Die Straßen-Radweltmeisterschaften haben einen klaren Höhepunkt, und zwar das Rennen der Männer am finalen Tag der Veranstaltung. Hier finden Sie einen Überblick über Rad-WM-Rennen auf der Straße, mit besonderem Augenmerk auf die Männerkonkurrenzen.
WM-Rennen im Überblick
- WM in Zürich 2024: Terminplan und Übersicht
- Einzelzeitfahren Männer
- Straßenrennen Männer
WM-Palmarès: Straßenrennen
Eine Übersicht der Sieger in verschiedenen Kategorien:
- Straßenrennen Elite Männer
- Straßenrennen U23 Männer
- Straßenrennen Amateure Männer
- Straßenrennen Junioren
Ergebnisse der Straßenrennen Elite/Profis Männer
Die ersten Weltmeisterschaften wurden nur von den Amateuren bestritten, den ersten Weltmeistertitel für die Radprofis gab es 1927 und seither wird jedes Jahr der Titel neu vergeben.Die nächsten Weltmeisterschaften
- 2024 Zürich (Schweiz)
- 2025 Kigali (Ruanda)
- 2026 Montréal (Kanada)
- 2027 Frankreich
- 2028 Abu Dhabi (Ver. Arab. Emirate)
Die letzten Weltmeisterschaften
- 2023 Glasgow (Großbritannien)
- 2022 Wollongong (Australien)
- 2021 Flandern (Belgien)
- 2020 Imola (ITA)
- 2019 Harrogate/Yorhshire (Großbritannien)
- 2018 Innsbruck (Österreich)
- 2017 Bergen (Norwegen)
- 2016 Doha (Katar)
- 2015 Richmond, Virginia (USA)
- 2014 Ponferrada (Spanien)
- 2013 Florenz bzw. Toskana (Italien)
- 2012 Limburg, also Valkenburg (Niederlande)
- 2011 Kopenhagen & Rudersdal (Dänemark)
- 2010 Melbourne bzw.
Weltmeister im Straßenrennen der Männer
Die Siegerliste der letzten Jahre zeigt, dass die Bergfahrer Mühe haben, einen Titel zu erringen, weil zumeist der Weltmeistertitel im Sprint vergeben wird. Und da sind die Sprinter nun einmal haushoch überlegen. Beeindruckend war zuletzt Peter Sagan aus der Slowakei, dem es gelang, dreimal in Folge den Titel zu holen und damit Weltmeister im Straßenrennen zu werden. Auch beeindruckend war der WM-Titel von Alejandro Valverde im österreichischen Innsbruck mit einem Alter von 38 Jahren.
Besonders war auch die WM 2020, weil durch die Corona-Krise die Tour de France erst Ende August stattfand und die WM, üblicherweise nach den drei großen Schleifen, vor Vuelta und Giro angesetzt wurde. Etliche nahmen nicht teil, viele Stars aber sehr wohl und mit Julien Alaphilippe gewann zwar nicht der Topfavorit, aber einer der besten Fahrer der letzten Jahre.
Der Radsport ist vielseitig und reicht von der Bahn über BMX-Rennen bis zur Straße. Aber gerade die Straße oder der Straßenradsport hat besonders viel Tradition und weiterhin eine große Bedeutung. Daher gibt es viele Begriffe, die sich herausgebildet haben.
Rad-WM 2025 - Das Wichtigste in Kürze
- Datum: 21.09. - 28.09.2025
- Austragungsort: Kigali (Ruanda)
- Frauen Elite: 164,6 Kilometer (3350 Höhenmeter)
- Männer Elite: 267,5 Kilometer (5475 Höhenmeter)
Die Straßenrad-WM im Jahr 2025 in Kigali dürfte wieder eine Veranstaltung für Kletterer und Kletterinnen werden. Das Straßenrennen der Elite-Männer weist 267,5 Kilometern mit 5475 Höhenmeter auf. Im Elite-Rennen warten 3350 Höhenmeter verteilt auf 164,6 Kilometer auf einem Rundkurs, der elfmal absolviert wird, bei den Männern sind es 15 Runden, plus eine Zusatzschleife über den Mont Kigali und die legendäre Mur du Kigali mit ihrem Kopfsteinpflaster. Einen ersten Vorgeschmack darauf gab es bereits bei der Tour de Rwanda 2024.
