Radweg Maasverlauf: Eine umfassende Radtour entlang der Maas

Der Maasradweg, auch bekannt als "La Meuse à Vélo" oder "Maasfietroute" (V54 in OCM), bietet eine faszinierende Möglichkeit, die Maas von ihrer Quelle bis zur Mündung zu erkunden. Diese Route führt durch Frankreich, Belgien und die Niederlande und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft sowie kulturhistorische Schätze.

Die Quelle der Maas und der französische Abschnitt

Die Maas entspringt in Frankreich, im Département "Haute-Marne", nördlich des Kurortes "Bourbonne-les-Bains", in dem kleinen Städtchen Pouilly-en-Bassigny. Durch Verbindungen über die Radroute "Canal de la Marne Au Rhin" zum Marne-Radweg (V53) eignet er sich hervorragend, um vom Norden (Belgien) nach Paris oder auch über Saône und Rhône in den Süden Frankreichs bis zum Mittelmeer zu gelangen.

Im französischen Teil wird man immer wieder mit der Geschichte konfrontiert: Viele Mahnmale, Gedenkstätten sowie kleinere und größere Kriegsgräberfelder erinnern an die schrecklichen Schlachten im Krieg 1870/71 sowie im 1. und 2. Weltkrieg. Der Radweg ist zumindest ab St. Mihiel gut ausgeschildert. Er führt im wesentlichen auf verkehrsarmen Nebenstrecken, man sieht aber hier und da Baustellen, als wäre es geplant, ihn später direkt neben dem Fluß auf zu Radwegen umgebauten Wirtschaftswegen zu führen.

Die Anreise kann per Zug (Endbahnhof Culmont-Chalindrey bei Langres, der Rest der Strecke per Bus, wegen Radmitnahme bitte bei der SNCF erkundigen) oder per Rad erfolgen. Man radelt auf der VR50 Charles le Téméraire bis nach Corre, und legt dann die restlichen ca 30 km möglichst auf den kleinen Nebenstraßen südlich der stark befahrenen D 417 zurück. Will man den französischen Teil der Route von Norden nach Süden befahren, ist Charleville-Mézières wegen seiner guten Eisenbahnanbindung (Regionalzüge mit Fahrradabteilen) als Ausgangspunkt sehr gut geeignet.

Streckenbeschreibung von Bourbonne-lès-Bains bis Vaucouleurs

Die Streckenbeschreibung betrifft im Moment die Abschnitte von Bourbonne-lès-Bains bis Vaucouleurs und von St. Aber der Einfachheit halber beginnt die Wegbeschreibung in Bourbonne-lès-Bains, einem kleinen Kurort (Arthrose, Atemwege). Wir starten vor dem Campingplatz (Camping Montmorency) und verlassen den Ort auf der D 139. Gleich an der nächsten Kreuzung geht es schräg links auf die D 139 A ab. Die Straße ist wenig befahren und führt durch Wald und Weideland einen kleinen Bach entlang. Es geht sanft aufwärts.

Gleich zu Beginn des kleinen Ortes gelangt man auf einen großen Platz, von dem 4 Straßen abzweigen. An der Quelle selbst gibt es einen kleinen Gemüsegarten für Selbstpflücker. Jetzt in das Dorf zurückfahren und an dem großen Platz die zweite Straße links nehmen. Über Maulain und Lécourt weiter der D 179 folgen. Im Ort rechts halten und nach Verlassen des Dorfes unter der Autobahn durchfahren. Wer an der nächsten Kreuzung links abbiegt, gelangt nach Montigny-le-Roi, wo es einen Campingplatz gibt. An dieser Kreuzung rechts abbiegen und auf der D 132 über Lénizeul und Bassoncourt fahren. Direkt neben diesem Ort, aber nicht auf der Radstrecke liegt das Örtchen Choiseul, in dem es einen Campingplatz gibt. In Bassoncourt rechts halten. Durch mehrere kleine Dörfchen kommend folgt man grob dem Maas-Tal, meistens rechts des Flußes leicht am Hang.

