Fahrradanhänger sind eine gute Möglichkeit, um Kinder, Hunde oder auch Einkäufe mit dem Rad zu transportieren. Damit dies möglichst sicher geschieht, gilt es allerdings verschiedene Vorgaben zu beachten. So muss das Fahrrad zum Ziehen eines Anhängers geeignet sein. Darüber hinaus gilt es die gesetzlichen Vorgaben für die Beleuchtung an Fahrradanhängern zu beachten.
Sicherheit geht vor: Tipps für das sichere Fahren mit Anhänger
Gerade am Anfang kann ein Fahrradanhänger etwas schwer zu fahren sein. Daher sollten Sie, bevor Sie auf diese Weise Kinder auf dem Fahrrad mitnehmen, den Umgang mit dem Anhänger abseits von viel befahrenen Straßen üben. Auch beim Fahrradfahren mit einem Anhänger gilt der Grundsatz: Übung macht den Meister. Aus diesem Grund sollten Sie den Umgang erst einmal ohne Ladung trainieren, damit Sie zum Beispiel ein Gefühl für Bremsweg und Wendekreis entwickeln.
Wichtig! Das Fahrradfahren mit einem Anhänger kann sich gerade auf schmalen Radwegen schwierig gestalten. Dennoch ist nicht gestattet, auf den Gehweg auszuweichen.
Hier sind einige Tipps für eine sichere Fahrt:
- Seien Sie sich der Breite des Anhängers bewusst.
- Denken Sie an die zusätzliche Länge, denn bei einer schmalen Verkehrsinsel kann der Fahrradanhänger ggf.
- Vermeiden Sie hohe Geschwindigkeiten, das einseitige Überfahren von Hindernissen und eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung.
Die ersten Fahrten mit dem Fahrradanhänger
- Die erste Ausfahrt mit dem Fahrradanhänger sollte nur etwa eine halbe bis eine Stunde dauern. Testet euch langsam heran, damit sich euer Mini an die neue Fahrsituation gewöhnen kann. Am besten plant ihr die Tour so, dass ihr ggf. abkürzen oder verlängern könnt. Bedenkt auch, dass das Fahren mit Anhänger sehr viel anstrengender ist als ohne und überschätzt nicht eure eigene Kondition! Bestenfalls hat jeder von euch eine Kupplung am Fahrrad, sodass ihr euch mit dem Ziehen abwechseln könnt, oder die/der Fittere zieht den Anhänger.
- Beim Bergauffahren spürt ihr besonders stark, wie sehr der Anhänger „bremst“. Plant für den Anfang möglichst ebene Touren mit wenigen und nur kurzen Anstiegen. Habt ihr erst einmal mehr Kondition aufgebaut, dürfen es natürlich auch anspruchsvollere Strecken sein.
- Pausen sind für die Kleinen meist das tollste an einer Fahrradtour. Plant daher möglichst viele, abwechslungsreiche Pausen.
- Ein Picknick unterwegs ist immer ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Frisches Obst & Gemüse und ein paar leckere FruchtBar-Snacks schmecken allen. Außerdem kann ein Notfall-Snack für unterwegs niemals schaden, falls die Stimmung im Anhänger mal zu kippen droht. Wenn das Kind während der Fahrt essen sollte, achte unbedingt auf die potentielle Verschluckungsgefahr. Gib also nur Snacks, die dein Kind sicher essen kann.
- Dein Kind sollte im Anhänger zu jeder Zeit sicher und fest angeschnallt sein. Schließe außerdem immer das Mückengitter vor der Fahrt, um Mini nicht nur vor Insekten, sondern auch vor aufgewirbeltem Staub oder Steinchen zu schützen. Der Anhänger sollte mit einem Rücklicht und Reflektoren ausgestattet sein. Eine Fahne ist nicht Pflicht, wird aber dringend empfohlen, um im Straßenverkehr von Autos, besser gesehen zu werden. In Deutschland gilt für das Fahren mit Anhänger keine Helmpflicht. Vor dem Sitzalter werden Babys in einer spezieller Babyhängematte im Anhänger transportiert, da ist kein Helmtragen möglich. Später ist er empfehlenswert. Lass dich am besten im Fachgeschäft beraten für ein Modell mit abgeflachten Hinterkopf, damit dein Kind auch mit Helm gut im Anhänger sitzen und ggf. auch bequem schlafen kann.
