Radfahren für schlanke Beine: So formen Sie Ihre Beinmuskulatur

Zu einem attraktiven Körper zählen unter anderem schlanke Beine mit definierten Oberschenkeln. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Oberschenkelmuskeln bestmöglich trainieren können und was Sie gegen zu dicke Oberschenkel tun können.

Die Beinmuskulatur verstehen

Damit Sie Ihre Beinmuskulatur nach Ihren Wünschen formen können, ist es wichtig, die Lage und Funktion der Muskeln zu kennen. Ganz allgemein kann Ihre Beinmuskulatur in Unterschenkel, Oberschenkel und Hüftmuskulatur unterteilt werden.

Für die meisten Menschen sind hauptsächlich die Muskeln an Oberschenkeln und Hüfte relevant, um schlanke Beine zu bekommen. Die wichtigsten Muskeln Ihrer Beine sind daher:

  • Oberschenkelvorderseite (M. Quadrizeps femoris): Streckt Ihr Knie und beugt die Hüfte.
  • Muskeln der Oberschenkelrückseite (Ischiocrurale Muskulatur): Beugen Ihr Knie und strecken die Hüfte.
  • Adduktoren und Abduktoren: Führen Ihre Beine nach innen bzw. nach außen.
  • Hüftmuskulatur (vor allem der M. Gluteus maximus): Streckt vor allem Ihre Hüfte.

Wer seine Waden trainieren möchte, sollte zudem die Muskeln M. Gastrocnemius und M. Soleus relevant.

Mythos vs. Realität: Schlanke Beine bekommen

Schlanke Beine entstehen nicht nur durch Beintraining allein. Wenn Sie schlankere Beine haben möchten, sollten Sie jedoch an Ihrem gesamten Körper arbeiten. Denn neben geeigneten Beinübungen ist vor allem auch in ausgeglichenes Körperbild aus optischen sowie gesundheitlichen Gründen wichtig.

Die Idee der Spot Reduction beschreibt die örtliche Reduktion von Körperfett an einer bestimmten Stelle wie zum Beispiel Ihren Beinen. Da die Reduktion von Körperfett aber nicht immer lokal passiert, ist Ihr Körperfettanteil ein Thema Ihres gesamten Körpers. Das Konzept des sogenannten Spot Reduction funktioniert daher auch für Ihre Beine nicht.

Dennoch ist Beintraining natürlich sinnvoll, wenn Sie schlanke Beine bekommen möchten. Denn die Form Ihrer Beine wird neben dem Fettanteil eben durch die Beinmuskeln, aber auch durch ein straffes Bindegewebe erzeugt. Sowohl Ihre Muskulatur als auch Ihr Bindegewebe wird durch Krafttraining Ihrer Beine gestrafft. Krafttraining ist ein Muss für schlanke und geformte Beine. Ohne ein gezieltes Beintraining wirken auch schlanke Beine nicht straff.

Die wichtigsten Muskelgruppen und ihre Übungen

Hier sind einige Übungen, um die verschiedenen Muskelgruppen in Ihren Beinen zu trainieren:

  • Oberschenkelvorderseite (M. Quadrizeps femoris): Kniebeugen, Ausfallschritte
  • Oberschenkelrückseite (Ischiocrurale Muskulatur): Beinbeuger-Übungen
  • Gesäßmuskulatur (M. Gluteus maximus): Kreuzheben, Hip-Extensions, Ausfallschritte
  • Wadenmuskulatur (M. Gastrocnemius und M. Soleus): Wadenheben (mit gestreckten oder gebeugten Knien)

Cardio-Training für schlanke Beine

Cardio-Training ist wichtig, um schlanke Beine zu erhalten, da es bei der Gewichtskontrolle und -abnahme hilft. Denn: Fast zwei Drittel der gesamten Körpermuskulatur sitzen in den Beinen und im Gesäß. Daher eignen sich für schlanke Beine vor allem Cardio-Übungen, die auch Ihre Beine muskulär fordern, um von beiden Effekten zu profitieren.

  • Laufen: Steigert Ihre Herz-Kreislauf-Ausdauer besonders stark.
  • Radfahren: Sorgt für ein ausgeglichenes Beintraining.
  • Rudern: Trainiert neben Ihren Oberschenkeln auch Ihren Oberkörper effektiv.

