Radfahren auf Mallorca im November: Ihre ultimative Erfahrung

Mallorca, die größte der Baleareninseln, zieht mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft und dem milden Mittelmeerklima Radfahrer aus aller Welt an. Eine Radreise auf Mallorca ist so vielfältig wie die Landschaft der schönsten (Rad-)Insel der Welt.

Die Insel bietet viele schöne Strecken zum Rad fahren. Entdecken Sie die Sonneninsel aktiv mit dem Fahrrad. Was Sie dabei beachten müssen, zeigt Ihnen das folgende Kapitel.

Die Vielfalt Mallorcas

Die Vielfalt der Landschaft hat schon so manchen Mallorca-Neuling überrascht und begeistert. Weite, flache Strecken ab Playa de Palma, bergige Touren rund um Santa Ponsa und das komplette Programm in Alcudia: Abwechslung ist garantiert. Die gut ausgebauten Straßen und Gartenwege muss man nur mit wenigen Autos teilen.

Das Meer-Klima ist mit 300 Sonnentagen ganzjährig ideal für einen Radsport-Urlaub. Und die größte Baleareninsel ist von nahezu jedem Flughafen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bequem zu erreichen.

Die Regionen im Überblick

  • Westen: Geprägt durch das Tramuntana-Gebirge mit seinen über 1000 m hohen Berggipfeln, der spektakulären Küstenstraße und vielen urigen Bergdörfern. Der Gebirgszug ist seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Östlich: Eine bei Radfahrern sehr beliebte Hügellandschaft, die sich von Bunyola bis Campanet erstreckt. Lauschige Gartenwege führen durch idyllische Gärten und Mallorcas berühmte Mandelbaumhaine.
  • Inselmitte: Die Ebene Es Pla. Dieses landwirtschaftlich geprägte, flache Terrain zieht sich vom Golf von Alcudia im Norden bis zur berühmten Playa de Palma im Süden. Die einzige nennenswerte Erhebung ist der Tafelberg Puig de Randa. Der Aufstieg wird mit einer spektakulären Aussicht über die ganze Insel belohnt.
  • Osten: Die Landschaft wird wieder etwas hügeliger. In der Gebirgskette Serres de Llevant gibt es Erhebungen von bis zu 500 m. Das Naturschutzgebiet an der nordöstlichen Inselspitze ist zwar landschaftlich reizvoll, aber nur beschwerlich mit dem Rad zu erkunden.
  • Südwesten: Die Hauptstadt Palma de Mallorca. Für eine urbane Radtour eignet sich der Küsten-Radweg vom Yachthafen in Palma bis Arenal. Ansonsten ist die Playa de Palma mit ihren zahlreichen Radhotels Ausgangspunkt für Radstrecken ins Inselinnere.

Warum Mallorca im November?

Mallorca im Winter mag für viele Menschen nicht sofort als das ideale Reiseziel für Radtouren in den Sinn kommen.

Obwohl Mallorca als Sommerreiseziel bekannt ist, stellt sich die Frage: Lohnt es sich, dieses Mittelmeerparadies im November zu besuchen? Sollten Sie also im November nach Mallorca reisen? Das hängt davon ab, was Sie sich von Ihrer Reise nach Mallorca versprechen.

Wenn Sie mildes Wetter, traditionelle Feste, kulturelle Attraktionen und Aktivitäten im Freien mögen, dann ist der November eine gute Zeit, um diese schöne Insel zu besuchen. Im November lässt der Touristenstrom nach, was bedeutet, dass es weniger Leute gibt, die sich lohnende Immobilien ansehen wollen.

Mallorcas Winter bietet die idealen Bedingungen für Radtouren. Die Temperaturen liegen in der Regel zwischen 10 und 15 Grad Celsius, was angenehmes Radfahren ermöglicht, ohne von der Hitze des Sommers überwältigt zu werden.

Abseits der Hochsaison offenbart sich eine ganz andere, ruhigere Seite der Baleareninsel. Wunderschöne Landschaften, eine ruhige Atmosphäre und tolle Wellnessangebote zeigen die andere Seite der Insel.

Vorteile einer Reise im November

  • Weniger Touristen: Im Winter können Sie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Mallorcas besichtigen, ohne stundenlang in einer Schlange stehen zu müssen, wie es im Sommer oftmals der Fall ist.
  • Günstigere Preise: Sowohl Hotels als auch Flüge sind direkt viel preiswerter. Oftmals kann man bis zu 50 Prozent sparen. Gerade für eine günstige Singlereise bietet sich der Winter also an.
  • Mildes Klima: Während bei uns Minusgrade herrschen, kann man auf Mallorca locker noch mit 15 bis 20 Grad rechnen. Dennoch bietet der mallorquinische Winter noch zahlreiche Sonnenstunden, die man als Tourist voll ausnutzen kann.

