Radfahren auf Mallorca im März: Ihre ultimative Erfahrung

Mallorca, die größte der Baleareninseln, ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer aus aller Welt. Bekannt für seine atemberaubende Landschaft, das angenehme Klima und die hervorragenden Radwege, bietet Mallorca eine einzigartige Mischung aus Herausforderung und Entspannung für Radfahrer jedes Niveaus. Die Insel ist nicht nur wegen ihrer malerischen Strände und des lebhaften Nachtlebens beliebt, sondern auch wegen ihrer Vielfalt an Radwegen, die durch atemberaubende Landschaften führen.

Warum Mallorca das perfekte Ziel für Radfahrer ist

Ob Sie die Insel im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter erkunden, Mallorca wird Sie mit offenen Armen und spektakulären Landschaften empfangen. Mallorca bietet eine unvergleichliche Erfahrung für Radfahrer, mit Routen, die jeden Geschmack und jedes Niveau ansprechen. Von flachen, leichten Strecken bis hin zu anspruchsvollen Bergpässen bietet Mallorca Herausforderungen und Genuss für Radfahrer aller Erfahrungsstufen.

Die beste Reisezeit für Radfahrer auf Mallorca

Der Frühling ist eine der besten Zeiten, um Mallorca auf zwei Rädern zu erkunden. Die Temperaturen sind angenehm warm, ohne die extreme Hitze des Sommers, und die Insel ist noch nicht von Touristen überfüllt. Während der Sommermonate kann es auf Mallorca ziemlich heiß werden, was das Radfahren für manche weniger angenehm macht. Der Herbst ähnelt dem Frühling in Bezug auf das Wetter und die geringere Anzahl von Touristen, was ihn zu einer idealen Zeit für Radtouren macht. Auch im Winter bleibt Mallorca ein attraktives Ziel für Radfahrer, vor allem für jene, die dem kalten Wetter in anderen Teilen Europas entfliehen möchten.

Die Radsaison beginnt auf Mallorca schon früh im Jahr: Bereits Ende Januar taucht die Mandelblüte die Insel in ein blaues Farbenmeer und macht das Radeln zum Erlebnis. Bis in den November und Dezember hinein lockt dann das angenehm milde Klima Tourenradler, Rennradfahrer und Mountainbiker auf ihre Räder. Nach Beginn der Mandelblüte Ende Januar locken oft schon Februar und März mit warmen Sonnenstrahlen, die Tage sind ausreichend lang. Das ist die Zeit, in der die Profis unter den Rennradfahrern ihre Radsaison mit einem Training auf der Insel einläuten.

Frühjahr, Herbst und Winter empfehlen sich besonders für einen Urlaub mit dem Rad. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 17 bis 23 °C. Im Hochsommer ist die Durchführung längerer Touren etwas schwieriger: Die starke Hitze - die Durchschnittstemperatur beträgt 27 bis 30 °C - lässt das Radeln in der Mittagszeit schnell anstrengend werden. Wer jedoch früh morgens startet und eine längere Siesta einlegt, kann auch in dieser Zeit das Radfahren genießen.

Auch im September kann es noch sehr heiß sein. In diesem Monat muss man jedoch auch mit einem plötzlichen Kälteeinbruch, der „Gota Fría“, rechnen. Er kommt mit Gewittern und Unwettern, und das Rad muss dann vielleicht ein paar Tage ungenutzt bleiben. Das ganze Jahr über ist Regen auf Mallorca jedoch selten vergleichbar mit den Regentagen, wie wir sie aus Deutschland kennen. Meist gießt es heftig und kurz, und die Sonne kommt schnell wieder hervor. Auch im Winter hat es selten mehr als sieben Regentage im Monat. Im Oktober, November und Dezember sind milde Wetterperioden geradezu ideal zum Radeln. Allerdings kann es in dieser Jahreszeit auch schon kühl werden. Der Schnee, der in der Sierra de Traumuntana fällt, bleibt zwar nicht lange liegen, doch eine Jacke sollte man in diesen Monaten immer dabei haben.

