Bad Harzburg, ein idyllischer Ort im Landkreis Goslar, bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Radtouren. Die Region zeichnet sich durch ihre abwechslungsreiche Landschaft aus: malerische Täler, dichte Wälder und sanfte Hügel prägen das Bild. Diese Gegebenheiten machen sie zu einem idealen Ziel für Radfahrer jeden Niveaus.
Weite Wiesen, ein traumhafter Blick über Goslar und eine idyllische Route entlang der Oker: Eine Radtour von Bad Harzburg nach Goslar und Vienenburg ist eine Wohltat für die Sinne. Vor allem, wenn man mit dem E-Mountainbike unterwegs ist, lassen sich die gut 40 Kilometer Wegstrecke entspannt erradeln.
Radtouren rund um Bad Harzburg
Eine der schönsten Radtouren in Bad Harzburg führt entlang des Flusses Oker. Der gut ausgebaute Oker-Radweg erstreckt sich über 100 Kilometer und bietet eine beeindruckende Aussicht auf die umliegende Natur. Von Bad Harzburg aus können Sie bequem den Abschnitt wählen, der Ihren Vorlieben entspricht. Ob kurze Strecken für Anfänger oder längere Touren für erfahrene Fahrer - hier findet jeder seine passende Route.
Ein weiteres Highlight sind die Fahrradtouren rund um den Nationalpark Harz. Hier haben Sie die Möglichkeit, tief in den Wald einzutauchen und dabei seltene Pflanzen- und Tierarten zu entdecken. Die Wege sind gut markiert und bieten sowohl anspruchsvolle als auch gemütliche Streckenabschnitte. Besonders reizvoll ist auch eine Tour zum Burgberg hoch über Bad Harzburg. Auf dem Weg zur Burgruine genießen Sie nicht nur einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, sondern erfahren auch viel über ihre Geschichte.
Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Bad Harzburg sind der Frühling und der Sommer. Zu dieser Zeit ist das Wetter angenehm mild, die Natur erblüht und die Tage sind länger. Auch im Herbst kann man noch wunderbare Touren unternehmen, um das bunte Laub zu bewundern.
Von Bad Harzburg in die Kaiserstadt Goslar
Ein Einstieg in die Tour könnte an der Bad Harzburger Galopprennbahn sein. Am Silberbornbad gibt es einen großen Parkplatz. Zunächst geht es am Sportpark über einen ersten steilen Anstieg bis an den Waldrand des Harzes. Mit teils schönem Blick ins Harzvorland geht es weiter in den Goslarer Ortsteil Oker, nur fünf Kilometer entfernt. Auf diesem Abschnitt bietet sich eine Einkehr im Café Goldberg ein. Allerdings würde dann die Tour direkt mit einem ordentlichen Stück Kuchen oder einem herzhaften Gericht starten. Vielleicht eine gute Gelegenheit für diejenigen mit weiterer Anreise.
In Oker geht es ein kleines Stück durch den Ort, ehe es über den Stadtstieg Richtung Bollrich geht. Auf einem Schotterweg geht es vorbei am Segelflugplatz. In den Sommermonaten herrscht hier oft recht reger Flugbetrieb. Weiter geht es vorbei am Berufsförderungswerk und oberhalb der Stadt Richtung Maltermeister Turm. An der Wüstenrot Hütte biegen wir rechts ab und fahren in die Stadt, um an den Frankenberger Teichen den Aufstieg zur Steinberg Alm zu starten.
Aufstieg zur Steinberg Alm
Mit 6 bis 8 Prozent stetiger Steigung geht es hinauf auf den Berg. Ein Feldweg führt durch die Wiesen und schlängelt sich langsam hinauf. Kurz vor der Steinberg Alm befindet sich ein großer Spielplatz mit Spielgeräten, die dem Bergbau nachempfunden sind. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann hier Halt machen. Die Steinberg Alm ist dann Pausenstation nach etwa 13 Kilometern Strecke. Belohnt wird man hier mit einem wunderschönen Blick über Goslar.
Nach einem kurzen Stopp geht es zunächst bequem hinab in die Stadt. Bei einer entspannten Fahrt durch die mehr als 1000-jährige ehemalige Kaiserstadt werden einige Sehenswürdigkeiten passiert, die imposante Kaiserpfalz, der hübsche Marktplatz mit dem sanierten Rathaus. Die Strecke führt durch die Stadt wieder an die Oker.
Abenteuer an der Oker
An der Oker ist ein wenig Pfadfinde-Talent gefragt, um den schönsten Abschnitt zu finden. Ein schmaler Pfad führt rechts des Flusses flussabwärts Richtung Vienenburg. Wunderschön ist der Teil auf der anderen Seite der Immenröder Straße, nachdem die Unterführung der B 6 passiert wurde. Hier ist die Oker immer wieder mit Wehren aufgestaut und es entstehen Wasserfälle. Die Kiesteiche ringsum sind Heimat vieler Wasservögel. Der Feld- und Wiesenweg ist bequem zu fahren.
