E-Bike Fahren: Gesundheitsvorteile und Mehr

Radfahren ist gesund, das ist allgemein bekannt. Mit einem E-Bike (bzw. Pedelec) gewinnen aber auch diejenigen wieder Freude an diesem Sport, die das Radfahren wegen schwerer Krankheiten schon aufgegeben hatten. Das E-Bike hat viele Vorteile für die Gesundheit.

Warum E-Bike Fahren gesund ist

Viele Menschen verzichten auf Sport, weil sie nach einem langen Arbeitstag erschöpft sind und keine Lust mehr haben, ins Fitnessstudio zu gehen. Diese Faktoren können mit einem E-Bike ausgeglichen werden. Fahrräder mit Elektromotor ermöglichen nämlich auch Menschen mit wenig Kondition, sportlich unterwegs zu sein. Steigungen und längere Strecken lassen sich mit einem E-Bike leichter zurücklegen. Anstatt mit einem Auto zur Arbeit zu fahren, können Pendler beispielsweise das E-Bike nehmen. So sparen sie sich den Weg ins Fitnessstudio.

Ausreichende Bewegung kann die Gesundheitsrisiken, die mit langem Sitzen verbunden sind, aufheben. Eine Stunde Bewegung, in Form von Radfahren oder schnellem Spazierengehen am Tag ist dafür schon ausreichend. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher um Ulf Ekelund von der Norwegian School of Sport Sciences die Daten von mehr als einer Million Menschen weltweit analysierten.

Motivation und Gewichtsverlust

Die Motivation ist entscheidend beim Abnehmen. Ein Pedelec motiviert. Regelmäßiges Radfahren lässt die Pfunde schmelzen. Schon mit einer halben Stunde ruhigen Radfahrens täglich werden Muskeln aufgebaut und gleichzeitig das Gewicht langsam reduziert. Dauerhaft. Ohne die Ernährungsgewohnheiten zu ändern.

Langsames Abnehmen durch moderaten Sport ist gesünder und erfolgversprechender als jede Wunderdiätkur. Denn der kurzfristige Erfolg von Schnellkuren basiert weder auf einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, noch auf einer Umstellung der Verhaltensgewohnheiten.

Mit einem Elektrorad bekommt man genau dann Anschwung, wenn man ihn braucht. Ist man wieder mehr im Training, nutzt man mehr seine wiedererwachte Muskelkraft. Und die Motivation bleibt, weil es Spaß macht und sich so langsam und fast mühelos kleine Erfolge einstellen.

E-Bike Fahren und Asthma

Früher wurde Asthma-Patienten geraten, keinen Sport zu treiben. Aber zu viel Schonung ist nicht immer der richtige Weg. Denn Sport stärkt die Lungen. Heute wird Asthma-Patienten sogar dringend geraten, Sport zu treiben. Sportliche Betätigung trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch die Lungenfunktion. Für den Einstieg sollten ruhigere Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Radfahren gewählt werden. Sie lösen seltener die gefürchteten Symptome aus.

Radfahren mit einem Pedelec hat den großen Vorteil, dass die Belastung nie zu groß werden kann. Mit einem Pedelec kann der Fahrer sofort die Belastung seiner Lungen und seines Kreislaufs reduzieren. Und trotzdem weiterfahren, mit elektronischer Unterstützung. Damit kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt ausdrücklich Sportarten, die intervallmäßig angelegt sind, also alle Sportarten, die keine stete Dauerbelastung bedeuten.

Selbst für völlig unsportliche Asthma-Patienten ist es mit einem Pedelec möglich, langsam und angstfrei wieder eine sportliche Betätigung aufzunehmen. Einfacher als mit einem individuell zuschaltbaren Rückenwind kann man die sportliche Belastung kaum dosieren.

E-Bike Fahren bei Gelenkentzündungen

Bei der Therapie von chronischen Gelenkentzündungen ist das Ziel den Krankheitsverlauf zu bremsen. Physiotherapie und gelenkschonender Sport wie zum Beispiel Radfahren werden bei Polyarthritis empfohlen. Probleme mit den Kniegelenken nehmen zu. Pedelecs und E-Bikes schonen die Gelenke. Durch das Treten in einer festen Bahn kann das Knie nicht verdreht werden. Daher ist Radfahren sogar nach Knie-Operationen gesünder und schmerzfreier als einfaches Gehen.

