Radfahren auf Sardinien: Touren und unvergessliche Erlebnisse

Sardinien, auf Sardisch "Sardinia", auf Italienisch "Sardegna", ist nach Sizilien die zweitgrößte Mittelmeerinsel. Die kürzeste Entfernung zum italienischen Festland beträgt 187 Kilometer, bis zur Südspitze ­Korsikas sind es nur elf Kilometer. Rund ein Viertel der 1,65 Millionen Sarden leben im Großraum der Hauptstadt Cagliari im Süden. Neben ihrer landschaftlichen Vielfalt lockt die Mittelmeerinsel die meisten Touristen mit ihren karibisch anmutenden Stränden und den idyllischen Badebuchten.

Sardinien entwickelt sich zusehends zu einem Eldorado für Fahrradfahrer. Dem Fahrradfahrer bietet sich ein sehr gut ausgebautes Wegenetz, das ein variantenreiches Tourenangebot ermöglicht. Anfänger, Freizeitsportler, Familien, ambitionierte Radrenn- oder Mountanbikefahrer haben die Qual der Wahl. Unsere Trauminsel Sardinien bietet die einmalige Gelegenheit sowohl Radferien als auch einen Aktivurlaub 12 Monate im Jahr zu planen.

Landschaftliche Vielfalt und Streckenprofile

Sardinien ist berühmt für seine Traumstrände. Rennradler finden ihr Glück jedoch eher im hügeligen und bergigen Inselinnern, in einer fast menschenleeren Landschaft von rauer, wilder Schönheit. Höchste Erhebung Sardiniens ist der Punta La Marmora (1.834 m) im Gennargentu-Massiv. In dem von uns besuchten Revier an der Ostküste, der Region rund um den Golfo di Orosei, ragen die Gipfel des Supramonte bis knapp 1.500 Meter in den Himmel.

Das Streckenprofil im Revier rund um den Golf von Orosei reicht von wellig in der Küsten­region über hügelig mit moderaten Anstiegen bis hin zu knackigen Kletterpartien im Supramonte-Gebirge und rund um den Monte Albo. Nur wer gut in Form ist, kommt ohne Dreifach- oder Kompaktkurbel aus. Insgesamt kann man über den Zustand der sardischen Straßen aber nicht meckern.

Unsere Tourengebiete, die Baronia- und Barbagia-Region im Osten sowie das Landesinnere, sind seit jeher das Land der Hirten und extrem dünn besiedelt. Selbst auf den größeren Küstenstraßen herrscht kaum Verkehr, im Landes­inneren kann man die Autos, die einem ­stündlich begegnen, an einer Hand zählen. Die sardischen Autofahrer verhalten sich über­wiegend rücksichtsvoll; nur wenige, zumeist ­jüngere, glauben, dass beim Überholen ein ­Sicherheitsabstand von zehn Zentimetern ausreicht.

Tourenvorschläge und Regionen

Unser Ort Valledoria und die umliegende Gegend bieten ideale Voraussetzungen, um Radsport zu betreiben bzw. Radtouren zu organisieren. Wir haben schon eine kleine Vorauswahl an Touren für Sie erstellt. Dazu gehören die Mondtal-Tour, Panorama-Tour, Janas-Tour, Burgentour, Weinbergtour, Kirchentour, Strandtour, Elefanten-Tour, Meer-Berge-Tour und die Coghinas-Tour.

Besonders unsere Gegend, im Bereich von nur 10 km, verwöhnt seine Gäste mit einem breitgefächerten Sportangebot: Kanuausflüge auf dem Coghinas, Surf- und Segelschule, Tauchzentren, Trekkingtouren, Thermalquellen (mit Schwimmbad), Gleitschirmfliegen und vieles mehr. Man hat die Wahl zwischen freien (dit-yourself) oder geführten Touren. Wir bieten (auf Anfrage) von Profis geplante, geführte Radtouren in ganz Nordsardinien. Die geführten Touren werden in Zusammenarbeit mit Bella Biking organisiert.

SardiniaCycling teilt Sardinien in 5 Gebiete ein, in denen man dann die für uns Radfahrer, fast einheitlichen Bedingungen, vorfindet. Für jedes Gebiet werden die Eigenschaften in Kurzform ausgedrückt:

  • Das Herz von Sardinien: die schönsten und unberührten Bergregionen, vielfältigste Naturlandschaft.
  • Süd-West Sardinien: die Küste zwischen Chia und Teulada und die Küste zwischen Buggerru und Fluminimaggiore sind Favoriten.
  • Nördlich von Olbia: Spektakuläre Küstenstraßen und der Monte Limbara (1350 m über dem Meeresspiegel).
  • Alghero: Radliebhaber aus der ganzen Welt bevorzugen die Stadt Alghero mit ihrem Flughafen.