Auf die Männer-Elite warten 40,6 Kilometer mit 680 Höhenmetern, die Elite-Frauen bezwingen auf 31,2 Kilometern 460 Höhenmeter. Diese beiden Wettbewerbe bilden zugleich den Auftakt der Rad-WM 2025 am Sonntag, dem 21. September. Am Montag geht es weiter mit dem U23-Einzelzeitfahren der Männer - auf demselben Parcours wie dem der Elite-Frauen. Zudem wartet am Montag erstmals ein gesonderter U23-Einzelzeitfahrwettwerb für die Frauen, die bislang Teil des Elite-Zeitfahrens waren. Die U23-Frauen nehmen auf 22,6 Kilometern mit 350 Höhenmetern dieselbe Strecke unter die Räder wie die Junioren am Dienstag im Kampf gegen die Uhr, nachdem die Juniorinnen am Vormittag bereits, die 18,3 Kilometer mit 225 Höhenmetern absolvieren werden. Am Mittwoch bildet der Mixed-Wettbewerb (41,8 Kilometer, 740 Höhenmeter) den Abschluss der Zeitfahrwettbewerbe.
Am Donnerstag wird erstmals ein Frauen-Straßenrennen der U23 bei einer WM gesondert ausgetragen. Auf 119,3 Kilometern sind es 2435 Höhenmeter - die Junioren am Freitag befahren denselben Parcours. Zudem ist für den Freitag noch das U23-Straßenrennen der Männer auf schweren 164,6 Kilometern mit 3350 Höhenmetern geplant.
WM Zürich 2024: Das Straßenrennen der Männer
Wer darf sich am 29. September das Regenbogen-Trikot des Straßen-Weltmeisters 2024 überziehen? Der Top-Favorit Tadej Pogacar - oder doch ein anderer Rad-Profi? Die Männer starten ihr Straßenrennen in Winterthur. Nach einer 4,4 Kilometer langen Neutralisationsphase geht es dann richtig los. Zuerst mit einer 33,4 Kilometer langen Runde um Winterthur. Dabei fahren die Profis hügelig durch die Weinberge und müssen in Buch am Irchel erstmals so richtig klettern.
Ist Winterthur wieder erreicht, führt der Parcours in südlicher Richtung über Kyburg, Illnau und Gutenswil zum Greifensee. Auf ihrem Weg fahren die Profis zum Überqueren des Flusses Töss über eine sehr schmale Holzbrücke und im Anschluss hoch ins Örtchen Kyburg. Für rund fünf Kilometer müssen die Profis moderat berghoch nach Binz klettern, wo sie dann nach bislang knapp 70 gefahrenen Rennkilometern auf den City Circuit einbiegen.
Das erste Viertel des City Circuits ist der schwerste Teil. Bereits nach wenigen Kilometern biegen die Fahrer in die 1.100 Meter lange Zürichbergstrasse ein. Nach einer kurzen Abfahrt und einem Flachstück müssen die Profis erneut klettern. Hoch nach Witikon erfolgt der zweite Anstieg innerhalb von nur sechs Kilometern. 2,3 Kilometer lang und durchschnittlich 5,7 Prozent steil ist diese Steigung.
Favoriten und Herausforderungen
Alle gegen Tadej Pogacar. Der slowenische Tour de France-Sieger ist der Mann, den es bei diesem WM-Rennen zu schlagen gilt. Schon jetzt wird darüber diskutiert, wieviel Kilometer vor Ziel er seinen Soloangriff startet. Ist er an diesem Sonntag in absoluter Top-Form, so dürfte es schwer sein, ihn an eine Triumphfahrt ins Regenbogentrikot zu stoppen. Zudem er sich noch auf ein starkes Team um Primoz Roglic, Domen Novak, Jan Tratnik & Co. verlassen kann.
Als Pogis größten Herausforderer gilt bei vielen Experten Remco Evenepoel angesehen. Der Belgier, der bereits 2022 in Australien Weltmeister, und das Straßenrennen bei Olympia in Pars gewonnen hat, scheint ebenfalls in Höchstform zu sein, was sein WM-Sieg im Einzelzeitfahren belegt. Ganz anders dagegen Mathieu van der Poel. Auch wenn der Niederländer 2023 seinen WM-titel nach einem Solo errang, so kann er sich auf seine Explosivität im Zielsprint verlassen. De Frage wird nur sein, bleibt er bis dahin in der „Gruppe“ der Führenden, Van der Poel hat im Hinblick auf Zürich noch Gewicht gemacht, allerdings sind knapp 4.500 Höhenmeter für einen endschnellen Klassikerjäger trotz allem eine Hausnummer.
