13 Grad Durchschnittstemperatur im Dezember und Januar am kältesten und bewegt sich durchschnittlich von November bis April zwischen 13 und 20 Grad.

Die Profi-Rundfahrt Volta ao Algarve gehört zu den hochklassigen und mehrtägigen Radrennen und ist Teil der UCI ProSeries. Parallel zur Volta ao Algarve findet das von Bikesul angebotene Programm „Volta ao Algarve Experience“ statt. Radsportler haben hier die Möglichkeit, sich auf ausgewählten Teilstrecken an den Zeiten der Profis zu messen. Ein Highlight ist dabei der Radmarathon Grandfondo Algarve am 19. Februar, der in Lagoa gestartet wird. Je nach Kondition kann man zwischen einer Strecke mit 50, 86 oder 132 Kilometern Länge wählen.

Bikesul ist einer der größten Radsportanbieter der Algarve. Der zentrale Standort in Albufeira liegt günstig und lässt sich von allen größeren Orten der Region schnell und einfach erreichen. Neben vielfältigen Routenvorschlägen über eine App bietet Bikesul geführte Touren mit Supportautos und ortskundigen Guides für alle Fitnesslevel an.

Radtour von Sagres nach Kap St. Vinzenz

Sagres ist ein beliebter Hotspot bei Surfer:innen und dürfte den meisten Biertrinker:innen ein Begriff, ist doch das gleichnamige Bier das bekannteste Portugals. Der 1.900-Einwohner-Ort gilt als der südwestlichste Ort des europäischen Festlands. Die 31-km-lange Radtour, die etwa einen halben Tag dauert, startet hier und führt durch den Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina (Parque Natural da Costa Vicentina). Nach 9 km auf flacher Strecke (Höhenunterschied 50 m) erreichst du das kleine Städtchen Vila do Bispo.

Die weitere Route führt westlich Richtung Küste. Nach insgesamt 13 km ist beim Torre de Aspa der höchste Punkt der Tour erreicht (150 m üNN). Bei Kilometer 16,5 kannst du einen kleinen Abstecher zu einer entlegenen, wunderschönen Strandbucht machen, die angeblich nur einheimische Surfer:innen kennen. Nach gut 20 km erreichst du an der Südküste eine Gabelung. Denn nur 2 km weiter in westliche Richtung befindet sich das Kap St. Vinzenz (Cabo de São Vicente). Das ist nun wirklich die Südwestspitze des europäischen Festlands. Die Algarve endet hier an einer bis zu 70-m-hohen Steilküste, auf der ein imposanter Leuchtturm thront.

Wir haben die flache Strecke mit normalen Trekking-Rädern zurückgelegt - E-Bikes sind wirklich nicht nötig. Die Räder wurden uns von Bike Tours Portugal zur Verfügung gestellt.

Radtour von Alte nach Loulé

Alte ist ein verwinkeltes, malerisches Dorf im Bezirk Loulé - kein anderes Dorf sei so typisch für die Algarve, heißt es. Auch wenn der Urlaubsort Albufeira nur 23 km entfernt ist, bleibt Alte vom Massentourismus verschont. Die knapp 47 km lange Tour von Alte nach Loulé entlang der Rota do Barrocal dauert einen knappen Tag und bringt auch einige Steigungen mit sich. Wer als Radfahrer keine ambitionierte Bergziege ist, ist gut beraten, sich für die Strecke ein E-Bike auszuleihen - ansonsten sind die Steigungen schweißtreibend und das Programm für einen Tag durchaus ambitioniert, wenn man ab und an mal einen Stopp einlegen möchte.

Wir starten die Tour in Alte an der Großen Quelle (Fonte Grande). Hier wird im Frühjahr/Sommer das Wasser, das aus der Quelle kommt, aufgestaut und somit eine Art natürliches Freibad geschaffen. Kaum aus Alte heraus, passieren wir zahlreiche Mandel- und Olivenbäume, die typisch für diese Region sind. Nach knapp 45 km erreichen wir unser Ziel Loulé, eine 70.000-Einwohner:innen-große Kreisstadt, von wo aus es nur noch etwa 16 km bis nach Faro sind. Die Stadt wirkt kleiner, vor allem wenn man sich im historischen Zentrum bewegt. Neben dem Castelo und einigen schönen Kirchen solltest du unbedingt die neo-maurische Markthalle besuchen, in der es vom Fisch bis zu Obst, Mandeln und Oliven so ziemlich alle Produkte der Umgebung zu kaufen gibt. Untergebracht waren wir im Alte Tradition Guesthouse.

