Radfahren am Millstätter See: Eine unvergessliche Rundtour

Der Millstätter See, ein Juwel eingebettet in die sanfte Bergwelt der Nockberge, ist ein wahres Paradies für Fahrradbegeisterte. Er liegt im Norden des Drautales und ist somit ein lohnendes Urlaubsziel, besonders für Aktivurlauber. Der Radweg um den Millstätter See ist ein Klassiker in der Region und bietet eine abwechslungsreiche Radtour durch die Region.

Der Millstätter See-Radweg: Ein Überblick

Einmal rund um den Millstätter See führt der 28 km lange Millstätter See Radweg. Die gesamte Runde des Millstätter See Radweges umfasst rund 28 Kilometer. Diese Strecke führt immer dem Wasser entlang und belohnt mit reichen Erlebnissen, wenn man sich Zeit nimmt. Man zieht vorbei am naturbelassenen Südufer, wo versteckte Buchten und fast schon einsame Fleckchen warten bis hin nach Döbriach, Radenthein, Dellach und Millstatt, wo schöne Plätze mit aussichtsreichen Blicken auf den See für die geleisteten Bemühungen belohnen. Der Radweg ist gut ausgebaut und ermöglicht es den Besuchern, die atemberaubende Schönheit des Sees zu genießen. Der Einstieg kann frei gewählt und der Radweg in jede Richtung befahren werden.

Streckenverlauf und Besonderheiten

Dabei geht es am Nordufer durch die drei Orte Seeboden, Millstatt und Döbriach hindurch. Am Nordufer fährt man an vielen Villen aus längst vergangenen Zeiten vorbei. Hier lohnt es sich auch einmal stehen zu bleiben und sich die Prachtbauten ganz genau anzusehen. Am Südufer fahrt ihr hingegen durch unverbaute Uferlandschaften. Am Südufer des Millstätter See verläuft ein naturbelassener Weg, wo versteckte Buchten zum Verweilen einladen.

  • Nordufer: Zwischen See und Straße, gut geteert und baulich getrennt von der Uferstraße.
  • Südufer: Größtenteils schattig, führt durch befestigte Forstwege und bietet tolle Ausblicke.
  • Seeboden: Hier führt der Radweg entlang der Seepromenade.

Der Radweg am Nordufer des Millstätter See verläuft parallel zur B 98 und ist asphaltiert und flacher. Dieses Teilstück eignet sich ganz besonders für das Fahren mit dem E-Bike. Beschwingt trete ich in die Pedale. Dank Motor ist sogar das Bergauffahren recht einfach. So hab ich immer genug Zeit, um die Landschaft zu genießen.

Wir verlassen den geteerten Radweg in Döbriach und folgen der Radweg - Beschilderung auf einem befestigten Forstweg. Auf einem Schild wird vor Gefälle und Steigungen gewarnt.

Abkürzungsmöglichkeiten

Wem die gesamte Strecke von rund 30 km zu lange ist, dem bietet sich die Möglichkeit, einen Teil der Strecke mit dem Schiff zurückzulegen. In den Sommermonaten kann man das Schiff aber nutzen, um die Radtour abzukürzen. Die Schiffe nehmen auch Fahrräder mit. Später sehen wir am Südufer auch Ablegestellen für eigene Fahrrad-Fähren. Gemütlich abkürzen kann man die Seerundfahrt mit dem Radschiff „Peter Pan“, das regelmäßig zwischen den Anlegestellen am Nord- Süd- Ost und Westufer pendelt.

Sollte sich das Radfahren dann doch irgendwann als zu anstrengend herausstellen, besteht die Möglichkeit, auf den Raddampfer Peter Pan umzusteigen und den Restweg per Schiff zurückzulegen.

Familienfreundliche Radtour

Die Radtour rund um den Millstätter See ist abwechslungsreich, sicher und familienfreundlich. Diese Tour ist besonders empfehlenswert für Familien mit Kindern. Dank der komplett ausgeschilderten Strecke und der ausschließlichen Führung auf Radwegen, ist sie auch für weniger geübte Radfahrer oder jüngere Kinder gut machbar. Auch Kinder schaffen die Strecke mühelos. Besonders empfehlenswert ist das Südufer am Millstätter See. Hier liegt der Radweg voll in der Natur und nicht an Straßen.

Pausen und Erfrischungen

Ein Sprung ins erfrischende Seewasser darf natürlich auch bei einer ausgiebigen Radtour nicht fehlen und so kann man sich für eines der vielen Strandbäder am Weg entscheiden und sich abkühlen. Das Wasser im Millstätter See ist kristallklar und im Sommer angenehm warm. Überall entlang der Strecke gibt es Zugänge zum See mit seichten Einstiegen, die sich hervorragend für Kinder eignen. In Seeboden gibt es einen kleinen Bikepark für Kinder, der ideal für eine aktive Pause ist.

