Viele Menschen fragen sich, ob Radfahren nach einer Bandscheibenoperation ein Risiko darstellt. Die Meinungen von Medizinern gehen hier oft auseinander und stiften Verwirrung.
Erfahrungsbericht: Mit dem Rad zum Nordkap nach Bandscheiben-OP
Es war sein großer Traum: Herbert Roebers wollte mit seinem Fahrrad bis zum Nordkap und zurück fahren. 3.500 Kilometer lang sollte die Route sein. Doch eine solche Mammuttour war nur möglich, wenn er sich vorher an der Bandscheibe operieren lassen würde. Seit über 40 Jahren begleiteten ihn Rückenschmerzen, die ursprünglich durch einen Unfall verursacht worden waren. Eines seiner Beine war verkürzt und die Schiefstellung bereitete ihm zunehmend Probleme. Alle konservativen Möglichkeiten, seine starken Rückenschmerzen zu lindern, waren umfassend ausgeschöpft.
Und so folgte Herbert Roebers der gemeinsamen Empfehlung der Chefärzte Dr. Florian Danckwerth (Klinik für Konservative Orthopädie, Schmerztherapie und Manuelle Medizin) und Dr. Martin Grummel (Chefarzt der Orthopädischen Klinik I) des Kamp-Lintforter St. Bernhard-Hospitals zu einer Operation. Das Ergebnis gab dem sportlichen Radfahrer und seinen Ärzten Recht. Nach erfolgreicher Operation, einer dreimonatigen Ruhephase und dem Besuch einer Rehabilitationsklinik war Herbert Roebers wieder fit. So fit, dass er begann, seinen Traum in die Realität umzusetzen.
Das Abenteuer startet
An einem Montag radelte er mit seinem Fahrrad von Straelen aus ins Abenteuer. Voll bepackt mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kochgeschirr, Lebensmitteln und viel Wasser ging es los. Mit seiner Frau hatte er vereinbart, alle drei Tage zu telefonieren. Über Osnabrück, Bremen, Hamburg, Flensburg ging die Reise bis ins dänische Frederikshavn. Mit der Fähre ließ er sich nach Schweden übersetzen und erlebte einen herrlichen Mittsommer bei seiner Tour. Weiter ging die Reise über Sundsvall und Haparanda, kurz durch Finnland, weiter Richtung Nordkap. Ein kleines Stück bis Berlevåg ließ er sich von den Postschiffen der Hurtigruten fahren. Und dann war er da - am Ziel seiner Wünsche: dem Nordkap.
„Das ist landschaftlich einfach ein Traum. Und keineswegs nur Eis und Schnee. Dafür aber hügelig, was für mich Radfahrer natürlich permanente Anstrengung bedeutete“, erzählt Herbert Roebers.
Beschwerdefreie Reise
Schmerzen hatte er in den zehn Wochen seiner Reise nicht. Auch nicht bei den Übernachtungen im Zelt. Herbert Roebers war beschwerdefrei, obwohl er, wie er ehrlich zugibt, während der Reise keine Rückenübungen machte. Dafür hatte er die Zeit nach der Reha zu Hause gut genutzt, seine Übungen brav gemacht und auch die Rückenübungs-Gruppe regelmäßig besucht. „Meine Rücken- und Bauchmuskeln waren wirklich gut trainiert. Und das tägliche Radfahren tat mir einfach gut.“ Fast 4.000 Kilometer legte er auf seiner Reise insgesamt zurück. Und fühlte sich einfach nur rundum zufrieden.
Vor seiner Bandscheiben-Operation bat Herbert Roebers seine Ärzte: „Ich lege all meine Hoffnungen in ihre Hände. Ich weiß, dass sie mich nicht enttäuschen und ich anschließend im Rollstuhl sitzen werde.“ Denn er wollte sich doch unbedingt seinen Traum erfüllen.