Welches Fahrrad ist geeignet?
Nein, nicht jedes Fahrrad eignet sich dafür. Daher sollten Sie im Vorfeld abklären, ob der Hersteller eine Freigabe für das Fahren mit einem Fahrradanhänger erteilt hat. Entsprechende Informationen finden Sie in der Bedienungsanleitung, alternativ dazu können Sie auch direkt beim Hersteller nachfragen. Vor dem Kauf eines Fahrradanhängers unbedingt auch prüfen, wie viel zulässiges Gesamtgewicht laut Herstellerangaben das Fahrrad ziehen darf. Sonst kann es bei zu viel Gewicht zu einem Rahmenbruch am Fahrrad kommen, wie ein ADAC Test gezeigt hat. Denn nicht jedes Fahrrad ist für einen Fahrradanhänger geeignet. Zudem kann auch nicht jede Anhängerkupplung an jedes Fahrrad montiert werden. Eine Beratung im Fachhandel ist damit unverzichtbar.
Grundsätzlich sind Fahrräder mit Steckachse, Vollachse oder Schnellspannern für Radanhänger geeignet. Je nach Befestigungsart ist ein Achs- oder Kupplungsadapter nötig. Käufer eines Fahrradanhängers sollten sich in Sachen Befestigung am Rad unbedingt vom Händler einweisen lassen.
E-Bike und Fahrradanhänger
E-Bikes und Fahrradanhänger sind ideale Begleiter für Ausflüge mit der Familie. Für den Transport von Fahrradanhängern ist ein E-Bike die perfekte Lösung. Bei der Verwendung eines Fahrrad-Lastenanhängers ist es entscheidend, das zulässige Gesamtgewicht des E-Bikes zu beachten, das die vom Hersteller festgelegte Grenze nicht überschreiten darf.
Fahrradanhänger dürfen ausschließlich an E-Bikes angehängt werden, die eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h erreichen.
Wo darf man mit einem Fahrradanhänger fahren?
Beim Fahrradfahren mit einem Anhänger müssen Sie den Radweg benutzen. Fehlt ein solcher, ist die Straße zu verwenden. Ein Ausweichen auf den Gehweg ist nur gestattet, wenn dieser durch ein entsprechendes Verkehrszeichen für den Radverkehr freigegeben ist.
Gesetzliche Bestimmungen und Beleuchtung
Darüber hinaus gilt es die gesetzlichen Vorgaben für die Beleuchtung an Fahrradanhängern zu beachten. Die Straßenverkehrszulassungsordnung legt fest, wie der Fahrradanhänger beleuchtet sein muss. Genau wie bei Rädern muss auch beim Anhänger eine bauartgenehmigte Beleuchtung angebracht sein. Diese darf nicht verdeckt sein. Die folgenden Vorgaben gelten für Fahrradanhänger ab Baujahr 2018.
Anhänger bis 60 Zentimeter Breite müssen zwei rote Rückstrahler an der Rückseite sowie zwei weiße Frontstrahler an der Vorderseite haben. Außerdem müssen an den Seiten Reflektoren angebracht sein.
Anhänger über 60 Zentimeter müssen zusätzlich ein rotes Rücklicht an der Rückseite haben. Sind sie über einen Meter breit, muss zudem eine weiße Frontleuchte an der vorderen linken Ecke angebracht sein.
Für beide Varianten gilt: Die Räder müssen weiß reflektierende Streifen oder Speichen haben.