Schön sind die Frühjahrsmonate, wenn das Grün der Wiesen und Felder, der Bäume und Gräser frisch ist und die Straßen und Wege der Insel noch nicht so staubig sind wie Ende Juli und im August, wenn der Sommer die Insel fest im Griff hat. März bis Mai, Oktober und November sind für längere Fahrradtouren oder einen Radwanderurlaub die idealsten Monate.

Klimatabelle für Mallorca

Monat Tages-Temperaturen in °C Nacht-Temperaturen in °C Wassertemperaturen in °C Niederschläge Tage/Monat tägl. Sonnenstunden
Januar 14 06 14 6 5
Februar 15 06 13 6 6
März 17 07 14 6 6
April 19 09 15 4 7
Mai 23 13 17 4 10
Juni 27 16 21 2 10
Juli 29 19 24 1 11
August 30 19 25 2 11
September 27 18 24 5 8
Oktober 23 14 21 6 6
November 18 10 18 7 5
Dezember 15 07 15 7 5

Vorbereitung auf Ihre Radtour

Ausrüstung: Was Sie brauchen

Stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrrad und Ihre Ausrüstung in gutem Zustand sind.

Fahrrad: Mietrad oder eigener Drahtesel

Wer nicht sein eigenes Fahrrad mitnehmen möchte, findet auf Mallorca zahlreiche seriöse Anbieter, die qualitativ hochwertige Räder vermieten. Je nach Anspruch stehen vom klassischen Tourenrad bis zum Rennrad oder Mountainbike die unterschiedlichsten Modelle zur Auswahl. Auch E-Bikes können ausgeliehen werden. Wer ein spezielles Fahrrad haben möchte, kann dieses auch rechtzeitig vor Antritt der Reise buchen. Die Preise variieren je nach Modell und Anbieter zwischen 70 und 170 Euro pro Woche. Ein Preisvergleich lohnt sich. Viele Fahrradvermieter auf Mallorca bieten auch geführte Touren an.

Wer alleine mit seinem Drahtesel unterwegs ist, sollte folgendes Fahrradzubehör dabei haben:

  • mindestens zwei Ersatzschläuche
  • Fahrradöl
  • Flickzeug
  • Luftpumpe
  • Zahnkranzabzieher
  • Schraubendreher und Inbusschlüssel
  • Ersatzbremsgummis
  • Ventile und Ventilgummis
  • Aufrauer
  • Lappen
  • Vulkanisierungsmittel

Die Fahrrad- und Autowerkstätten auf Mallorca helfen bei Pannen häufig sehr unkomompliziert weiter.

Kleidung: Für jedes Wetter gerüstet

Grundsätzlich gilt: Am besten geeignet ist moderne Funktionskleidung - von der Unterwäsche bis zur Jacke; Kopfbedeckung gegen den starken Sonnenschein gehört ebenfalls in das Gepäck. Eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist empfehlenswert. Nicht nur im Hochsommer, sondern auch in den etwas kühleren Jahreszeiten haben die Sonnenstrahlen eine hohe Intensität. Bei Fahrten ins Tramuntana-Gebirge ist eine Jacke selbst im Sommer ratsam, da dort ein frischer, kühler Wind herrschen kann. Auch gegen Regen sollte man im Frühjahr, Herbst und Winter geschützt sein. Selbst in den Sommermonaten muss mit einzelnen Schauern gerechnet werden. Eine fahrradtaugliche Sonnenbrille und ein Fahrradhelm sind ebenfalls wichtige Utensilien. Letzterer ist mittlerweile in Spanien sogar Pflicht!

Anreise: Das Fahrrad im Flugzeug

Die meisten Fluggesellschaften sind inzwischen auf die Mitnahme eines Drahtesels für eine ausgiebige Radtour vorbereitet. Man sollte jedoch sein Fahrrad bei der Fluggesellschaft direkt anmelden oder über das Reisebüro bei der Buchung anmelden lassen. Für die Mitnahme als Sondergepäck ist mit zusätzlichen Kosten von ca. 50 Euro zu rechnen. Achtung: E-Bikes werden meist nicht mitgenommen.

