Bad Kohlgrub, ein malerischer Ort in Bayern, Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Die geografische Lage zwischen den Bergen und dem See, die touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten sowie die gut ausgebauten Radwege machen diesen Ort zu einem idealen Ziel für alle Fahrradbegeisterten.
Bodensee-Königssee-Radweg: Eine der schönsten Fernradwege Deutschlands
Der Bodensee-Königssee-Radweg gilt als einer der schönsten Fernradwege Deutschlands. Er führt in rund 460 Kilometern vom Bodensee durch das Allgäu bis in die Berchtesgadener Alpen an den Königssee - durch sattgrüne Wiesen, vorbei an Kuhweiden, barocken Zwiebeltürmen und traumhaften Bergpanoramen. Ein echtes Eintauchen in den Süden Bayerns.
Die Etappe 3 bietet Kultur und Natur pur: vorbei am Forggensee, mit Blick auf Schloss Neuschwanstein, durch Halblech und die sanften Hügel des Pfaffenwinkels bis nach Bad Kohlgrub.
Etappe 3: Raus aus dem Allgäu - rein in den Pfaffenwinkel
Die heutige Etappe startet in Füssen, direkt am Lech. Gleich zu Beginn radelst du entlang des Forggensees- glitzerndes Wasser, Blick auf die Berge und ein kleiner Abstecher zum Festspielhaus in Füssen.
Anschließend führt die Strecke durch Buching und Halblech. Wir verlassen das Allgäu und rollen hinein in den Pfaffenwinkel - eine Region voller Klöster, Kirchen und ursprünglicher Natur. Der Weg verläuft nun leicht hügelig und auf größtenteils asphaltierten Wirtschaftswegen weiter über die berühmte Wieskirche, Wildsteig und Altenau, vorbei am Rand des Ammergebirges und durch das Tal der Halbammer. Schließlich erreichst du über Saulgrub den Kurort Bad Kohlgrub - das Tagesziel.
Die Etappe ist landschaftlich extrem abwechslungsreich und gut zu fahren, da sie bis auf einige Anstiege eher sanft verläuft - besonders in der zweiten Hälfte.
Etappe 4: Zuerst durchs Blaue und dann durchs Tölzer Land
Die vierte Etappe des Bodensee-Königssee-Radwegs führt von Bad Kohlgrub nach Bad Tölz - mit einem kleinen Abstecher über Murnau. Zwischen saftigen Wiesen, kraftvollen Klöstern und kulturellen Highlights bietet diese Strecke eine ganz besondere Mischung aus Natur und Kultur. Besonders eindrücklich: der Blick vom Murnauer Moos, das satte Blau des Kochelsees und die liebevoll gepflegten Klosteranlagen.
Der Abstecher ins Moos ist empfehlenswert - selten erlebt man so weite Blicke und stille Wege. In Murnau selbst lohnt ein Bummel durch die Fußgängerzone. Hast du direkt Lust auf einen Badestopp? Dann bietet sich die Badestelle „Schweinebucht“ am Staffelsee an. Sonst geht es nun wieder zurück auf die Route nach Ohlstadt - mit seinem charmanten Ortskern.
Von dort ist es dann nicht mehr weit bis nach Kochel am See. Weiter geht’s durch Benediktbeuern mit seinem beeindruckenden Klosterensemble, Laden und gemütlichem Café. Der letzte Abschnitt führt schließlich nach Bad Tölz, wo man zum Abschluss über die Marktstraße schlendern und den Kalvarienberg erklimmen kann.
Moorrunde Radtour und weitere Ausflugstipps
Die Tour verbindet die beiden Heilbäder Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, die für ihr Bergkiefern-Hochmoor bekannt sind. Besonders sehenswert ist die Hochmoorlandschaft. Für Naturliebhaber bietet diese Tour abwechslungsreiche Wege zwischen Staffelsee und der Ammer. Die Tour bietet abwechslungsreiche Wege zwischen dem Staffelsee und der Ammer und ist auch perfekt für dein Gravel-Bike geeignet.
