Der RuhrtalRadweg gehört zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands! Er erstreckt sich über 240 Kilometer Radfahrvergnügen in NRW, genauer gesagt zwischen Sauerland und dem Ruhrgebiet. Kein anderer Fluss in Deutschland verbindet (Industrie-)Kultur und Natur auf so engem Raum wie der RuhrtalRadweg.
Verlauf des Ruhrtalradwegs
Vom Rothaargebirge bis zum Rhein - das ist der 219,3 Kilometer lange Verlauf der Ruhr am südlichen Rand der größten Agglomeration Deutschlands, der sie ihren Namen gegeben hat. Der Ruhrtalradweg startet in Winterberg an der Quelle der Ruhr und folgt dieser bis nach Duisburg zu ihrer Mündung. Natürlich kann die Runde aber auch entgegengesetzt befahren werden, hier erwarten dich dann einige Höhenmeter mehr im Anstieg. Die Rückreise zum Ausgangspunkt ist dank Zuganbindung kein Problem.
Wo beginnt und endet der Ruhrtalradweg?
- Start: Winterberg an der Quelle der Ruhr
- Ziel: Duisburg, wo die Ruhr in den Rhein mündet
Die Ruhr hat ihren Ursprung auf dem Ruhrkopf (696m) im Rothaargebirge, rund 3km nordöstlich von Winterberg. Über eine Länge von 219,3 Kilometer schlängelt sie sich von Winterberg durch Dortmund, Hagen, Bochum, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen bis hin nach Duisburg. Hier mündet die Ruhr auf 20,2m bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein. Auf ihrem Weg unterquert die Ruhr ca. 160 Brücken und überwindet eine Höhendifferenz von ca.
Etappen des Ruhrtalradwegs
Der Ruhrtalradweg lässt sich in 5 (Tages-)Etappen einteilen, je nach persönlicher Anforderung und Kondition kann er aber natürlich auch in weniger oder mehr tagen absolviert werden. Einsteig und Ausstieg sind überall möglich, unterwegs gibt es immer wieder Bahnhöfe mit guter Zuganbindung. Das gibt auch die Möglichkeit, die Tour flexibel zu verkürzen, sollte mal das Wetter nicht mitspielen.
Wer möchte, kann zwischen den einzelnen Etappen auch Abstecher zu Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke einlegen und die Tour mit beliebig vielen zusätzlichen Rundkursen verlängern. Die 230 Kilometer Radweg haben wir mit dem ein oder anderen Abstecher auf 6 Tage aufgeteilt.
Hier ist ein Beispiel für die Einteilung der Etappen:
- Bahnanreise, danach Winterberg bis Meschede (ca.
- Meschede bis Fröndenberg (ca.
- Fröndenberg bis Bochum (Stiepel) (ca.
- Bochum (Stiepel) bis Essen (Kettwig) (ca.
- Essen bis Duisburg (ca. 35 km) und Fahrt nach Hause (ca.
Sehenswürdigkeiten entlang des Ruhrtalradwegs
Der Radweg ist gut beschildert und bietet eine beeindruckende Mischung aus Naturerleben und sehenswürdigen Orten.
- Winterberg: Ausgangspunkt am Bahnhof, alpine Landschaft
- Hengsteysee und Harkortsee: Bootsfahrten und Freibäder
- Burgruine Volmarstein und Hardenstein: Top-Aussichtspunkte
- Mülheim: Grüne Stadt mit Aquarius-Wassermuseum und Wasserbahnhof
- Duisburg: Größter Binnenhafen Europas
Es folgt Spaß am See - genauer: Am Hengsteysee, dem östlichen Auftakt der Ruhrstauseen, und am Harkortsee bei Wetter. Da wie dort lässt sich die Radreise genussvoll durch eine Bootsfahrt oder den Besuch eines Freibads (sofern geöffnet) unterbrechen. Weitere Top-Aussichtspunkte bieten die Burgruine Volmarstein und die Mauern auf dem Hardenstein.
Das Ruhrrad-Finale beginnt mit den sieben Kilometer langen Grünanlagen der Mülheimer Landesgartenschau von 1992. Die Stadt Mülheim ist insgesamt sehr „grün“ und bietet viele Attraktionen, etwa das Aquaruis-Wassermuseum oder den Wasserbahnhof auf der Schleuseninsel.