Expertenmeinung: Dr. Christian Merkl zur Wiederaufnahme des Radfahrens
Frage von Bernd J.: Aufgrund eines akuten Bandscheibenvorfalls mit massiven Schmerzen und komplettem Funktionsausfall des rechten Beins wurde ich an der Wirbelsäule operiert. Nach OP und stationärem Aufenthalt war ich schmerzfrei, es folgten Reha und Krankengymnastik. Im Laufe dieses Trainings verbesserte sich die Funktion des rechten Beins allmählich. Nachfragen bei verschiedenen Ärzten und Physiotherapeuten, ob ich wieder MTB und/oder Rennrad fahren dürfte, brachten völlig unterschiedliche Antworten, von Radfahren sei „Mord für die Wirbelsäule“ bis zu „klar, können Sie wieder aufs Rad, aber nur , wenn es ein Fully ist“. Dabei konnte ich nicht klären, worauf diese Ratschläge jeweils fußten. Meine Frage daher: Ist es vertretbar und sinnvoll, wieder Rad zu fahren, oder ist es zu risikoreich?
Dr. Christian Merkl: Bandscheibenvorfälle mit der Konsequenz einer Operation sind ein einschneidendes Ereignis. Ist der Eingriff zunächst komplikationslos verlaufen, kommt es danach nicht selten zwischen der vierten und sechsten Woche zu Problemen, meist durch zu frühe Mobilisation und Aktivität. Ich rate daher zunächst zu keinerlei Aktivität; meist verordne ich sogar ein Korsett, das die Wirbelsäule immobilisiert. Der Grund: Das OP-Gebiet soll erst möglichst narbenarm abheilen können. Je größer aber die anfängliche Aktivität, umso größer ist die Gefahr eines erneuten Vorfalls oder der vermehrten Narbenbildung.
Diese Art der Behandlung bringt zwar zunächst einen Abbau der Muskulatur mit sich, ich glaube aber, dass dies nach drei Monaten wieder ausgeglichen werden kann, indem man das Training intensiviert. Dafür empfehle ich zunächst rein isometrisches Krafttraining der Rumpfmuskulatur. Auf dem Ergometer - eventuell auch mit Korsett - kann dann langsam wieder mit dem Pedalieren begonnen werden. Späterem Radtraining mit zunehmender Steigerung stehe ich positiv gegenüber und sehe es ganz sicher nicht als „Mord für die Wirbelsäule“ an. Zumal, wenn Sie im Oberlenkergriff fahren und die Position häufig wechseln, zum Beispiel durch Fahren im Wiegetritt. Insgesamt sollte nach einem halben Jahr eine normale Belastbarkeit beim Radfahren wieder gegeben sein.
Minimalinvasive Operationen und schnelle Rückkehr zum Sport
Mit einer minimalinvasiven Wirbelsäulenoperation durch die entsprechenden Spezialisten ist Sport und auch Leistungssport schon nach wenigen Wochen wieder möglich. Die international anerkannten Experten der Apex-Spine Wirbelsäulenklinik in München haben dies bereits mehrfach bewiesen. Dr. med. Michael D. "Das Wichtigste ist, dass sich die Patienten nach einer Operation wieder wohlfühlen und ihr Leben ohne Schmerzen leben können", sagt der Spezialist. Natürlich ist es wichtig, nach einer Operation auf seinen Körper zu hören, und es nicht zu übertreiben. "In Absprache mit dem Chirurgen können die Patienten oft schon nach wenigen Wochen oder sogar Tagen zu ihrem Lieblingssport zurückkehren", sagt Schubert.
Apex-Spine hat bereits zahlreiche Spitzensportler aus verschiedenen Disziplinen erfolgreich behandelt, darunter auch die Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch sowie den Ruderer Matthias Schönmann-Finck. Auch Ruderer Matthias Schönmann-Finck gab nach seiner Operation im Apex-Spine ein erfolgreiches Comeback. Natürlich wurden konventionelle Methoden versucht, ebenso wie eine Reha, nichts half, so dass Dr. Schubert vom Apex-Spine Center seine letzte Hoffnung war. Dr. Schubert wendete die Methode an, für die er internationale Bekanntheit erlangte: Die endoskopische, minimalinvasive Nukleotomie. Der Name klingt kompliziert, und in der Tat erfordert dieser Eingriff hohe Fachkompetenz und viel Erfahrung. Anstelle eines üblicherweise offenen Eingriffs mit mehr oder weniger großer Wunde, setzt der Chirurg lediglich einen kleinen Stich und führt dort ein knapp 8mm dickes Arbeitsröhrchen ein. Durch dieses Röhrchen werden dann sämtliche Mini Instrumente eingeführt, um den Schaden an der Bandscheibe zu beheben. Es ist leicht zu verstehen, dass ein so „kleiner“ Eingriff auch viel schneller überstanden ist. Nachdem er sicherheitshalber noch die Nacht in der Klinik verbracht hatte, verließe er diese bereits am nächsten Tag, vollkommen beschwerdefrei. Schon kurze Zeit später stieg er wieder voll in sein Training ein.