Touren mit GPS-Daten:

  • Tour 1: Rund um den weißen Berg (115 Kilometer, 1.330 Höhenmeter, max. 13 Prozent Steigung)
  • Tour 2: Mare e Monti (128 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, max. 16 Prozent Steigung)
  • Tour 3: Ins Banditennest (150 Kilometer, 2.340 Höhenmeter, max. 9 Prozent Steigung)
  • Tour 4: Sardische Dolomiten (104 Kilometer, 1.750 Höhenmeter, max. Steigung unbekannt)

Die beste Reisezeit

Dank des mediterranen Klimas kann man auch die warmen Herbst- und die milden Wintermonate zu ausgedehnten Fahrradtouren nutzen. Nicht zu vergessen sind die blütenreichen, weiten Landschaften im warmen, sardischen Frühjahr.

Wir fahren sowohl Renn-, als auch Mountain-Bike das ganze Jahr über.

  • Mit dem Mountain-Bike kann man ganzjährig fahren, aber ab Mitte Juli bis Ende August raten wir die zweite Nachmittagshälfte, um der Hitze zu entkommen, d.h. nach 16 Uhr.
  • Auch mit dem Rennrad können wir das ganze Jahr über fahren. Der Winter zeigt uns keine unmöglichen Wetterbedingungen und wenn man die Höhen vermeidet, hat man Temperaturen, die zwischen fünf und zehn Grad plus liegen (Mitte Februar - erste Märzwoche sind die kältesten Monate im Jahr).

Die besten Monate für aktiven Urlaub sind April bis Juni und Oktober. Mit schulpflichtigen Kindern also Oster-, Pfingst- und Herbstferien. Juli und August sind zum Radfahren zu heiß. Im April und Oktober sind allerdings einige Unterkünfte und Campingplätze geschlossen.

Sicherheit und Ausrüstung

Die Radtouren auf Sardinien - auch die Teilnahme an geführten Touren, mit eigenem oder gemietetem Fahrrad - erfolgen auf eigenem Risiko. Zudem wird dringend zum Tragen eines Fahrradhelmes geraten (bei geführten Touren Pflicht). Wir stellen unseren Gästen hochwertige, top-gewartete Fahrräder und auch Elektrofahrräder zur Verfügung (vorherige Bestellung wünschenswert).

Bisweilen wechseln sich picobello asphaltierte Straßen ab mit Rumpelpisten - inklusive ­riesiger Schlaglöcher. Ist eine größere Tour geplant, sollte man jedoch ausreichend Ersatzmaterial für Gangschaltung, Bremsen und Reifen mitnehmen, da es nur wenige Fahrradwerkstätten auf der Insel gibt.

Weitere Tourenvorschläge und Sehenswürdigkeiten

Hier sind einige weitere Tourenvorschläge, um die Vielfalt Sardiniens zu erkunden:

  • Tour 1: 46 km, 722 hm - Genussrunde um die Stadt Arzachena mit Besuch der Nuraghen Albucciu und La Prisgiona.
  • Tour 2: 52 km, 631 hm - Auf Pisten zu den Traumbuchten beim Torre del Porticciolo und Aussichtsfahrt zum Leuchtturm von Capo Caccia.
  • Tour 3: 31 km, 526 hm - Rundtour über die Hochebene Giara di Gesturi und Besichtigung der eindrucksvollen Nuraghe di Barumini Su Nuraxi.
  • Tour 4: 48 km, 983 hm - Von den Dünen bei Piscinas an der wilden Costa Verde zu den aufgelassenen Bergwerks-Siedlungen von Ingurtosu und Montevecchio.
  • Tour 5: 33 km, 507 hm - Einsame Schleife auf Asphalt und Schotter zu kleinen Buchten auf der Halbinsel Sant’Antioco.

Gastronomie und Kultur

Vergessen Sie nicht, die sardische Gastfreundschaft und die frische mediterrane Küche zu genießen. Eines der schönsten Fahrradcafés der Welt befindet sich auf Sardinien und heißt Maglia Nera. Der Geist der Gastfreundschaft, der raffinierte Stil und die Qualität der Dienstleistungen machen es zu einem unverzichtbaren Startpunkt oder einer Pause während deiner Touren!

Die hübschen Gassen der Altstadt von Alghero laden zum Bummeln ein. Die katalanische Mundart der Stadtbewohner rührt daher, dass die exponiert an der Westküste gelegene Stadt lange Zeit von Aragonien regiert und besiedelt wurde.

Obgleich Inselbewohner, sind die Sarden keine Seeleute, sondern Bauern und Hirten. Da „übers Wasser nichts Gutes kam“, besiedelten die Bewohner das Landesinnere. Wir wollen nach ein paar Strandtagen die Bergwelt erkunden und machen uns auf den Weg zu einem einzigartigen Naturreservat.

Unterkünfte

Wir bieten unseren Gästen elegante und komfortable Ferienwohnungen und Hotelzimmer. Diese liegen am Meer in der Ortschaft Valledoria (Ortsteil La Ciaccia).

Von einfachen bis luxuriösen Campingplätzen hat Sardinien alles zu bieten. Außerdem findet man viele schön gelegene Stellplätze, auf denen man gegen eine geringe Gebühr übernachten kann. Meist mit Dusche, WC und Frischwasser. Reisende ohne Wohnmobil finden außerhalb der Hauptsaison Unterkünfte in allen Preiskategorien.

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