Pedelecs sind für Reha-Maßnahmen nach Gelenkoperationen ideal, da die Überlastung sofort vom Knie genommen werden kann, z.B. wenn während der Fahrt doch Schmerzen auftreten. Kniegelenke bilden keine starre Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen, sondern sind eine Art komplizierte Scharniere, in dem sich die aufeinander treffenden Knochen mit- und gegeneinander bewegen können. Langes Stehen und durchgedrückte Beine sind für das Knie genauso belastend wie harter Untergrund.

Anders beim Radfahren, dort bewegt sich das Knie in einer festen gleichmäßigen Bahn, die Verdrehungen unmöglich macht. Diese Bewegung ist sogar sehr gesund für die Versorgung des Gelenks mit Mineralien. Das Knie wird nicht bloß geschont, sondern tatsächlich auch mit neuen Nährstoffen versorgt und kann sich so regenerieren. Mit einem Pedelec bzw. E-Bike haben Wiedereinsteiger ihre körperliche Belastung immer unter Kontrolle.

Herz-Kreislauf-System

Radfahren bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Für Untrainierte, die sanft wieder in den Sport einsteigen möchten, ist das Pedelec ideal. Sobald die persönliche Belastungsgrenze überschritten wird, lässt man sich vom Motor unterstützen.

Der Blutdruck steigt zwar während des Radfahrens an, langfristig sinkt er aber auf ein niedrigeres Niveau als bei unsportlicher Lebensführung. Das schont das Herz, weil es gegen weniger Widerstand anpumpen muss. Durch das Training wird der Herzmuskel trainiert und besser durchblutet. Sport in geeigneter Form verbessert allgemein das persönliche Befinden und wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus.

Als Einstiegssportarten eignen sich auch hier besonders gut die Ausdauersportarten, weil sich die persönliche Belastung, die Intensität und das Pensum des Trainings sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen lassen. Dieses gelingt mit einem Pedelec in idealer Weise, besser noch als mit einem normalen Fahrrad. Und je feiner man die persönliche Belastung dosieren kann, desto sicherer fühlt man sich auch mit gesundheitlichen Einschränkungen und Erkrankungen beim Sport.

E-Bike Fahren und der Rücken

Viele Radsportler klagen über Rückenbeschwerden. Das heißt aber nicht, dass Radfahren grundsätzlich schädlich wäre für den Rücken. Das Gegenteil ist der Fall: Richtiges Radfahren kann Rückenschmerzen vorbeugen. Rückenschmerzen entstehen durch falsche und einseitige Belastungen beim Sport oder aber einfach durch zu wenig Bewegung. Durch Fehlbelastung des Rückens nimmt die natürliche Ernährung der Bandscheibe ab.

Radfahren sorgt aus drei Gründen dafür, dass Rückenprobleme verschwinden können. Beim Radfahren wird durch die körperliche Bewegung die Bandscheibe besser versorgt, und das, ohne gestaucht zu werden und ohne das gesamte Körpergewicht tragen zu müssen. Die großen Muskelpartien des Rücken werden durch Radfahren trainiert. Und zum dritten werden die einzelnen Wirbelkörper untereinander erheblich stabilisiert.

Viele hochwertige E-Bikes verfügen über spezielle Gesäß- und Rückenschonende Sättel. Diese Sättel passen sich den individuellen Gegebenheiten an und werden vorher vom Fachmann vermessen. Weiteren Komfort können E-Bike Fahrer über spezielle Gangschaltungen erhalten.

Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Wie hoch ist der Trainingseffekt für Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrrädern, auch Pedelecs genannt? Welche positiven Effekte für die Gesundheit sind zu erwarten? Diesen Fragen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer fast dreijährigen Studie nachgegangen. Ihre Forschungsergebnisse wurden nun im Journal BMJ Open Sport & Exercise Medicine veröffentlicht.

Für ihre Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwischen 2017 und 2020 bundesweit die Daten von 1250 Pedelec-Fahrern und 629 Nutzern herkömmlicher Fahrräder ausgewertet. „In unserer Studie haben wir 58.833 Fahrten von E-Bikern und Radfahrern analysiert und jeweils die Herzfrequenzen und Geschwindigkeiten gemessen. Im Gegensatz zu anderen großen E-Bike Studien haben wir zum ersten Mal auch tatsächliche Messdaten prospektiv erhoben, nicht nur Fahrer befragt“, erläutert Prof. Dr.