Das Fahrrad muss in einer Fahrradtasche oder in einem Karton sicher verpackt sein. Der Lenker sollte eingeklappt, die Pedale demontiert und die Luft aus den Reifen gelassen sein.

Die Fahrräder werden übrigens bei der Ankunft nicht auf das Gepäckband gelegt, sondern über separate Türen angeliefert. Nach der Landung in Palma wird man aufgrund seines Gepäcks eventuell nicht sofort aufs Rad steigen wollen. Wenn man das Fahrrad beim Reisebüro oder der Fluggesellschaft angemeldet hat, nehmen die Busfahrer, die für den Transfer zu den Hotels zuständig sind, die Fahrräder mit. Unangemeldet wird es schwierig, das Rad transportieren zu lassen: Auch viele Taxifahrer lehnen es ab, selbst einen verpackten Drahtesel im Kofferraum mitzunehmen.

Sollte - trotz größter Sorgfalt - das Fahrrad nicht ankommen oder beschädigt sein, dann müssen etwaige Ansprüche noch im Zollbereich beim „Lost and Found“-Schalter angemeldet werden. Wichtig für die Regulierung sowohl bei verlorenen als auch bei beschädigtem Gepäck ist der Gepäckschein, der nach dem Einchecken vorn oder hinten ins Ticket eingeklebt wird. Bei Beschädigungen sollte man sich auf alle Fälle einen PIR-Schein (Property Irregulation Report) geben lassen, der bei der späteren Regulierung mit der Versicherung wichtig ist und - wenn keine Versicherung abgeschlossen wurde - wichtiges Utensil für die Abwicklung mit der Fluggesellschaft ist. Bei diesen müssen Schäden spätestens acht Tage nach der Rückkehr angemeldet werden.

Kartenmaterial: Wichtiges Utensil

Gutes Kartenmaterial ist gerade bei einer Radtour auf Mallorca sehr zu empfehlen. Wer ein GPS-Gerät nutzt, kann sich bei zahlreichen Anbietern im Internet teils kostenfreies Kartenmaterial (GPS-Tracks) herunterladen. Geeignete Karten sind die Kompass-Karten oder auch die Bikeline Radkarten Mallorca vom Verlag Esterbauer.

Kondition - schadet nicht

Ein wenig Kondition sollte man schon mitbringen, wenn man auf Mallorca aufs Fahrrad steigt. Man muss es ja nicht gleich den vielen Radsportvereinen nachmachen, die alljährlich auf der größten Insel der Balearen ihre Trainingslager abhalten. Wer in Deutschland ein wenig Ausdauersport treibt, sei es nun Tennis, Fußball oder ähnliche Sportarten, oder längere Radtouren unternimmt, wird auf Mallorca in der Regel keine größeren Probleme haben. Eine Ausnahme sind die Strecken im Traumuntana-Gebirge, die einiges an Kondition erfordern. Wer gut vorbereitet sein möchte, unternimmt am besten zu Hause noch ein paar Radausflüge, um sich den Muskelkater im Urlaub zu ersparen.

Verkehr und Straßenverhältnisse aus „Radler-Sicht"

Mallorca wird von einem engmaschigen und gut ausgebauten Straßennetz durchzogen. Durch den Bau eines Autobahnringes um Palma und der Autobahn nach Inca hat sich der Verkehr auf den Landstraßen entzerrt. Andererseits hat die Verkehrsdichte auf den Hauptstrecken durch den Mallorca-Urlaubsboom in den vergangenen Jahren und entsprechende günstige Mietwagenangebote vor allem in der Hochsaison eklatant zugenommen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Fahrradtourismus. Vor allen in der Hochsaison drängen sich an den Hauptattraktionen Mietwagen und Busse.