Hier eine Übersicht der erforderlichen Beleuchtung:
- zwei weiße Rückstrahler vorne (Breite mind.
- ein weißer Scheinwerfer vorne (Breite mind.
- eine rote Schlussleuchte hinten (Breite mind.
Weil das Fahrradrücklicht vom Kinderanhänger verdeckt wird, brauchen die Anhänger ein eigenes Rücklicht. Batterielicht ist hier ebenfalls erlaubt.
Das Rücklicht des Zugfahrrads sollte abgedeckt werden, damit die Kinder im Anhänger nicht geblendet werden. Daran denken, den Blendschutz wieder abzunehmen, wenn der Anhänger nicht dabei ist.
Ab einer Spurweite von über 80 Zentimetern ist an der linken vorderen Seite ein Scheinwerfer vorgeschrieben.
Kindertransport im Anhänger: Was ist zu beachten?
Damit Kinder besonders sicher unterwegs sind, sollten diese beim Fahrradfahren mit dem Anhänger unbedingt gesichert sein. Neben den vorhandenen Gurten ist auch die Verwendung von Fahrradhelmen sinnvoll. Der Transport von Kindern in Fahrradanhängern ist zum nur bis zu einem Alter von 7 Jahren gestattet und der Fahrer des Rades muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Kinder dürfen nur bis zu einem Alter von sieben Jahren in einem Anhänger transportiert werden, das Mindestalter des Radlers liegt bei 16 Jahren.
Wer ein Kind auf einem Fahrrad, einem Lastenrad oder in einem Fahrradanhänger transportiert, muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Kinder dürfen bis zum vollendeten siebten Lebensjahr mit Kindersitzen auf dem Fahrrad befördert werden.
Bis zu zwei Kinder dürfen bis zum vollendeten siebten Lebensjahr in einem Fahrradanhänger mit geeigneten Sitzen und Rückhaltesystemen mitfahren.
Anhänger mit Baby: Geht das?
Es gibt keine klaren gesetzlichen Richtlinien, die vorgeben, ab welcher Körpergröße oder welchem Alter Babys im Fahrradanhänger transportiert werden sollten. Generell sind für Babys im Fahrradanhänger die Belastungen und die Stöße bei höheren Geschwindigkeiten für die Wirbelsäule sehr hoch. Somit sollte der Fahrradanhänger für ganz kleine Kinder unter einem Jahr eher in der Buggyfunktion und nicht als Anhänger für Radtouren genutzt werden.
Generell gilt: Wenn das Baby noch nicht sicher alleine sitzen kann, sollte es immer in einer speziellen Schale oder in einer Baby-Hängematte im Fahrradanhänger gesichert sein. Die Hersteller bieten hier unterschiedliche Systeme und Zubehör an. In einigen Lastenrädern gibt es die Möglichkeit, Babyschalen, die auch in Autos verwendet werden, zu montieren. Diese sind aber für Radtouren weniger zu empfehlen: Die halbsitzende statt liegende Position ist eine stärkere Belastung für die Wirbelsäule.
Eltern sollten Ausfahrten mit einem Baby im Anhänger generell überdenken, zeitlich möglichst kurz halten, das Fahren auf holprigem Untergrund vermeiden, Pausen einlegen sowie an ein ruhiges und langsames Fahrverhalten denken. Eine gute Federung des Fahrradanhängers ist vorteilhaft.
Worauf sollte man beim Kauf eines Fahrradanhängers achten?
Vor dem Kauf eines Fahrradanhängers sollte man wissen, wofür man ihn hauptsächlich einsetzen möchte - und checken, ob er mit dem eigenen Fahrrad überhaupt kompatibel ist.
Wichtig ist die Frage, was in dem Anhänger transportiert werden soll und unter welchen Bedingungen. Sitzen Kinder im Anhänger, sollte er mit eingebauter Federung ausgestattet sein. Das ist beim Fahren nicht nur bequemer, sondern auch besser für Wirbelsäule und Bandscheiben. Die Federung sollte sich auf das Gewicht einstellen lassen.
