Entdecken Sie das faszinierende Radrevier zwischen Königssee und Rupertiwinkel. Ob im hügeligen und flacheren Norden oder im gebirgigen Süden: Erradeln Sie unsere Landschaft mit saftigen Feldern, glasklaren Seen, erfrischenden sauberen Bächen und Achen und beeindruckenden Gebirgspanoramen. Sie fahren durch traditionsreiche und geschichtsträchtige Orte und Kleinstädte mit alpenländischem Flair und unverfälschter oberbayerischer Baukultur.
Unser Radwegesystem bietet dem fahrradbegeisterten Radler Touren mit einer Streckenlänge von nicht weniger als 565 km Länge, die in 15 gut ausgeschilderten Radtouren unterteilt und miteinander verbunden sind. Liebliche Hügel und warme Seen prägen den Rupertiwinkel im Norden von Berchtesgaden. Berchtesgaden ist von den umliegenden Bergen und dem Königssee geprägt. Die Radwege sind hier etwas steiler, doch dafür auch kürzer.
Verschiedene Schwierigkeitsgrade charakterisieren unsere Rad-Region. Für jeden Radtyp gibt es geeignete Routen.
Ausgangspunkt und Routeninformationen
Los geht es für alle, die mit dem Auto anreisen, am Salzbergwerk in Berchtesgaden. Auf dem kostenpflichtigen Parkplatz des Bergwerks kann man das Auto den ganzen Tag stehen lassen. Die Ausgangspunkte sind soweit wie möglich auf zentrale Punkte zusammengeführt, auf deren Parkplätzen ganztags geparkt werden kann. Des weiteren sind die Ausgangspunkte überwiegend mit der Bahn bequem erreichbar.
Dieses Radwegenetz benötigt keinen Unterkunftswechsel und führt durch die schönsten Gegenden Berchtesgadens und des Rupertiwinkels, zu kleinen Teilen auch durch das Land Salzburg und den Traunsteiner Landkreis. Alle Touren sind systematisch miteinander vernetzt. Es können längere Radwege mit einem anderen abgekürzt oder aber einzelne Touren einfach zu längeren Strecken kombiniert werden. Bis auf den Familien-Radweg sind alle Radwege Rundkurse. Der Ausgangspunkt kann somit je nach Quartierlage individuell gewählt werden.
Die Radwege sind in beiden Richtungen mit Logos durchgängig beschildert. Die Logos haben verschiedene Grundfarben, damit sie schon aus größerer Entfernung ausgemacht werden können. Zudem treffen zwei gleiche Farben im gesamten Netz nie aufeinander. Der Grossteil der Touren ist familienfreundlich, da die längeren durch ein anderes Symbol auch abgekürzt werden können.
Das Radwegenetz Berchtesgadener Land wurde im Rahmen des Agenda 21 Arbeitskreises „ Wirtschaft, Tourismus und Mobilität" des Landkreises Berchtesgadener Land von Franz Renoth in ehrenamtlicher Tätigkeit entwickelt. Die Umsetzung durch den Landkreis Berchtesgadener Land erfolgte mit Fördermitteln des UNESCO-Biosphärenreservats Berchtesgaden und des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.
Für die Beschilderung des gesamten Radwegenetzes einschließlich der überregionalen Radwege waren mehr als 1700 Schilder notwendig. Damit das Projekt bezüglich der Beschilderungskosten umsetzbar war, wurde das Beschilderungssystem PILOFLEX entwickelt.
Etappen der Radtour
Je nach Lust und Laune sowie Kondition, lassen sich die folgenden neun Etappen kombinieren oder verkürzen. Die Einteilung erfolgte nach Regionen bzw.
- Allgäu Bodensee: Urlaub in Lindau und Westallgäu: Erholung zwischen Alpen und Bodensee.
- Allgäu Gipfelwelten: Das obere Allgäu bietet Natur pur: Gesunde Luft, erfrischende Seen und beeindruckende Berge.
- Allgäu Schlosspark: Märchenhaftes Bayern zwischen Ammergebirge und Tannheimer Bergen: Die Voralpenlandschaft um Kaufbeuren und Buchlohe sowie die Schlösser von König Ludwig II.