Mobility-Übungen für flexible und straffe Beine

Zu einem vollständigen Beintraining gehören auch Übungen zum Erhalt und Ausbau Ihrer Flexibilität. Doch auch für die Form Ihrer Beine können Mobility-Übungen eine wichtige Rolle spielen. Mobility-Übungen sind Bewegungen, die Ihre Beweglichkeit verbessern und Sie optimal auf das Training vorbereiten. Hierzu gehört unter anderem auch das Training mit der Faszienrolle. Diese kann Ihre Muskeln und Faszien vor dem Training weicher machen und somit Spannungen lösen.

Durch gezieltes Faszientraining mit der Rolle, aber auch im Rahmen von Kraft- und Dehnübungen können Sie jedoch auch Ihr Bindegewebe mit der Zeit aufbauen und für eine straffere Figur erreichen. Durch regelmäßiges Mobility-Training, vor allem als Warm-up vor dem Training lässt sich das Verletzungsrisiko effektiv senken.

Ernährung für schlanke Beine

Wer straffe und schlanke Beine haben möchte, sollte zunächst auf seinen Körperfettanteil achten. Ist dieser höher, sollte er durch maßvolle Ernährung und regelmäßige Sporteinheiten reduziert werden, um die bereits vorhandene Muskulatur Ihrer Beine bestmöglich herauszustellen. Wichtig ist, ein Kaloriendefizit einzuhalten und ausreichend Eiweiße zu konsumieren.

Wer Sport treibt, sollte mindestens 1 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag zu sich nehmen - besser wären 1,6 - 2 Gramm für optimale Ergebnisse und starke Beinmuskeln. Bei Kohlenhydraten sollten Sie dabei möglichst zur Vollkornvariante greifen und diese vor allem vor und nach dem Training genießen, um Ihre Glykogenspeicher zu füllen. Wenn Sie Fett verlieren möchten, sollten Sie insbesondere bei Nahrungsfetten aufpassen. Diese enthalten doppelt so viele Kalorien pro Gramm wie Kohlenhydrate und Fette und können daher viel Energie liefern, die Ihr Kalorienbudget schneller ausschöpfen. Dagegen sind gerade pflanzliche Fette jedoch sehr wichtig für die Gesundheit, weswegen Sie sie nicht zu stark einschränken sollten.

Für die Veränderung Ihres Körpergewichts und damit auch für schlanke Beine zählt immer die Kalorienbilanz. Allerdings ist es deutlich einfacher, eine negative Bilanz mit Lebensmitteln mit geringer Energiedichte einzuhalten. Hierzu gehören wasserreiches Gemüse und zuckerarmes Obst. Weiterhin helfen Ihnen Sattmacher wie Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten, Gemüse oder Vollkornprodukten sowie Eiweiße als Muskelbaustoff aus Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten, Milchprodukten oder Eiern.

Trainingsplanung für optimale Ergebnisse

Wer schlanke Beine möchte, der sollte seine Oberschenkel, Waden und Gesäßmuskeln mit verschiedenen Übungen trainieren. Wichtig hierbei ist neben der Übungsauswahl eine regelmäßige Steigerung der Trainingsleistungen. Nur wenn Sie langfristig einzelne Parameter Ihres Trainings verändern, wird Ihr Körper nachhaltig mit Trainingsfortschritten darauf reagieren. Steigern Sie sich hierfür in Ihrem Trainingsgewicht, der absolvieren Satz- oder Wiederholungszahl verkürze die Pausen oder trainiere häufiger, um eine Steigerung zu erzeugen. Eine verbesserte Leistung ist dabei der Indikator für Ihren Trainingserfolg und zeigt an, dass Sie auf dem besten Weg sind.

Studien legen zudem nahe, dass Frauen im Vergleich zu Männern tendenziell von höheren Wiederholungszahlen pro Satz profitieren, da sie über einen höheren Anteil der ausdauernden Typ 1 - Muskelfasern verfügen.

Regeneration für nachhaltigen Erfolg

Training und Erholung sollte immer als Einheit geplant werden. Damit Sie in Ihren Workouts Ihre volle Power abrufen und sich steigern können, müssen Sie nach dem Training entsprechende Regenerationsphasen einhalten. Eine Faustregel sagt hierbei, je härter und länger Sie trainieren, desto länger muss auch Ihre Regenerationszeit sein, bevor Sie denselben Muskel das nächste Mal trainieren.