Werden auf ebenen und geteerten Wegen nur Gepäck oder Einkäufe transportiert, reicht ein ungefederter Radanhänger. Für Schotterwege sind Anhänger mit einer Dämpfung ideal.
In jedem Fall sollte der Fahrradanhänger auf stabiles Fahrverhalten geprüft sein und einen Speichenschutz haben, wenn Kinder transportiert werden. "Diese zentralen Anforderungen sind erfüllt, wenn der Anhänger mit der DIN-Norm EN15918 versehen ist", sagt Zimmermann.
In einem Fahrradanhänger für Kinder sind Sicherheitsgurte und Überrollbügel ein Muss - sie gehören inzwischen zur Serienausstattung. Mit einer Frontabdeckung ist sichergestellt, dass die Kinder vor Sonne und Regen geschützt sind. Der Anhänger sollte auch eine Feststellbremse aufweisen, so lassen sich beide Räder bremsen. Manche Anhänger haben verstellbare Rückenlehnen - sie sind ideal, wenn das Kind auch mal bequem liegen soll.
Kriterien für den Kauf eines Kinderanhängers
- Materialqualität und Sicherheit: Die Anhänger müssen diverse Tests und Prüfungen nach europäischen Normen bestehen - etwa die Einhaltung der Schadstoffgrenzwerte bei allen verwendeten Materialien. Hochwertige Anhänger erfüllen diese Vorgaben.
- Kippstabilität: Durch den kompakten Aufbau des Anhängers und die hohe Kippstabilität ist Dein Nachwuchs unterwegs bestens geschützt. Selbst wenn Du mit dem Rad hinfallen solltest, bleibt der Anhänger auf beiden Rädern sicher stehen.
- Gurtsystem: Angeschnallt werden die Kinder in der Regel mit einem sicheren Fünfpunkt-Gurtsystem.
- Helm: Wir raten trotzdem, dass Kinder auch im Anhänger einen passenden Helm tragen sollten. Das hat in erster Linie einen psychologischen Grund: So verinnerlichen sie von Beginn an das Helmtragen beim Radfahren.
- Schiebebügel: Für die Sicherheit ist es zudem sinnvoll, den Schiebebügel des Anhängers auch beim Radfahren montiert zu lassen. So dient der Bügel als zusätzlicher Schutz in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass es doch zu einem Überschlag mit dem Anhänger kommen sollte.
- Sicherheitsfähnchen: Auch das beiliegende rote Sicherheitsfähnchen solltest Du zur besseren Sichtbarkeit des Anhängers immer installiert haben.
- Wetterschutz: So ist der Nachwuchs während der Fahrt sehr gut vor Wind und Wetter geschützt. Die Anhänger bestehen aus wasserfestem Material und halten auch stärkere Regengüsse aus. Zusätzlich bieten die Seitenfenster einen UV-Schutz von mindestens 50+.
- Federung: An vielen Kinderanhängern ist eine Federung mittlerweile Standard. Sie verbessert die Straßenlage und hilft, Unebenheiten besser zu schlucken.
Kupplung von Fahrrad und Anhänger
Die Kupplung ist das Verbindungsstück zwischen Fahrrad und Anhänger. Je fester die Verbindung von Fahrrad und Anhänger, desto weniger schaukelt sich das Gespann auf. Die Kupplung sollte möglichst kein Spiel haben und leicht zu bedienen sein.
Zum Anhängerkauf sollten die Fahrräder mitgenommen werden, die ihn später ziehen sollen, da nicht jede Kupplung an jede Hinterradnabe passt oder auch Hinterbauständer im Weg sein können.
Sind alle Zugräder beim Kauf dabei, fällt die Suche nach einer Alternative leichter. Tipp: Gleich in eine zweite Kupplung investieren, dann sind beide Elternteile bzw. zwei Zugräder mit Kindern mobil.