Radfahren im Ruhrgebiet
Der RuhrtalRadweg ist eine vom ADFC ausgezeichnete „4-Sterne Qualitätsradroute“, die Natur und Kultur verbindet und zum Entdecken des Ruhrgebiets einlädt. Entlang der Strecke befinden sich viele Sehenswürdigkeiten, so dass sich zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Radtour mit Besuchen von Museen, Industriekultur, Schlössern, Musicals oder Shopping zu verbinden.
Tipps für die Planung
Die wichtigsten Infos habe ich dir hier mal veranschaulicht. Mich erwarten 240 Kilometer Strecke und der erste Schritt ist die Planung der Etappen. Wie viele Kilometer schaffe ich konditionell und zeitlich an einem Tag, wie viel möchte ich am Wegesrand sehen, wann reise ich an, um in Winterberg starten zu können. All diese Faktoren fließen in deine individuelle Planung ein.
Nun suche ich mir Hotels raus, die zu meinen Tageskilometern und schließlich auch zu meinem Budget passen. Hotels im Voraus buchen oder spontan vor Ort? Das solltest du von deiner Reisezeit abhängig machen. An Wochenenden oder über Feiertage rate ich dir, die Hotels im Voraus zu buchen. Radfahren ist so beliebt wie nie und der RuhrtalRadweg gut frequentiert. Ich bin montags gestartet und freitags wieder nach Hause gefahren, eigentlich nicht die typischen Urlaubstage, an denen man volle Hotels erwartet. Trotzdem hatte ich meine Übernachtungen bereits im Voraus gebucht.
Meine Unterkünfte sind gebucht und ich suche meine Bahnverbindung für die Anreise raus. Es gilt immer, dass man in Dortmund umsteigen muss, um nach Winterberg zu kommen. Für alle, die mit dem Auto anreisen möchten: In Winterberg kannst du dein Auto kostenfrei am Start des RuhrtalRadwegs, nämlich dem Bahnhof, abstellen.
Ausrüstung und Vorbereitung
Nichts wird so sehr diskutiert wie die Frage ob E-Bike oder klassisches Fahrrad. Das ist meiner Meinung nach in erster Linie eine Grundeinstellungssache, worauf dann die Fitness, die angestrebte Reichweite und letztendlich natürlich auch die Bequemlichkeit folgt. Aus Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass man den RuhrtalRadweg auch ohne Akku gut fahren kann.
Die meisten haben ja ein Fahrrad zuhause, mit dem sie auch am liebsten eine solche Reise unternehmen möchten, denn ein Leihrad ist nunmal immer nicht das eigene, eingefahrene Rad. Da du bei einer solchen Reise allerdings wesentlich länger als sonst auf dem Rad verbringst, solltest du dir vor Abfahrt kurz Zeit nehmen, um es perfekt auf dich und deine Reise einzustellen.
- Sattelhöhe, Lenkerposition usw. ergonomisch und individuell auf dich einzustellen.
- Dein Körper wird es dir danken!
Natürlich gibt es die klassischen Karten, aber ich plane und fahre meine Radtouren immer mit meinem Smartphone und einer App, wie Komoot oder im Ruhrgebiet dem kostenfreien radtourenplaner.ruhr. Für den RuhrtalRadweg empfiehlt sich besonders die kostenfreie Sauerland App, in der der RuhrtalRadweg bereits integriert ist.
Beschilderung des Ruhrtalradwegs
Wirklich benötigt habe ich das Navigationsgerät nicht, denn die Beschilderung war wirklich hervorragend! An einer Stelle war ein Wegweiser verdreht und an einer anderen hätte ich mir einen zusätzlichen Zwischenwegweiser gewünscht, allerdings macht das bei der Gesamtzahl der Schilder einen solch geringen Teil aus, dass dies nicht ins Gewicht fällt.
Grundsätzlich sind Radwege in NRW mit rot-weißen Schildern gekennzeichnet. Hier gibt es einmal die breiten Pfeilwegweiser, die detailliert mit Orts- und Kilometerangaben bestückt sind. An diesen Schildern hängt zusätzlich das RuhrtalRadweg-Logo, wenn sich an diesem Punkt verschiedene Radrouten kreuzen. Hängt kein RuhrtalRadweg-Einschub am Schild, so folgen alle Radrouten dieser Richtung.
