Der Donau-Radweg, eine der schönsten Strecken entlang der Donau, führt Sie ohne große Steigungen durch landschaftlich beeindruckende Regionen. Die Route berührt viele Regionen und ist somit ein einzigartiges Erlebnis. Auf den schroffen Felswänden thronen sagenhafte Burgen und Schlösser, während der Fluss sein Wasser durch das tiefe Bett trägt. Hübsche Fachwerkstädte sowie barocke Kirchen und Klöster können auf dem Weg von Donaueschingen nach Ulm erkundet werden und laden zu kurzen Verschnaufpausen ein.
Wissenswertes zur Reise
Nachfolgend finden Sie konkrete Informationen zur Fahrradreise Deutsche Donau: Quelle bis Ulm.
Anreise und Parkmöglichkeiten
Donaueschingen ist von allen größeren Städten in Deutschland gut mit der Bahn zu erreichen. Unsere Partnerhotels in Donaueschingen erreichen Sie vom Bahnhof aus am besten mit einer kurzen Taxifahrt. Aktuelle Fahrplanauskünfte und Preisinformationen finden Sie ganz praktisch unter www.bahn.de.
Unsere Partnerhotels in Donaueschingen bieten eine gute Parkmöglichkeit, manchmal sogar kostenlos, für die gesamte Dauer Ihrer Fahrradreise (nach Verfügbarkeit). Detaillierte Informationen zu den Parkmöglichkeiten an dem für Sie gebuchten Hotel erhalten Sie mit den ausführlichen Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reisebeginn.
Beschaffenheit der Radwege
Sie radeln weitgehend eben auf asphaltierten Radwegen. Zwischen Mühlheim und Sigmaringen auch Teilstücke auf verdichteten Erdwegen. Es gibt kurze Anstiege in Mühlheim, bei Beuron und bei Munderkingen.
Verfügbare Leihräder
Es stehen 27-Gang-Tourenräder Kettenschaltung (Unisex) zur Verfügung. Herrenräder können ab 1,75 m Körpergröße gebucht werden. Alle Räder sind mit Tachos und Lenkertschen ausgestattet. Alle Elekroräder haben einen Unisex-Rahmen und sind mit Freilauf ausgestattet.
Rücktransfer zum Ausgangspunkt der Reise
Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, gegen 10:30 Uhr per Transfer mit einem Kleinbus (mit Fahrradtransportanhänger) nach Donaueschingen zurück zu fahren. Der Fahrer kommt zu Ihrem Hotel und hat Platz für Sie, Ihr Gepäck und ggf. Ihr privates Rad. Er fährt Sie zurück bis zu Ihrem Starthotel und sorgt so für einen perfekten Rückreiseservice ohne lästiges Umsteigen oder Kofferschleppen.
Extrakosten
Eine möglicherweise anfallende Tourismusabgabe sowie Ladegebühren für Fahrradakkus sind nicht Bestandteil des Reisepreises und daher im Hotel vor Ort zu zahlen.
7 Tage Hotline Service
Wenn die Fahrradkette gerissen ist, Überschwemmungen die Weiterfahrt unmöglich machen oder sonstige böse Überraschungen auf Sie warten: Wir sind 7 Tage die Woche für Sie erreichbar und organisieren schnellstmöglich Hilfe.
Pass- und Visumerfordernisse
Für EU-Bürger sind für diese Reise keine speziellen Pass- bzw. Visumserfordernisse zu beachten.
Reiseversicherung
Im Reisepreis ist die gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzversicherung bereits enthalten. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen nach Erhalt Ihrer Reisebestätigung den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, um sich vor finanziellen Nachteilen bei Reiserücktritt, Reiseabbruch, Krankheit oder Unfall zu schützen.
Etappen der Radtour
Der Donau-Radweg kann in folgende Etappen gegliedert werden:
- Donaueschingen/Immendingen - Mühlheim
- Mühlheim - Sigmaringen
- Sigmaringen - Riedlingen
- Riedlingen - Ehingen
- Ehingen - Ulm
1. Tag: Anreise nach Donaueschingen
Individuelle Anreise nach Donaueschingen in Baden-Württemberg. Übergabe von Reiseunterlagen und Leihrädern. Sehenswert sind das Schloss mit Hofbibliothek und Parkanlage sowie die Donauquelle. Übernachtung.
