Radfahren und Schwimmen: Die Vorteile für Ihre Gesundheit

Unser Alltag ist durch ständiges Sitzen und Bewegungsmangel bestimmt. Daraus resultieren oft Rücken- und Herz-Kreislauf-Probleme. Regelmäßiges Radfahren kann helfen, gesund zu bleiben oder zu werden. Unter ihnen leiden viele Deutsche, ebenso wie unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Radfahren kann Abhilfe schaffen. Es tut Rücken, Herz und Kreislauf, Lunge und Atemwegen, Gelenken und Muskulatur gut, kurbelt den Fettstoffwechsel an und sorgt dafür, dass wir uns wohl fühlen.

Radfahren: Gut für den Rücken, das Herz und mehr

1. Radfahren ist gut für den Rücken

Häufige Ursache für Rückenleiden kann sowohl Bewegungsmangel als auch eine ständige, falsche Belastung der Rückenmuskulatur sein. Radfahren gehört zu den rückenschonenden Aktivitäten. Es kräftigt die Rückenmuskulatur und stabilisiert die Wirbelsäule durch Stärkung der kleinen Stützmuskeln um die einzelnen Wirbelkörper herum. So werden Verspannungen gelöst. Wenn der Rücken schmerzt, kann Radfahren helfen. Die Tretbewegung kräftigt dann vor allem die untere Rückenmuskulatur und den Bereich der unteren Wirbelsäule.

Die Neigung des Oberkörpers mit aktiver Rückenmuskulatur schützt auch die Bandscheiben vor Überlastung, und die Fahrbahnstöße können durch das Einfedern mit den Beinen abgefangen werden.

2. Radfahren ist gut für Herz und Kreislauf

Regelmäßiges Radfahren kann Herz-Kreislauf-Störungen vorbeugen und verringert das Risiko einer im mittleren Lebensalter häufig auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankung um das 20-fache. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt fünfmal in der Woche 30 Minuten Bewegung, um dem Bewegungsmangel und den daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten entgegenzuwirken. Der Effekt: Bei Radfahrerinnen und Radfahrern kann das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen um bis zu 50 Prozent sinken.

Regelmäßiges Radfahren bringt den Blutkreislauf auf Trab. Herz und Kreislauf werden weniger belastet und arbeiten fortan ökonomischer. Auch die Durchblutung des Herzmuskels in den Koronararterien wird positiv beeinflusst. Vor allem wer länger als 30 Minuten Rad fährt, verbessert seine Herzfunktionen. Zudem wird Cholesterin abgebaut, das die Blutgefäße verkalken lässt. Die Adern werden wieder flexibler, das Herz-Kreislauf-System insgesamt wird trainiert und erreicht eine höhere Leistungsfähigkeit.

Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert die Gefahr eines Herzinfarktes um bis zu 50 Prozent.

3. Radfahren befreit die Atemwege

Auch die Lunge profitiert vom Rhythmus des Radfahrens und wird gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt. Weitere Vorteile: kräftigere Atemmuskulatur, bessere Ventilation der Lunge und Schutz vor Infekten. Deshalb werden Sportarten mit zyklischen Bewegungsformen wie Schwimmen, Walking und Radfahren besonders empfohlen - auch hier gilt drei- bis fünfmal die Woche für etwa eine halbe Stunde.

Für Betroffene von dauerhaften Atemwegserkrankungen kann moderates Radfahren eine wichtige Therapie-Ergänzung sein. So empfehlen Mediziner:innen bei chronischer Bronchitis ein mäßiges Ausdauertraining zu Fuß oder per Rad, ohne Steigungen bei geringer bis mäßiger Belastung.

4. Radfahren ist gut für die Gelenke

Wer viel sitzt, kann beim Radfahren einen Bewegungsausgleich für die großen Hauptgelenke an Knien, Hüften und Schultern schaffen. Schon relativ kurze Belastungszeiten ab zehn Minuten helfen den Gelenken. Durch seine zyklischen Bewegungsabläufe ist Radfahren besonders gelenkschonend. Weil das Gewicht des Körpers zu 70 bis 80 Prozent im Sattel lagert, werden die Kniegelenke beim Radfahren wesentlich weniger belastet als etwa beim Joggen.