Routenbeschreibung der Moorrunde
Wir beginnen unsere Radtour am Bahnhof in Bad Kohlgrub und radeln auf der Bahnhofstraße zur großen Hauptstraße, der wir nach rechts durch den Ort folgen. In der Rechtskurve passieren wir die Kirche und ein kurzes Stück später verlassen wir die Hauptstraße nach rechts in die St.-Rochus-Straße. Sie bringt uns zu den Bahngleisen, die wir queren, um gleich danach links zur Kapelle St. Rochus einzubiegen.
An dem kleinen Gotteshaus biegen wir rechts ein und bleiben dann an der Wegverzweigung links, weiter in Fahrtrichtung. An der nächsten Weggabelung folgen wir der Radwegbeschilderung nach links, aber wenige Pedalumdrehungen später verlassen wir die Radwegbeschilderung und halten uns erneut links. So erreichen wir Hinterkehr. Zwischen den ersten Häusern radeln wir durch, beim letzten Bauernhof werden wir in einer Linkskurve um die Stallungen geführt.
Dahinter geht es auf einem Feldweg aufwärts. Mit schönster Aussicht auf die nahen Ammergauer Alpen radeln wir genussreich ein Stück in südlicher Richtung. Bevor wir die große Umgehungsstraße erreichen, biegen wir rechts in den Feldweg ein, nun ist Bad Bayersoien nur mit einem gelben Wanderschild markiert. Der Feldweg wird schließlich zu einem kleinen Wiesenpfad, der bergab über den Mühlbach führt.
Kurz nach der einsamen Saulgrubmühle sind wir jedoch schon wieder auf einem breiteren Weg unterwegs, der uns zur großen B 23 leitet. Nach rechts geht es auf einem Radweg (Schild »Bad Bayersoien«) weiter. An der nächsten Brücke bleiben wir auf unserer ursprünglichen Seite. Der Weg wird kurz zu einem Pfad, aber gleich darauf sind wir schon wieder auf einem geteerten landwirtschaftlichen Weg unterwegs, der uns mit schöner Aussicht zum Bayersoiener See und in den gleichnamigen Ort bringt.
Ein Abstecher zum Seeufer lohnt sich immer, vor allem im Sommer, um im gesunden Moorwasser zu baden. Durch Bad Bayersoien geht es auf der Hauptstraße weiter. Wir passieren das Bierling Heimatmuseum und biegen dann am Marienbrunnen links in die Ludwigstraße (Schild »Rottenbuch«) ab. Auf der anderen Seite der B 23 halten wir uns rechts und radeln der Radwegbeschilderung folgend durch Gschwendt mit seiner hübschen Holzkapelle und durch Echelsbach, das der großen Brücke über die Ammer ihren Namen gegeben hat.
Dahinter geht es noch einmal über ein Feld und am nächsten Bauernhof führt der Radweg links an diesem vorbei in einer Schleife hinauf zur Echelsbacher Brücke. Schon auf diesem kurzen Streckenabschnitt können wir tief unten die Ammerschlucht und ihre Steilwände sehen. Wenn wir über die Brücke schieben, wird dieser Tiefblick noch viel besser. Es gibt zum Glück einen schmalen Brückenbereich, der den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. So können wir in Ruhe anhalten und auf die wild fließende Ammer blicken.
Am großen Kreisverkehr auf der anderen Seite ignorieren wir wieder einmal das Radwegschild, denn wir wollen nicht entlang der viel befahrenen Straße nach Wildsteig radeln. Stattdessen biegen wir ganz nach links in den Schleifmühlenweg und rollen durch die Bauernhöfe von Berg. An der nächsten Weggabelung folgen wir links den Wanderhinweisschildern nach Wildsteig. Durch ein kleines Waldstück, vorbei an zwei einsamen Häusern, queren wir in der Kurve einen Bach und schon geht es wieder aufwärts auf eine Wiese.