Mitten in Goncourt verläßt die Strecke das Maastal und biegt nach rechts auf die D 148 ab, es geht über einen kleinen Hügel. Man durchquert Sommerécourt und biegt dann nach links auf die D 1 ab. Pompierre besteht nur aus ein paar Häuschen, hat aber eine sehr schöne kleine Basilika. Eine Besichtigung lohnt sich. Die Strecke verläßt die D 1 Richtung Circourt-sur-Mouzon, wer aber etwas für alte, geschichtliche Bauten übrig hat, fährt auf der D 1 weiter den Berg hinauf. Auf der D 1 wieder zurück zur Basilika fahren und der Beschilderung folgen.

Neufchâteau ist ein größeres Städtchen mit reichlich Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Es gibt auch einen Campingplatz, der ist vom Radwanderweg ausgeschildert. Ab hier befinden wir uns in einer sehr geschichtsträchtigen Gegend Frankreichs, denn wir sind in unnmittelbarer Nähe des Geburtsortes von Jeanne d'Arc. Den Schildern folgen, über ein kleines Vorstädtchen geht es aus Neufchâteau heraus, bald führt der Weg auch auf eine stillgelegten Bahnstrecke.

Die Strecke führt nur kurz in den Ort, verläßt ihn dann nach links und schwingt sich zu der Basilique du Bois Chênu auf. Das besondere an ihr ist, daß sich die Krypta im Erdgeschoß (also nicht unter der Erde), die eigentliche Kirche aber im ersten Stock befindet, zu der man über eine große Wendeltreppe gelangt. Dann rechts abbiegen, in Maxey sur Meuse links halten, jetzt geht es bergauf. Übernachtungsmöglichkeiten sind hier eher selten, es empfiehlt sich in Champougny die Radstrecke nach links abbiegend zu verlassen und nach Maxey-sur-Vaise zu radeln, wo es einen Gîte / Chambre d'Hôte gibt, der auch gerne Radwanderer aufnimmt (Danielle Noisette, 27 Grande Rue, 55140 Maxey).

Der Beschilderung weiter folgen, es geht weiter auf halber Höhe am Hang rechts vom Maastal weiter. Zu Beginn des kleinen Ortes, das doch einiges an Geschäften vorzuweisen hat, fährt man über einen Kreisverkehr, den man gleich an der ersten Ausfahrt wieder verläßt. Die Strecke folgt der Hauptstraße auf einem abgetrennten Radweg. Am nächsten Kreisverkehr wieder gleich rechts abfahren, eine lange Ausfallstraße führt aus dem Ort hinaus. Es geht durch Ugny-sur-Meuse und dann Saint Germain-sur-Meuse. In der Schleife, die der Radweg abkürzt, liegt der Ort Pagny-sur-Meuse. Hier mündete früher der heutige Oberlauf der Mosel von Toul her kommend in die Maas. Durch dieses alte Tal führt heute der Rhein-Marne Kanal, der kurz vor Void-Vacon die Maas quert.

Nördlich von Commercy, in Mécrin, gibt es einen weitere Verbindung Richtung Bar-le-Duc und die Marne, die besonders, wenn man von Norden kommt, interessant ist und keine großen Steigungen enthält: Über die D12A nach Sampigny, dort nach Süden auf der D964 bis kurz hinter den Ort, dann auf die D136A nach Westen und weiter parallel zur Bahnlinie auf der D136 über Willeroncourt bis nach Nançois-sur-Ornain.

Verdun und die Geschichte des Ersten Weltkriegs

St. In Verdun lebt die Geschichte an eine der furchtbarsten Vernichtungsschlachten der Menschheit. Diese fand nahe der Stadt im ersten Weltkrieg statt.

Der belgische Abschnitt: Herausforderungen und Sehenswürdigkeiten

Zwischen Dun-sur-Meuse und Mouzon läuft die ausgeschilderte Route lange Zeit an der linken Uferseite entlang. Die Strecke führt über D- oder C-Straßen. Leider sammelt man hier viele Höhenmeter. Vor Mouzon bleibt der Weg laut Ausschilderung auf der linken Flußseite. Der GPS-Track der offiziellen Homepage zeigt den weiteren Weg auf einem Treidelpfad auf der rechten Seite. Dieser Treidelpfad endet nach einem Kilometer im Nichts und ist nicht nutzbar! Folgt man der Ausschilderung, wird man über die D4 bis Remilly geführt.