Durch die kreisförmige, regelmäßige Beinbewegung können die Gelenkknorpel optimal mit Sauerstoff versorgt werden - und werden vor Arthrose geschützt. Drei Tipps um Gelenke beim Radfahren zu entlasten:

  • Die Handgelenke am Lenker nicht abknicken.
  • Zur Entlastung der Handgelenke öfter die Griffposition wechseln.
  • Nicht mit durchgedrückten Ellenbogengelenken fahren.

5. Radfahren ist gut für die Muskeln

Schon eine Woche Inaktivität kann die Kraft der Muskulatur um die Hälfte herabsetzen. Ab 30 Jahren schrumpfen Muskeln. Radfahren kann das aufhalten. Schon zehn Minuten Radfahren haben einen positiven Effekt auf die Muskulatur. Wer richtig radelt, kann fast die gesamte Muskulatur des Körpers trainieren: Die fürs Treten zuständige Beinmuskulatur, die den Körper stabilisierende Rumpfmuskulatur an Bauch und Rücken sowie die Schulter-Arm-Muskulatur, die den Körper am Lenker abstützt.

Durch regelmäßiges, moderates Ausdauertraining steigt die Fettverbrennungskapazität der Muskulatur. Neue Blutgefäße wachsen in die Muskulatur ein, die dadurch besser durchblutet und leistungsfähiger wird.

6. Radfahren kurbelt den Fettstoffwechsel an

Wer viel im Sitzen arbeitet, hat oft mehr Fettreserven als notwendig. Mit Radfahren ist es möglich, diese Reserven als Energiequelle anzuzapfen. Wer sportlich aktiv ist, erhöht das „gute“ HDL-Cholesterin, das als Schutzfaktor vor Herz-Kreislaufkrankheiten gilt. Das gefährliche LDL-Cholesterin - verantwortlich für die Verkalkung der Blutgefäße - wird hingegen abgebaut. Leichtes Radfahren verbraucht rund vier bis fünf Kalorien pro Minute. Wer 45 bis 60 Minuten moderat Rad fährt, kann den Fettstoffwechsel ankurbeln.

7. Radfahren macht glücklich

Das seelische Wohlbefinden wird auch von physischen Funktionen und der Leistungsfähigkeit beeinflusst. Wer oft Ausdauersport treibt, ist psychisch stabiler und weniger anfällig bei Stress. Bewegungsmangel, Übergewicht oder Fettleibigkeit können hingegen mit psychologischen Probleme einhergehen. Egal, ob der tägliche Radweg - etwa auf ruhigen Nebenstraßen oder im Grünen - beruhigend gestaltet wird, oder ob er zur körperlichen Herausforderung dient, mit der Stress abgebaut wird und der sportliche Erfolg das Selbstbewusstsein stärkt - regelmäßiges Radfahren ist in beiden Fällen Balsam für die Seele.

Denn: Bei Ausdaueraktivitäten wie Radfahren werden nach 30 bis 40 Minuten die Glückshormone Endorphin und Adrenalin ausgeschüttet.

Schwimmen: Ein umfassendes Training für Körper und Geist

Wer abnehmen möchte, muss Sport machen. Doch was bietet sich dafür mehr an? Schwimmen oder Radfahren? Sowohl Schwimmen als auch Radfahren sind ausgezeichnete aerobe Aktivitäten, die ordentlich viele Kalorien verbrennen und daher optimal beim Erfüllen der Körperziele helfen. In der Basis erfüllen beide also dasselbe Ziel: Abnehmen. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede in der Wirkweise. Bei der Wahl zwischen sportlichen Aktivitäten sollten auch Ihre Vorlieben zählen. Denn das Training, das Sie gerne und oft machen, verbrennt am meisten Kalorien, da Sie dabei nicht andauernd auf die Uhr starren. Mit Freude bei der Sache ist man konsequenter und motivierter und schlussendlich einfach fitter.