Achten Sie auch darauf, dass Sie bei vielen Beinübungen wie unter anderem Kniebeugen und Kreuzheben nicht nur Ihre Beine, sondern beinahe den ganzen Körper trainierst und somit auch andere Muskeln Regeneration brauchen können. Sorgen Sie daher immer für ausreichende Pausen zwischen zwei Trainingseinheiten, aber auch für guten Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung. Auch gezielte Regenerationsmaßnahmen wie Saunagänge, Wechselduschen oder Mediationen können Ihre Regeneration und damit Ihren Trainingserfolg hinsichtlich schlanker Beine positiv beeinflussen.

Radfahren als effektive Methode für schlanke Beine

Radfahren ist eine der effektivsten und gelenkschonendsten Sportarten, um abzunehmen und sich körperlich fit zu halten. Bei regelmäßigem Training purzeln die Kilos und an einigen Körperstellen macht sich der Effekt besonders deutlich bemerkbar. Insbesondere diese Bereiche werden beim Radfahren jedoch gezielt trainiert. Die Beine können beim Radfahren nach einigen Wochen dicker werden, da die gesamte Beinmuskulatur ausdauernd beansprucht wird. Hierbei wird aber schnell deutlich, dass es sich nicht um eine lockere Fettmasse handelt. Um tatsächlich einen Gewichtsverlust zu erreichen, sowie Bauch, Beine und Po gezielt zu definieren, ist ein regelmäßiges und sich langsam steigerndes Fahrrad-Training wichtig.

Vorteile des Radfahrens beim Abnehmen

  • Gelenkschonend: Die weichen Bewegungen beim Trampeln sind besonders schonend für die Gelenke.
  • Anpassbar: Das Tempo wird vom Radfahrer selbst bestimmt und individuell an die eigene Kraft und Ausdauer angepasst.
  • Effektive Fettverbrennung: Anregung des Stoffwechsels und Muskelaufbau.

Wie man effektiv mit dem Radfahren abnimmt

Zu Beginn sollten 20 bis 40 Minuten konstantes Radfahren an mehreren Tagen in der Woche ausreichen. Dabei kommt es nicht darauf an, große Steigungen mit möglichst hohem Tempo zu meistern. Wichtig ist vielmehr das regelmäßige Trampeln in zunächst niedrigen Gängen. Eine Steigerung von Tempo, Kraftaufwand und Zeit sollte dann in kleinen Schritten erfolgen und an die persönlichen Möglichkeiten und Fortschritte angepasst werden. Um beim Abnehmen per Radfahren eine optimale Fettverbrennung zu erreichen, sollten maximal 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz ausgeschöpft werden.

Die Vorteile von Radfahren für die Gesundheit

Fahren auf dem Bike ist das perfekte Ausdauertraining: Das Herz-Kreislauf-System wird trainiert, außerdem zuverlässig Fett verbrannt. Dabei ist Radfahren schonend für Knochen, Gelenke, Bänder und Co.

  1. Radfahren steigert deine Fitness: Bereits 30 Minuten moderates Radeln am Tag können Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit signifikant stärken.
  2. Auf dem Bike schmilzt dein Körperfett: Durch Ihr Bike-Workout wird Ihr Stoffwechsel richtig auf Trab gebracht, was auch die Fettverbrennung aktiviert.
  3. Fahrradfahren schont deine Sehnen, Bänder, Hüfte und Knie: Durch die geringe Stoßbelastung ist das Training auf dem Bike deutlich schonender.
  4. Outdoor-Sport stärkt dein Immunsystem: Die frische Luft stärkt nicht nur Ihre Lunge, sondern auch Ihr Immunsystem maßgeblich.
  5. Bewegung steigert die Entspannung und verbessert deinen Schlaf: Wer sich jeden Tag bewegt, schläft nachts viel besser.

Welche Muskelgruppen werden durchs Radfahren trainiert?

Vor allem wird natürlich der Unterkörper beim Radfahren beansprucht, sprich: Beine und Po. Am meisten profitieren der hintere und vordere Oberschenkel (Beinbizeps und Quadrizeps) sowie die Gesäßmuskulatur. Aber auch die Waden werden gestärkt.

Wie viel Kalorien verbrennt man beim Fahrradfahren?

Der Energieverbrauch beim Radfahren lässt sich auf rund 300 bis 600 Kalorien pro Stunde beziffern. Das ist doch schon beachtlich, oder?

Was kann ich beim Bike-Training essen und trinken?

Bei einer Dauer jenseits der 60 oder 90 Minuten sollten Sie darauf achten, genug Energie bereitzustellen, zum Beispiel mit Energieriegeln. Sonst drohen Kreislaufprobleme und Heißhungerattacken. Auch das Trinken dürfen Sie im Training nicht vernachlässigen. Da man beim Radfahren wertvolle Mineralstoffe verliert, empfehlen sich auch hier für längere Touren Elektrolyt-Tabletten im Wasser.

