Die deutsche Rechtschreibung kann manchmal knifflig sein, besonders wenn es um Themen wie Getrennt- und Zusammenschreibung geht. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Radfahren.
Getrennt- und Zusammenschreibung
Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter auch sprachliche Entwicklungsprozesse. Manchmal bilden Substantive mit Verben feste Wortgruppen, manchmal sogar neue Wortverbindungen. Manchmal werden diese Wortgruppen oder Wörter substantiviert. Da ist die Getrenntschreibung völlig korrekt, wenn man sagt: "Ich fahre Fahrrad, wenn ich mit dem Fahrrad fahre." Aber in dem Satz: "Das Fahrradfahren fällt mir leichter, als darüber zu schreiben" habe ich ein Verbalsubstantiv gebastelt. Und das schreibt man zusammen.
Verbindungen mit bleiben und lassen können Sie jetzt zusammen- oder getrennt schreiben, wenn die Verbindung in übertragener Bedeutung verwendet wird: liegen bleiben oder liegenbleiben, stehen lassen oder stehenlassen. Zum Abschluss dieses Kapitels noch einige Grenzfälle der Getrennt- und Zusammenschreibung. Die Änderungen in diesem Bereich können hier nur ansatzweise dargestellt werden.
Bindestrich
Die früheren Regeln für den Gebrauch des Bindestrichs wurden größtenteils beibehalten. Neu darf der Bindestrich etwas großzügiger und freier gesetzt werden. In einigen Fällen dürfen Sie sogar selbst entscheiden, ob Sie einen Bindestrich verwenden wollen. Nach den neuen Regeln dürfen Sie den Bindestrich auch bei Zusammensetzungen setzen, die aus drei oder weniger Gliedern bestehen.
Groß- und Kleinschreibung
Bei der Groß- und Kleinschreibung gab es bisher eine Vielzahl von Spitzfindigkeiten und Widersprüchen, die sich (fast) keiner mehr einprägen konnte. Deshalb hat dieser Bereich bei den Reformbemühungen eine wichtige Rolle gespielt. Nomen (Hauptwörter) werden auch weiterhin mit einem großen Anfangsbuchstaben geschrieben. Es wurden jedoch einige Ausnahmen beseitigt, um den Grundregeln mehr Geltung zu verleihen. In Briefen und Urkunden müssen Sie ab sofort nur noch das Anredepronomen (Anredefürwort) Sie mit seinen Beugungsformen großschreiben.
Beispiele:
- für dein/Dein Schreiben vom vergangenen Montag danke ich dir/Dir.
- für Ihr Schreiben vom vergangenen Montag danke ich Ihnen.
Bei der Schreibung von Paarformeln müssen Sie jetzt keine Unterscheidung mehr zwischen ungebeugten und gebeugten Bezeichnungen wie groß und klein, aber: die Großen und die Kleinen treffen.
Zeichensetzung
Die neuen Rechtschreibregeln zielen bei der Zeichensetzung in erster Linie darauf ab, die Kommaregeln zu vereinfachen. Die Regeln für den Gebrauch der anderen Satzzeichen wie Punkt, Doppelpunkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen usw.
Worttrennung
Durch die neuen Rechtschreibregeln wird die Worttrennung am Zeilenende erheblich vereinfacht. Die Buchstabenfolge st wird wie sp, sk, pf usw. Die Eselsbrücke „Trenne nie das s vom t, denn es tut den beiden weh!“ führt Sie nicht mehr ans richtige Ziel. Die Buchstabenfolge ck wird wie ch, sch, ph usw. Ab sofort können Sie diese Wörter auch so trennen, wie sie sich beim lang-sa-men Spre-chen von selbst er-ge-ben.
Fremdwörter
Bei der Schreibung der Fremdwörter nimmt die neue Rechtschreibung nur sehr behutsame Veränderungen vor. Die Anpassungen an die deutsche Schreibung beschränken sich auf die Fremdwörter, die auch in der Alltagssprache verwendet werden. Durch die Einführung der reformierten Rechtschreibung wurden keine spektakulären Schreibweisen wie „Apoteke“ statt Apotheke oder „Filosofie“ statt Philosophie eingeführt. Bei einigen Fremdwörtern wird Ihnen jedoch neben der bisherigen fremdsprachigen Schreibung eine eingedeutschte Schreibweise angeboten. Natürlich bleibt es Ihnen selbst überlassen, ob Sie die neuen Schreibvarianten in Ihren Texten anwenden. Diese Regelung ist eigentlich kein „Newcomer“ - um gleich bei den Fremdwörtern zu bleiben.
Die Laut-Buchstaben-Zuordnung
Die Laut-Buchstaben-Zuordnung erfüllt in der deutschen Rechtschreibung eine wichtige Aufgabe. Die Schreibung mit ss und ß richtet sich ab sofort nach dem Vokal (Selbstlaut), der vor dem s-Laut steht. In manchen Wortstämmen verändert sich die Länge und Kürze des Vokals (Selbstlauts) vor dem s-Laut. Beim Lesen dieses Onlinekurses ist Ihnen bestimmt schon aufgefallen, dass die Konjunktion (das Bindewort) dass jetzt mit ss geschrieben wird. Beim Zusammentreffen dreier gleicher Buchstaben werden also jetzt immer diese Drillinge geschrieben.
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