Die 3 Vorteile des Schwimmens

  1. Schwimmen ist eine belastungsarme Übung: Schwimmen ist besonders sanft zum Körper. Besonders für Menschen mit Gelenkschmerzen oder -problemen ist es daher ratsam, sich dem Schwimmen zu widmen. Der Sport schont die Gelenke und stärkt zeitgleich die Muskeln.
  2. Es trainiert den ganzen Körper: Ein weiterer Vorteil ist, dass Schwimmen ein Ganzkörpertraining ist, bei dem so gut wie alle Muskeln des Körpers beansprucht werden. Damit dies etwas bringt, sollte man allerdings in einem Kaloriendefizit sein. Sprich: Sie müssen mehr Kalorien verbrennen, als Sie über den Tag zu sich nehmen.
  3. Es verbrennt mehr Kalorien als andere Sportarten: Viele unterschätzen, wie viele Kalorien man tatsächlich beim Schwimmen verbrennt. Es sind beispielsweise deutlich mehr als beim allseits beliebten Joggen. Es tut aber nicht nur dem Körper gut, auch die mentale Gesundheit freut sich sehr, wenn man für eine Stunde einfach die Welt ausblendet und sich im Wasser aufs Atmen und Bewegen konzentriert.

Die 3 Vorteile des Radfahrens

  1. Es verbrennt sehr viele Kalorien: Wenn man das Radfahren mit dem Schwimmen vergleicht, dann ist Radfahren für die Gewichtsabnahme deutlich effektiver. Es ist ein Training mit hoher Intensität und ist daher mit einem großen Energieverbrauch verbunden, was wiederum für mehr verbrannte Kalorien sorgt. Zudem werden beim Radfahren große Muskelgruppen stark beansprucht, wodurch das Muskelwachstum und der Stoffwechsel angekurbelt werden.
  2. Es ist vielseitig: Der große Vorteil des Radfahrens ist, dass es sich super leicht in den Alltag integrieren lässt. Man kann einfach losfahren, egal wo man ist. Oder wer es lieber Indoor mag, kann einfach in das nächste Fitnessstudio gehen. Dadurch ist es eine sehr zugängliche Sportart.
  3. Verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit: Radfahren verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit. Regelmäßiges Radfahren stärkt das Herz und erhöht die Lungenkapazität. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um allgemeine Richtlinien handelt. Es ist äußerst ratsam, ein:e Spezialist:in zu konsultieren, wenn Sie gesundheitliche Vorbelastungen haben sollten.

Kalorienverbrauch im Vergleich

Um möglichst viele Kalorien zu verbrennen, stellt sich die Frage, welche Sportart die effektivste ist: Laufen, Radfahren oder Schwimmen? Die Antwort hängt von der Intensität, der Dauer und dem Körpergewicht ab.

Laufen beansprucht viele Muskeln, einschließlich der Beine, des Gesäßes, des Bauches, des unteren Rückens und der Körpermitte. Beim Radfahren ist es ähnlich, jedoch ohne die Notwendigkeit, das eigene Körpergewicht zu tragen. Beim Kraulschwimmen sind sowohl die Oberkörpermuskulatur als auch Bauch und Beine gefordert.

Die folgende Tabelle zeigt den geschätzten Kalorienverbrauch verschiedener Aktivitäten für eine 60-minütige Dauer:

Aktivität Geschwindigkeit/Intensität
Laufen 8 km/h
Laufen 10 km/h
Laufen 12,5 km/h
Radfahren 26 km/h
Schwimmen (Kraulen) -

Es ist jedoch zu beachten, dass der individuelle Kalorienverbrauch von verschiedenen Faktoren abhängt und diese Tabelle nur eine allgemeine Schätzung darstellt.

Das aktuelle Gesundheitsbarometer der DAK fand heraus: Die Sportart, die in Deutschland am häufigsten regelmäßig betrieben wird, ist das Radfahren (49 Prozent). Es folgen Schwimmen (33 Prozent) und Laufen (27 Prozent). Mit deutlichem Abstand auf den Plätzen vier und fünf: Spielsport und Fitness-Kurse.