Alternativen zum Fahrradanhänger
Solange Kinder noch nicht selbst Rad fahren können, fahren sie bequem im Fahrradanhänger oder im Fahrradsitz mit. Aber auch Mitläufer mit Tandemstange, Nachläufer und Abschleppseile bieten Kindern auf Radtouren eine hilfreiche Unterstützung.
Eltern, die ihre Kinder mit dem Rad mitnehmen wollen oder mit ihnen auf eine Radtour gehen, müssen entscheiden, welches System am besten zu den Anforderungen ihres Alltags passt. Im Wesentlichen gibt es folgende Systeme: Fahrradkindersitze, Fahrradanhänger, sogenannte Mitläufer mit Tandemstange und Nachläufer. Eine eher kurzfristig Unterstützung beim Radfahren bieten Kindern Abschleppseile. Lastenräder sind praktisch bei der Nutzung im Alltag.
Hier eine Übersicht der verschiedenen Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen:
Fahrradanhänger: Pro & Contra
- Die Vorteile
- Ideal für längere Fahrten.
- Oft passen zwei Kinder in den Anhänger.
- jede Anhängerkupplung passt an jedes Fahrrad.
- Die Nachteile
- Nicht überall kann ein Rad mit Anhänger abgestellt werden, es benötigt unterwegs mehr Platz.
- Der Anhänger braucht einen separaten Abstellplatz, wenn er nicht genutzt wird.
- Teurer als ein Fahrradsitz.
Fahrradsitz: Pro & Contra
- Die Vorteile
- Verstellbare Gurtsysteme und Fußhalterungen ermöglichen problemlos eine Anpassung je nach Größe des Kindes.
- Schnell und leicht zu montieren.
- Die Montage von zwei Halterungen für den Sitz an zwei Fahrrädern ermöglicht einen problemlosen Wechsel des Sitzes.
- Für den täglichen Gebrauch sehr praktisch - besonders, wenn man mit nur einem Kind unterwegs ist.
- Für Kurzstrecken innerorts gut geeignet.
- Die Nachteile
- Ein Rucksack auf dem Rücken des Fahrers behindert das Kind eher.
- Für lange Radtouren eher ungeeignet.
- Kein Schutz vor Regen und Wind.
- Höhere Verletzungsgefahr durch höhere Fallhöhe bei Unfall.
- Erhöhte Umsturzgefahr des Rads beim Sichern des Kindes im Fahrradsitz sowie beim Auf- und Absteigen.
Mitläufer: Pro & Contra
Als Mitläufer werden Systeme bezeichnet, mit denen ein eigenständiges Kinderfahrrad an das Zugfahrrad gekoppelt wird. Mitläufer mit Tandemstangen wie der Trail-Gator, Trail Angel oder auch die Tandemkupplung FollowMe heben das Vorderrad des Kinderrads an, so dass das Kind nicht mehr selbstständig lenken kann.
- Die Vorteile
- Leicht montierbar an der Sattelstütze des Zugfahrrads.
- Wenn das Kind während einer Radtour wieder selbstständig fahren möchte, ist die Tandemstange schnell abnehmbar.
- Das Kind kann immer eigenständig mit pedalieren.
- Bei starrer Alu- oder Stahlsattelstütze, Freilauf und Standardnaben funktioniert das System zuverlässig und sicher.
- Variante Trail-Gator geeignet für Kinderfahrräder mit 16 Zoll bis zu 20 Zoll Laufradgröße.
- Die Nachteile
- Auch Kinderrad-Modelle mit Rücktrittbremse, Nabenschaltungen oder geschlossenen Kettenkästen sowie Scheibenbremsen hinten sind oft nicht kompatibel mit der Tandemstange.
- Die Variante FollowMe ist recht teuer und verbleibt dauerhaft am Zugfahrrad, kann also während einer Fahrradtour nicht so einfach flexibel abmontiert werden.
