In unserer heutigen schnelllebigen Welt ist es oft eine Herausforderung, genug Bewegung in unseren Alltag einzubringen. Ein gesunder Lebensstil erfordert jedoch regelmäßige körperliche Aktivität. 10.000 Schritte pro Tag gelten als die Richtlinie für ausreichend Bewegung im Alltag. Aber wie rechnet man andere Aktivitäten, wie Radfahren, in Schritte um?
Die Bedeutung von 10.000 Schritten
Die Empfehlung von 10.000 Schritten pro Tag entstand in den 1960er Jahren im Rahmen einer japanischen Marketingkampagne für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort wurde in den 1960er-Jahren der erste Schrittzähler der Welt erfunden, der sich an Wanderer richtete. Bezeichnet wurde der Schrittzähler offiziell als Manpo-Kei, was übersetzt so viel heißt wie 10.000-Schritte-Meter. Ursprünglich war diese Zahl eher willkürlich festgelegt. Obwohl 10.000 Schritte pro Tag das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren können, ist laut der Weltgesundheitsorganisation und dem Royal College of General Practitioners weniger die Anzahl der Schritte als vielmehr die Dauer der Aktivität entscheidend.
Allerdings ist es sinnvoll, Alltagsaufgaben körperlich aktiv zu gestalten, indem man zum Beispiel das Auto häufiger stehen lässt und häufiger zu Fuß geht, Fahrrad fährt oder den ÖPNV nutzt. Man kann auch Mittagspausen mit einem kurzen Spaziergang kombinieren oder vielleicht Telefonate während eines Spaziergangs führen. Und natürlich nutzen auch kleine Veränderungen, wie Treppe anstatt Fahrstuhl oder Rolltreppe nehmen, das Auto etwas weiter weg parken, etc. Wichtig ist allerdings auch, darauf zu achten, dass manche Bewegungseinheiten mind. 10 Minuten oder länger andauern - hier zeigt sich der größte gesundheitliche Benefit. Optimalerweise sollte man 3 x 10 Minuten Einheiten an körperlicher Aktivität am Tag oder auch 1 x 30 Minuten oder 2 x 15 Minuten etc. Dr.
Gesundheitsmanagerin Anna Fuhr: „10.000 Schritte entsprechen etwa sechs bis acht Kilometern - je nach Körpergröße und Schrittlänge. Auch mit einer Stunde gemütlich Radfahren lässt sich das Ziel erreichen.“
Umrechnung von Fahrradkilometern in Schritte
Um die Anzahl der Schritte zu ermitteln, die einer bestimmten Fahrradstrecke entsprechen, kann man folgende Faustregeln verwenden:
- Eine Stunde langsames Radfahren entspricht etwa 7.500 Schritten.
- Eine Stunde zügiges Radfahren entspricht etwa 14.500 Schritten.
Da ein Meter auf dem Rad nicht identisch ist mit einem gelaufenen Meter, musst du vielleicht anders rechnen. Wenn du langsamer gefahren bist ( 11km/h ) sind das 30 min. Warst du also 15 min auf dem Rad bei 1000m x2 Schritte solltest du also 2000 Schritte in deine App eintragen.
Beispiel: Wenn du 5,5 km mit dem Rad bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km/h fährst, sind das 15 Minuten. Du läufst ca 4km/h. Warst du also 15 min auf dem Rad bei 1000m x2 Schritte solltest du also 2000 Schritte in deine App eintragen.
Schritte in Meter umrechnen
Grundlage der Umrechnung von Schritten in Meter ist die individuelle Schrittlänge. Diese steht meist in Zusammenhang mit der Körpergröße. Umrechnung der gelaufenen Schritte in Meter: \text{Strecke in Meter}=\frac{\text{Anzahl der Schritte}\times\text{Schrittlaenge}}{\text{100 cm}}
Die Umrechnung von Schritten in Meter ist ganz einfach. Zuerst wird die Anzahl der Schritte mit der Schrittlänge multipliziert. Bei Menschen zwischen 1,50 und 1,70 Meter ist die angenommene durchschnittliche Schrittlänge 60 cm. Bei größeren Personen, die zwischen 1,70 und 1,90 Meter groß sind, wird der Wert 70 cm verwendet. Kennt man die eigene Schrittlänge, wird natürlich dieser Wert im Rechner benutzt. Nun hat man die gelaufene Strecke in Zentimetern. Um diese Laufstrecke nun in Meter umzurechnen wird durch 100 cm geteilt. Daraus ergibt sich die gelaufene Strecke in Metern.
Umrechnung von Metern in Schritte: \text{Anzahl Schritte}=\frac{\text{Strecke in Meter}\times\text{100 cm}}{\text{Schrittlaenge}}
Die Rechnung in die andere Richtung ist nicht schwerer: Eine Strecke in Metern wird erst in Zentimeter umgerechnet indem mit 100 multipliziert wird. Danach ergibt sich die Anzahl der gelaufenen Schritte dadurch, dass man durch die Schrittlänge teilt. Diese Schrittlänge ist analog wie oben beschrieben entweder 60 cm, 70 cm oder bei genau bekannter Schrittlänge die persönliche Angabe.