Dort teilt sich der Weg - jetzt schalten wir die Gänge runter und die Akkuleistung nach oben. Wir halten uns rechts und folgen dem sehr holprigem Feldweg aufwärts. Auf ihm erreichen wir die kleine Landstraße am Schwaigsee. Der Moorweiher eignet sich ebenfalls für eine Badepause, im Sommer gibt es sogar einen Kiosk, perfekt für ein Eis, kleine Gerichte oder ein erfrischendes, kühles Getränk. Weiter geht es auf dieser Landstraße nach links. Wir erreichen Morgenbach und biegen nach dem Gasthof Mühlegger rechts ein. Nun folgen wir der Radwegbeschilderung nach Wildsteig über die Felder.
In Wildsteig halten wir uns nun immer an die Beschilderung zur Wieskirche. Dafür biegen wir am Ortsanfang links ein, sausen auf der Riedstraße abwärts, nur um anschließend scharf links die steile Kirchbergstraße wieder hinaufzuradeln. An der Gemeindeverwaltung bleiben wir geradeaus und rollen schon wieder abwärts, wobei wir uns im Ortsteil Holz etwas rechts halten müssen. So passieren wir die sehr hübsche kleine Kirche von Holz, für die es sich übrigens lohnt, kurz abzusteigen.
Kurz nach der Kapelle halten wir noch einmal an, um das schöne Panorama auf das Moor zu genießen, in dem die Stillach so wild mäandert. Nun dauert es nicht mehr lange und die Radwegbeschilderung lotst uns im Zick-Zack durch die Feuchtwiesen, bis völlig unvermittelt hinter dem Weiler Schwarzenbach die prächtige Wieskirche auftaucht. Für die Besichtigung des Gotteshauses - übrigens ein UNESCO-Welterbe - sollte man sich wirklich Zeit nehmen.
Nach der Wieskirche radeln wir auf der kleinen Straße in südlicher Richtung weiter (Radwegschild »Resle«). Bald geht es in den Wald, an einer Lichtung halten wir uns links und passieren die Bauernhöfe von Resle. Wieder im Wald treffen wir dann kurz darauf auf die quer verlaufende Königsstraße, in die wir links einbiegen (Schild »Altenau«). Die Königsstraße verbindet Altenau und Trauchgau und hat ihren Namen von König Ludwig II., dem Märchenkönig, erhalten.
Anstatt zum Forsthaus zu radeln, verlassen wir erneut den offiziellen Radweg und biegen für wenige Meter nach rechts in Richtung Altenau/Forsthaus, nur um gleich wieder links in den nächsten Forstweg einzubiegen (verbeultes Wanderschild »Kammerl«). Wieder sind wir völlig einsam im Wald unterwegs. Im leichten Auf und Ab und über einige Kurven erreichen wir den Kanal, in dem das Wasser aus der Halbammer zum Kraftwerk Kammerl geleitet wird. Wir queren den Kanal und folgen links dem Feldweg zum historischen Kraftwerk an der Ammer, das ab 1905 die Ammergaubahn von Murnau nach Oberammergau mit Strom versorgte.
Gleich danach queren wir die Ammer. Die Sandbänke sind ideale Rastplätze, wir beobachten viele Kajakfahrer, die vor der Ammerschlucht noch einmal Pause machen. Das Gebiet an der Ammerbrücke wird Scheibum genannt. Wer den großen Felsdurchbruch sehen möchte, muss die Räder stehen lassen und etwas flussabwärts wandern.
Wohl dem, der jetzt eine Pause eingelegt und noch genügend Energie im Akku hat, denn von der Brücke geht es nun auf der Straße sehr steil bergauf zum Gut Acheleschwaig. Wer Hunger hat, kann dort das Wirtshaus Acheleschwaig besuchen. An der Kapelle folgen wir der kleinen Straße nach rechts und kommen fast eben am Rand der großen Gschwenderfilz vorbei nach Saulgrub hinein.