Wie häufig sollte ich pro Woche Fahrrad fahren um abzunehmen?

Schon mit 30 Minuten Radfahren mehrmals pro Woche können Sie viel erreichen. Statt jede Woche eine lange Tour anzustreben, sollten Sie lieber an Ihrer Konstanz arbeiten und sich an regelmäßiges Radfahren gewöhnen. Menge statt Länge lautet die Zauberformel.

Die Bedeutung der richtigen Ausrüstung

Mit das Beste am Radfahren ist die Vielzahl an Möglichkeiten, wie du den Sport ausüben kannst: Von flinken Rennradabenteuern über bergige Mountainbike-Touren bis hin zu langen Urlaubstouren mit der motorisierten Unterstützung eines E-Bikes ist vieles denkbar.

  • Fahrrad: Natürlich brauchst du ein gutes Bike.
  • Helm: Absolutes Essential ist auf jeden Fall ein gut sitzender Helm. Safety first!
  • Kleidung: Da die weibliche und männliche Anatomie unterschiedlicher nicht sein könnte, solltest du, anders als beim Rad selbst, beim Sattel unbedingt auf ein spezielles Damenmodell zurückgreifen.

Übrigens: Essenziell ist außerdem die korrekte Einstellung der Sitzposition auf deinem Rad. Mit der falschen Haltung und Position kann das Radfahren Knie- oder Rückenschmerzen verursachen und der Spaß rückt dann in den Hintergrund.

Warum nehme ich trotz Fahrradfahren nicht ab?

Da durch das Radfahren auch Muskeln in den Beinen aufgebaut werden, kann es passieren, dass Sie nicht sofort abnehmen. Muskeln sind schwerer als Fett und somit ist das Halten oder gar eine Zunahme des Gewichts erst einmal kein Problem. Durch die neuen Muskeln wird aber Ihre Fettverbrennung erhöht und dadurch werden Sie künftig schneller und effektiver Gewicht verlieren. Haben Sie einige Wochen Geduld.

Was Sie über Radfahrerbeine wissen sollten

Je höher die Rennklasse, desto dünner die Beine, zumindest im Straßenradsport. Rennradprofis trainieren und hungern sich jeden unnötigen Ballast ab, um die Muskulatur für den Ausdauersport Radfahren zu optimieren.

Umfangreiches Ausdauertraining fördert den Aufbau und die Leistungsfähigkeit der roten, ausdauernden Typ-I-Fasern. Die Fähigkeit, „Treibstoff“ in Form von Glykogen und Fett in den Muskeln einzulagern, ist bei hoch trainierten roten Fasern deutlich ausgeprägter als bei untrainierten. In der Summe führt all dies dazu, dass die Ausdauerleistungsfähigkeit eines trainierten Radlerbeins bei ähnlichen Abmessungen wie ein „Bürobein“ bis zu viermal so hoch sein kann.

Vorteile des Radfahrens im Alltag

In der Stadt sind Strecken bis vier Kilometer am schnellsten mit dem Rad zu bewältigen, flotter als mit dem Auto, Bus oder der Bahn. Man tut sich etwas Gutes - und der Umwelt dazu. Auch die Muskulatur wird mit mehr Blut versorgt, neue Blutgefäße bilden sich, die Muskelkoordination wird verfeinert, die Immunabwehr gestärkt - und das Körperfett zum Schmelzen gebracht. Nach dem Laufen ist Radfahren der effektivste Fettkiller, und für viele, die Gelenkprobleme haben oder sich mit zu vielen Pfunden auf den Hüften plagen, sogar der bestmögliche.

Wie Sie Ihren optimalen Trainingspuls ermitteln

Sie benötigen lediglich eine Pulsuhr und sollten mit Ihrer Herzfrequenz im Training bei 70 Prozent der aerob-anaeroben Schwelle liegen.

  1. Messen Sie Ihren Ruhepuls im Sitzen, kurz bevor Sie losfahren.
  2. Fahren Sie 30 Minuten möglichst schnell auf einer verkehrsarmen Strecke.
  3. Das Ergebnis multiplizieren Sie mit 0,7 und addieren den Ruhepuls wieder dazu. So erhalten Sie den optimalen Trainingspuls fürs Fatburning.

