Radfahren rund um Regensburg: Tipps und Touren

Nur wenigen ist bekannt, dass die Gegend um Regensburg ein Eldorado für Radfahrer ist. Die landschaftliche Vielfalt um die UNESCO-Welterbestadt lässt so gut wie keine Wünsche offen. Um Regensburg halten die Flüsse Donau, Naab, Regen, Schwarze Laber und Altmühl ein vielfältiges Angebot für Sie bereit.

Durch wildromantische Flusstäler zu radeln hat seinen besonderen Reiz. Über Jahrtausende hat sich das Wasser seinen Weg gesucht und dabei die Landschaft geformt. Im Schoß der Natur schlängeln sich entlang der Flüsse bezaubernde Radwege mit nur geringen Steigungen. Zudem wird der Genussradler mit zahlreichen Baudenkmälern entlang der Flussläufe belohnt.

Südöstlich von Regensburg beginnt der sogenannte Gäuboden, eine der fruchtbarsten Gegenden Deutschlands. Schier unendliche Felder prägen diese Landschaft. Ein Eldorado für alle Fahrrad-Enthusiasten, die ohne große Steigungen kreuz und quer übers Land radeln wollen.

Im Vorderen Bayerischen Wald kann der sportlich ambitionierte Biker sein Können unter Beweis stellen. In der mystischen Landschaft entdecken Sie mit Ihrem Fahrrad Berge und Täler neu. Die angenehme Ruhe und die geradezu unerschöpfliche Vielfalt an herrlichen Radwegen lassen jedes Bikerherz höher schlagen.

Immer wieder radeln Sie hier durch schattige Waldstücke, entdecken romantische Orte oder werden verzaubert von malerischen Jurafelsformationen. Wer hier mit dem Fahrrad unterwegs ist, dem wird garantiert nicht langweilig. Etwas sportlichem Ehrgeiz verbunden mit entspanntem Genussradeln versprechen Radlspaß pur.

Der Regensburg-Falkenstein-Radweg

Der familiengeeignete »Regensburg-Falkenstein-Radweg« verläuft auf einer stillgelegten Lokalbahnstrecke, wo einst das legendäre "Falkensteiner Bockerl" nordöstlich von Regensburg (Wutzlhofen) gemächlich durch den Bayerischen Vorwald schnaufte. Nachdem der Gesamtbetrieb auf der Bahnstrecke am 1. Juni 1985 eingestellt worden war, vergingen zwei Jahre, bis der erste Radwegabschnitt im Landkreis Cham eröffnet wurde.

Seitdem sind auf dem »Regensburg-Falkenstein-Radweg« keine schnaubenden Dampfloks oder brummende Schienenbusse mehr unterwegs, sondern stattdessen erfreuen sich nach Herzenslust nurmehr Radfahrer und Spaziergänger an der herrlichen Naturkulisse. Die hügelige und aussichtsreiche Landschaft wird häufig auch als „lieblicher“ Teil des Bayerischen Waldes bezeichnet. Nordöstlich von Regensburg erhebt sich der Falkensteiner Vorwald, der sozusagen das Tor zum Bayerischen Wald bildet.

Der etwa 45 Kilometer lange Falkenstein-Radweg (beginnend von Regensburg) verläuft auf der ehemaligen Lokalbahntrasse des Falkensteiner Bockerls, das von 1913 bis 1984 durch die beschauliche Wald- und Wiesenlandschaft schnaufte. Sobald die Wenzenbach-Ebene am östlichen Ortsrand von Wenzenbach nach Überquerung der Schönberger Straße abrupt in dich bewaldetes Hügelland übergeht (dort befinden sich etliche Info-Schautafeln), verändert sich der Landschaftscharakter gravierend.

Eingeschnitten in uraltes Granitgestein mit wuchtigen Felsmassiven und begleitet vom gurgelnden Wenzenbach ist die wildromantische Natur Balsam für die Seele. Ein faszinierendes Naturparadies, das dem Menschen ein entspannendes Rückzugsrefugium schenkt.