Radtour von Faro nach Tavira

Faro ist die Hauptstadt der Algarve. Die meisten Urlauber:innen landen hier auf dem internationalen Flughafen. Zugleich ist Faro auch der Ort, an dem sich die Strandlandschaft der 200-km-langen Küste in zwei Teile mit recht unterschiedlicher Charakteristik teilt. Nach Westen hin dominiert die Fels-Algarve (Barlavento genannt) mit unzähligen Felsformationen, die immer wieder von Badebuchten unterbrochen wird. Östlich von Faro zur spanischen Grenze hin öffnet sich die Sand-Algarve (Sotavento genannt).

Die knapp 50-km-ange Radtour von Faro über Olhao und Santa Luzia nach Tavira auf dem (mit EU-Geldern neu gebauten Radweg) Eurovelo 1 Evovia do Litoral führt fast ausschließlich entlang der Küste, parallel zum Strand. Das ist ein Weg, der auch für absolute Radmuffel geeignet ist - flacher geht es kaum, der Höhenunterschied auf der Gesamtstrecke beträgt gerade mal 200 m. Die ersten Kilometer raus aus Faro schlängeln wir uns unter anderem durch rosafarbene Salzwiesen, Wattflächen und schmale Radwege mit herrlichem Ausblick auf das strahlend blaue Meer. Wir legen einige Fotostopps ein und erreichen daher erst nach anderthalb Stunden und 15 km Olhao, das Zentrum der Ria Formosa. Hier solltest du unbedingt die Markthallen besuchen, die an ihren kleinen Türmchen leicht zu erkennen sind. Die beiden aus rotem Ziegel erbauten Häuser an der Lagune beherbergen angeblich den besten Fischmarkt der Algarve.

Nach gut 45 km und rund 3:45 Stunden erreichen wir das Städtchen Tavira, das seit der der Antike ein wichtiger Seehafen ist. Es gehört zu den schönsten der Region. Hier gefielen uns besonders die hübschen Bürgerhäuser, etliche sehenswerte Kirchen und die ehemalige Markthalle, in der sich heute kleine Cafés und Souvenirshops befinden. Untergebracht waren wir im nachhaltigen Cardeal Suites & Apartments in Faro.

Weitere Radwege und Routen in Portugal

Entlang faszinierender Küsten, durch bergige Landschaften oder ursprüngliche Städte - Auf einer Radreise durch Portugal lässt sich das Land an der Atlantikküste ganz neu und im eigenen Rhythmus entdecken. Dabei lädt das ganze Jahr über das angenehme Klima dazu ein, Portugal mit dem Fahrrad zu bereisen. Egal ob mit Trekkingrad, E-Bike, Rennrad oder Mountainbike. Und nach einem anstrengenden Radl-Tag gibt es doch nichts schöneres als sich durch die leckere portugiesische Küche zu probieren.

Das Radwegenetz in Portugal wurde in den letzten Jahren großzügig ausgebaut, sodass das Radfahren in Portugal immer beliebter wird. Radtouren in Portugal sind aber immer noch ein einzigartiges und vor allem auch vielseitiges Erlebnis. Denn die diversen Radwege (Straßen, Trails, alte Bahntrassen) ziehen sich durch unterschiedlichste Landschaften, egal ob Küste, Gebirge oder Nationalparks.

Wichtige Hinweise für Radfahrer in Portugal

  • Motorfahrzeuge haben in Portugal immer Vorrang vor Radfahrern. Deshalb solltest du immer defensiv fahren im Straßenverkehr.
  • Meide die Hauptstraßen mit vielen Autos und nutze stattdessen die vielen Nebenstraßen. Hier empfehlen sich aber eher breitere Fahrradreifen.
  • Von allen längeren Radrouten können natürlich auch nur einzelne Etappen als Tagesausfahrt absolviert werden.
  • Um Kosten bei der Anreise zu sparen, kannst du dein Fahrrad bequem vor Ort mieten.
  • In den meisten Zügen ist eine Fahrradmitnahme nicht möglich. Kümmere dich also vorher um eventuelle Transfers.
  • Am einfachsten ist es eine organisierte Radreise zu buchen. Dann erhältst du alle Streckenangaben vorab und hast immer einen Ansprechpartner.

Radwege in Nord- und Zentralportugal

Im Norden Portugals sind die höchsten Gipfel des Landes zu finden. Gleichzeitig gibt es aber auch lange Wege entlang der Küste und durch schöne Städte. Zu den beliebtesten Radstrecken zählen der portugiesische Abschnitt des Pilgerpfades Jakobsweg und die Routen im Douro-Tal.