Die Herzfrequenz der Pedelecfahrer lag dabei während des Radelns, unter Berücksichtigung der Therapien mit ß-Blockern, nur fünf Schläge pro Minute unter der der Fahrradfahrer. „Entgegen vieler Vorurteile zeigen die Zahlen, dass Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem beim Pedelecfahren nahezu so gefordert werden wie beim herkömmlichen Radfahren“, erklärt Dr. Hedwig Theda Boeck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik und einer der Erstautorinnen der Studie.

„Wir haben zudem herausgefunden, dass die Pedelecfahrer öfter das Auto durch ihr Pedelec ersetzen als es die anderen Radfahrer tun - ein klarer Mehrwert für ihre Gesundheit.“ Die Motorunterstützung erleichtere den Einstieg in eine alltägliche körperliche Aktivität und sei auch für ältere, übergewichtige und weniger trainierte Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Aktivitäten zu steigern.

Über 35 Prozent der teilnehmenden E-Bike Fahrer haben Vorerkrankungen wie zum Beispiel einen Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Gelenkverschleiß. Hier hilft das E-Bike, überhaupt wieder draußen in Bewegung zu bekommen. Jeder Schritt zu mehr Aktivität, jede Unterbrechung des Sitzens und jeder Aufstieg auf das Rad sind ein Beitrag für ein gesünderes und aktiveres Leben.

„Wir haben gezeigt, dass die E-Biker 135 Minuten pro Woche unterwegs waren, davon ein Großteil mit einer gesundheitlichen effektiven Belastung. Allein dadurch konnten sie zwei Drittel des WHO-Bewegungsziels von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche erreichen“, erklärt Prof. Tegtbur. Insgesamt reduzieren sie Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um über 40 Prozent. Auch das Risiko einer Krebs- oder Diabeteserkrankung sinkt mit zunehmender Aktivität.

Die Gruppe der Pedelec Nutzer und Nutzerinnen war im Durchschnitt etwas älter als die Nutzer herkömmlicher Räder, hatte einen höheren Body-Mass-Index und litt auch häufiger an Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Asthma, oder Herzerkrankungen.

Weitere positive Effekte des E-Bike Fahrens

Grundsätzlich ist das Fahren mit dem E-Bike aus unserer Sicht immer eine gute Sache. Alles, was es dazu braucht, ist laut dem Studienleiter Prof. Dr. med. Aus medizinischen Gründen grenzt Uwe Tegtbur daher E-Bike-Fahrende von anderen Radfahrenden strikt ab. Der Anteil derer, die eine Erkrankung haben, liegt bei den E-Bike-Fahrern bei gut 35 Prozent. Die gute Nachricht lautet: Bei all diesen Erkrankungen erweist sich das Fahren mit einem E-Bike als ideales Rezept.

Aufgrund des zusätzlichen Vortriebs durch den Motor kann sich E-Biken weit entspannter anfühlen als das Strampeln auf einem Fahrrad ohne E-Antrieb. Daher unternehmen E-Bike-Fahrende tendenziell etwas längeren Touren.

Die Formulierung steht aber auch sinnbildlich für das harmonische, gleichförmige, konstante Bewegen von Füßen und Beinen auf einer Kreisbahn. Der menschliche Körper mag diese Bewegung. Sie stimuliert sowohl Muskeln und Gelenke als auch Knochen und Knorpel. Wer sich regelmäßig so bewegt, erhöht die Dichte der eigenen Knochen und senkt das Risiko für Osteoporose. Gleichzeitig fördert dies die Durchblutung der Gelenkknorpel, wodurch mehr Gelenkflüssigkeit entsteht. Diese Flüssigkeit lässt unsere Gelenkflächen geschmeidiger aneinander entlanggleiten.

Zusätzliche Entlastung erfahren Knochen und Gelenke durch den Muskelaufbau bei regelmäßigem Radfahren. Wenig überraschend profitiert davon die Muskulatur in Wade, Oberschenkel und Gesäß. Zudem stützen wir uns aber auch mit den Armen am Lenker ab. Auf lange Sicht stabilisiert dies weitere Muskelgruppen vom Arm über den Schultergürtel bis hin zu Bauch und Rücken.