Angefangen von überdachten Pausenpavillons, die Schutz vor Regenwetter bieten, über Erlebnisstationen für Kinder, die spielen, entdecken, herumtoben und ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, lehrreichen Schautafeln bis hin zum nostalgischen Eisenbahnzeitalter, welches auf eine ereignisreiche Epoche des 20. Jahrhunderts zurückblicken lässt, machen den »Regensburg-Falkenstein-Radweg« zu einem echten Tourerlebnis.

Beschaulich, ursprünglich, historisch, künstlerisch, informativ und abwechslungsreich verleiht es der Bahntrassenroute einen einzigartigen Charm. Aufgrund der nivellierten Steigungen weisen Bahntrassen-Radwege nicht nur ein sanftes und homogenes Streckeprofil auf, sondern sind zudem von einer ereignisreichen Geschichte mit nostalgischem Charme behaftet. Außerdem ist der Streckenverlauf gut einsehbar, was das Navigieren ungemein erleichtert.

Typischer Bahntrassencharakter ist für Radfahrer ein wahrer Segen, da man selbst im bergigem Terrain - auch ohne E-Bike - leichtfüßig voran kommt. Von schweißtreibender Plagerei also keine Spur, auch weil schattige Waldpassagen vor Sonneneinstrahlung und Hitze schützen. Schweißperlen halten sich in Grenzen, erst recht wer von Falkenstein aus startet.

Im gemächlichen Wohlfühltempo lässt sich die Strecke von Gonnersdorf nach Falkenstein (↑ 370 Höhenmeter ↓ 128 Tiefenmeter) bequem in 2½ -3 Stunden Fahrzeit (zzgl. Pausen) bewältigen. Für die Anfahrt vom Regensburger HBF rechnet man gut eine ½ h hinzu. In entgegengesetzter Fahrtrichtung nach Regensburg geht's aufgrund der geringeren Höhenmeter und einer 19 km langen Gefällpassage (↑ 128 Höhenmeter ↓ 370 Tiefenmeter) spürbar schneller voran.

Wer sich für die Region bzw. deren Eisenbahngeschichte interessiert und entspannt die Kurbel schwingen möchte bzw. einer urigen Gaststätteneinkehr nicht abgeneigt ist, plant am besten eine Halbtagestour ein. Der »Regensburg-Falkenstein-Radweg« zählt mit seinen duftenden Waldpassagen, Streuobstwiesen, moosbewachsenen Felsen, imposanten Panoramen und schroffen Granitfelswänden zweifelsohne zu den schönsten Ausflugsstrecken in Bayern.

Mit Muße durch die sanft gewellte, liebliche Naturkulisse radeln und vor jeder Kurvenbiegung auf's neue auf beeindruckende Blinkwinkel und fabelhafte Ausblicke gespannt zu sein, ist eine reizvolle Dramaturgie, die den Spannungsbogen ständig aufrecht erhält. Fern vom Touristenrummel, Alltagshektik und Verkehrslärm kann man in der stimmungsvollen Hügellandschaft vorzüglich abschalten.

Die Sinne nehmen das Vogelgezwitscher, das Plätschern des Wenzenbachs, das Rauschen der Bäume und das Säuseln des Fahrtwinds wohltuend wahr, was einem selbstvergessenen Dahingleiten den Weg ebnet. So bitter die Stillegung der Bahnstrecke und das „zu Grabe getragene“ Falkensteiner Bockerl 1985 für die betroffenen Menschen und Gemeinden auch gewesen sein mag, so blieb zumindest für Zweiradfans eine sinnvolle und umweltfreundliche Trassennutzung erhalten.

Wird entschleunigt von der Welterbestadt Regensburg zum Luftkurort Falkenstein geradelt und kommt der Bedächtigkeit des Seins auf die Spur koppelt sich jeglicher Alltagsballast wie von selbst ab. Sinnliches Naturerlebnis genießen, inspirative Augenblicke einfangen und der inneren Ausgeglichenheit Tritt um Tritt näher kommen.