In Zentralportugal laden vor allem die Gebiete rund um Gardunha, Caramulo und Lousã ein, auch zu Mountainbike-Touren mit vielen oder wenigen Höhenmetern. Für gemütlichere Routen bieten sich die in den Weinbergen gelegenen Flusstäler an.

Beispiele für Radtouren in Portugal

Radtour Details
7 Tage im Douro-Tal Von Miranda do Douro bis Peso da Régua durch eines der größten und ältesten Weinbaugebiete weltweit. ca. 250 Kilometer auf 6 Etappen, jeweils 350 bis 600 Höhenmeter, Mittlere Schwierigkeit, Tourenrad oder E-Bike
Ökopfad Rio Lima Entlang des Limaflusses durch Nationalpark und Naturschätze. ca. 70 Kilometer Rad- und Wanderweg, je nach Route 100 bis 250 Höhenmeter, Leichte Schwierigkeit, Tourenrad oder E-Bike
Trails im Serra da Gardunha Mountain Bike Center Fünf einfache und schwierige Pfade rund um den Berg Gardhuna.
“Rota Vicentina” - Eurovelo 1 Von Lissabon bis nach Faro entlang der Küste in einem ausgebauten Netz von Wander- und Radwegen. ca. 500 Kilometer auf 5-10 Etappen, unterschiedliche Höhenmeter, Mittlere Schwierigkeit, Tourenrad oder E-Bike
Ecovia do Litoral: Cabo São Vicente - Vila Real de Santo António Teil des europäischen Radwegenetzes. Entlang der Atlantikküste der Algarve. ca. 280 Kilometer auf 5 Etappen, insgesamt circa 2.000 Höhenmeter, Einfache bis mittlere Schwierigkeit, Tourenrad oder E-Bike
Mountainbiken “Rota Vicentina“ Insgesamt 38 Strecken in 4 Schwierigkeitsleveln. An der Küste und im Inland im Südwesten Portugals.
Azoren: Rennradroute Granfondo do Pico Auf der Insel Pico zum höchsten Gipfel der Azoren. Rundfahrt von Madalena in die Inselmitte. ca. 144 Kilometer, 2.800 Höhenmeter, Sehr anspruchsvoll, Rennrad
Madeira: Rundtour von Caniço nach Funchal Durchs Wanderparadies mit dem Fahrrad. Wenig befahrene Nebenstraßen in bergiger Landschaft. Eventuell Transfers für schwere Strecken buchen.

Fahrradverleih in Portugal

Es gibt in nahezu allen größeren Städten und insbesondere in den Touristenorten an der Algarve die Möglichkeit Fahrräder auch wochenweise zu mieten. Eine Streckentour, wie beispielsweise den Radweg von Porto nach Lissabon oder den Fahrradweg von Lissabon nach Faro kannst du damit jedoch nicht machen. Planst du eh eine Rundreise ist es jedoch tatsächlich eine Überlegung wert, ob es nicht günstiger ist, sich das Rad in Portugal zu leihen. Zumal viele Verleiher eine hochmoderne Flotte haben.

Setzt dich in jedem Fall vorher mit dem Verleiher persönlich in Verbindung, denn einige wollen einen Nachweis, dass du das Rad sicher im Hotel abstellen kannst. Planst du also eine Radreise mit Zelt könnte es Schwierigkeiten geben.

Straßenverkehr in Portugal

Es empfiehlt sich in jedem Fall auf das, wenn auch rudimentäre portugiesische Radwegenetz, sowie auf Schotterwege zurückzugreifen, denn die portugiesischen Autofahrer haben einen guten Zacken drauf. Das heißt nicht, dass sie keine Rücksicht nehmen und manchmal sogar eine gefühlte Ewigkeit in aller ruhe hinter einem her fahren. Genauso oft kommt es aber auch vor, dass man recht knapp überholt wird.

Besondere Vorsicht ist im Kreisverkehr geboten. Willst du nicht gleich die nächste Abfahrt nehmen solltest du dich unbedingt per Handzeichen bemerkbar machen. Wenn viel los ist kann es sogar ratsam sein anzuhalten und zu warten, bis die Bahn frei ist.

Auch auf dein recht auf Vorfahrt solltest du nicht pochen. Zwar gelten in Portugal dieselben Verkehrsregeln wie bei uns, doch die Portugiesen scheinen der Meinung zu sein, dass alles, was einen Motor hat Vorfahrt hat.

In Portugal gibt es übrigens keine Helmpflicht für Fahrradfahrer.

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