- Die Erstmontage des Tandemkupplungs-Systems erfordert zudem technisches Verständnis und der Montageaufwand ist höher als bei den anderen zwei Varianten.
Nachläufer: Pro & Contra
Trailerbikes, auch Nachläufer genannt, sind halbe Fahrräder ohne Vorderrad, die fest mit dem Zugfahrrad verbunden sind - meist über eine Kupplung am Sattelrohr oder an der Sattelstütze. Das Kind sitzt trotzdem eigenständig auf einem Sattel und hat einen eigenen Lenker zum Festhalten.
- Die Vorteile
- Gute sichere Lösung für längere Touren oder den täglichen Weg zur Kita oder Schule.
- Eigenständiges Mittreten motiviert die Kinder und fördert das Gefühl für selbstständiges Radfahren.
- Das Kind kann kann mit pedalieren, muss aber noch nicht selbst die Balance halten oder lenken.
- Nachläufer-Systeme haben eine feste, stabile Verbindung zum Zugfahrrad. Sie bieten viel Fahrstabilität, auch bei unruhigem Fahrverhalten des Kindes.
- Die Nachteile
- Höherer Preis im Vergleich zu einfachen Abschleppseil-Systemen.
- Das Kind kann temporär nicht selbstständig fahren.
- Ein spontaner Wechsel zwischen Selbstfahren und Mitfahren wie bei den Tandemstangen ist nicht möglich.
- Montage und Demontage am Zugfahrrad ist aufwendig, insbesondere bei häufigerem Wechsel zwischen alleine und gemeinsam mit dem Kind Radfahren.
Abschleppseil: Pro & Contra
Abschleppseile sind starre oder elastische Verbindungen, die speziell für den gelegentlichen Einsatz beim Radfahren mit Kindern am Berg konzipiert wurden. Es gibt auch hier unterschiedliche Systeme. Die Varianten reichen von festen bis zu elastischen Abschleppseilen (wie zum Beispiel TowWhee, Shotgun Tow Rope), Systemen mit flexiblen Auszug am Zugfahrrad oder mit Haltegriff für das Kind.
- Die Vorteile
- Schnelle Befestigung an Sattel und Lenker oder Vorbau.
- Ideal bei Steigungen, da ein flexibles Ziehen des Kindes auf dem Fahrrad möglich ist.
- Abschleppseile sind meist kostengünstig, einfach in der Handhabung und bieten eine direkte Kraftübertragung.
- Das Kinderfahrrad bleibt immer frei beweglich, was für das Kind mehr Kontrolle und Selbstständigkeit bedeutet.
- Die Nachteile
- Nicht für den Straßenverkehr geeignet, da kontrolliertes Bremsen und Anhalten schwierig ist.
- Hohe Sturzgefahr bei ruckartigem Zug oder wenn das ziehende Fahrrad plötzlich abbremst.
- Elastische Seile können bei abruptem Loslassen nach vorne schnellen.
- Durch den Federeffekt ist ein Zusammenstoß von Zugfahrrad und Kinderfahrrad möglich.
- Anforderungen an Koordination sind hoch.
- Bei starren Abschleppseilen oder Systemen ohne Haltegriff ist das Risiko eines Kontrollverlusts beim Kind groß. Diese Systeme sollten nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden.
Kosten von Fahrradanhängern
Die Preise sind je nach Modell und Ausstattung unterschiedlich. Fahrradanhänger mit dem Einsatzzweck Kinder zu transportieren, gibt es nach ADAC-Angaben ab 500 Euro. "Nach oben hin ist bei diesen Modellen bei circa 1.500 Euro Schluss", so Zimmermann.
Ist der Anhänger für den Transport eines Hundes vorgesehen, gibt es laut Zimmermann Modelle ab etwa 200 bis 300 Euro. Gut ausgestattete Modelle für großgewachsene Vierbeiner können dem ADAC-Experten zufolge bis zu 2.000 Euro kosten.
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