Wasser macht die Besonderheit des Schwimmens aus. Der Auftrieb versetzt Sie in einen Schwebezustand, von dem körperlich schwache oder übergewichtige Menschen hauptsächlich profitieren. Auch für Menschen mit Gelenkbeschwerden in Hüften oder unteren Extremitäten ist es häufig die einzige Möglichkeit, sich sportlich zu bewegen.

Der Wasserdruck fördert den Rückstrom Ihres Blutes zum Herzen. Der Herzmuskel wird dadurch mehr gedehnt als bei den Sportdisziplinen an Land, was zu einem kräftigeren Herzschlag führt. Das damit verbundene größere Blutvolumen, das bei einem Herzschlag aus der linken Herzkammer ausgestoßen wird bedeutet, dass durch das vermehrte Sauerstoffangebot in der belasteten Muskulatur die Herzfrequenz gegenüber vergleichbaren Belastungen an Land um ca. Die häufige Vorstellung, dass durch den Wasserdruck Ihr Blutdruck ansteigt, ist unbegründet.

Im Unterschied zum Radfahren, bei dem nur die unteren Extremitäten an der Bewegung beteiligt sind (die Rumpfmuskulatur und die Muskelgruppen der oberen Extremitäten dienen mehr der Stabilität und zum Erhalt des Gleichgewichts), ist Laufen, Walken, Bergwandern, Skilanglauf und Schwimmen eine Ganzkörperbelastung mit höheren Sauerstoffaufnahmeverhältnissen.

Da beim Schwimmen noch seitens der Muskulatur aktiv gegen den Wasserwiderstand gearbeitet werden muss, ist die Sauerstoffaufnahme - und auch der Kalorienverbrauch - hier besonders hoch (ca. 4x höher als beim Laufen). Der hohe dynamische Muskeleinsatz zeichnet Schwimmen deshalb als eine ausgezeichnete Ausdauerdisziplin für den Gesundheitssport aus. Die hohe muskuläre Aktivität wirkt sich allerdings negativ auf die Milchsäureproduktion aus.

Sportwissenschaftler Dr. Klaus Zimmermann weist darauf hin, daß beim Menschen Muskelmasse, Muskelkraft und Muskelkraftausdauer im Laufe des Lebens um etwa 30 bis 40 Prozent abnehmen. Rückenbeschwerden im Zusammenhang mit Haltungsschäden, Entgleisungen des Stoffwechsels wie Diabetes oder hohe Blutfettwerte, aber auch die Gefahr des Knochenschwundes nehmen zu. Der Gesundheitssport soll dem entgegenwirken. Aus medizinischer Sicht wird hier jedoch noch zu vordergründig auf Ausdaueraktivitäten (Radfahren, Jogging, Schwimmen) orientiert.

"Diese Sportarten sind zweifellos von Vorteil für die Mobilisierung des Herz-Kreislauf-Systems, doch eine auf den gesamten Körper bezogene Muskel- und Knochenstärkung wird damit kaum erreicht", ist Dr. Zimmermann überzeugt.

Es ist erwiesen, daß sich die Belastung der Muskulatur direkt auf die Knochenstruktur überträgt und damit als physiologischer Anreiz für den Knochenaufbau wirkt. Sowohl für die Muskulatur als auch für die Knochen gilt deshalb: Kräftigen statt schonen! Sämtliche Gewebestrukturen am Bewegungsapparat des Menschen sind geschaffen für Belastung und werden durch sie gesund erhalten.

Dr. Zimmermann fand heraus, daß Muskelzuwachs den Energieumsatz bei Ausdaueraktivitäten erhöht. Beim Joggen verbraucht beispielsweise jemand mit größerer Muskelmasse mehr Kalorien, als derjenige, der ausschließlich läuft und seine Muskeln nicht kräftigt. Wer also durch Radfahren, Schwimmen oder Joggen sein Gewicht reduzieren will, sollte die Hantel nicht nur von weitem ansehen.

Eine Stunde Radfahren vs. Wie viele Kalorien ihr verbrennt, hängt immer von der Intensität und eurem Körpergewicht ab. Aber beim Schwimmen solltet ihr auch den Schwimmstils berücksichtigen. Brustschwimmen verbrennt in der Regel die wenigsten Kalorien, Schmetterling die meisten, und Rückenschwimmen und Freistil liegen irgendwo dazwischen.