Kurz vor Vienenburg kann ein Abstecher zum Kloster Wöltingerode eingeplant werden. Da die Brücke an der Hauptstraße weiterhin im Bau ist, müsste ein Umweg eingeplant werden. Es gibt eine kleine Fußgängerbrücke, über die das andere Ufer erreicht werden kann. Zwischen den Angelteichen geht es dann Richtung Kloster, wo eine Besichtigung der Klosterkornbrennerei oder eine Einkehr im Klosterkrug möglich sind. Unsere Route führt uns weiter entlang der Oker um den Vienenburger See und dann durch den Ort Richtung Bad Harzburg.
Über die Liererstraße geht es in die Feldmark zwischen Vienenburg und Bad Harzburg. Parallel zum kleinen Flüsschen Radau führt die Route flussaufwärts. Die Radauerteiche werden passiert und dann geht es durch die Bad Harzburger Ortsteile Schlewecke und Bündheim zum Ausgangspunkt an der Rennbahn. Eine Tour mit 41,3 Kilometern und 510 Höhenmetern. Die Routenführung und die Startpunkte lassen sich variieren. Bei einem Aufenthalt im Harz Hotel Altes Forsthaus kann ggf. auch der ÖPNV genutzt werden, um zum Startort zu gelangen. Mit dem HATIX, dem Urlauberticket, fahren Übernachtungsgäste kostenfrei. Fahrräder können je nach Kapazität auch mitgenommen werden.
Mountainbike Urlaub im Harz
Auf mehreren Tausend Kilometern Streckenlänge und mehr als 100 Routen können Sie das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands - den Harz - mit dem Mountainbike erkunden. 3 Mountainbikeparks und mehr als 2200 km Cross-Country Strecke stehen zur Verfügung. Ein Teil der Strecken führt Sie auch in die Bergwildnis des Nationalparks Harz und natürlich auf seinen höchsten Gipfel, den Brocken. Besonders empfehlenswert und speziell ausgewiesen sind die Mountainbike-Routen der Volksbank-Arena Harz.
Torfhaus Runde von Bad Harzburg
Unsere Radstrecke „Torfhaus Runde von Bad Harzburg“ gilt als schwere Fahrradstrecke und ist nur Personen mit ausreichender Kondition zu empfehlen. Die insgesamt 48 Kilometer lange Strecke dauert im Schnitt circa 4 Stunden und führt jeweils 1010 Meter hoch und wieder hinunter. Die Route beginnt in Bad Harzburg und führt von dort aus vorbei an der Eckertalsperre auf den Brockengipfel. Oben angekommen geht es über das Torfhaus wieder zurück nach Bad Harzburg.
Startpunkt der Tour ist Bahnhof in Bad Harzburg. Von hier aus geht es zunächst mitten durch die Stadt in Richtung Süden zur Eckertalsperre (auch Eckertalstausee genannt). Sie ist die kleinste und am höchsten liegende Talsperre der Harzer Wasser-Regulierungssysteme. Die Mauer der Talsperre ist ca. 235 Meter lang und ca. 60 Meter hoch. Dabei hält sie ein Gewicht von sage und schreibe 420.000 Tonnen Wasserdruck stand. Wie viele der anderen Stauseen im Harz dient auch dieser der Trinkwassergewinnung der Region Wolfsburg und Braunschweig, sowie dem Schutz vor Sommer- und Winterhochwasser sowie der Energieerzeugung.
Weiter südlich führt es Radfahrer durch das Ilsetal am Brocken. Leider sind insbesondere an dieser Stelle viele der Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, wodurch die Bäume abstarben und Stürmen und Wind nicht mehr standhielten. Die Flachwurzler kippten demnach um, weshalb viele Wurzeln heute in die Höhe ragen. Oben angekommen wartet die Brockenbahn als der höchste Bahnhof Deutschlands darauf, entdeckt zu werden.
Wer die Aussicht genossen hat und nun weiterfährt, fährt über den neuen Goetheweg entlang der Brockenbahn geradewegs in Richtung Torfhaus. Torfhaus ist ein Knotenpunkt für sowohl Wanderer als auch Biker und zudem die höchste Siedlung Niedersachsens. Neben dem schönen Ausblick bietet das Torfhaus leckeres Essen und das Besucherzentrum interessante Informationen rund um den Nationalpark Harz.
Wichtige Hinweise für Radfahrer im Nationalpark Harz
Bitte beachten Sie bei Ihren Touren: Dem Nationalpark liegt das harmonische Nebeneinander von Wanderern und Radfahrern sehr am Herzen. Wir setzen dabei vor allem auf rücksichtsvolles Verhalten. Rund 96 % aller Wege im Nationalpark sind für Radfahrer und Mountainbiker freigegeben. Bitte beachten Sie das im Nationalpark geltende Wege-Gebot. Zur Besonderheit des Nationalparks, der sich entwickelnden Wildnis, gehören auch absterbende Bäume. Achten Sie deshalb bei Ihren Fahrten auf herabstürzendes Totholz und verlassen Sie den Wald bei Sturm!
Alle Gäste des Nationalparks sollen die Natur gleichermaßen genießen können. Deshalb ist dem Nationalpark das harmonische und rücksichtsvolle Nebeneinander von Wanderern und Radfahrern sehr wichtig. Räumen Sie deshalb Wanderern den Vorrang ein und kündigen Sie sich frühzeitig an. Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit beim Vorbeifahren und steigen Sie ab, wenn es auf einem Weg zu eng wird! Bei Schnee werden zahlreiche Loipen für Skiläufer gespurt.
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
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