- Chiemsee-Alpenland: Die Region Chiemsee-Alpenland entpuppt sich als Postkartenmotiv: Hohe Berge und tiefe Schluchten. Breite Flüsse und schmale Bäche.
- Region Berchtesgaden: Rund um Bad Reichenhall und Berchtesgaden gibt es unzählige Geheimtipps und Highlights zu entdecken.
Sehenswürdigkeiten entlang der Route
Wenn Sie genug Zeit haben, lohnt es sich, erst mal das Fahrrad abzustellen und die Grubenbahn ins Salzbergwerk zu nehmen. Seit 1517 wird im ältesten, aktiven Salzbergwerk Deutschlands reine Alpensole abgebaut. Für die Führung durchs Salzbergwerk, inklusive Holzrutschen und Floßfahrt über den Spiegelsee, dessen Salzgehalt so hoch ist wie der des Toten Meeres, sollten Sie ungefähr eineinhalb Stunden einplanen.
Eintrittspreise:
- Erwachsene: 22,50 Euro
- Kinder: 11,50 Euro
Die erste Führung beginnt um 11 Uhr, die letzte um 15 Uhr.
Tipp: Wer zu Hause vergessen hat, den Akku seines E-Bikes zu laden, kann das währenddessen nachholen.
Vom Salzbergwerk aus radeln wir durch Berchtesgaden, immer mit Blick auf den eindrucksvollen Begleiter unserer heutigen Tour, den 2.713 Meter hohen Watzmann. Wir passieren den Schlossplatz mit der Stiftskirche und dem Königlichen Schloss Berchtesgaden, das bis heute Wohnschloss und Sommerresidenz der Wittelsbacher ist. Bevor wir Berchtesgaden verlassen, kommen wir noch am Nationalparkzentrum Haus der Berge vorbei.
Im Haus der Berge können Sie die gesamte Bandbreite des Lebens im Nationalpark Berchtesgaden kennenlernen. Der 1978 gegründete Nationalpark Berchtesgaden umfasst unter anderem den Watzmann, den nördlichsten Alpengletscher "Blaueis" am Hochkalter und große Teile des Königssees. Er ist der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen.
Vom Nationalparkzentrum radeln wir an der Ramsauer Ache entlang Richtung Hintersee. Nach etwa neun Kilometern erreichen wir Ramsau. Ramsau ist 2015 vom Deutschen Alpenverein offiziell als erstes Bergsteigerdorf Bayerns ausgezeichnet worden. Mittlerweile gibt es 35 Bergsteigerdörfer in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Slowenien.
Ein Bergsteigerdorf verschreibt sich ganz dem sanften Tourismus, fördert den Naturschutz und die Nachhaltigkeit, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die ökologische Landwirtschaft. Die Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau wurde im 19. Jahrhundert als beliebtes Motiv von Landschaftsmalern berühmt - in früheren Jahren mit dem Hohen Göll im Hintergrund, später wurde der entgegengesetzte Blick Richtung Reiter Alpe beliebter, heute "Malerwinkel" genannt. Das ist genau der Blick, den wir auf unserer Tour vor Augen haben. Nachdem wir die denkmalgeschützte Kirche St. Sebastian besichtigt haben, radeln wir wenige Kilometer weiter Richtung Hintersee.
Kurz bevor wir am See ankommen, lassen wir das Fahrrad stehen und gehen ein paar Schritte auf den für Fahrräder gesperrten Wanderwegen durch den Zauberwald. Dieser urwüchsige Bergwald macht seinem Namen alle Ehre und zählt zu "Bayerns schönsten Geotopen". Der Hintersee entstand vor mehreren tausend Jahren durch einen Felssturz. Von dort aus fließt das Wasser seit damals durch den Zauberwald, wo sich im Laufe der Zeit eine mystische, romantische Landschaft geformt hat.
Wer auf der Suche nach einem romantischen Bergsee ist, wird am Hintersee in Ramsau fündig: glasklares Wasser, dunkle, geheimnisvolle Wälder, mit dickem Moos bewachsene Felsen, bizarre Bäume und im Hintergrund eine beeindruckende Bergkulisse. Heute ist der See ein beliebtes Motiv für Landschaftsfotografen und Instagrammer. Früher waren es Maler, die den See auf Leinwand bannten, zum Beispiel Carl Rottmann, Ferdinand Waldmüller, Friedrich Gauermann oder Wilhelm Busch.
