Radfahren im Ruhrgebiet: Entdeckungstouren auf alten Bahntrassen und mehr

Das Ruhrgebiet ist ein außergewöhnliches Ziel für einen Radurlaub in Deutschland. Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern dient als Grundgerüst für das radrevier.ruhr, das vom ADFC als erste urbane RadReiseRegion Deutschlands zertifiziert wurde!

Hier radelt Ihr fernab des Straßenverkehrs auf stillgelegten Bahntrassen, entlang landschaftlich schöner Kanaluferwege, beeindruckender Industriedenkmäler und Halden. Unser Knotenpunktsystem, 17 thematische RevierRouten , spannende Entdeckertouren, der digitale Radroutenplaner NRW und unser komoot-Kanal helfen Euch bei der Orientierung beim Radfahren im Ruhrgebiet.

Radfahren auf ehemaligen Bahntrassen

Auf ehemaligen Bahntrassen ins Grüne: Im Ruhrgebiet ist das möglich. Die Bahntrassen im Umfeld der Zechen stehen heute als Sinnbild der Transformation des Ruhrgebietes. Heute bieten die Trassen Radfahrenden ruhige, schnelle und sichere Alternativen zum Pendeln abseits der Hauptrouten des Autoverkehrs.

  • Rheinische Bahn, Mülheim a.d. Min.

Beliebte Radwege im Ruhrgebiet

Drei große regionale Radfernwege bilden das Grundgerüst des Netzes: Die Route Industriekultur per Rad, der RuhrtalRadweg und die Römer-Lippe-Route.

  • RuhrtalRadweg: Kein anderer Fluss in Deutschland verbindet (Industrie-)Kultur und Natur auf so engem Raum wie der RuhrtalRadweg. Der RuhrtalRadweg gehört zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands! Der RuhrtalRadweg verläuft entlang der südlichen Grenze des Ruhrgebiets und erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Route Industriekultur per Rad: Ein Rundkurs mit 300 abwechslungsreichen Radkilometern verbindet als Route Industriekultur per Rad die wichtigsten Industriedenkmäler des Ruhrgebiets. Die großen Ankerpunkte auf der Route Industriekultur führen zurück in diese einst so wichtige Zeitepoche. Mit dem Rad lässt sich diese Industriekultur hautnah erfahren, dabei steht die vom ADFC zertifizierte RadReiseRegion „radrevier.ruhr“ für ausgezeichneten Radgenuss. Als Einstiegsorte in die Route Industriekultur per Rad bieten sich die beiden Hauptbahnhöfe in Mülheim an der Ruhr und Hamm / Westfalen jeweils im Westen und Osten des Ruhrgebiets an.
  • Römer-Lippe-Route: Im Norden des radrevier.ruhr bietet die Römer-Lippe-Route spannende Radmomente.

Unter dieser Dachmarke positionieren die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und der Regionalverband Ruhr (RVR) das Ruhrgebiet mit seinen 1.200 Kilometern Radwegen als eine der führenden Radreiseregionen in Deutschland. Das radrevier.ruhr und der RuhrtalRadweg sind Aushängeschilder für den Tourismus in der Region:Die Radreiseregion und der Fernradweg sind erneut unter den Top fünf der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019. Das ergab eine Befragung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V.

Sehenswürdigkeiten entlang der Radwege

Das Ruhrgebiet ist reich an Geschichte und Kultur. Besonders die industrielle Vergangenheit ist allgegenwärtig und lässt sich auf vielen Radtouren erleben. Die Halden sind unverwechselbare Wahrzeichen der Region und sollten bei keiner Radreise im Ruhrgebiet fehlen. Um das Leben der Menschen im Ruhrgebiet besser kennenzulernen und das Selbstverständnis der Einwohner:innen zu verstehen, empfiehlt es sich, eine der vielen Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet zu besuchen. Mit dem Fahrrad sind einige dieser Siedlungen sehr gut erreichbar.

Das Knotenpunktsystem im Ruhrgebiet

Nachdem das Knotenpunktsystem in den Niederlanden bereits große Erfolge erzielt hat, wird das Radfahren nun auch im Ruhrgebiet durch dieses System erleichtert. Das System funktioniert nach dem Prinzip des "Radelns nach Zahlen". Jeder Knotenpunkt wurde mit einer Nummer zwischen 01 und 99 versehen. Auch auf den Wegweisern, die in Richtung der nächstgelegenen Ortschaften oder Sehenswürdigkeiten zeigen, sind die Nummern der Knotenpunkte angebracht. So wisst ihr immer genau, auf welchem Weg ihr zum nächsten Zwischenstopp eurer Tour im radrevier.ruhr gelangt!

Weitere Radtouren und Routen im Überblick

  • Allee des Wandels: Gut ausgebaut führt die Allee des Wandels von der Halde Hoheward in Herten in einem großen Bogen nach Westerholt. Vorbei an ausrangierten Grubenbahnen und den Zechengeländen König-Ludwig I/II und IV/V führt die knapp neun Kilometer lange Radtrasse.
  • Erzbahntrasse: Ausgefallene Brücken und erlebbare Geschichte, das bietet die Erzbahntrasse. Infotafeln und Überbleibsel aus ehemaligen Zeiten erklären die Geschichte der rund zehn Kilometer langen Strecke von Bochum nach Gelsenkirchen.
  • Veltenbahn in Essen: Eine Alternative zum hektischen Stadtverkehr bietet die 2,4 Kilometer lange Veltenbahn in Essen. Von Steele aus führt der asphaltierte Weg durch ein Wäldchen hoch nach Freisenbruch.
  • Hohe Mark RadRoute: Postkartenidyll, entspannendes Grün und wilde Begleiter: die Hohe Mark RadRoute.

Anreise und Unterkunft

Das Ruhrgebiet, gelegen in der Mitte Europas, ist aufgrund seiner zentralen Lage einfach zu erreichen. Ob per Flugzeug, Auto, Bus, Zug oder Fahrrad, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um in das Ruhrgebiet zu gelangen. Große Hauptbahnhöfe wie in Essen, Duisburg oder Dortmund bieten überregionale Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen der Region. Entlang des Wegenetztes finden sich zahlreiche ausgewählte und fahrradfreundliche Übernachtungsbetriebe, die zur Erholung und Entspannung einladen und bestens auf Radfahrer und ihre Bedürfnisse eingestellt sind.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0