In Donaueschingen fließen Brigach und Breg zusammen und bilden die Donau, doch die Römer dachten, die Quelle im Schlossgarten sei die Donauquelle.
Die auf einem Hochplateau der Baar gelegene Residenzstadt Donaueschingen ist nicht nur die Heimat der Familie von Fürstenberg, sondern auch der Geburtsort der Donau, denn in unmittelbarer Nähe der Stadt bringen Brigach und Breg den zweitgrößten Strom Europas zuweg. Bevor Sie die Stadt auf den Spuren der Donau verlassen, sollten Sie sich am heutigen Anreisetag aber unbedingt noch etwas Zeit für eine kleine Entdeckungsreise nehmen und beispielsweise dem Fürstlich Fürstenbergischen Schloss mit seinem schönen Park und/oder der Pfarrkirche St. Johann Baptist einen Besuch abstatten. Und hier beginnt auch Ihre Reise entlang der Donau.
2. Tag: Donaueschingen - Fridingen/Mühlheim (ca. 52 km)
Am Talgrund radeln Sie vom Donauursprung zur Versickerung bei Möhringen und weiter ans Tagesziel. Übernachtung.
Die erste Etappe der Fahrradtour führt in flotter Fahrt zunächst nach Immendingen. Dort versinkt die Donau an etwa 155 Tagen im Jahr vollständig im Kalkgestein und fließt in einem unterirdischen Höhlensystemsüdwärts bis zum Aachtopf, Deutschlands größter Quelle.
Durch den Garten des Fürstlich-Fürstenbergischen Schlosses, in dem der nach wenigen hundert Metern in die Breg mündende Donaubach entspringt, führt der Donauradweg Sie heute zunächst durch das Tal des noch jungen Flusses nach Möhringen. Hier verschwindet die ansonsten sehr wasserreiche Donau jedes Jahr an etwa 200 Tagen im Erdboden und tritt erst im gute 12 Kilometer entfernten Aachtopf wieder ans Tageslicht.
Doch kaum entsprungen, verschwindet die Donau nach knapp 35 Kilometern schon wieder. Die Donauversickerung bei Immendingen ist ein einzigartiges Naturphänomen, das die Donau nicht nur ins Schwarze Meer, sondern gleichzeitig auch in die Nordsee fließen lässt. Beim Eintritt in das Kalkgestein der Schwäbischen Alb versinkt und versickert ein großer Teil des Donauwassers einfach im Boden. So liegt das Flussbett zwischen Immendingen und Möhringen über die Hälfte des Jahres trocken.
3. Tag: Fridingen/Mühlheim - Sigmaringen/Scheer (ca. 44/52 km)
Der Naturpark Obere Donau begleitet Sie mit engen Schluchten und einsamen Waldwiesen. So erreichen Sie den Klosterort Beuron und Sigmaringen mit seinem beeindruckenden Schloss (Hauptstadt des Hohenzollern-Staates bis 1918) bzw. Scheer. Übernachtung.
Über 100 Meter hoch sind die Kalksteinfelsen, zwischen denen sich Fluss und Radweg entlang schlängeln. Immer wieder können Sie auf den hoch aufragenden Felsen eine alte Burg, oder was heute noch davon übrig ist, entdecken.
Mit der heutigen Radetappe setzen Sie Ihre Tour durch den wunderschönen Naturpark der Oberen Donau fort und begeben sich gleichzeitig auf eine kleine Zeitreise, denn die zahlreichen Burgen und Schlösser, die über dem Donau-Radweg thronen, lassen längst vergangene Zeiten anschaulich wieder lebendig werden. Den Anfang macht Schloss Bronnen, das oberhalb des Jägerhauses bei Fridingen auf einem steilen Felsen liegt und bis heute in Privatbesitz ist.