Weitere Informationen zum Regensburg-Falkenstein-Radweg

  • Fahrzeitprognose: rund 3 Stunden Fahrzeit (zzgl. Pausen) - entgegengesetzte Fahrtrichtung rund 2 Stunden (zzgl. Pausen)
  • Biotope: extensive Feucht- u. Trockenwiesen
  • (Fern-) Radwegeanbindung: am Start- u. Zielpunkt

Insofern tut man für ein entspannendes Tourerlebnis gut daran, eine gemütliche Halbtagestour einzuplanen. Dies schafft Freiraum, die zahlreichen Relikte aus der nostalgischen Eisenbahnepoche wie restaurierte Bahnhöfe, Signalanlagen, Haltestellenschilder und Kilometersteine achtsam wahrzunehmen. Andernfalls entgeht einem solch typischen Merkmale, die Bahntrassen-Radwege auszeichnen.

Eine Radtour auf historisch angereicherten Bahnstrecken ist zugleich immer eine Zeitreise in die Vergangenheit, welche das Eisenbahnzeitalter wieder aufleben lässt. Des Weiteren punktet der »Regensburg-Falkenstein-Radweg« mit überdachten Rastpavillons, Kunstskulpturen, einem Museumspark Kinderspielplätzen und themenbezogenen Erlebnisstationen.

Last but not least: der »Regensburg-Falkenstein-Radweg« lässt sich mit zwei Verbindungsvarianten über das Regental oder die Donauebene kombinieren. Jede Rundtour verspricht einen abwechslungsreichen Streckenverlauf durch eine eindrucksvolle Naturlandschaft entlang der Flüsse. Die Fahrtrichtung spielt allerdings eine wichtige Rolle, da der Höhenunterschied hinauf in den Bayerischen Vorwald auf der nivellierten Bahntrasse wesentlich leichter zu überwinden ist, als in entgegenesetzter Fahrtrichtung mit bis zu 21% steilen Anstiegen.

Der »Regensburg-Falkenstein-Radweg« ist beginnend vom verkehrsfreien Radweg entlang der Pilsener Allee im Stadtnorden von Regensburg bis zum Bahntrassenende am Ortsbeginn Falkenstein durchgängig familiengeeignet. Der Schlussabschnitt nach Falkenstein (570 m) weist nur mehr einen sanfthügeligen Streckencharakter auf. Das ungleiche Höhenniveau von Start- und Zielort bedingt fahrtrichtungsbezogen eine unterschiedliche Höhenmeterbilanz: Regensburg - Falkenstein 370 Höhenmeter, Falkenstein - Regensburg 128 Höhenmeter.

Dank der leichten Befahrbarkeit sowie weitestgehender Verkehrsfreiheit trägt der »Regensburg-Falkenstein-Radweg« das Prädikat "Familiengeeignet". Etliche - teils prämierte - (Abenteuer-/Wasser-) Spielplätze bzw. Wer mit der steigungsärmeren Fahrtrichtung liebäugelt der hat von Karsamstag bis einschließlich 3. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen die Möglichkeit, ganz komfortabel den Fahrradbus (Linie 34) nach Falkenstein zu nutzen.

Die stets mitschwingende Eisenbahnhistorie macht den eigentlichen Reiz der Radstrecke aus. In Verbindung mit abstrakten Kunstskulpturen entsteht die prickelnde Klammer von Geschichte und Moderne, was einer Radtour ihr ganz spezielles Gepräge verleiht. Mit den beschilderten Querverbindungen ins Donau- bzw. Regental ergeben sich lohnenswerte Rundkurse.

Drei themenbezogene Erlebnisstationen bringen Kinder, Jugendliche und Familien am Dorfweiher Wenzenbach, dem Eisenbahn-Museumspark Lambertsneukirchen sowie in Hirschenbühl die einstige Bedeutung der ehemaligen Eisenbahnstrecke Regensburg-Falkenstein für die Region „Vorderer Bayerischer Wald“ spielerisch näher. Biketouristik - Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten.

Das kraftschonende Streckenprofil - dank typischer Bahntrasseneigenschaften - erlaubt eine ökonomische, d.h. sehr rhythmische Fahrweise. Zudem ist der Streckenverlauf eindeutig erkennbar und durch große Kurvenradien sehr übersichtlich, weswegen man sich über die Wegeführung keinen Kopf zu machen braucht. Der harmonische Bahntrassencharakter spart kognitive Ressourcen, weshalb man die Umgebung achtsamer wahrnehmen kann und dem Fahrgenuss zugute kommt.