Zwischen den großen Kreuzungspunkten findest du lediglich die kleinen quadratischen Zwischenwegweiser ohne weitere Logos.
Erlebnisse entlang des Ruhrtalradwegs
Nebeninfo: Im Wald wird es kühler, also Jacke drüber. Noch bevor ich die Ruhrquelle erreiche, bin ich überwältigt von der Ruhe! Ich halte extra kurz an und versuche irgendein Geräusch zu hören, aber vergebens. Noch nicht einmal Vogelgezwitscher, einfach nur pure Stille zwischen hohen Bäumen.
Weiter geht’s zur Ruhrquelle, wo natürlich das obligatorische Touri-Foto folgt. Ich habe diesen Satz schon tausendmal gehört oder gelesen, aber ich muss ihn auch noch einmal niederschreiben: Man kann sich kaum vorstellen, wie dieses kleine Rinnsal Ruhr, was kaum zum Füllen einer Wasserflasche reicht, letztendlich als breiter Fluss in den Rhein mündet.
Der RuhrtalRadweg verläuft auf der ersten Etappe auf einer Mischung aus Wald- und Schotterwegen (nichts für Rennräder übrigens, die sollten erst später in die Route einsteigen). Zwischen den vielen Bäumen sind immer wieder größere Lücken mit traumhaften Ausblicken.
Ich bin verliebt in die Landschaft und auch in die Tiere am Wegesrand. Wer genügend Zeit hat, dem empfehle ich, die erste Übernachtung in Winterberg einzuplanen. Ein Fotomotiv jagt jedenfalls das nächste und ich steige alle paar Minuten vom Rad, um sie einzufangen.
Ich bin mittlerweile in Olsberg angekommen und fahre durch das Rosendorf Assinghausen. Hier schlagen die Herzen von Blumenfreunden höher, denn hier blüht alles voller Rosen. Jeder Vorgarten und jeder Blumenkasten, von liebevoll gepflegten Privatgärten bis hin zu öffentlichen Beeten: Assinghausen ist ein riesiger Rosengarten.
Trotzdem verändert sich der Anblick der Ruhr regelmäßig und es gibt sogar Stellen, an denen man an einem Flachwasserbereich auf den Grund fassen kann, wie hier in Bestwig: Die Ruhr ist renaturiert und man kann sich an einem Rastplatz niederlassen.
Die Etappe endet langsam und ich komme Meschede immer näher. Auf dem Weg treffe ich wieder auf Radfahrende, die ich von einem der Bahnhöfe kenne. Obwohl der RuhrtalRadweg nicht direkt am Hennesee liegt, lohnt es sich den kleinen Umweg (ca. 3 km) einzuplanen, denn dieser Stausee ist ganz besonders schön.
Bewusst habe ich also mein erstes Hotel am Hennesee gebucht und kann somit dort den Sonnenuntergang genießen. Der Anstieg dorthin hat mich dann aber doch etwas überrascht, denn der Hennedamm ist ein ordentliches Stück höher als die Ruhr.
Kopfsteinplaster, Fachwerkhäuser, Brunnen und ein alter Glockenturm, man hat einiges zu sehen in diesem absolut niedlichen Stadtkern. Immer noch in Arnsberg, aber einige Kilometer weiter, entdecke ich ein kleines Tor aus Holzpfählen mit dem eingeritzten Namen „Natur-Erlebnis-Raum“ und dahinter schon einen Kletteraussichtsturm. Da bin ich natürlich dabei.
Hinter diesem Eingang wartet ein kleiner Erlebniswald mit verschiedenen Stationen und Plätzen zum Ansehen, Draufsteigen, Hinaufklettern usw. Ein kurzer Stopp lohnt sich!
Am Hotel habe ich die Ruhr noch kurz gesehen, doch das ändert sich jetzt, genauso wie das Wetter (Zwiebel-Time: ich ziehe die Fleecejacke drüber). Und zack, ein paar Felder weiter erreiche ich die erste Infotafel des radrevier.ruhr: Ich bin im Ruhrgebiet angekommen, genauer gesagt in Holzwickede.