Beim Schwimmen werden normalerweise viel mehr Kalorien pro Stunde verbrannt als beim Radfahren. Ihr müsst euer Gewicht beim Schwimmen nicht stützen, aber es ist ein Ganzkörpertraining. Außerdem leitet Wasser die Wärme besser, sodass ihr schneller auskühlt. Das zwingt den Körper dazu, mehr Wärme zu produzieren, was wiederum Kalorien verbrennt. Es ist jedoch zu bedenken, dass 30-60 Minuten Schwimmen ziemlich anstrengend sein können.

Schwimmen verbrennt vielleicht mehr Kalorien pro Stunde, aber es ist einfacher, länger mit dem Fahrrad zu fahren.

Erwiesen ist auch, dass sowohl Schwimmen als auch Radfahren die Symptome von Gelenkschmerzen und Steifheit lindern können. Beide Sportarten sind gut für die Gesundheit.

Zum Fahrradfahren benötigt ihr ein Fahrrad und natürlich einen Helm. Wenn ihr in den Radsport einsteigt, gibt es eine ganze Liste von Zubehörteilen, die ihr vielleicht in Betracht ziehen möchtet. So können die Ausgaben am Ende ziemlich hoch sein. Die Ausrüstung zum Schwimmen ist viel billiger. Ihr braucht nur eine Badehose und eine Schwimmbrille, die beide preiswert sind. Manche Leute entscheiden sich vielleicht für einen Neoprenanzug, wenn sie in kaltem Wasser schwimmen, aber in Schwimmbädern ist das nicht nötig.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Radfahren teurer sein kann.

Abgesehen davon ist Radfahren aber sehr sicher und wird wegen der geringen Belastung für die Gelenke oft sogar zur Rehabilitation nach Verletzungen eingesetzt. Schwimmen ist ebenfalls eine gelenkschonende Sportart und es besteht kein Risiko einer traumatischen Verletzung durch einen Sturz.

Oftmals steht einem die Angst vor Stürzen im Weg. Normalerweise ist es aber nicht sehr schwierig, die Grundlagen zu erlernen. Um lange Strecken zu schwimmen ist außerdem die richtige Schwimmform wichtiger, als die Radfahrtechnik bei langen Fahrten.

Schwimmen erfordert eine perfekte Abfolge von Bewegungen, bei der viele Muskeln zum Einsatz kommen, und das richtige Timing der Atmung. Deshalb verbringen Schwimmer im Vergleich zu Radfahrern viel mehr Zeit mit dem Üben der Technik als mit der Geschwindigkeit.

Radfahren ist praktischer und leichter zu erlernen, aber Schwimmen ist billiger und birgt ein geringeres Verletzungsrisiko.

Zunächst einmal stärkt Schwimmen die Ausdauer. Das gilt nicht nur für die Muskeln in Beinen, Armen und Rumpf, sondern besonders für die Lungen. Denn beim Schwimmen drückt das Wasser von allen Seiten auf den Brustkorb.

Eine Studie deutet außerdem darauf hin, dass Schwimmen das Sterberisiko beträchtlich senkt. Hier zeigte sich erstaunlicherweise ebenfalls ein deutlicher Vorteil für Schwimmer, mit jeweils einer Halbierung der Sterblichkeit. Man muss natürlich dazusagen, dass es sich hier nur um Korrelationen handelt.

Dazu gibt es Hinweise, dass Schwimmen bei Diabetes und Herzerkrankungen hilft. 2016 zeigten chinesische Wissenschaftler etwa, dass ein achtwöchiges Schwimmtraining bei übergewichtigen jungen Erwachsenen den Blutdruck und die Steifheit in den Arterien verbesserte sowie für eine bessere Blutzufuhr im Gehirn sorgte. Ob das auch bei Menschen ohne Übergewicht gilt, lässt sich anhand dieser Daten nicht sagen.

Eine andere Untersuchung legte 2016 nahe, dass Erwachsene mit Arthritis in den Gelenken schwimmen können, um Schmerzen zu verbessern, Steifheit zu reduzieren und Muskelstärke aufzubauen.