Die größte Gefahr droht Pogacar von Nationen, die tatsächlich als Einheit auftreten und dann auch noch gewollt sind, offensiz zu fahren und dabei Allianzen zu bilden. Dazu könnten Australien um Ben O‘Connor und Michael Matthews genauso gehören wie Frankreich um Valentin Madouas und Julian Alaphilippe, Dänemark um Mads Pedersen und Mattias Skjelmose sowie die Schweiz um Marc Hirschi.
Eurosport 1 überträgt das Rennen der Männer Elite live am 29.
WM Zürich 2024: Das Einzelzeitfahren der Männer
Gleich am ersten Wochenende der Rad-Weltmeisterschaften finden die Einzelzeitfahrwettbewerbe der Elite statt. Die Männer kämpfen am Sonntagnachmittag (22. An radsporthistorischer Stätte beginnen die Männer ihren Kampf gegen die Uhr. Von dort führt der Parcours in einem Bogen in östlicher Richtung um Zürich herum. Über Dübendorf gelange die Profis nach rund zehn Kilometer flacher Strecke an das Ufer Greifensees. Dort wird bei Rennkilometer die erste von insgesamt drei Zwischenzeiten genommen.
Weiter geht die rasende Fahrt über Mönchaltorf, ehe der Parcours nach rund 20 Kilometern hoch zu den Ausläufern des Züricher Gebirgsrückens Pfannenstiel erstmals ansteigt. Von Oetwil am See führt der 2,6 Kilometer lange Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,5 Prozent auf eine Höhe von 640 Meter - dem Dach dieses Einzelzeitfahrens. Es folgt eine kurze Abfahrt, ehe die Strecke hinter Uetikon am See erneut ansteigt. Beide Anstiege sind für die Zeitfahrspezialisten sogenannte „Rollerberge“, die sich durchaus mit dem großen Blatt hochwuchten können.
Favoriten und Herausforderungen
Remco Evenepoel (Foto unten) ist der Fahrer, den es zu schlagen gibt. Normalerweise wäre auch Filippo Ganna (Italien) ein ernstzunehmender Konkurrent, doch der Italiener schien bei den vergangenen Rennen nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein und auch sein Team Infos Grenadiers rätselt noch, woran es liegen könnte. An einem Top-Tag kann auch der Primož Roglič (Slowenien) aufs Podium fahren. Der vierfach Vuelta-Sieger ist in dieser Disziplin ja auch schon Olympiasieger 2021 in Tokio geworden.
Gespannt darf man auch sein, wie Lokalmatador Stefan Küng seine Niederlage bei den Europameisterschaften wegesteckt hat und wie seine Revanche ausfällt. Küng wird den Parcours im Schlaf kennen, wissen wie man jede einzelne Kurve anfährt. Mit dem Publikum im Rücken, dem unbändigen Willen sowie dem großen Motor, den man für die Rennzeit von einer knappen Stunde braucht, dürfte der Schweizer ein Kandidat für die Medaillen sein. Der frischgekürte Europameister Edoardo Affini (Italien) könnte hier dann das Nachsehen haben.
Teilnehmer und Kursdetails zum Straßenrennen der Männer Elite 2024
Am Sonntag, den 29. September, entscheidet sich, welcher Fahrer künftig das Regenbogentrikot des Weltmeisters auf der Straße tragen darf. Insgesamt gehen 198 Fahrer ins Rennen, wobei die Teams zwischen neun Fahreren (Niederlande) bis hin zu etlichen Einzelstartern groß sind.
Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) schickt sechs Athleten um Simon Geschke und Shootingstar Florian Lipowitz auf die 273,9 Kilometer lange Strecke.
Titelverteidiger Mathieu van der Pol (NED) trägt die Startnummer 1, Olympiasieger Remco Evenepoel (Belgien) die 10 und Topfavorit Tadej Pogacar die 22.