An der großen Hauptstraße in Saulgrub widersetzen wir uns erneut der Radwegbeschilderung nach Bad Kohlgrub und radeln stattdessen nach rechts. Wir queren die Gleise und biegen dann links in den Kraggenauer Weg ein, jetzt ist Bad Kohlgrub wieder ausgeschildert. Zunächst aufwärts radeln wir über den Tunnel der Umgehungsstraße und erreichen Kraggenau mit seinen schönen Bauernhäusern. Dort biegen wir links ein und halten uns nach dem Ort an der Weggabelung rechts. Mit einem letzten Bergauf für heute erreichen wir aussichtsreich die ersten Häuser von Bad Kohlgrub im Ortsteil Linden. Nach links, an der evangelischen Kirche vorbei, bringt uns die Badstraße wieder zur Hauptstraße im Ort.
Weitere Ausflugstipps in der Nähe
In der direkten Umgebung befindet sich der Staffelsee und der Soier See und die beiden Moorkurorte Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien.
Weitere Radtouren und -wege in den Ammergauer Alpen
- Ammer-Amper-Radweg (202 km)
- Altenauer Talweg (ideal für Familien)
- Geizenmoostour
- Staffelsee-Runde
Praktische Informationen für Radfahrer
Fahrradverleih
Im gesamten Naturpark Ammergauer Alpen gibt es mehrere Verleihstationen. Diese befinden sich in den Orten Bad Kohlgrub, Bad Bayersoien, Wurmansau und Oberammergau. Darüber hinaus bieten einige Gastgeber exklusiv für ihre Gäste Fahrräder zum Verleih an.
Geführte E-Bike-Touren
In den Sommermonaten werden jede Woche zwei geführte E-Bike-Touren mit dem Fahrrad angeboten. Dabei werden die kulturellen und landschaftlichen Höhepunkte des Naturparks Ammergauer Alpen mit dem Fahrrad entdeckt. Die Guides aus der Region teilen bei diesen RadKultouren gerne ihr umfangreiches Wissen zur Region.
E-Bike-Ladestationen
In den Ammergauer Alpen befinden sich einige Ladestationen für E-Bikes:
- in Bad Bayersoien am Soier See in der Nähe des Fischerhäusl
- in Bad Bayersoien am Rathaus, Dorfstr.
Anreise mit der Bahn
Folgende Orte im Naturpark sind von München aus mit der Regionalbahn erreichbar:
- Bad Kohlgrub
- Saulgrub
- Altenau
- Unterammergau
- Oberammergau
Für die Fahrradmitnahme im Regionalzug benötigst du ein Fahrrad-Kurzticket oder eine Fahrrad-Tageskarte Bayern.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für einen Radurlaub in den Ammergauer Alpen ist in der Regel zwischen Mai und September. In diesen Monaten ist das Wetter meist angenehm mit milden bis warmen Temperaturen und wenig Niederschlag.
Empfohlene Ausrüstung
- Verkehrssicheres Fahrrad
- Fahrradhelm
- Tages-Radrucksack (ca. 20 Liter) mit Regenhülle
- bequeme Sportschuhe, ggf. Radschuhe
- witterungsangepasste und strapazierfähige Kleidung im Mehrschicht-Prinzip, ggf. Radtrikot, ggf. Fahrradhandschuhe
- Luftpumpe, Fahrrad-Werkzeug
- Sonnen- und Regenschutz
- Proviant und Trinkwasser sowie Müllbeutel, um den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen
- Erste-Hilfe-Set
- Handy, ggf. Handy-Halterung für den Lenker
- ggf. Stirnlampe und Reflektoren
- Kartenmaterial
Übernachten in Bad Kohlgrub
Am Hang über Bad Kohlgrub gelegen mit tollem Ausblick. Große Zimmer, freundlicher Service, guter Fahrradstellplatz und ein kleiner Wellnessbereich zum Erholen nach einem langen Radeltag. Außerdem: Man ist schnell wieder auf der Route für den nächsten Tag.
Neben dem Natur- und Gesundheitsprogramm befinden sich zudem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten direkt an der Strecke vom Bodensee bis zum Königssee. Echte Genießer kommen in Bayern voll auf ihre Kosten. Am besten kannst du das Radfahren in Bayern mit einer Wanderung durch den Naturpark Ammergauer Alpen mit einer anschließend wohlverdienten Pause und Wellness für die Körper und Seele in einem der Moorbadebetriebe kombinieren.
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