Schwimmen gilt als eine der gesündesten Sportarten. Warum? Check' hier, welche Gründe fürs Schwimmen sprechen und was du beachten solltest. Außerdem erfährst du, wie gut Schwimmen im Vergleich zu anderen Sportarten abschneidet - so schwimmst du dich fit!

Schwimmen ist gesund für Herz und Lunge. Deine Organe arbeiten gegen den Wasserdruck, dadurch musst du dich beim Einatmen mehr anstrengen. Das trainiert die Lunge und dein Herzmuskel transportiert durch den Druck mehr Blut durch deinen Körper. Schwimmen ist gut für dein Brain. Schwimmen fördert deine mentale Fitness, genauso wie Aqua Workouts.

Jeder Schwimmstil beansprucht deinen Body anders. Insgesamt gibt es 4 wichtige Schwimmtechniken. Wer nur ab und zu aus Spaß schwimmt, kennt den Delfin-Stil kaum.

  1. Kraulen ist der schnellste Schwimmstil. Darum verbrennst du dabei am meisten Kalorien. Die Kraft kommt vor allem aus den Armen. Die Beine stabilisieren hauptsächlich deine Lage im Wasser. Du trainierst also beim Kraulen besonders deine Muskeln in Armen und Schultern. Wer kaum trainiert, hält Kraulschwimmen aber oft nicht lange durch. Die Zeit zum Einatmen ist nämlich sehr kurz.
  2. Die beste Schwimmtechnik für deine Gelenke ist das Rückenschwimmen. Zwischen Ein- und Ausatmen drehst du aber nicht den Kopf oder hebst ihn hoch wie beim Brustschwimmen. Diese Art zu schwimmen ist besonders gesund. Die Kraft kommt wieder aus den Armen. Die Muskulatur in Rumpf und Rücken hält dich gerade über Wasser. Leider siehst du beim Rückenschwimmen nicht, wohin du schwimmst.
  3. Brustschwimmen wird für Knie und Nacken oft nicht empfohlen. Trotzdem lernen die meisten diesen Stil als erstes im Schwimmtraining. Die Kraft kommt aus den Beinen (beim Beinschlag). Hauptsächlich arbeitet deine Muskulatur in den Oberschenkeln. Besonders ältere Menschen schwimmen gerne Brust, weil sie so den Kopf über der Wasseroberfläche halten können. Aber gerade das verspannt oft Nacken und Rücken. Die Wirbelsäule wird dabei nämlich dauerhaft überstreckt. Übrigens: Auch wenn du die Beine falsch ausschlägst, ist Brustschwimmen oft weniger gesund für deine Gelenke als andere Stile. Richtig ausgeführt, mit Eintauchen nach dem Armzug, ist Brustschwimmen genauso gesund wie Kraulen.

Schwimmen hat also viele gesundheitliche Benefits. Menschen mit Herz-Problemen oder hohem Blutdruck sollten nur nach ärztlicher Absprache schwimmen. Der Wasserdruck belastet nämlich Herz und Lunge. Im freien Wasser kann Schwimmen gefährlich sein. Nicht nur in Flüssen, auch im Meer oder in Seen gibt es Strömungen und Strudel.

Schwimmen sollte nicht dein einziges Training sein. Die meisten Sportarten erhöhen die Knochendichte. Die Bewegungen beim Schwimmen sind sehr speziell. Auf die Belastungen des Alltags bereiten sie deinen Körper nicht so gut vor. Begleitend und als Ausgleich zum Schwimmen sind darum Wandern, Joggen oder Fitness Workouts gut. Übrigens ist vorbereitendes bzw.

Ob und ab wann Schwimmen die gewünschte Wirkung auf deinen Body hat, liegt an deinen Zielen. Willst du z. B. mit Schwimmen ein paar Kilos verlieren, interessiert dich vor allem, wie viele Kalorien du dabei verbrauchst. Grob lässt sich sagen, dass lockeres Schwimmen um die 400 Kalorien pro Stunde verbrennt. Bei effektivem Schwimmtraining (z. B.