Sauerstoffreiche Wälder, der mäandernde Wenzenbach, verwittertes Granitgestein, sattgrüne Wiesenhänge und nicht zuletzt die wunderschöne Galaaussicht kurz vor Falkenstein (Rastbank/Pavillon) geben dem Genussfeeling auf dem »Regensburg-Falkenstein-Radweg« freien Lauf.

Das sanft gewellte Terrain des Falkensteiner Vorwalds begünstigt auf der verkehrsbefreiten Trasse, gedankenversunken die Kurbel zu schwingen, sich von der Natur inspirieren zu lassen und bei sich anzukommen. Gerade weil Bahntrassen-Radwege so easy zu befahren sind, haben Radfahrer ihre wahre Freude daran. Keine Frage: Das smoothe Streckenprofil fördert den ungestörten Bewegungsfluss und damit den Fahrspaß für Groß und Klein.

Die beschauliche Gegend im Vorderen Bayerischen Wald kredenzt ein abgeschiedenes Kleinod, wovon man als Naturliebhaber nur träumen kann. Dass das Naturerlebnis mit Flachpassagen bzw. harmonischen Anstiegen einhergeht, ist natürlich auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Es gibt nicht nur viel zu sehen sondern auch jede Menge Wissenswertes zu erfahren, was Informationstafeln in leicht verständlicher Weise anschaulich vermitteln. Umso mehr die Eisenbahngeschichte inszeniert wird bzw. dem Radfahrer optisch vermittelt wird desto höher fällt der Erinnerungswert aus.

An die historische Bahnstrecke erinnern auch heute noch Bahndämme, Prellböcke, Kilometersteine, Güterhallen, der Lokschuppen in Falkenstein, die Bahnhöfe Hauzendorf („Radl-Bahnhof“ - Gaststättenbetrieb ab 2022), Roßbach (heute Getränkemarkt), Gfäll (privates Gebäude) sowie einige sanierte Brücken.

In Lambertsneukirchen wurden auf Privatinitiative Relikte wie Signale, Räder etc. der ehemaligen Lokalbahn sowie Info-Schautafeln aufgestellt. In anderen Orten erinnern nur mehr Straßennamen „Bahnhofsstraße“, „Am Bahndamm“ an die ehemalige Eisenbahn.

Weitere Radwege rund um Regensburg

Deutschland bietet eine Vielzahl von Radwegen, die durch malerische Landschaften, historische Städte und idyllische Dörfer führen. Zu den beliebtesten Radwegen in Deutschland gehören der Elberadweg, der entlang der Elbe von der tschechischen Grenze bis zur Nordsee führt, der Donauradweg, der von der Quelle der Donau im Schwarzwald bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer verläuft, und der Bodensee-Radweg, der um den malerischen Bodensee führt.

Routen für E-Bikes

  • Donauradweg: Bietet eine malerische Strecke entlang der Donau, vorbei an charmanten Dörfern, Wiesen und Wäldern.
  • Walhalla-Tour: Führt zur Walhalla mit schönen Ausblicken auf die Donau und die Umgebung.
  • Altmühltal-Radweg: Bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Felsen, Wäldern und Flusstälern.

Radfahren in der Stadt Regensburg

Die Stadt Regensburg verfügt über ein dichtes Netz aus Radwegen sowie Straßen und Wegen, die sicher und bequem für das Radfahren genutzt werden können. Das gut ausgebaute Radwegenetz mit Donau-, Fünf-Flüsse- und Regentalradweg lädt zu einer Erlebnistour ein.

Variationsreiche Routen weiterer Fluss- und Bahntrassen-Radwege wie dem Große Laaber-, dem Schwarze Laber- oder dem Falkensteinradweg sind meist steigungsarm und damit familiengeeignet. Viele kulturelle Ziele bereichern das Ausflugsprogramm: so z.B. die Burg Wolfsegg im Naabtal, der Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent, die Walhalla bei Donaustauf, das Baierweinmuseum in Bach a. d. Donau.

Ob Radeln, Wandern, Kunstgenuss, Unterkünfte oder Prospektbestellung - sowohl Touristen als auch Einheimische finden hier bestimmt viele nützliche Tipps.

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