Die beste Reisezeit für Radfahrer

Mallorca bietet Radfahren ausgenommen von den heißen Sommermonaten fast zu jeder Jahreszeit ideale klimatische Bedingungen. Frühjahr, Herbst und Winter empfehlen sich besonders für einen Urlaub mit dem Rad. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 15 °C bis 23 °C.

Die Radsaison beginnt auf Mallorca schon früh im Jahr: Bereits Ende Januar lockt die Insel mit warmen Sonnenstrahlen und die Mandelblüte taucht die Insel in ein rosa-weißes Farbenmeer und macht das Radeln unter warmen Sonnenstrahlen zum Erlebnis. Die Tage sind ausreichend lang. Überhaupt ist die Insel zu dieser Zeit saftig grün, im Gegensatz zu den vorherrschenden Brauntönen des Sommers.

Im Hochsommer ist die Durchführung längerer Touren dagegen schwierig: Die starke Hitze steigt in den Mittagsstunden bis auf 38 °C - die Durchschnittstemperatur beträgt 29 °C bis 34 °C. Wer jedoch frühmorgens startet, eine längere Siesta einlegt und auch allgemein nicht so hitzeempfindlich ist, kann auch in dieser Zeit das Radfahren genießen.

Im Oktober, November und Dezember sind milde Wetterperioden wiederum geradezu ideal, um die Saison zu verlängern. Es kann in dieser Zeit allerdings ab und an schon ein bisschen kühler werden, sodass eine Jacke für lange Abfahrten nicht schaden kann. Ab November wird es auf Mallorca kühl und eher regnerisch. Die Tage sind kurz und das Quecksilber klettert nur noch selten über die Marke von 15°C. In den Bergen kann es jetzt sogar schneien.

Das ganze Jahr über ist Regen auf Mallorca eher selten. Wenn dann gießt es meist heftig und kurz und die Sonne kommt schnell wieder hervor. Auch im Winter hat es selten mehr als sieben Regentage im Monat.

Tatsächlich ist es für den Radfahrer aber sinnvoll, zwischen dem Süden und dem Norden zu differenzieren. Im Norden, Standort Alcudia, ist es 1 °C bis 2 °C kühler. Es gibt hier in den Wintermonaten auch mehr Niederschlag.

Klimatabelle für Mallorca

Monat Tages-Temperaturen in °C Nacht-Temperaturen in °C Wassertemperaturen in °C Niederschläge Tage/Monat Tägl. Sonnenstunden
Januar 14 06 14 6 5
Februar 15 06 13 6 6
März 17 07 14 6 6
April 19 09 15 4 7
Mai 23 13 17 4 10
Juni 27 16 21 2 10
Juli 29 19 24 1 11
August 30 19 25 2 11
September 27 18 24 5 8
Oktober 23 14 21 6 6
November 18 10 18 7 5
Dezember 15 07 15 7 5

Radfahren auf Mallorca: Tipps und Hinweise

Bevor man sich unverdrossen auf seinen mitgebrachten Drahtesel oder ein Mietfahrrad schwingt und die hier vorgestellten Touren abradelt, lohnt es sich, einige nützliche Tips zu beachten.

Ausrüstung und Vorbereitung

Neben dem passenden Rad, ist auch die Wahl deiner Kleidung wichtig, um einen unbeschwerten Radurlaub zu erleben. Damit dir das Packen für deine Radreise leichter fällt, haben wir hier eine Packliste für dich zusammengestellt. Tipp: Bei der Bekleidungsauswahl solltest du an reflektierende Kleidung und eine funktionierende Fahrradbeleuchtung denken. grundsätzlich gilt: Am besten geeignet ist moderne Funktionskleidung - von der Unterwäsche bis zur Jacke; Kopfbedeckung gegen den starken Sonnenschein gehört ebenfalls in das Gepäck.

Eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist empfehlenswert. Nicht nur im Hochsommer, sondern auch in den etwas kühleren Jahreszeiten haben die Sonnenstrahlen eine hohe Intensität.

Bei Fahrten ins Tramuntana-Gebirge ist eine Jacke selbst im Sommer ratsam, da dort ein frischer, kühler Wind herrschen kann. Auch gegen Regen sollte man im Frühjahr, Herbst und Winter geschützt sein. Selbst in den Sommermonaten muss mit einzelnen Schauern gerechnet werden.

Eine fahrradtaugliche Sonnenbrille und ein Fahrradhelm sind ebenfalls wichtige Utensilien. Letzterer ist mittlerweile in Spanien sogar Pflicht!

Ein wenig Kondition sollte man schon mitbringen, wenn man auf Mallorca aufs Fahrrad steigt. Man muss es ja nicht gleich den vielen Radsportvereinen nachmachen, die alljährlich auf der größten Insel der Balearen ihre Trainingslager abhalten. Wer in Deutschland ein wenig Ausdauersport treibt, sei es nun Tennis, Fußball oder ähnliche Sportarten, oder längere Radtouren unternimmt, wird auf Mallorca in der Regel keine größeren Probleme haben. Eine Ausnahme sind die Strecken im Traumuntana-Gebirge, die einiges an Kondition erfordern. Wer gut vorbereitet sein möchte, unternimmt am besten zu Hause noch ein paar Radausflüge, um sich den Muskelkater im Urlaub zu ersparen.