Die meisten Straßen auf Mallorca sind schmal und von Steinmauern eingefasst, der Autoverkehr ist gering bis mäßig. Dennoch ist vor allem in engen Kurven zur Vorsicht geraten. Viele Autofahrer fahren hier wie anderswo auch einfach zu schnell. Auch aus diesem Grund müssen - so schreiben es die mallorquinischen Behörden vor - Radfahrer in der Gruppe bei engen Straßenverhältnissen hintereinander fahren. Ansonsten sind zwei Radfahrer nebeneinander erlaubt.

Nicht immer stimmen übrigens die Nummerierungen der Straßen mit denen auf den Straßenkarten überein. Hier ist manchmal ein wenig eigene Kombinationsgabe nötig. Straßen erster Ordnung erkennt man am Kürzel PM; wobei es sich hierbei vor allem um die Autobahnen handelt, die für Fahrradfahrer von keinerlei Interesse sind. Wichtige Straßen sind mit einem „C“ gekennzeichnet, die Kilometersteine tragen grüne Nummern.

Nebenstrecken sind durch gelbe Nummernbezeichnungen und das Kürzel PMV gekennzeichnet. Allzu starkes Vertrauen sollte man jedoch nicht in diese Nummerierung stecken, häufig ist sie nicht konsequent durchgehalten worden, oder aber die Landkarten weisen andere Zahlen auf. Ähnliches gilt für die Straßenschilder und Wegweiser.

Auf Mallorca wird „catalán“, d.h. Katalanisch gesprochen - auf dem Festland spricht man „castellano“, Spanisch. Im Zuge einer konsequenten Durchsetzung und Umsetzung der Sprache auch im Alltag sind die meisten Orts- und Straßennamen durch die katalanischen ersetzt worden. In der Regel gibt es keine großen Unterschiede, und häufig kann man sich den spanischen Namen erschließen.

Der überwiegende Teil der Straßen ist asphaltiert, die Straßen unterer Ordnung sind allerdings nicht immer im besten Zustand. Feldwege und Staubstraßen gibt es dennoch - und zwar dort, wo es in abgelegene Täler oder zu einzelnen Gehöften geht.

Ein Wort noch zu den Passstraßen und zu den Fahrten im Gebirge. Enge Haarnadelkurven sind nicht jedermanns Geschmack, und man sollte - gerade bei Exkursionen in das Traumuntana-Gebirge - schon über einige Erfahrung verfügen. Gut funktionierende Bremsen sind dort ein absolutes Muss.

Weitere Verkehrsregeln für Radfahrer

Neben der Helmpflicht und dem obligatorischen Kolonnenfahren in der Gruppe gilt noch Folgendes:

  • Sobald die Fahrradbeleuchtung eingeschaltet - zwingend zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang - müssen Radfahrer reflektierende Kleidung tragen.
  • Der Promillegrenzwert liegt auch für Radler bei 0,5.
  • Werden Kinder transportiert, müssen diese in einem speziellen Kindersitz sitzen.
  • Radwege müssen immer genutzt werden. Sind keine vorhanden, dürfen Radfahrer auch auf dem Bürgersteig - allerdings nur mit gedrosselter Geschwindigkeit - fahren.

Praktische Informationen zu Mallorca

Die wichtigsten Telefonnummern:

  • Notruf (Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei): 112
  • Guardia Civil: 062
  • Lokale Polizei: 092
  • Ambulanz: 061

Tourenvorschläge für Ihre Radreise im März

Mallorca bietet viele schöne Strecken zum Rad fahren. Entdecken Sie die Sonneninsel aktiv mit dem Fahrrad. Was Sie dabei beachten müssen, zeigt Ihnen das folgende Kapitel.

Rundfahrt um den Puig de Inca

Möchten Sie beim Radfahren auf Mallorca abseits der Touristenmassen eine wunderschöne Radtour erleben? Dann ist die Rundfahrt um den Puig de Inca noch ein wahrer Geheimtipp. Der 287 m hohe, freistehende Berg, liegt östlich der gleichnamigen Stadt Inca. Der Weg führt Sie durch Orangenplantagen und Olivenhainen, vorbei an malerischen Dörfchen und einladenden Bodegas. Sie radeln auch am bekannten Weinbauort Binissalem vorbei.