Beide Athleten waren in der Lage, zu ihrem früheren hohen Leistungsniveau zurückzukehren und es sogar noch zu verbessern. Dies ist ein großartiges Zeugnis für die außerordentliche Qualität der Behandlung bei Apex-Spine. Das minimalinvasive Verfahren ist inzwischen so ausgereift, dass Dr. Die Entwicklung minimalinvasiver Operationstechniken hat die Medizin revolutioniert. In der Vergangenheit wurden viele Eingriffe durch mehr oder weniger große Schnitte durchgeführt, die oft mit erheblichem Blutverlust, Schmerzen und Narbenbildung verbunden waren. Heute können Chirurgen bei der minimalinvasiven Chirurgie mit speziellen Instrumenten durch winzige Schnitte operieren. Eine besondere Art der minimalinvasiven Chirurgie, die entwickelt wurde, ist die minimalinvasive Bandscheibenchirurgie. Dieses Verfahren wird zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen oder -rissen eingesetzt.
Vorteile minimalinvasiver Bandscheibenoperationen
Minimalinvasive Bandscheibenoperationen werden - wie der Name schon sagt - durch einen sehr kleinen Einschnitt durchgeführt. Mit speziellen Instrumenten wird der Zugang zur beschädigten Bandscheibe geschaffen. Der Bandscheibenvorfall oder -riss wird dann entfernt und das umliegende Gewebe wird repariert. Dr. Diese Art der Operation hat viele Vorteile für die Patienten. Sie führt zu weniger Schmerzen, Blutverlust und Narbenbildung. Außerdem ist die Rekonvaleszenz - die Genesungszeit - deutlich kürzer als bei der traditionellen offenen Wirbelsäulenoperation.
Egal ob Sie Leistungssportler oder Freizeitsportler sind, bevor Sie sich einer Wirbelsäulenoperation unterziehen sollten Sie unbedingt Rücksprache mit den internationalen Experten der Münchner Spezialklinik Rücksprache halten.
Erfahrungen aus Online-Foren: Radfahren nach Bandscheiben-OP
In Online-Foren tauschen sich Betroffene über ihre Erfahrungen mit dem Radfahren nach einer Bandscheiben-OP aus. Die Meinungen sind vielfältig und individuell, aber einige allgemeine Tipps und Erkenntnisse lassen sich herausfiltern:
- Individuelle Unterschiede: Die Zeiten sind individuell sehr unterschiedlich. Nach meinem Bandscheibenvorfall und anschließendem Muskelaufbau im "medizinisch geschulten und überwachten" Fitnessstudio bin ich im Folgejahr (schon) 2500 km Touren gefahren.
- Sattelhöhe und -art: Ich habe bisher nen Brooksledersattel und überlege ...Ich habe mir überlegt den Sattel erstmal ganz nach unter zu stellen ...Ich fahre nur Brookse, und zwar Flyer S und Countess. Die Federn haben bei mir gefühlt was geholfen. Aber bloß nicht den Sattel runterstellen! Das bringt im schlimmsten Fall einen Rundrücken und damit Belastung der fraglichen Stellen.