Übrigens: Beim Schwimmen steigert nicht nur das Bewegen den Kalorienverbrauch. Auch das kalte Wasser kurbelt die Fettverbrennung an. Dein Körper muss nämlich auf Hochtouren laufen, um seine Temperatur zu halten. Und noch ein Tipp: Nach dem Schwimmen verspürst du vielleicht mehr Hunger als sonst.

Gerade als Einsteiger:in fällt es dir im Wasser leichter, Kondition aufzubauen. Du kommst weniger schnell aus der Puste als beim Laufen. Entscheidend fürs Ausdauer-Training ist aber das Aufnehmen von Sauerstoff. Je höher, desto besser ist die Aktivität für die Kondition. Durch den Widerstand im Wasser müssen deine Muskeln ganz schön ackern, um dich vorwärtszubringen. Gerade bei Einsteiger:innen trägt das zum Muskelaufbau bei. Verwende Hilfsmittel für noch mehr Krafttraining im Wasser. Paddles an den Händen erhöhen z. B. den Widerstand.

Radfahren vs. Wer seine Gelenke beim Sport schonen will, ist mit diesen beiden Sportarten bestens aufgestellt. Was den Kalorienverbrauch angeht, liegen beide ungefähr gleichauf: 400 bis max.

Joggen vs. Sind deine Gelenke kein Problem, ist Laufen effektiver als Schwimmen. Dein Körper muss dabei zwar nicht seine Temperatur hochhalten wie im kalten Wasser, aber dafür ist die Körpertemperatur auch noch nach Trainingsende höher. Und das verbrennt weitere Kalorien, wie z. B. (Nordic) Walking vs. Radfahren ist nichts für dich, Joggen geht zu sehr auf die Gelenke und Schwimmen kannst du nicht gut? Dann ist Walken vielleicht die richtige Sportart. Mit ca. 650 Kalorien liegt sie auf einem ähnlichen Level wie Schwimmen.

Krafttraining vs. Krafttraining verbraucht ähnlich viel Kalorien wie lockeres Schwimmtraining.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Woche mindestens 150 Minuten Sport. Das gilt natürlich auch für Wassersport. Aber es spricht auch nichts dagegen, wenn du täglich Schwimmen gehst. Höre nur gut auf deinen Körper! Mit starkem Muskelkater oder Schmerzen zu trainieren, macht keinen Sinn.

Wie lange du am Stück schwimmst, hängt ebenfalls von dir ab. Effektives Schwimmtraining sollte aber mindestens 30 Min. Als Einsteiger:in ist eine halbe Stunde Schwimmen auch schon ordentlich. Trainierte Schwimmer:innen können über 1 Stunde durchs Wasser ziehen. Fängst du gerade an, um z. B. Gewicht zu verlieren? Dann erreichst du schon mit 3x30 Min. pro Woche viel. Tipp: Achte gleichzeitig auf deine Ernährung! Wenn du trainierst, aber dafür mehr isst, wirst du auch mit Schwimmen nicht groß abnehmen.

Schwimmen ist ein Ausdauersport. Es trainiert deinen Herzmuskel sowie deine Lunge. Gleichzeitig belastest du im Wasser deine Gelenke weniger. Außerdem wirkt das Wasser wie eine Massage für dein Bindegewebe. Allerdings solltest du deine Schwimmtechnik sauber beherrschen, um Fehlhaltungen zu vermeiden.

Gerade bei Übergewicht ist Sport im Wasser mega gesund.

Das hängt von der Technik ab. Hältst du beim Brustschwimmen den Kopf ständig über Wasser, schadet es oft dem Nacken und unteren Rücken. Um Fett zu verbrennen und Kondition aufzubauen, solltest du mindestens 30 Minuten schwimmen. Um dauerhaft positive körperliche Effekte zu erzielen, ist 3 Mal pro Woche schwimmen sehr gut geeignet.

Im kalten Wasser (weniger als 26 Grad) verbraucht Schwimmen mehr Energie. Außerdem wirkt Kälte gegen Entzündungen und fördert die Durchblutung. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten aber nicht zu kalt schwimmen!

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