Neben Gin (bester Name: „Gin Bim“) wird hier Korn gebrannt, aber auch einige Liköre werden hergestellt. Ab 15 Personen kannst du hier Brennereibesichtigungen inklusive Pröbchen buchen und wer etwas Besonderes sucht, dem empfehle ich die Besichtigung inklusive Zauberkunst. Herr Bimberg selbst führt durch die Brennerei und bringt dir die Entstehung des Korns mithilfe von Zaubertricks näher. Verblüffend und absolut unterhaltsam (lieber Herr Bimberg, falls Sie mitlesen: Wo ist denn nun das rote Tuch hin, was Sie in Ihrer Hand verschwinden ließen?).
Wie das so in einem Urlaub ist, möchte man ja auch gerne etwas mit nach Hause nehmen und ein leckeres Likörchen eignet sich doch super dafür. Im Schnapslädchen kannst du ein Souvenir für deine Hausbar kaufen. Aber hey, man kauft ja nicht die Katze im Sack und das Wichtigste bei einem Besuch einer Brennerei ist doch der Geschmackstest, oder?
Nicht weit und ich entdecke die erste Station des Planetenwegs. Hier findest du an elf Stationen Planetenmodelle, die das Größenverhältnis der Planeten in unserem Sonnensystem und dem uns umgebenen Universum veranschaulichen sollen. Wirklich schöne Punkte, um kurz anzuhalten und durch die kleinen Scheiben zu sehen.
Nur wenige Meter ab vom RuhrtalRadweg, nämlich direkt an der Rohrmeisterei, befindet sich die Schwerter Senfmühle. Klein, aber fein werden hier noch heute in Handarbeit leckere Senfspezialitäten hergestellt. Frisch abgepackt kann man hier den klassischen Adrian-Senf (nach dem Familiennamen der ehemaligen Betreiber), aber auch außergewöhnliche Sorten wie Chili-Senf oder Bier-Senf kaufen.
Alternativer Radweg: Von Ruhr zu Ruhr
Eine Reihe von Bahntrassenradwegen kann zwischen Hattingen, Wuppertal und Witten zu einer schönen Tour im Hattinger Hügelland und in den Ausläufern der Elfringhauser Schweiz zusammengestellt werden. Der Radweg Von Ruhr zu Ruhr kombiniert und nutzt mehrere alte Bahntrassen und führt auf dem RuhrtalRadweg zurück zum Ausgangspunkt. Er hat eine Länge von etwa 60 Kilometern, wobei ca.
Die folgende Karte zeigt den Verlauf des Radwegs. Die unterschiedlichen Farben des Verlaufs stehen für die jeweiligen Bahnstrecken-Abschnitte. Blaue Wege sind Verbindungen bzw. Die Nummernpunkte , usw. markieren interessante Orte am Wegesrand, die auch im Beschreibungstext vorgestellt werden. Die Kürzel Bf. stehen für die Bahnhöfe in Hattingen und Witten.
Die Radtour ist mit einem eigenen Piktogramm markiert. Dieses ist an Kreuzungsstellen an den weiß-roten Wegweisern des Radverkehrsnetzes NRW zu finden. Dazwischen ist den kleinen weiß-roten Piktogrammen mit Fahrrad und Richtungspfeil zu folgen bis zur nächsten Kreuzungsstelle. Entlang des Weges gibt es mehrere Knotenpunkte des Radreviers.Ruhr.
Die überwiegenden Abschnitte der Tour werden auf wassergebundener Decke gefahren, die Elbschetalbahn ist asphaltiert. Die geringen Teile im Straßenverkehr sind natürlich auch asphaltiert. Auch der RuhrtalRadweg verläuft auf einigen Abschnitten auf Beton oder Asphalt.
Außerhalb des RuhrtalRadwegs sind die Radwege recht ruhig und nicht so stark befahren, im Ruhrtal kann es an guten Tagen insbesondere rund um den Kemnader See voll werden.
Von Hattingen bis Schee ist eine beinahe konstante Steigung bergauf zu bewältigen. Der tiefste Punkt liegt am Beginn des Bahntrassenradwegs auf etwa 77 Metern über dem Meeresspiegels, der Bahnhof Schee auf etwa 240 Metern. Von Schee bis Silschede ist der Weg sanft-hügelig mit geringem Gesamtgefälle. Zwischen Silschede und Albringhausen führt der Weg auf Straßen überwiegend bergab.