- Sitzposition: Was mir danach geholfen hat:- Nach anfaenglicher Aufbauphase konsequentes Durchfuehren von Rueckenuebungen, mindestens alle zwei Tage- Beim Radfahren leicht nach vorn gebeugte Sitzposition- dabei den Ruecken, insbesondere den unteren, bewusst durchstrecken. Dabei mit Sattel- und Lenkerhoehe sowie Abstand zwischen den beiden so herumexperimentieren, dass das Durchstrecken moeglichst gut und intuitiv moeglich ist- Subjektiv besonders gut war/ist beim Radfahren regelmaessiges aus dem Sattel gehen, wobei der untere Ruecken gestaerkt und gleichzeitig etwas gedehnt und gelockert- Langsam angehen, nicht zuviel wollen. Auf den Koerper hoeren, usw. Fahre mittlerweile wieder 4 - 5.000km Rennrad im Jahr mit sportlicher Sitzposition..
- Wiegetritt: Bei mir war die Sitzposition wurscht, wenn ich nur dabei zwischendurch möglichst viel im Wiegetritt gefahren bin.
- Alternative: Bei mir hilft sehr gut mehr Liegerad wie Upright zu fahren.
Dr. Heino Arnold gibt Tipps für Radfahrer nach einem Bandscheibenvorfall
Dr. Heino Arnold ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Sportmedizin. Mit dem Radsport im besonderen sowie Radfahren allgemein ist er seit Jahren eng verbunden. Seine Erfahrung beruht neben der intensiven Ausübung als Ausgleichssport aktuell auf die langjährige Laufbahn im Amateurradsport. Im Interview gibt er Tipps, auf was man nach einem Bandscheibenvorfall achten sollte.
Gefederte Sattelstütze oder Lenkerfederung
Frage: Wie schätzen Sie eine gefederte Sattelstütze oder auch eine Lenkerfederung ein? Können sich diese Extras positiv auswirken?
Dr. Arnold: Eine Federung verbessert die Traktion im Gelände. Sie dient weniger der Erhöhung der “Bequemlichkeit”. Festzuhalten ist auch, dass eine gefederte Sattelstütze deutlich weniger Entlastung bringt als ein vollgefedertes Fahrrad, zum Beispiel ein Mountainbike der Kategorie “Fully”. Das ist auch davon abhängig, was man eigentlich machen möchte: Für die wenigsten Wald- und Flurwege bedarf eines eines Mountainbikes. Ein Gravelbike reicht hier völlig. Stöße vom Untergrund kann eine Sattelstütze bauartbedingt nur wenig abfedern - hier hilft nur der Dämpfer am Hinterbau. Eine Federgabel entlastet effizient den Oberkörper und hilft, harte Stöße zu vermeiden.
Empfehlenswerte und zu vermeidende Fahrradtypen
Frage: Gibt es Fahrradtypen, die Betroffene eher meiden sollten oder die wiederum besonders empfehlenswert sind?
Dr. Arnold: Auch hier gilt: Entscheidend ist die Sitzposition, welche auch von der Rahmengeometrie abhängt. Mountainbike ist nicht gleich Mountainbike, zwischen Rennrad und Gravelbike liegen Welten. Ein CC-Fully ist mit einem All-Mountain-Bike nicht vergleichbar. Hier hilft zum einen der „gesunde Menschenverstand“ weiter - was kann und sollte man einem vorgeschädigten Körper zumuten, zum andern die Beratung beim Fachhändler unter obigen Gesichtspunkten. Viel wichtiger als eine gefederte Sattelstütze ist ein passender Sattel, auf dem man tatsächlich mit beiden Sitzbeinen aufsitzt. Anatomisch liegen hier Welten dazwischen. Der Fachhandel kann den passenden Sattel per Messung ermitteln.
Lokalisation des Bandscheibenvorfalls
Frage: Gibt es je nach Lokalisation des Bandscheibenvorfalls unterschiedliche Aspekte beim Radfahren zu beachten, die wichtig sind?
Dr. Arnold: Mit vorgeschädigtem Rücken sollte man allzu große Belastungen vermeiden. Beim Radfahren stärkt man vordergründig die Beinmuskulatur. Zudem verbessert man die Kondition und beim Mountainbike fahren auch die Koordination. Für Stärkung der Rücken- und Rumpfmuskulatur gibt es jedoch geeignetere Sportarten, z.B. Rudern oder Schwimmen. Bei lumbalen Vorfällen ist eine gestreckte Sitzposition zu vermeiden, bei zervikalen Vorfällen eine tiefe Lenkerposition mit nachfolgender Überstreckung der Halswirbelsäule.