Wer sich für die romantischen Maler des 19. Jahrhunderts interessiert, lässt das Fahrrad an einem der Fahrradparkplätze nochmals stehen und geht auf dem Themenwanderweg um den See spazieren. An den Plätzen, wo die Maler ihre Motive gefunden haben, stehen Staffeleien mit Reproduktionen. Im Sommer kann man am Hintersee Ruder- und Tretboote mieten.
Wer vom Bootsverleih noch ein Stück weiter am See entlanggeht, kommt zu der markanten Stelle, die als Lieblingsplatz von Prinzregent Luitpold von Bayern bekannt ist: zwei große, von Bäumen bewachsene Felsen im See, dahinter thront der 2.607 Meter hohe Hochkalter.
Die Hälfte unserer Tour haben wir am Hintersee bereits hinter uns gebracht. Von dort aus fahren wir wieder zurück nach Ramsau, zunächst ein Stück auf unserem Hinweg entlang, bevor wir Richtung Schönau am Königssee abbiegen, wo wir nach circa 30 Kilometern am Ufer des Königssees ankommen. Der langgezogene, fjordähnliche Königssee ist das Herz des Nationalparks Berchtesgaden. Er liegt zu Füßen von Watzmann und Hagengebirge.
Auf einem Elektro-Boot kann man von der Bootsanlegestelle in Schönau am Königssee hinüber zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä gleiten. Sie liegt neben dem ehemaligen Jagdschloss der bayerischen Könige und ist wegen ihrer markanten Zwiebeltürmchen weit über die Landesgrenzen bekannt. Es lohnt sich auch, bis zur Endstation Salet am südlichen Ufer des Königssees zu fahren, um auf der Saletalm einzukehren oder zum Obersee zu wandern. Allerdings ist das nur im Sommer, also wieder ab Ende April, möglich.
Die Route ist insgesamt 37 Kilometer lang. Dabei sind 470 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke ist zu großen Teilen asphaltiert. Wer variieren will, was sich auf der Runde gut anbietet, sollte die Wegeordnung im Nationalpark beachten und auf den offiziell ausgewiesenen Radwegen bleiben.
Weitere Radwege in der Region
Auch weitere überregionale Radwege führen in und durch das Berchtesgadener Land, zum Beispiel der Bodensee-Königssee Radweg.
- Bodensee-Königssee-Radweg: Von Bad Reichenhall führt der Radweg über Bayerisch Gmain, Bischofswiesen und Berchtesgaden zum - inmitten Deutschlands einzigem Alpen-Nationalparks - gelegenen Königssee. Empfehlenswert: Die Elektrobootsfahrt über den Königssee bis St.
- Chiemsee-Radweg: Von Rosenheim führt der Radweg durch den Chiemgau über Teisendorf und Piding in die Alpenstadt Bad Reichenhall bis zur Alten Saline. Hier geht’s auf der früheren Salzhandelsroute durch die reizvolle Voralpenlandschaft.
- Salinen-Radweg: Der Radweg führt von Stammham nach Süden auf der früheren Salzhandelsroute Passau - Tittmoning - Laufen - Bad Reichenhall - Hallein.
- Saalach-Radweg: Entlang der Saalach geht es in südwestlicher Richtung zum Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain über Bad Reichenhall durch das Berchtesgadener Land flussaufwärts nach Lofer.
- Via Julia: Heute noch sichtbare Zeugnisse aus der Römerzeit begleiten Sie auf der ehemaligen Militärstraße entlang Städten, kleineren Orten, Seen und zuletzt wunderbarem Alpenpanorama.
Berchtesgadener Radstern Süd
Die Radtour auf dem Berchtesgadener Radstern Süd führt vom Berchtesgadener Bahnhof an der Königsseer Ache entlang bis zum Königssee. Hier folgt die Tour der Kunsteisbahn bergauf zum Fuß des Grünsteins.