Von Felix Mattis
Der WM-Straßenkurs - hier der der Frauen - dreht sich in erster Linie um den schweren “City Circuit“. | Grafik: UCI
Streckenprofil und Herausforderungen in Zürich 2024
29.09.2024 | (rsn) - Straßen-Weltmeisterschaften in Zürich in der Schweiz, da ist klar: Das wird keine Angelegenheit für Sprinter. Die Strecken der Straßenrennen bei den Titelkämpfen um die Regenbogentrikots (zum Zeitplan) haben es in sich und sammeln fleißig Höhenmeter. Ganze 4.470 davon müssen beispielsweise auf den 273,9 Rennkilometern der Elite-Männer am 29. September überwunden werden.
Doch ein reiner Kletterer-Parcours ist das in Zürich auch nicht. So sind die Anstiege weniger lang als zum Beispiel vor sechs Jahren bei der letzten Alpen-WM in Innsbruck, wo die Männer auf 258,5 Kilometern 4.670 Höhenmeter sammelten. Damals ging es auf jeder Runde die 7,9 Kilometer lange und im Schnitt 5,7 Prozent steile Steigung zur Olympiabobbahn in Igls hinauf. In Zürich ist der längste Anstieg des WM-Rundkurses aus der Stadt hinauf nach Witikon weniger als halb so lang. Und auch ein Pendant zur damals entscheidenden Höttinger Höll mit ihren bis zu 28 Prozent direkt im Finale gibt es nicht.
Trotzdem: Bergfahrer werden gefragt sein in Zürich, nur eben nicht nur in Sachen Dauerleistung, sondern vor allem auch solche mit der nötigen Spritzigkeit für kürzere Anstiege und kurvig-welliges Terrain.
Herzstück der Straßenrennen ist der auch in der Mixed Staffel der Elite am Mittwoch (hier die Strecken der Zeitfahren) bereits benutzte "City Circuit", eine 26,85 Kilometer lange Runde von Zürich hinauf nach Witikon und Binz sowie über Zumikon wieder hinunter an den Zürichsee und zurück ans Ziel am Sechseläutenplatz. Abgesehen von den Elite-Männern beginnen alle Rennen in Uster am Ostufer des östlich oberhalb des Zürichsees gelegenen Greifensees.
Von dem Ort, in dessen Krankenhaus am 6. November 1964 die Schweizer Radsport-Legende Hugo Koblet vier Tage nach einem schweren Auto-Unfall verstarb, geht es auf eine flache, knapp 20 Kilometer lange Runde um jenen See durch Riedikon und Maur sowie Fällanden zurück nach Uster. Anschließend geht es noch eine halbe Runde weiter bis Maur und dort links ab die erste 1,5 Kilometer lange und im Schnitt 9 Prozent steile Steigung hinauf nach Binz, wo bei Rennkilometer 30 der "City Circuit" erreicht wird.
Die Elite-Männer dagegen haben eine weitere Anreise zum WM-Rundkurs. Sie starten als einzige in Winterthur und absolvieren dort im Norden bereits eine erste 33,5 Kilometer lange Schleife über den knapp fünf Kilometer langen und etwas über vier Prozent steilen Anstieg nach Buch am Irchel. Anschließend geht es über eine 1,3 Kilometer lange 10-Prozent-Rampe nach Kyburg hinauf und über Illnau sowie Hegnau an den Greifensee. Von Binz aus führen die Straßenrennen auf einer ersten halben Runde des besagten City Circuits zur ersten Zielpassage am Sechseläutenplatz.
Dort beginnen dann die Schlussrunden, die zunächst technisch durch die Altstadt Zürichs, über die Quaibrücke und die Münsterbrücke am Grossmünster und der Zentralbibliothek vorbeiführen. Anschließend wird es steil: Entgegen der sonstigen Einbahnstraße geht es die Zürichbergstraße (0,7 km bei 8,4 %) hinauf aus dem Stadtzentrum hinaus. Dabei sind vor allem die letzten 200 Meter mit bis zu 15 Steigungsprozenten extrem steil. Oben angekommen biegt das Peloton rechts ab in die Bergstraße und es geht leicht abschüssig in weiten Kurven zum Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, wo der langgezogene Anstieg über Witikon nach Binz beginnt, der auf seinen 1,5 Kilometern Hauptsteigung etwas mehr als sieben Prozent aufweist.