Charleville ist eine sehenswerte Planstadt aus dem 17. Jahrhundert. Fast alle Straßen sind rechtwinklig angelegt. Weiter geht es auf dem Treidelpfad, abwechselnd rechts und links der Maas. Das Tal wird enger und der Fluß schlängelt sich durchs Schiefergebirge. In Rivet folgt der Radweg dem Schleusenkanal durch einen Schiffstunnel. Kurz vor Givet endet der Radweg auf dem Treidelpfad. Die Route schneidet eine Flussbiegung über den Berg ab. Es geht steil bergauf. Oben fällt der Blick auf zwei Kühltürme eines Atomkraftwerkes unten im Tal. Vor dem Dorf Chooz geht es wieder herunter.

Achtung: am Dorfeingang liegt eine hohe und fast unsichbare Steinschwelle quer über der Straße. Die weitere Strecke ist in Givet nicht beschildert. Es geht am linken Ufer Richtung Bahnhof, dann zum Campingplatz und hinter einer stillgelegten Windmühle schräg rechts in die Sackgasse. Mit dem Rad kommt man durch. Es geht kurz und steil bergauf und man steht am ehemaligen Bahnhof Agimont. Das ist schon in Belgien. Hier rechts ab auf den Bahntrassenradweg. In Waulsort wechselt man über das Schleusentor (!) auf die andere Uferseite. Kurz vor Dinant genau so wieder zurück. Die Einfahrt nach Dinant ist eng und uneben.

Dinant ist eine sehenswerte Kleinstadt. Besonders hübsch ist die Kirche mit ihrem Bollenturm. In Dinant ist Adolphe Sax geboren, der Erfinder des Saxophons. Die Erinnerung an ihm wird gepflegt. Eine andere Erinnerung wird auch gepflegt: im August 1914 haben deutsche Soldaten den Ort niedergebrannt und 675 Einwohner wegen des Verdachts des Freischärlertums füsiliert. Im Dinant geht es wieder ans linke Flußufer.

Namur ist die Hauptstadt der Wallonie und hat mehr als 100000 Einwohner. Das Stadtzentrum und die darüber liegenden Festungsanlagen sind sehenswert. Die Route wechselt ans rechte Flußufer. Auf den nächsten Kilometern passiert der Weg zahllose Hafenanlagen. Davon sind noch viele in Betrieb. Sicherheitsbestimmungen nach deutschen Vorstellungen gelten hier nicht. Nächster größerer Ort ist Huy nach etwa 30 km. Direkt am Ortseingang lohnt der Besuch der gotischen Stiftskirche.

Direkt hinter Huy führt der Radweg direkt am berühmt-berüchtigten Kernkraftwerk Tihange vorbei. Im Ort Ombrai endet der Ravel am Maasufer. Die nächste Maasschleife wird lt. Ausschilderung über den Berg abgekürzt. Es geht gut 100 hm mit bis zu 6 Prozent bergauf und wieder herunter. Der motorisierte Durchgangsverkehr bleibt im Tal.

Der niederländische Abschnitt: Industrie und Natur

Sobald der Radweg die Maas wieder erreicht, fährt man bis Lüttich praktisch ununterbrochen durch ein großes Industriegebiet. Es staubt und lärmt gelegentlich stark, der LKW-Verkehr nimmt zu. Wo nicht mehr gearbeitet wird, finden sich Industrieanlagen und Siedlungen in allen Zerfallszuständen. Besonders Seraing fällt hier auf. Ganze Straßen wirken entvölkert. In Seraing wird die Maas überquert. Die Straßenqualität ist wechselhaft. Kurz vor Lüttich wechselt der Radweg in Angleur wieder an das rechte Maasufer. Die Brückenrampe hat eine enge Kehre, Absteigen ist je nach Geschick und Fahrrad sinnvoll. Direkt vor Lüttich muss noch der Ourthekanal und die Ourthe überquert werden. Dazu wird der Radweg einige hundert Meter ins Landesinnere geschickt.

Direkt an der Grenze zwischen Zuid-Limburg und Belgien sprudelt und schäumt die Maas über flache Kiesbänke. Auf diesem Radweg folgen Sie dem mächtigen Fluss von Maastricht, über die charakteristischen Maas-Dörfer und Städte Elsloo, Stein, Urmond, Grevenbicht, Roosteren und Stevensweert, nach Maasbracht. Der gesamte Weg entlang der Maas ist jedoch viel länger - eine echte Herausforderung für erfahrene Radfahrer: vom Langres-Plateau durch drei Länder und insgesamt 1.152 km.