Warum das Abnehmen mit Fahrradfahren so gut klappt

Easy: Abnehmen mit Fahrrad fahren klappt deswegen so gut, weil Sie Ihren Stoffwechsel sowie Ihren Kreislauf ordentlich in Schwung bringen. Gleichzeitig läuft Ihre Fettverbrennung auf Hochtouren und fast die gesamte Muskulatur in Ihrem Unterkörper wird gestärkt und trainiert. Fürs Abnehmen doppelt gut, denn in Ihren Beinen sitzen die größten Muskelgruppen - und je größer die beanspruchten Muskeln, desto höher der Kalorienverbrauch!

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim Radfahren?

Eine pauschale Antwort, wie viele Kalorien Sie beim Fahrrad fahren verbrennen, kann ich Ihnen nicht geben, dafür spielen zu viele Faktoren mit: Wie intensiv fahren Sie? In welchem Gang? Wie trainiert sind Sie? Wie viel wiegen Sie? Wie schnell fahren Sie? Ist Ihre Strecke eben und betoniert oder strampeln Sie einen steinigen Waldweg hoch? Wie warm ist es? Haben Sie Gegen- oder Rückenwind? Im Zweifelsfall empfehle ich Ihnen, Ihre Bike-Session mit einer Pulsuhr oder einem Fitness Tracker aufzuzeichnen, so haben Sie einen Überblick über Ihren Kalorienverbrauch.

Welche Muskeln werden beim Fahrrad fahren beansprucht?

Beim Fahrrad fahren werden hauptsächlich Ihre Beine trainiert. Dafür aber wirklich komplett: Von den Waden über die Oberschenkelvorder- und -rückseite bis zum Gesäß müssen Ihre Gains richtig ran. Je nachdem, gegen welchen Widerstand Sie anfahren (egal, ob Berg, hoher Gang, Gegenwind oder Widerstand auf dem Heimtrainer), können Sie sogar richtig Muskeln in den Beinen aufbauen - denken Sie nur mal an die krassen Waden und steinharten Oberschenkel von Radprofis! Aber keine Sorge - so extrem wird’s bei Ihnen nicht. Aber trainierte statt schwabbelige Beine haben schon was, oder?!

Neben euren Beinen leisten aber auch eure Rückenmuskeln und eure Hüftmuskulatur ordentlich Arbeit. Das sorgt nicht nur für einen noch höheren Energieverbrauch, sondern beugt Rückenschmerzen und Bandscheibenproblemen vor und macht beweglich.

Wie schnell können Sie durch Radfahren abnehmen?

Auch wenn die Pfunde mit Sicherheit purzeln werden, müssen Sie beim Abnehmen mit Fahrrad fahren Geduld haben. Zumindest wenn Sie nicht gleichzeitig eine ungesunde Crash-Diät durchballern (was Sie hoffentlich nicht vorhaben!). Aber Geduld zahlt sich aus: Eine langsame, gleichmäßige Gewichtsabnahme ist nicht nur deutlich gesünder für Ihren Körper, sie ist auch langfristig. Studien haben ergeben, dass regelmäßiges Radfahren monatlich im Schnitt ein Minus von 2,5 Kilo auf der Waage bringt. Experten raten generell, nicht mehr als 0,5 bis 1 Kilo pro Woche abzunehmen.

Weitere Vorteile des Radfahrens

  • Fahrrad fahren ist gelenkschonend: Da der Sattel rund 60 - 75 % Ihres Körpergewichts trägt, ist Biken ein besonders gelenkfreundlicher Sport.
  • Herz-Kreislauf-Training: Wie alle Ausdauersportarten bietet Ihnen das Abnehmen mit Fahrrad fahren eine Menge gesundheitlicher Benefits.
  • Integration im Alltag: Sie müssen sich nicht gezielt Zeit für Ihre Bike-Einheiten nehmen, denn Sie können auch ganz easy die eine oder andere Auto- bzw. Busfahrt durchs Radfahren ersetzen.

Abnehmen mit Fahrrad fahren: Welcher Pulsbereich ist der richtige?

Gerade Anfängern fehlt häufig noch ein Gefühl dafür, bei welchem Pulsbereich Sie trainieren. Denn je nachdem, in welchem Bereich Sie sich bewegen, trainieren Sie andere Fähigkeiten. Werte im unteren Pulsbereich (etwa 60 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz) steigern die Grundlagenausdauer. Wenn Sie zwei- bis viermal pro Woche für 20 - 60 Minuten Fahrrad fahren wollen, ist ein Pulsbereich von 75 bis 85 % Ihrer maximalen Herzfrequenz perfekt.