Wie man die eigene Schrittlänge misst
Die Schrittlänge kann auf verschiedene Arten gemessen werden. Eine einfache Methode ist die Messung mit einem Maßband, bei der man eine bestimmte Anzahl von Schritten geht und die Gesamtentfernung durch die Anzahl der Schritte teilt. So erhält man die durchschnittliche Schrittlänge. Eine weitere Methode besteht darin, mit nassen Füßen über trockenen Asphalt zu laufen und dann die Entfernung zwischen den aufeinanderfolgenden Fußabdrücken zu messen. Davon abgesehen gibt es Fitness-Tracker, Smartwatches und spezielle Apps. Diese verwenden Sensoren und Algorithmen, um Schritte und Schrittlänge zu schätzen.
Tabelle: Für 1 Kilometer benötigte Schrittanzahl
| Körpergröße (cm) | Frauen-Schrittlänge (cm) | Männer-Schrittlänge (cm) | Schritte für 1 km (Frauen) | Schritte für 1 km (Männer) |
|---|---|---|---|---|
| 152 | 64 | 64 | 1563 | 1563 |
| 155 | 64 | 64 | 1563 | 1563 |
| 158 | 66 | 66 | 1515 | 1515 |
| 160 | 66 | 66 | 1515 | 1515 |
| 165 | 66 | 69 | 1515 | 1449 |
| 165 | 69 | 69 | 1449 | 1449 |
| 168 | 69 | 69 | 1449 | 1449 |
| 170 | 71 | 71 | 1408 | 1408 |
| 173 | 71 | 71 | 1408 | 1408 |
| 175 | 71 | 74 | 1408 | 1351 |
| 178 | 74 | 74 | 1351 | 1351 |
| 180 | 74 | 74 | 1351 | 1351 |
| 183 | 76 | 76 | 1316 | 1316 |
| 185 | 76 | 76 | 1316 | 1316 |
| 188 | 79 | 79 | 1266 | 1266 |
| 191 | 79 | 79 | 1266 | 1266 |
| 193 | 79 | 81 | 1266 | 1235 |
| 196 | 81 | 81 | 1235 | 1235 |
Bei den oben genannten Werten handelt es sich um Durchschnittswerte. Die individuelle Schrittlänge wird jedoch von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Darunter zum Beispiel die Körpergröße, das Geschlecht, Alter und der jeweilige Gesundheitszustand. Insofern kann eine akkurate Aussage über die für 1 Kilometer benötigte Schrittanzahl auf individueller Basis nur gemacht werden, wenn man die eigene Schrittlänge kennt.
Tipps für mehr Bewegung im Alltag
Auch mit Hausarbeit schaffst du Meter - unter anderem beim Staubsaugen, Putzen, Wäsche machen (sofern die Waschmaschine im Waschkeller steht und du hin und her laufen musst). Mindestens ein- bis zweimal pro Woche solltest du dich zusätzlich sportlich betätigen.
Schon mit kleinen Tipps und Tricks kann man einfach, kostenlos und ohne zu schwitzen etwas Sport in den Alltag bringen.
- Ein, zwei Tage in der Woche mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit, Uni oder Schule fahren bzw. laufen
- Statt Rolltreppe oder Fahrstuhl die Treppen nehmen
- Telefonmeetings im Gehen
- Statt abends TV zu schauen, einen Podcast hören und sich dabei in der Wohnung bewegen
- Kaffee to go nehmen, statt im Café zu trinken (natürlich mit eigenem Mehrwegbecher)
- Nicht alle Materialien im Schreibtisch haben, sodass man beispielsweise mal einen Ordner oder Tacker holen muss
- Die Wocheneinkäufe auf mehrere Tage verteilen: So kann man sie zu Fuß erledigen und bewegt den ganzen Körper
- für kurze Strecken das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen
- Kleinere Mülltüten verwenden und deswegen häufiger den Müll rausbringen
- Eine Station später einsteigen bzw.
Homeoffice, Lieferdienste und Online-Handel machen viele zu Bewegungsmuffeln. Forscher empfehlen mindestens 4.500 Schritte am Tag - das entspricht etwa einem einstündigen, gemütlichen Spaziergang. Niemand muss zum Hochleistungssportler werden. Top-Tipp: Meiden Sie Aufzüge und Rolltreppen. Wartezeiten nutzen. Sie sind zu früh oder warten auf etwas? Zu Fuß zum Einkaufen. Den hinteren Parkplatz nehmen. Eine Haltestelle früher aussteigen. Mehr Haus- und Gartenarbeit. Mit dem Hund raus, auch ohne Hund. Auch ohne eigenen Vierbeiner ermöglichen viele Tierheime ein ehrenamtliches Gassigehen. Bewegung statt Stillstand. Persönlich statt virtuell. Öfter spazieren gehen.
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