Auf der Maas-Route Zuid-Limburg können Sie die malerischen Fähren sehen, die von Geulle, Berg aan de Maas und Grevenbicht nach Belgien fahren. Sie finden auch die Reederei Stiphout in Maastricht und das mysteriöse Denkmal Woodhenge in Stein. Sie radeln durch die wunderschöne Natur des Elsloërbos mit seinen dicht bewachsenen Hängen, seinen vielen Quellen und den vielen Stellen mit üppig wachsenden Primeln und Bärlauch. Unterwegs stoßen Sie in Stein, Echt-Susteren und Sittard-Geleen auf einige kolossale Kunstwerke, die speziell für dieses Projekt platziert wurden. Die gemütlichen Terrassen und Restaurants mit Blick über den Fluss sind unzählig.

Auch den Brückentag haben wir wieder auf dem Rad verbracht und wiederum ein Stück Maas abgefahren. Dieses Mal aber im südlichen Teil, von Berg aan de Maas in den Niederlanden bis nach Uikhoven in Belgien. Direkt an der Startfähre gab es ein nettes Café, wo wir nach 20 gefahrenen Metern erstmals eine Pause gemacht haben. Am Ende war das die perfekte Entscheidung, denn die nächste Kaffeepause haben wir in der gleichen Lokalität gemacht. Auf belgischer Seite kamen wir uns vor, wie während Corona. Die Orte waren wie ausgestorben, und alle Bars und Cafés öffneten erst am Nachmittag. Auf dem Rückweg, auf der niederländischen Seite, haben wir auch nur ein offenes Restaurant gefunden.

Interessant war das Geländeprofil auf dem Rückweg. Sag nochmal eine, die Niederlande wären flach. Was das mit unserer Maas-Tour auf sich hat, kann man auf der nachfolgenden Karte ganz nett sehen. Das sind unsere gefahrenen Touren in den Niederlanden.

Kulinarische und kulturelle Highlights entlang der Strecke

Diese kulinarische E-Bike-Rundreise führt Sie von Lüttich aus in die Ardennen - ein begehrtes Ziel bei Radfahrern, Wanderern und Kanuten, und nicht zuletzt bei Feinschmeckern! Auf den sogenannten Ravels, oft ehemaligen Bahntrassen, erkunden Sie mit Ihren Rädern die Flusstäler der Maas, der Molignée, der Lesse und der Ourthe. Sie entdecken sehenswerte Städte mit mächtigen Zitadellen und einige der schönsten Dörfer Belgiens. Ausgezeichnete Köche zaubern aus regionalen Produkten die traditionelle cuisine grand-mère und ihre feinen Varianten.

Start- und Endpunkt dieser Radreise ist Lüttich, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Stadtauswärts wird das Tal der Maas ab Huy ländlicher und enger, mit bewaldeten Hügeln und Felswänden. In Namur fließt die Sambre in die Maas. Rund um Wépion dreht sich alles um die besten Erdbeeren des Landes. Später verlassen Sie für ein paar Kilometer das schöne Obere Maastal. Eng an die hohen Felswände gebaut, präsentiert sich die Messingstadt Dinant. Hier wurde Adolphe Sax geboren, der in Paris das Saxophon erfand. Hier haben Sie Gelegenheit, die mächtige Zitadelle zu besuchen. Später führt Sie die Lesse tiefer in die Ardennen. Kurz vor Durbuy stoßen Sie auf die Ourthe: Die „kleinste Stadt der Welt“ schmiegt sich malerisch an die Ufer und beherbergt Sie zwei Nächte. Auf Ihrer Rundtour entdecken Sie bei Wéris magische Orte: eine einzigartige Ansammlung von jahrtausendealten Dolmen und Menhiren.

Sie erleben moderne und traditionelle Hotellerie und beste Gastronomie: In Lüttich genießen Sie zwei landestypische Restaurants. Im Schlosshotel Château de Namur logieren Sie mit weitem Blick über die Stadt. Das Restaurant, Sitz der Hotelfachschule der Provinz Namur, bildet die zukünftigen Chefs aus. Das 5-Sterne-Boutiquehotel Château de Vignée gehört zu Relais & Châteaux und hat eine sehr gute Küche. Und das Restaurant des 5-Sterne-Hotels Le Sanglier des Ardennes in Durbuy gilt in den Ardennen als kulinarische Institution.