Gemeint ist die Haltung auf dem E-Bike, sprich das Sitzen. Es senkt sofort den Druck, der auf den Knien und der Hüfte lastet. Vor allem Menschen mit Übergewicht oder einem von Grund auf hohem Körpergewicht werden dies umgehend spüren. Einmal im Sattel sitzend, lässt sich die Belastung außerdem individuell mithilfe der verschiedenen Unterstützungsstufen des E-Antriebs dosieren.

Psychologische Vorteile

Diese Freiheit, das eigene Tempo zu wählen und Belastungen ganz individuell regulieren zu können, gehört zu den großen Pluspunkten, die das E-Bike unter psychologischer Sicht für sich in Anspruch nehmen kann. Die elektrische Unterstützung gleicht dabei einem Joker in der Hinterhand. Vielleicht spielt ihr ihn aus, vielleicht auch nicht. Aber es tut gut zu wissen, dass ihr ihn jederzeit ziehen könntet. Das senkt die Hemmschwelle spürbar sich auf das E-Bike zu begeben, gerade zu Beginn - egal ob jemand mit dem E-Bike gesund, fit oder zum Spitzensportler werden möchte.

Nach Auffassung von Sportwissenschaftler und Buchautor Ingo Froböse solltet ihr euren Fokus jedoch nicht auf einem bloßen Gewichtsverlust richten. Statt Abnehmen empfiehlt er eher ein System des Austauschs: Fett gegen Muskeln. Am besten flankiert von einer ausgewogenen Ernährung, versteht sich. Die Bewegung selbst soll eher moderat gehalten werden.

Sportmediziner Uwe Tegtbur beschreibt, dass schon 30 Minuten im Sattel genügen, damit neben Serotonin auch Dopamin frei wird. Beide Botenstoffen lassen uns Freude und Zufriedenheit empfinden. Es gibt sogar Faktoren, die dieses Hochgefühl zusätzlich steigern können. Der erste ist die soziale Gemeinschaft. Das gemeinsame Erlebnis tut uns selbst gut und das Wohlbefinden springt auf die Menschen über, mit denen wir es teilen. Als zweiter Booster kommt die Sonne ins Spiel. UV-Strahlung kurbelt die Produktion von Serotonin und Dopamin an, sodass bei schönem Wetter die Laune eher steigt.

Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel

Kaum eine andere Form der Bewegung ist so gesund für unser Herz-Kreislauf-System wie entspanntes Fahren mit dem E-Bike über längere Zeit. “Viel“ bezieht sich ganz explizit auf die Dauer und weniger auf die Intensität beim E-Biken. Orientiert euch wieder an den 60 Prozent bis 80 Prozent eurer maximalen Herzfrequenz.

Während des Radfahrens arbeitet euer Körper, bewegt den Herzmuskel intensiv und pumpt Blut durch die Adern. Daraus resultiert im ersten Moment ein erhöhter Blutdruck. Wenn ihr kontinuierlich solche Belastungen im Alltag einstreut, gewöhnt sich der menschliche Körper jedoch daran. Ähnlich wie das Herz-Kreislauf-System reagieren auch andere Körperfunktionen relativ schnell auf ein erhöhtes Maß an Aktivität.

Die Bewegung beim Radfahren fördert den Stoffwechsel innerhalb der Bandscheiben und reduziert deren Belastung durch das Körpergewicht. Irgendwo zwischen 15 Minuten und unendlich liegt also der für euch unter den jeweiligen Voraussetzungen ideale Wert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät zu mindestens 150 Minuten pro Woche an körperlicher Bewegung bei moderater Belastung.

Ein spezielles Konzept für die Umsetzung braucht dieses Motto im Grunde nicht. Genauso gut kann eine alltägliche Sache wie euer Weg zur Arbeit zum neuen Workout werden. Für das Jahr 2023 ermittelte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), dass die Menschen in Deutschland im Durchschnitt eine Strecke von 17,2 Kilometer zur Arbeit zurücklegen. Einmal zum Job hin und zurück hieße also fast 35 Kilometer mit dem E-Bike.

Studie zu den Effekten des Pedelec-Fahrens

Mit seinem Team untersuchte er die ­Effekte des Pedelec-Fahrens in ­einer Studie mit mehr als 1900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - und kam dabei zu überraschenden Ergebnissen. „Meine eigenen Vorurteile wurden dadurch ­widerlegt“, so Tegtbur.