Ausflug Cap des Pinar (ca. 20 km)

Durch die APP on tour, die die Kunden vor der Reise zum Download erhalten, bin ich bestens vorbereitet. Sie bietet Orientierung zu den Radstrecken mit Karten, mit Sehenswürdigkeiten und mit verschiedenen Einkehrmöglichkeiten. Für heute habe ich zum Eingewöhnen die kürzeste Etappe ausgewählt, den Ausflug zum Cap des Pinar. Los geht´s Richtung Cala Bona, auf dem ausgebauten Radweg und immer am Wasser entlang. Viele kleine Cafes, Restaurants und Geschäfte säumen den Weg und für Mai sind schon recht viele Gäste unterwegs, meist natürlich zu Fuß. So ist der Radweg gut zu befahren und ich komme schnell voran. Über Cala Bona radle ich in Richtung Costa del Pins. Nach kurzer Zeit passiert man Port Verd mit einer Siedlung von Ferienhäusern. Hier hat man wieder gute Ausblicke auf das Meer und eine kleine Badebucht mit Strand lädt zum Verweilen ein. Etwas weiter auf der linken Seite befindet sich der schicke Golf Club Son Servera. Immer geradeaus, auf der Avenida del Pinar, fängt jetzt eine für mich richtige Steigung an, die sich bis zum Aussichtspunkt Cap des Pinar zieht - ohne Elektro-Rad hätte ich das nicht geschafft. Oben angekommen bietet sich ein fantastischer Panoramablick. Am Geländer hängen als Symbol für die ewige Liebe hunderte Vorhängeschlösser, deren Schlüssel alle ins Meer geworfen wurden. Zurück geht es natürlich bergab, wunderbar. Ich kehre im Hafen von Cala Bona ein und genieße bei einem Cappuccino das sonnige Wetter. Das fing ja heute gut an!

Ausflug Arta (ca. 40 km)

Die heutige Tour führt durch flaches Hinterland über das kleine Örtchen Sant Llorenc nach Arta und über Son Servera wieder zurück nach Cala Millor. Überall prägen Olivenbäume das malerische Landschaftsbild und die Obstbäume tragen volle Früchte: Orangen und Zitronen leuchten in herrlich frischen Farben- ein zauberhafter Anblick. Auf der Strecke gibt es einige Hügel ohne nennenswerte Steigungen und geradelt wird hauptsächlich auf ruhigen Landstraßen. Erste Etappe ist Arta, eine sehr sehenswerte mittelalterliche Stadt mit einem schönen Zentrum. Die Wallfahrtskirche Sant Salvador ist die Hauptsehenswürdigkeit und sicher einen Besuch wert. Auf dem Weg nach Son Servera sieht man überall die für Mallorca typischen Steinmauern, Olivenfelder und einsam gelegene Gehöfte. Der Ort selbst liegt erhöht, sehr idyllisch und bietet einen Rundblick bis nach Capdepera. Hier findet freitags vormittags der weithin bekannte Wochenmarkt statt, für den sich der Rad-freie Tag anbietet (Cala Millor- Son Servera - Cala Millor, ca. 10 km). Auf dem letzten Stück zum Hotel kommt man wieder an Port Vell und Cala Bona vorbei und radelt entlang der Promenade.