Ein Rechenbeispiel: Für einen 25-jährigen Mann mit 80 Kilo hieße das 210 - (0,5 x 25) - (0,11 x 80) = 210 - 12,5 - 8,8 = 188,7.

Trainingsplan Abnehmen mit Fahrrad fahren: So oft und lange müssen Sie ran

Im Prinzip gilt: Wer mit Fahrrad fahren abnehmen möchte, sollte so oft und lange wie möglich aufs Rad. Anfänger starten bei drei Trainingseinheiten pro Woche à 30 - 40 Minuten. 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute bei einem mittleren bis niedrigen Gang/Widerstand genügen erstmal. Nach etwa zwei Wochen können Sie beginnen, die Dauer Ihrer Biketouren auszuweiten und/oder eine weitere Einheit einzuführen. Es gilt: Immer erst die Häufigkeit und Dauer steigern, dann die Intensität.

Heimtrainer vs. Outdoor: Was ist besser zum Abnehmen?

Generell bin ich ein Fan von Outdoor-Sport und würde das auch jedem von Ihnen empfehlen. Sie bewegen sich an der frischen Luft, tanken nebenbei eine Menge Vitamin D und stärken Ihr Immunsystem.

Wichtige Tipps für das Radfahren

  • Trinken: Ist bei jedem Sport wichtig, beim Radfahren aber besonders, weil Sie es vergleichsweise lange durchziehen.
  • Radhandschuhe: Gerade am Anfang können sich leicht Blasen an den Händen bilden.
  • Richtige Kleidung: Gerade beim Radfahren draußen ist es besonders wichtig, auf atmungsaktive Kleidung zu setzen, Sie können sich sonst ganz schnell erkälten.
  • Fitness Apps nutzen: Für mehr Anreiz können Sie spezielle Apps fürs Biken nutzen.
  • Ablenkung: Wenn Sie sich zu Hause aufs Rad schwingen, empfehle ich Ihnen ’nen Fitness-Podcast, Hörbücher oder Ihre Lieblingsserie zum Streamen, um die Zeit schneller rumzubekommen.
  • Richtige Einstellung: Damit Sie auch wirklich gelenkschonend unterwegs sind, sollten Sie Ihr Bike unbedingt auf Sie einstellen.

Abnehmen mit Fahrrad fahren: Die richtige Ernährung

Natürlich funktioniert das Abnehmen mit Fahrrad fahren nur in Kombination mit der passenden Ernährung. Hier ist es erst einmal egal, ob Sie sich Low Carb oder Slow Carb ernähren oder sich nach der ketogenen Ernährung oder peganen Ernährung richten. Hauptsache Sie halten ein Kaloriendefizit ein, nehmen ausreichend Makro- und Mikronährstoffe zu sich und essen größtenteils natürliche Lebensmittel anstatt verarbeitete.

Zehn Gründe, Rad zu fahren

  1. Du wirst leichter abnehmen
  2. Du wirst deine Beine und dein Gesäß straffen
  3. Du wirst deinen Körperbau verbessern
  4. Du wirst deine Gesundheit verbessern
  5. Du kannst die Last individuell anpassen
  6. Du benutzt ein umweltfreundliches Verkehrsmittel
  7. Du wirst deine Umgebung erkunden
  8. Deine Psyche wird sich verbessern
  9. Du wirst besser schlafen
  10. Freust du dich auf jeden Nachmittag, an dem du Rad fahren kannst

Wenn du regelmäßig Rad fährst, kannst du sicher sein, dass du den richtigen Sport gewählt hast. Wenn du seit Jahren zögerst, dich wieder in den Sattel zu schwingen, dann gibt es keinen Grund zu warten. Der Radsport hat wie andere Sportarten auch viele Vorteile, die ihm weltweit Millionen von Anhängern eingebracht haben. Es spielt keine Rolle, ob du ein Mountainbike, ein Rennrad oder ein Schotterrad hast. Rad fahren kann viele Formen annehmen, und es liegt an dir, ob du dich ins Gelände begibst oder lieber auf die Straße.

Kalorienverbrauch pro Stunde beim Radfahren
Art des Radfahrens 65 kg weiblich 80 kg männlich
Fahren auf einer flachen Strecke mit mittlerer Geschwindigkeit 370 kcal 460 kcal
Intensives Radfahren auf einer flachen Strecke 520 kcal 650 kcal
Mountainbiking 660 kcal 820 kcal

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