Auf sechs welligen Kilometern über kleinere Nebenstraßen mit acht 90-Grad-Kurven geht es anschließend am Golf & Country Club Zürich vorbei und durch Zumikon, wo am dortigen Tennisclub vorbei schließlich die rasante und auch nicht wenig anspruchsvolle Abfahrt die Schmalzgruebstrasse durch den Wald hinunter nach Küsnacht beginnt. Dort angekommen geht es nicht direkt ans Ufer des Zürichsees, sondern zunächst auf der Alten Landstrasse nach knapp 21 Kilometern der Schlussrunde noch eine 500 Meter lange Gegensteigung bei 5,9 Prozent hinauf nach Zollikon. Dort führt die Dufourstrasse dann direkt ans Wasser und die letzten drei Kilometer gehen geradeaus flach ins Ziel am Sechseläutenplatz. Eine Runde hat 474 Höhenmeter.
Während die Männer mit ihrer Anfahrt aus Winterthur und den siebeneinhalb Schlussrunden auf 273,9 Kilometer und 4.470 Höhenmeter kommen, stehen für die Frauen 154,1 Kilometer und 2.384 Höhenmeter auf dem Programm.
Para-Cycling-WM 2024 in Zürich
Für die Para-Cycling-Klassen dagegen sieht die WM 2024 in den Straßenrennen anders aus. Sie starten ihre Rennen allesamt unten in Zürich - teilweise am Sechseläutenplatz, teilweise am Münsterhof in der Altstadt - und kombinieren den City Circuit jeweils mit dem sogenannten "Lakeside Circuit". Der führt vom Sechseläutplatz zunächst vom Zürichsee weg zum Kreuzplatz und am Anfang leicht bergauf um dann Zollikon zu erreichen, dort wie der City Circuit dann ans Seeufer zurückzukehren und die letzten drei Kilometer flach wieder in Richtung Opernhaus und Sechseläutenplatz zu führen.
Trotz der leichten Steigung am Anfang ist der "Lakeside Circuit" insgesamt als flach zu bezeichnen und so wird der Charakter der Para-Cycling-WM teilweise ganz anders sein, als der der Straßen-WM. Die Handbikerinnen und die Klassen 1 und 2 der Handbiker sowie die Rennrad-Klassen 1 und 2 der Männer und 1, 2 und 3 der Frauen und auch die Tricycle-Fahrer und -Fahrerinnen werden sogar ausschließlich auf dem Lakeside Circuit unterwegs sein. Die Handbiker der Klassen 3, 4 und 5 der Männer sowie die Rennrad-Fahrerinnen der Klassen C4 und C5 absolvieren vorher noch eine Runde des bergigen City Circuits, die Rennrad-Männer der C3, C4 und C5 sowie die Sehbeeinträchtigten-Tandems deren zwei.
Pogacar triumphiert bei der Straßen-WM 2024
Der angriffslustige Pogacar attackierte erstmals 100 Kilometer vor dem Ziel und vollendete letztlich ein 51-Kilometer-Solo. Er ist der erst dritte Fahrer nach Eddy Merckx (1974) und Stephen Roche (1987), der sich die sogenannte "Dreifach-Krone des Radsports" gesichert hat. Pogacar, der den Niederländer Mathieu van der Poel als Weltmeister ablöste, verwies nach 273,9 Kilometern und 4.470 Höhenmetern den Australier Ben O'Connor (+0:34 Minuten) auf den zweiten Platz.
"Ich kann nicht glauben, was gerade passiert ist. Vielleicht war es eine dumme Attacke, ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe", sagte Pogacar: "Aber es hat zum Glück funktioniert. Das Warten auf den ersten deutschen Weltmeister seit Rudi Altig 1966 geht derweil weiter.
Überschattet wurde das WM-Finale wie bereits das der Frauen am Samstag von der Tragödie um die Schweizer Nachwuchshoffnung Muriel Furrer. Vor dem Startschuss hielten die Fahrer bei einer Schweigeminute inne, das Schweizer Team stand in vorderster Reihe, Pogacar und Co. senkten ihren Blick. Die 18-jährige Furrer war am Donnerstag im Rennen der Juniorinnen in einem Waldstück zu Fall gekommen.
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