Ausflug Manacor (ca. 50 km)

Morgens radle ich früh los, es ist der Tag mit den meisten Tageskilometern. Von der Küste geht die Radtour weit ins Landesinnere durch ländlich geprägte Landschaften und kleine Dörfer, zumeist auf flachen Landwegen. Zunächst erreiche ich San Carrio und mache die erste kleine Pause. Empfohlen werden hier die Köstlichkeiten der örtlichen Bäckereien wie z.B. Ensaimades, ein luftiges Feingebäck. Beim Verzehr genießt man die Aussicht auf die Kirche des Hl. Michael. Gestärkt geht es weiter durch sehr einsame Gegenden, geprägt durch eine Trockenlandschaft mit Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbäumen. Nach weiteren ca. 10 km erreiche ich Manacor, die zweitgrößte Stadt Mallorcas und bekannt für seine Perlenherstellung und Keramikindustrie. In Manacor gibt es keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten und nach dem Besuch eines Perlengeschäftes möchte ich wieder zurück radeln, die Stadt hat keinen besonderen Charme. Nächstes Ziel ist San Llorenc, leicht zu radelnde ca. 12 km. Ein zauberhafter Ort, umgeben von Windmühlen und herrlicher Natur. Hier findet man die typisch mallorquinische Architektur, sehr gute Gastronomie und wirklich ganz viel Idylle. Ich möchte gern bleiben, muss aber die letzten Kilometer nach Cala Millor noch zurücklegen.

Ausflug Porto Cristo (ca. 40 km)

Immer entlang der Promenade und auf dem Radweg radle ich über Sa Coma mit seinem wunderschönen, langen Sandstrand bis nach S´Illot. Viele Restaurants, Cafes und kleine Läden säumen den Weg, auf dem auch viele Touristen spazieren gehen. Von hier geht es langsam wieder ins Landesinnere und viele Kilometer sieht man nur vereinzelt kleine Gehöfte und kaum Menschen. Stille, Felder und Olivenhaine sind meine Begleiter durch eine typisch mallorquinische Landschaft. Aber bald schon ist Porto Cristo in Sicht, berühmt für seinen natürlichen Hafen und seine sandige Badebucht, alles eingerahmt von vielen Hotels, Booten, Yachten und Restaurants - ein hübscher Anblick. Auch die nicht weit entfernten Drachenhöhlen sind einen Besuch wert. Ich kenne sie bereits und nutze die Zeit für einen ausgedehnten Ortsbummel durch die kleine Altstadt. Zurück geht die Tour wieder über S´Illot, Sa Coma bis zum Ausgangspunkt nach Cala Millor.

Ausflug Höhlen von Arta (Coves d´Arta) und Cap Vermell (ca. 40 km)

Diesen Ausflug mache ich bewusst am letzten Tag der Reise, er soll das Highlight der Woche werden. Ich möchte unbedingt die Coves d Arta, die größten Tropfsteinhöhlen Mallorcas, erleben. Zunächst führt die Strecke über Cala Bona nach Capdepera (leicht hügelige Strecke). Von dort genieße ich einen herrlichen Blick über Cala Ratjada und das Meer. Weiter geht´s nach Canyamel, einer touristischen Siedlung. Schön gelegen an einer sandigen Badebucht und eingerahmt von Pinienbäumen, kann man hier richtig gut ein schönes Getränk zu sich nehmen bevor es die Küste hoch nach Cap Vermell zu den Höhlen geht. Oben angekommen, entschädigt der wunderbare Blick über die Bucht von Canyamel und die Steilküste für die vorherigen Anstrengungen. Bei einer ca. 30-minütigen, mehrsprachigen Führung erfährt der Besucher auf einem etwa 300 m langen Rundweg alles Wissenswerte. Die sehr hohen Tropfsteinsäle bestehen aus Imposanten, bizarren Steingebilden und ziehen einen sofort in ihren Bann. Auch im Sommer herrschen hier angenehme 18 Grad. Vom Himmelsaal geht es hinab in die Höhle, stimmungsvoll beleuchtete Gänge und Tunnel werden von den Gästen durchquert. Wunderwerke der Natur, Stalagmiten und Stalaktiten hängen von den Decken oder wachsen vom Boden empor. Lichter in verschiedenen Farben strahlen die Schönheiten an und verzaubern den Besucher. Auf dem Weg zurück stoppe ich noch einmal in Canyamel, Schlemmen gehört zum Urlaub und ist immer erlaubt!

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0