Tipps und Hinweise für Radfahrer

Der Maasradweg ist eine prima Sache für Radwanderfans, die Lust auf eine Dreiländertour haben. Diese gut ausgeschilderte Route folgt dem Fluss Maas vom niederländischen Hoek van Holland durch Belgien bis zur Quelle des Flusses im französischen Departement Haute-Marne. Die Gesamtlänge beträgt stramme 1152 km - für uns Hobbyradler ein harter Brocken, weshalb wir den Radweg durch Frankreich in Etappen zurücklegten.

  • Der nördliche Abschnitt des Maasradwegs (bis Mouzon) ist größtenteils flach und führt am Ufer der Maas auf speziell angelegten Radwegen entlang.
  • Ab diesem Sommer könnt ihr den Maasradweg auch mit anderen Routen kombinieren.
  • Die Beschilderung ist im Allgemeinen recht gut.
  • Unterwegs gibt es nur wenig Lokale oder Cafés - außer in den größeren Dörfern und Städten - nehmt also genug zu essen und zu trinken mit.
  • Die Wasserflasche wieder auffüllen?
  • Wir haben in Verdun E-Bikes gemietet.
  • Unterwegs gibt es diverse Camping- und Stellplätze.

Beispielhafte Etappen der Maasroute

Erleben Sie idyllische Landschaften, historischen Städte und die beeindruckende Natur entlang der Maas auf einer Fahrradtour auf sechs erlebnisreichen Etappen. Als besonderes Highlight erwartet Sie eine einzigartige Fahrradtour auf dem Baumwipfelpfad in Bosland.

  1. Tag 1: Anreise nach Maastricht.
  2. Tag 2: Givet - Dinant - Namur, ca. 55 km.
  3. Tag 3: Namur - Huy, ca. 54 km.
  4. Tag 4: Lüttich - Maastricht, ca. 50 km.
  5. Tag 5: Maastricht - Roermond, ca. 61 km.
  6. Tag 6: Roermond - Venlo - Broekhuizenvorst, ca. 56 km.
  7. Tag 7: Zonhoven - Eksel - Baumwipfelpfad in Bosland, ca. 58 km.

Weitere Informationen und Ressourcen

Für andere Radreisende ist es wichtig zu wissen, wie aktuell die Routenbeschreibung ist. Wenn Du selbst die Route (oder Teile davon) gefahren bist, trage Dich bitte in die Liste ein (neuere Einträge nach oben).

Melden Sie unklare, defekte oder fehlende Wegweiser schnell und effizient an Routepunt Zuid-Limburg. Natürlich sind auch Verbesseringsvorschläge wilkommen. Gemeinsam können wir alle unsere Freizeitrouten auf dem neuesten Stand un zugänglich halten!

In 9 Tagen, mit Start in der französischen Festungsstadt Sedan in den Ardennen, radeln wir auf dem Maas-Radweg durch drei Nachbarländer Deutschlands: Frankreich, Belgien und die Niederlande. Ziel ist Rotterdam, kurz vor der Mündung des Rhein-Maas-Deltasystems in die Nordsee.

Der Maas-Radweg durchquert die drei Länder Frankreich, Belgien und die Niederlande. Er begleitet die Maas von der Quelle auf dem Langres-Plateau in Nordfrankreich und folgt dem Verlauf des Flusses über 1.080 Kilometer durch Belgien bis nach Hoek van Holland, wo die Maas in die niederländische Nordsee mündet. Nicht nur die abwechslungsreiche Landschaft und die idyllischen Dörfer und Städtchen, sondern auch die kulturhistorischen Schätze entlang des Weges lassen eine Radtour auf dem Maas-Radweg zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Ursprünglich führte dieser Radweg nur bis zur Hauptstadt der französischen Ardennen, Charleville-Mézières, doch seit ein paar Jahren kann man über einen eigens angelegten Radweg nach Mouzon weiterfahren. Im Herbst zogen wir dann wieder zu zweit los und nahmen den südlichsten Teil des Maasradwegs in Angriff, wobei wir auch ab und zu einen Abstecher machten, um die Umgebung zu erkunden. Einen besseren Startpunkt als Mouzon konnten wir uns nicht wünschen, denn der Ort gehört zu den schönsten Dörfern der französischen Ardennen!