Der Puls steigt beim Pedelec-Fahren ähnlich an wie beim normalen Radeln, der Unterschied ist gering. Die ­Belastung für das Herz-Kreislauf-System war in beiden Gruppen also fast identisch. Ähnliche Belastung heißt ähnlicher Stoffwechsel. Und damit ähnlicher Energieverbrauch. Das bedeutet unter anderem auch, dass das E-Bike ein ideales Trainingsgerät ist, um den Blutzucker zu senken. Wichtig für Menschen mit Typ-2-Diabetes.

Pedelec und Umwelt

Auch die Umwelt und das Klima profitieren, weil immer mehr Menschen ein Pedelec nutzen, statt mit dem Auto zu fahren. „Eine Strecke von fünf bis 15 Kilometern zur Arbeit stellt mit dem ­normalen Rad oft eine Hürde dar“, so Sportmediziner Tegtbur. „Das Pedelec hingegen wird auch dann genutzt, wenn das Wetter einmal schlechter ist.“

Sicherheit beim E-Bike Fahren

Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) sind vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 34 Jahren sowie ältere Menschen über 75 gefährdet. Der Sportwissenschaftler rät Seniorinnen und Senioren deshalb, beim Kauf eines E-Bikes auf Ausstattungsmerkmale zu achten, die maximale Sicherheit ermöglichen. Dazu gehört ein Rückspiegel, mit dem man überholende Fahrzeuge auch dann im Blick hat, wenn die Halswirbelsäule den Schulterblick nicht mehr ohne Weiteres ermöglicht. Auch die sichere Bedienung eines E-Bikes sollte man üben. Außerdem nicht vergessen: helle Schutzkleidung und einen Helm tragen.

Weitere gute Gründe für das Radfahren

Unser Alltag ist durch ständiges Sitzen und Bewegungsmangel bestimmt. Radfahren kann Abhilfe schaffen. Es tut Rücken, Herz und Kreislauf, Lunge und Atemwegen, Gelenken und Muskulatur gut, kurbelt den Fettstoffwechsel an und sorgt dafür, dass wir uns wohl fühlen.

  1. Radfahren ist gut für den Rücken: Radfahren gehört zu den rückenschonenden Aktivitäten. Es kräftigt die Rückenmuskulatur und stabilisiert die Wirbelsäule.
  2. Radfahren ist gut für Herz und Kreislauf: Regelmäßiges Radfahren bringt den Blutkreislauf auf Trab. Herz und Kreislauf werden weniger belastet und arbeiten fortan ökonomischer.
  3. Radfahren befreit die Atemwege: Auch die Lunge profitiert vom Rhythmus des Radfahrens und wird gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt.
  4. Radfahren ist gut für die Gelenke: Durch seine zyklischen Bewegungsabläufe ist Radfahren besonders gelenkschonend. Weil das Gewicht des Körpers zu 70 bis 80 Prozent im Sattel lagert, werden die Kniegelenke beim Radfahren wesentlich weniger belastet als etwa beim Joggen.
  5. Radfahren ist gut für die Muskeln: Wer richtig radelt, kann fast die gesamte Muskulatur des Körpers trainieren.
  6. Radfahren kurbelt den Fettstoffwechsel an: Wer viel im Sitzen arbeitet, hat oft mehr Fettreserven als notwendig. Mit Radfahren ist es möglich, diese Reserven als Energiequelle anzuzapfen.
  7. Radfahren macht glücklich: Fachleute schreiben dem Radfahren aufgrund seiner gleichmäßigen, zyklischen Bewegungsform eine hohe entspannende Wirkung zu.

ADFC: Einsatz für den Radverkehr

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können. Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen.

Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten.

Fahrradtyp Motorunterstützung Rechtliche Einordnung Helmpflicht
Pedelec Bis 25 km/h (Treten erforderlich) Fahrrad Nein
S-Pedelec Bis 45 km/h (Treten erforderlich) Kleinkraftrad Ja
E-Bike Bis 25 km/h (kein Treten erforderlich) Elektro-Mofa Nein (aber Führerschein erforderlich)

E-Bike fahren macht Spaß und hält gesund: das erleben wir jeden Tag in unseren E-Bike Shops.

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