Mehrere Einkehrmöglichkeiten liegen direkt an der Strecke, z.B. Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung. Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Zum Auftakt des Radurlaub ist eine leichte Radtour willkommen. Vom Bahnhof Berchtesgaden geht es entlang der alten Bahnstrecke bis zum Königssee. Hier am Königssee ist beim Berchtesgadener Radstern Süd in etwa die Hälfte der Strecke erreicht. Auf geht es zur Radtour Berchtesgadener Radstern Süd. Ideal zum Auftakt eines Urlaub mit dem Fahrrad. Hier können Sie Ihre Kondition testen. Neben der Kondition ist die Aussicht ein Highlight.
Der Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Berchtesgaden. Wenn Sie mit dem Auto zum Ausgangspunkt fahren, dann empfehlen wir zum Parken den Parkplatz an der alten Saline, dem Salinenplatz. Aber Achtung: kostenfrei parken gibt es in Berchtesgaden nicht mehr. Nun geht es zum Bahnhof nach Berchtesgaden. Direkt am Kreisverkehr sehen Sie bereits die Schilder, die auf die Radwege hinweisen. Am Bahnhof treffen nämlich die Radsterne von Berchtesgaden zusammen.
Der erste Teil führt an der Gärtnerei vorbei zum Königsseer Fußweg. Auf der linken Seite befinden sich jetzt Geschäfte. Zur Zeit der alten Saline war hier ein großer Holzlagerplatz. Der Königsseer Fußweg führt entlang der Ache in Richtung Königssee.
Gleich hinter den großen Lebensmittelläden sehen Sie rechts noch Überreste der Eisnbahn. Sie fahren nämlich auf dem ehemaligen Bahndamm. Ganz am Anfang sind die Gleise der alten Eisenbahn. Dabei ist es kein eigener Radweg. Dieser Weg ist auch für Fußgänger geeignet. Sie kommen nun zu einer Brücke. Schauen Sie nun einmal nach rechts. Sie sehen eine Felswand. Diese ist das Naturphänomen Nasse Wand. Ich habe diese noch nie trocken gesehen. Nun folgen Sie dem Weg immer weiter.
Auf dem Sandweg lohnt es sich an einigen Stellen inne zu halten. Genießen sie die Aussicht. Oder im Sommer einfach einmal die Schuhe aus und mit den Füßen in das Wasser. Wer etwas Zeit mitbringt, der sollte an der Seelände das Rad absperren und zum Malerwinkel wandern. Von hier aus können Sie St. Bartholomä sehen. Von der Seelände am Königssee geht es nun weiter zum Wehr am Königssee. Wer es noch nicht wusste. Der Königssee hat immer den gleichen Wasserstand, weil er aufgestaut ist. Mit dem Rad geht es nun über das Wehr. Dann links weiter zur Rodelbahn. Nicht gleich wieder wegradeln. Nun geht es ein wenig bergab, bevor es nach links in Richtung Oberschönau geht. Zuerst über einen Schotterweg und dann über asphaltierte Wege. An den Kreuzungen finden Sie immer die Schilder, die die Richtung immer zeigt. Auf der Rückfahrt fahren Sie auch an Gaststätten und einem schönen Biergarten vorbei.
Zur Stärkung kann hier eine gute bayerische Brotzeit genossen werden. Die Radtour kann vom Frühling bis zum späten Herbst gemacht werden. Gerade in den Herbstferien zeigt sich hier der indian summer in Bayern. Nutzen Sie dabei auch die Nebensaison.
Planen Sie Ihren Besuch
Berchtesgaden ist ein beliebter Urlaubsort. Buchen Sie deshalb eine Ferienwohnung in Berchtesgaden oder die Ferienwohnung am Königssee rechtzeitig. Auch beim Wellnessurlaub kann das Rad eine Rolle spielen.
Verwandte Beiträge:
- Radtour im Lautertal: Entdecke die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten
- Balaton Radtour: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Radtour Tharandter Wald: Strecken & Tipps für Ihre Tour
- Helmpflicht in Italien: Unverzichtbare Regeln für Rad- und Motorradfahrer enthüllt!
- Motocross Fahrwerk überarbeiten: Die ultimative Schritt-für-Schritt Anleitung für maximale Performance!
Kommentar schreiben