Die Elbschetalbahn hat ebenfalls ein Gefälle von 144 auf 100 Meter über den Meeresspiegel bei Witten-Bommern. Der Abschnitt im Ruhrtal ist sehr eben und ohne nennenswerte Steigungen oder Gefälle.
Die Strecke kann sehr gut nicht nur von trainierten Radfahrern auch ohne Motor-Unterstützung befahren werden. In der Tourenbeschreibung liegt die größte Steigung am Beginn, ab Schee geht es abwärts bzw. eben zurück zum Ausgangspunkt. E-Bike-Fahrer können mit nur geringer Unterstützung fahren.
Am Schee-Tunnel geht die Tour über in den Radweg Nordbahntrasse, der bis in die nördliche Wuppertaler Innenstadt führt. Über den RuhrtalRadweg gibt es Anschlüsse Richtung Essen und Duisburg sowie flussaufwärts Richtung Hagen und Winterberg. Am Kemnader See kann man auf den Parkway EmscherRuhr Richtung Castrop-Rauxel umschwenken.
In Hattingen ist mit dem Schulenbergtunnel ein richtiger Eisenbahntunnel zu durchfahren. Der Tunnel ist beleuchtet, jedoch insgesamt dunkel. Durch die Kurvenlage sind Ein- und Ausfahrt nicht gleichzeitig zu sehen. Ängstliche Personen können den Tunnel über das Straßennetz jedoch umfahren.
Der lange Schee-Tunnel ist nicht Teil der eigentlichen Runde und wird als Abstecher befahren. Er ist noch wesentlich schwächer beleuchtet, sodass man durch eine sehr lange, düstere Röhre fährt und unbedingt eigene Beleuchtung benötigt.
Die längste durchgehend befahrene Bahntrasse ist die der Kohlenbahn oder auch Glückauf-Trasse zwischen Hattingen und Wuppertal. Sie wurde 1884 eröffnet und führte auf etwa 25 Kilometern mit einem Bogen über Sprockhövel von Norden nach Süden. Ziemlich genau 100 Jahre nach der Eröffnung wurde die Strecke stillgelegt.
Am Bahnhof Schee zweigte die Strecke nach Silschede ab. Sie wurde 1889 eröffnet und ebenfalls etwa 100 Jahre später stillgelegt. Am Ende wird die Strecke Schee-Silschede von der Elbschetalbahn unterquert. Diese ist eine Strecke zwischen Witten und Schwelm, die in Gänze in den 1930er Jahren fertiggestellt war.
Der Ausgangspunkt der Tour liegt im Süden von Hattingen an der Nierenhofer Straße. Hier führte die Bahntrasse über ein steinernes Viadukt und in ein einem Bogen bis zum Bahnhof Hattingen. Dieses Teilstück ist noch nicht ausgebaut, aber in Planung. Am Bahnhof besteht Anschluss an die S-Bahn-Linie S3 Richtung Essen und Mülheim an der Ruhr.
Wir umrunden die südlichen Siedlungen von Hattingen. Hinter der Grünstraße mit einem kleinen Parkplatz wartet bereits das erste Highlight der Tour - der Tunnel unter dem Schulenberg. Der Schulenbergtunnel ist etwa 200 Meter lang. Durch seine Kurvenlage kann man nicht vom einen zum anderen Ende schauen.
Der Radweg nimmt die gesamte Tunnelbreite ein und ist gut beleuchtet (im Gegensatz zu dem zweiten Tunnel, den wir auf dieser Tour noch sehen werden, ist die Ausleuchtung beinahe gleißendes Licht). An seinem östlichen Tunnelportal auf der anderen Seite ist die Jahreszahl 1883 zu finden. Dieses besteht komplett aus Naturstein, während das Westportal mit einem Teil Beton nicht ganz so schön aussieht.
Wir verlassen hinter dem Tunnel nun die Stadt und kommen in das Hattinger Bergland mit seiner sanft hügeligen Landschaft. In einigen Teilen sind die ersten Zechen des Ruhrgebiets entstanden. Kein Wunder, dass wir gleich hin und wieder auf schön angelegte Bergbauwanderwege stoßen werden.
Wir folgen in langen Kurven dem Tal des Sprockhöveler Bachs, den wir allerdings nicht wahrnehmen. Es gibt fast keine Straßenkreuzungen auf diesem Abschnitt. Wir nehmen immer wieder Brücken-Über- und Unterquerungen wahr.
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