Prävention
Frage: Was kann ich präventiv gegen einen Bandscheibenvorfall tun?
Dr. Arnold: Treiben Sie regelmäßig, maßvollen Sport. Verbinden Sie verschiedene Sportarten. Achten Sie auf eine gleichmäßige Ausdauerbelastung. Das ist zielführend für die meisten Aspekte des Ausgleichssports. Und beim Radfahren gilt: Egal welcher Antrieb -achten Sie auf die Sitzposition, den passenden Sattel, die geeignete Rahmengeometrie und meiden Sie insbesondere bei Vorerkrankungen allzu einseitige Beanspruchung durch extremes Gelände oder Bergauffahrten.
Verhalten nach der Operation
Ab der 3. Ab der 6. Ab ca. dem 3. Monat sollten auch die von Ihnen eventuell bisher ausgeübten Sportarten, wie z.B. Leichtes Joggen oder längere Spaziergänge sind schon nach 2-3 Wochen nach der Operation möglich. Dabei müssen aber unbedingt Aktivitäten und Bewegungen vermieden werden, die zur einer Stauchung und Kompression der Wirbelsäule führen können, z.B. langes Laufen/Joggen oder Sportgeräte wie eine Schulterpresse. Nach ca.
Nach der Bandscheibenoperation sollten Bück- und Drehbewegungen des Oberkörpers vermieden werden. Sie sollten nach der Operation „rückengerecht“ aufstehen, d.h. indem Sie sich in Seitenlage liegend aufrichten und dabei den Rücken gerade halten. Am Abend bzw. am Tag nach der Operation dürfen Sie für kurze Zeit aufstehen, jedoch „rückengerecht“ und mit Unterstützung des Pflegepersonals. Die Zeit des Aufstehens können Sie dann in den weiteren Tagen immer weiter steigern, aber auch immer wieder Perioden im Liegen einlegen. Hier gilt alles in Maßen zu machen, d.h. Liegen, Sitzen, Stehen und Laufen. Sie als Patient spüren am besten, wenn es zu viel wird. Am bequemsten und schonendsten ist nach der Operation die Rückenlage mit eventuell etwas aufgestellten, angewinkelten Beinen. Die Bauchlage sollte vermieden werden. Die Seitenlage ist ebenfalls möglich.
Bereits am Tag nach der Operation ist Duschen möglich, aber nur mit einem speziellen Duschpflaster. Dabei ist Duschen immer besser als Baden. Zu Hause sollte ebenfalls nach jedem Duschen das Pflaster gewechselt werden, dann reichen jedoch normale Pflaster als Abdeckung. Spätestens nach Abschluß der Wundheilung, ca. 2-3 Wochen nach der Operation, sollte das Pflaster nicht mehr benötigt werden. Es ist wichtig feste Kontrolltermine zu vereinbaren, um den Patienten lange die optimale Betreuung zu gewährleisten. Bei unseren Patienten wird die Wunde mit einem intrakutanen sich selbst auflösendem (resorbierbaren) Faden verschlossen und genäht. Damit ist es nicht erforderlich Fäden zu ziehen. Im Krankenhaus erhalten unsere Patienten nach der Operation eine auf sie abgestimmte Schmerzmedikation, um eine frühe Mobilisation, d.h. Nach der stationären Behandlung erhalten Sie mit dem Entlassungsbrief eine weitere Medikation für zu Hause.
Weitere Empfehlungen und Tipps
- Probefahrt machen: Vor dem Kauf eines angepassten Fahrrades sollten Sie auf jeden Fall eine Probefahrt machen. Einer unserer technischen Berater kann Ihnen bei der Wahl der richtigen Fahrrads helfen auch können Sie während einer Testfahrt, das Fahrrad auf der vanRaam Teststrecke auszuprobieren. Sie werden von einem technischen Berater beraten und können mit Bodenschwellen, einem Kiesweg, Hügeln und Kurven üben. Machen Sie also gleich einen Termin für eine Probefahrt.