E-Bike-Verleih und -Touren

Da man vom Ufer des Millstätter Sees direkt in die Berge starten kann, setzt die Region seit Jahren auf das Thema E-Bike. Rund um den See gibt es neun Verleihstationen, an denen man sich Pedelecs mieten kann. Wer möchte, kann das Bike auch an einer anderen Station abgeben. Eine Übersicht der Vermietstellen findet sich auf www.millstaettersee.com

Kosten und Optionen

Die Räder leihen wir bei der Mountainbike Station in der Nähe des Tourismusbüros in Millstatt aus. Ein normales Trekking-Bike gibt es ab 12 Euro. Wir entscheiden uns für ein E-Bike. Da liegt das motorunterstützte Trekking-Bike bei 21,00 Euro. Ein Mountainbike Fully mit Motor kostet 37,50 Euro. Helm und Fahrradschloss leihen wir ebenfalls vor Ort aus.

Hier ist eine Tabelle mit den ungefähren Kosten für den E-Bike-Verleih:

Fahrradtyp Preis
Trekking-Bike Ab 12 Euro
E-Bike Trekking 21,00 Euro
Mountainbike Fully mit Motor 37,50 Euro

Weitere Radrouten in der Umgebung

Für Radwanderer und besonders für Familien geeignet ist auch der 360 km lange Drau-Radweg. Entlang der Drau schlängelt sich der Radweg von Toblach in Südtirol, über Spittal an der Drau bis Marburg in Slowenien. Einige Etappen können vom Millstätter See aus befahren werden.

Tipps für die Anreise und Ausrüstung

Mit dem Auto dauert die Anreise von München kommend knapp 3,5 Stunden. Denkt daran, dass ihr für die österreichischen Autobahnen eine Vignette benötigt. Parken könnt ihr zum Beispiel am Strandbad von Millstatt. Vor dem Badehaus befindet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Radtour ist eine optimale Ausrüstung. Mit dem Intercity oder der S-Bahn bis Spittal an der Drau. Wer möchte, kann mit der Bahn anreisen und wird bequem zur Unterkunft gebracht.

Radfahren am Millstätter See mit Kindern

Wir geniessen einen wunderbaren Herbsturlaub mit den Kindern am Millstätter See. Jetzt Anfang November ist es im Süden Österreichs immerhin noch so warm, dass wir mit den Kindern heute eine Radtour am Milltstätter See geplant haben. Gut, daß wir die Fahrräder mitgenommen haben - samt warmer Fahrradbekleidung. Vom Familienhotel am Nordufer - das entgegen des Namens „Nord“ wunderschön in der Sonne liegt - starten wir unseren Radausflug.

Radtour im Uhrzeigersinn um den See

Vom Familienhotel Post in Millstatt fahren wir im Uhrzeigersinn um den See - unserem heutigen Ausflug mit Kindern. Am Nordufer des Millstätter See verläuft der Radweg zwischen See und Straße. Der Radweg ist gut geteert und baulich getrent von der Uferstrasse. Für kleinere Kinder eine gute Voraussetzung zum Radfahren. Hinter Millstatt und Pesenthein haben wir auf der Radtour mit Kindern in Österreich eine kleinere Steigung. Danach rollen wir hinunter an das See-Ende nach Döbriach. Hier verabschieden wir uns auch vom Autoverkehr neben dem Radweg. Jetzt im November ist der Ort ruhig. Am Ufer des Millstätter See sehen wir auch die Schiffsanlegestelle. Jetzt im Spätherbst fahren natürlich keine Schiffe mehr über den See.

Beschilderung auf befestigten Forstweg

Wir verlassen den geteerten Radweg in Döbriach und folgen der Radweg - Beschilderung auf einem befestigten Forstweg. Auf einem Schild wird vor Gefälle und Steigungen gewarnt. Nachdem wir auch öfter in den Bergen radfahren und mountainbiken denken wir uns nichts. Es erwartet uns dann an diesem Tag im Familienurlaub wirklich eine bergige Etappe. Immer wieder treten wir hinauf, um auf der anderen Hügelseite hinunter zu rollen. Rechts von uns sehen wir durch die Bäume den blauen See - ein Vorteil des Herbsturlaubs, denn im Sommer verdecken die vielen dichten Blätter die Sicht. Obwohl es am Südufer größtenteils schattig ist, wird uns richtig warm. Kein Wunder, wir überwinden rund 250 Höhenmeter auf unserer Radtour um den Millstätter See.

Blick auf Millstatt mit seinem Kloster und den beiden Kirchtürmen

Wir folgen dem Süduferweg und haben einen tollen Blick auf Millstatt mit seinem Kloster und den beiden Kirchtürmen. Wir treten weiter und freuen uns, den Süduferweg nach Seeboden hinunter rollen zu können. Bis hierher war es nun doch anstrengend mit den Kindern. Wir kommen in Seeboden am Fischereimuseum vorbei (im Sommer Besichtigung möglich). Viel lieber mögen unsere Kinder den nächsten Spielplatz: Er liegt direkt neben dem Radweg im Ort Seeboden. Wir stoppen und machen eine Pause. Auch einen Zugang zum Millstätter See gibt es hier. Danach nehmen wir die letzte Etappe in Angriff: Entlang der Straße fahren wir wieder auf dem geteerten Radweg nach Millstatt.

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