Verkehr und Straßenverhältnisse

Mallorca wird von einem engmaschigen und gut ausgebauten Straßennetz durchzogen. Durch den Bau eines Autobahnringes um Palma und der Autobahn nach Inca hat sich der Verkehr auf den Landstraßen allgemein verringert. Andererseits hat die Verkehrsdichte auf den Hauptstrecken durch den Urlauber-Boom in den vergangenen Jahren in der Hochsaison eklatant zugenommen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Fahrradtourismus. Vor allen in der Hochsaison drängen sich an den Hauptattraktionen Mietwagen und Busse.

Die meisten Straßen auf Mallorca sind schmal und von Steinmauern eingefasst, der Autoverkehr ist gering bis mäßig. Dennoch ist vor allem in engen Kurven zur Vorsicht geraten. Viele Autofahrer fahren hier wie anderswo auch einfach zu schnell. Auch aus diesem Grund müssen - so schreiben es die mallorquinischen Behörden vor - Radfahrer in der Gruppe bei engen Straßenverhältnissen hintereinander fahren. Ansonsten sind zwei Radfahrer nebeneinander erlaubt.

Nicht immer stimmen übrigens die Nummerierungen der Straßen mit denen auf den Straßenkarten überein. Hier ist manchmal ein wenig eigene Kombinationsgabe nötig. Straßen erster Ordnung erkennt man am Kürzel PM; wobei es sich hierbei vor allem um die Autobahnen handelt, die für Fahrradfahrer von keinerlei Interesse sind. Wichtige Straßen sind mit einem „C“ gekennzeichnet, die Kilometersteine tragen grüne Nummern.

Nebenstrecken sind durch gelbe Nummernbezeichnungen und das Kürzel PMV gekennzeichnet. Allzu starkes Vertrauen sollte man jedoch nicht in diese Nummerierung stecken, häufig ist sie nicht konsequent durchgehalten worden, oder aber die Landkarten weisen andere Zahlen auf. Ähnliches gilt für die Straßenschilder und Wegweiser. Auf Mallorca wird „catalán“, d.h. Katalanisch gesprochen - auf dem Festland spricht man „castellano“, Spanisch. Im Zuge einer konsequenten Durchsetzung und Umsetzung der Sprache auch im Alltag sind die meisten Orts- und Straßennamen durch die katalanischen ersetzt worden. In der Regel gibt es keine großen Unterschiede, und häufig kann man sich den spanischen Namen erschließen.

Der überwiegende Teil der Straßen ist asphaltiert, die Straßen unterer Ordnung sind allerdings nicht immer im besten Zustand. Feldwege und Staubstraßen gibt es dennoch - und zwar dort, wo es in abgelegene Täler oder zu einzelnen Gehöften geht.

Ein Wort noch zu den Passstraßen und zu den Fahrten im Gebirge. Enge Haarnadelkurven sind nicht jedermanns Geschmack, und man sollte - gerade bei Exkursionen in das Traumuntana-Gebirge - schon über einige Erfahrung verfügen. Gut funktionierende Bremsen sind dort ein absolutes Muss.

Weitere Verkehrsregeln für Radfahrer

  • Helmpflicht
  • Kolonnenfahren in der Gruppe
  • Reflektierende Kleidung bei eingeschalteter Fahrradbeleuchtung (zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang)
  • Promillegrenzwert: 0,5
  • Kinder müssen in einem speziellen Kindersitz sitzen
  • Radwege müssen immer genutzt werden (ansonsten dürfen Radfahrer auch auf dem Bürgersteig fahren - allerdings nur mit gedrosselter Geschwindigkeit)

Empfohlene Standorte für Radtouren

Mallorca bietet für jeden Geschmack den passenden Standort. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Santa Ponsa: Ideal für steile Anstiege, rasante Abfahrten und spektakuläre Aussichten. Die Gegend rund um Calvià ist besonders abwechslungsreich.
  • Alcudia: Bietet Radtouren für jeden Geschmack. Das flache Terrain südlich der Bucht ist ein guter Startpunkt für gemütliche Radfahrer. Im Westen warten bergige Herausforderungen des Tramuntana-Gebirges und im Norden das imposante Cap de Formentor.

Eine Radtour rund um den Puig de Inca

Du hast Lust bekommen, auf Mallorca Rad zu fahren? Möchtest du beim Radfahren auf Mallorca abseits der Touristenmassen eine wunderschöne Radtour erleben? Dann ist die Rundfahrt um den Puig de Inca noch ein wahrer Geheimtipp. Der 287 m hohe, freistehende Berg, liegt östlich der gleichnamigen Stadt Inca. Der Weg führt dich durch Orangenplantagen und Olivenhainen, vorbei an malerischen Dörfchen und einladenden Bodegas. Du radelst auch am bekannten Weinbauort Binissalem vorbei.

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