Im Gegensatz zur Route im nördlichen Teilbereich der Ardennen folgt man hier den Schildern des Maasradwegs über D-Straßen (Departementstraßen). Das bedeutet, dass es nun auch hügeliger wird (zum Glück haben wir E-Bikes!) und die Beschaffenheit der Fahrbahn - vor allem auf der Strecke Beaumont-La Neuville-sur-Meuse - etwas zu wünschen übrig lässt.

La Meuse hat sich vor allem als Pays de la Bière einen Namen gemacht, und so findet man in Stenay auch ein Biermuseum. Am Parkplatz des Museums beginnt ein Radweg mit dem passenden Namen Route de la Bière. Diese 38 Kilometer lange Strecke bringt einen u.a. zur Brasserie in Charmoy, zum Städtchen Dun-sur-Meuse (wer den Berg hoch zur Notre-Dame de Bonne Garde aus dem 14. Jahrhundert erklimmt, der wird mit einer fantastischen Aussicht belohnt) und zur beeindruckenden Kirche auf einer Bergspitze bei Mont-devant-Sassey.

Von der Benediktinerstadt Saint-Mihiel aus unternehmen wir eine Radtour durch den Parc naturel régional de Lorraine. Dies ist das grüne Herz der Region, in dem sich Wälder, Seen und Mirabellen-Obstgärten abwechseln. Über Cirkwi konnten wir eine 39 km lange Route herunterladen, die uns direkt in den Wald bringt. Die ersten 15 Kilometer führen über eine öffentlichen Straße und dennoch fühlen wir uns inmitten der Natur mit ihren großen Bäumen und lieblichen Tälern sehr klein. Es geht bergauf und bergab.

Nach Domrémy gelangen wir erst einmal auf eine vielbefahrene D-Straße, doch hinter Void wird es stiller und stiller. Auf uns warten ein Wald und eine der schönsten Etappen unserer Radtour. Es geht erst gleichmäßig bergauf und dann kilometerlang bergab. Danach durchqueren wir Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Dieser Gedanke kommt uns übrigens öfter während unserer Radtour. Es scheint fast so, als ob die Bewohner alles dafür tun, um in der Vergangenheit, sozusagen in einer heilen Welt, leben zu dürfen.

Die Strecke nach Bourmont ist wunderschön und sehr fotogen. Hier mal Kühe bestaunen, dort ein paar Äpfel am Wegesrand einsammeln, eine kurze Pause am Fluss nahe dem Dorf Circourt-sur-Mouzon einlegen … Einziger Minuspunkt ist der unbefestigte Weg entlang der Maas kurz vor der Brücke bei Goncourt nahe dem Dorf Gonaincourt. Eine Qual für den Po! Unser Zielpunkt Bourmont ist zu Recht das grande finale, denn dieses prächtige, mittelalterliche Dorf liegt oben auf einem Hügel.

La Meuse oblige: Ist man auf dem Maasradweg unterwegs, dann will man auch zur Quelle des Flusses, der einen so lange begleitet hat. Wir begeben uns also in Provenchère-sur-Meuse wieder auf den Maasradweg und fahren durch eine Landschaft, die viel offener ist als auf den vorherigen Abschnitten: flach, weit, ländlich. Eben anders. Die charakteristischen Windräder erinnern uns an eine amerikanische Westernlandschaft. Am Horizont sieht es nach Unwetter aus und der Wind zieht an - wir treten also so schnell wie möglich in die Pedale. Doch dann sehen wir plötzlich einen Gedenkstein am Wegesrand. Hoppla, wir sind angekommen! Hier befindet sich die Quelle der Maas!

Wir beenden unsere Tour in der sehr sehenswerten Stadt Langres und müssen zugeben, dass wir eine fantastische Entdeckungsfahrt durch ein Gebiet unternahmen, das die meisten von uns nur mit dem Auto auf dem Weg in den Süden durchqueren, ohne sich weiter umzusehen. Dabei kann man sich in diesem wunderschönen Stückchen Frankreich verzaubern, verführen und begeistern lassen.

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