- Das Fahrrad richtig einstellen: Damit der Rücken beim Fahrradfahren optimal trainiert wird, muss das Rad richtig eingestellt sein. Sowohl die Sitzhöhe als auch die Lenkstange sollten dann so eingestellt werden, dass der Oberkörper in eine leicht vorgebeugte Haltung kommt. Das Becken muss nach vorne gekippt werden.
- Richtige Körperhaltung: Die richtige Körperhaltung ist beim Fahrradfahren für eine gesunde Wirbelsäule äußerst wichtig. Im Bereich der Lendenwirbelsäule ist der Trainingseffekt am Größten. Ist das Becken beim Fahrradfahren nach vorne gekippt, kommt es in der Rückenmuskulatur zu einer Vorspannung. Dadurch wird die Wirbelsäule in ihre natürliche S-Form gebracht.
- Richtige Bein- und Armhaltung auf dem Rad: Die Beine sollten beim Radfahren in der unteren Pedalposition nicht ganz durchgedrückt, sondern leicht angewinkelt sein. In der oberen Pedalposition sollte das Knie nicht mehr als 90 Grad angezogen sein. Das ist besonders wichtig, um die Kniegelenke zu schonen. Der 90-Grad-Win kel ist auch das Idealmaß für das Verhältnis zwischen Armen und Rücken, da es eine optimale Muskelbeanspruchung gewährleistet und die Handgelenke vor zu hoher Druckbelastung schützt. Die Ellbogen sollten beim Radfahren nicht durchgedrückt, sondern ebenfalls leicht angewinkelt sein. Der Lenker ist optimal eingestellt, wenn die Arme leicht angewinkelt und die Handgelenke nicht abgeknickt sind.
Spezielle Fahrräder für Menschen mit Einschränkungen
Van Raam Fahrräder haben einzigartige Eigenschaften die das Radfahren beim Bandscheibenvorfall unterstützen. Als Hersteller von Fahrrädern von Spezialfahrrädern die für Menschen geeignet sind die eine Behinderung haben aber auch für Menschen die sich nicht mehr trauen hat vanRaam verschiedene Fahrräder im Sortiment, die Ihnen beim Weg zur Mobilität helfen können.
Balance Tiefeinstiegsrad
Das Balance Tiefeinstiegrad ist ein Fahrrad von vanRaam mit niedrigem Einstieg. Dieses Fahrrad hat einen speziell entwickelten Rahmen, der es ermöglicht, bequem zu fahren und beide Füße auf den Boden zu setzen, ohne absteigen zu müssen. Das Balance ist in verschiedenen Rahmenhöhen erhältlich. Und wie alle anderen vanRaam Fahrräder kann das Balance mit verschiedenen Optionen, wie etwa Tretunterstützung, ausgerüstet werden.
Weitere Fahrradtypen von vanRaam
- Dreiräder
- Rollstuhlfahrräder
- Tandems
- Parallel Tandems
- Elektromobil-Dreirad
- Transportfahrräder
Empfohlene Artikel
- Radfahren mit Rückenschmerzen
- Radfahren trotz chronischer Schulterprobleme
- Radfahren bei Hüftarthrose
- Radfahren bei Arthrose im Knie
Zusammenfassende Tabelle: Empfehlungen für Radfahrer nach Bandscheiben-OP
| Aspekt | Empfehlung |
|---|---|
| Zeitpunkt des Wiedereinstiegs | Individuell, nach Rücksprache mit Arzt/Physiotherapeut |
| Fahrradtyp | Aufrechte Sitzposition, ggf. Tiefeinsteiger oder Liegerad |
| Federung | Ggf. gefederte Sattelstütze oder vollgefedertes Fahrrad |
| Sattel | Passender Sattel, der die Sitzbeine optimal unterstützt |
| Sitzposition | Leicht nach vorn geneigt, Rücken bewusst durchstrecken |
| Trainingsintensität | Langsam steigern, auf den Körper hören |
| Zusätzliche Maßnahmen | Regelmäßige Rückenübungen, Rumpfmuskulatur stärken |
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