Im wenige Kilometer entfernten Beuron sollten Sie sich unbedingt Zeit für eine Besichtigung der dortigen Benediktinerabtei nehmen, in deren Klosterkirche etliche Beispiele für die berühmte Kunstrichtung "Beuroner Schule" bestaunt werden können. Ein Stück weiter liegt direkt am Radweg die Mauruskapelle, in der die Beuroner Schule ihren Ursprung hatte, und schon kurz nachdem Sie dieses Kleinod hinter sich gelassen haben, präsentiert sich Ihnen Burg Wildenstein, die sich über einer bizarren Felsformation erhebt, auf der einst mehrere Vorgänger der heutigen Burg standen.
Weiter geht es auf ebener, asphaltierter Strecke in Richtung Hausen im Tal, dessen Ortsteil Langenbrunn vom auch überregional bekannten Schloss Werenwag überragt wird, auf dem sich im Mittelalter die High Society der Minnesänger ein Stelldichein gab. Über Hausen im Tal und Thiergarten, wo mit der direkt am Radweg gelegenen St.-Georgs-Kapelle die kleinste Basilika der Welt bewundert werden kann, führt die malerische Strecke an beeindruckenden Felsen und der einen oder anderen Burgruine vorbei weiter ins etwas oberhalb des Donautals gelegene Inzigkofen.
Der kräftezehrende Anstieg wird Ihnen einiges abverlangen, aber oben angekommen können Sie sich zunächst in einem Café auf dem Gelände des ehemaligen Klosters stärken, ehe Sie einen Rundgang über das weitläufige Klostergelände unternehmen und auch die Klosterkirche besichtigen. Zurück im Fahrradsattel führt Sie der Donauradweg als nächstes nach Laiz, wo die Wallfahrtskirche St. Peter und Paul auf Sie wartet. Von hier aus ist es nun nicht mehr weit bis in die alte Residenzstadt Sigmaringen, die neben ihrem imposanten Schloss noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, die Sie bei einem gemütlichen Stadtbummel kennenlernen können. Sofern Sie hier übernachten, können Sie den Abend hier ruhig ausklingen lassen, ansonsten stehen Ihnen noch etwa 8 weitere Radkilometer bevor, die Sie über Sigmaringendorf nach Scheer führen.
4. Tag: Sigmaringen/Scheer - Obermarchtal/Rottenacker (ca. 43/64 km)
Im weiten Donautal nach Riedlingen bis Obermarchtal bzw. Rottenacker, wo die Donau ein besonders romantisches Stück durchfließt. Übernachtung.
Auf der Fahrt durch die weitflächigen Riede des Donautals gelangen Sie nach Scheer, einst keltischer und römischer Siedlungsort. Über Mengen, eine der fünf habsburgischen Städte, erreichen Sie Hundersingen mit seinem Heuneburgmuseum. Der Aufstieg zum Museum wird mit einem weiten Ausblick auf das Tal belohnt.
5. Tag: Obermarchtal/Rottenacker - Ulm (ca. 50/62 km)
Weiter ins Blautal über Schelklingen und Blaubeuren nach Ulm. Übernachtung.
Heute radeln Sie durch das Tal der Urdonau bis Blaubeuren mit dem berühmten Blautopf, einer starken Karstquelle und Beginn eines großen Höhlensystems. Um diese Etappe etwas kürzer zu gestalten, können Sie direkt an der Donau entlang nach Ulm fahren, Sie sparen sich so etwa 10 km.
Als einmaliges Städteerlebnis bietet sich Ulm auf dieser Tour an. Die Stadt lädt im Fischerviertel mit gemütlichem Kneippen, Fachwerkhäusern und dem Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt zu einem eindrucksvollen Erlebnis ein.
6. Tag: Ende der Radtour
Verlängerungsnacht oder gegen Aufpreis Rückfahrt per Bahn nach Donaueschingen.
Highlights der Tour
- Die Donauquelle in Donaueschingen
- Die Donauversickerung nahe Immendingen
- Der Donaudurchbruch bei Beuron
- Schloss Sigmaringen
- Barockklöster in Beuron, Inzigkofen, Zwiefalten, Obermarchtal und Ulm-Wiblingen
- Der Löwenmensch im Ulmer Museum
- Der Blautopf in Blaubeuren
Alternativen und Varianten
Der Radweg lässt sich natürlich auch in entgegengesetzte Richtung von Ulm nach Donaueschingen befahren.
Etappenlängen im Überblick
| Etappe | Beschreibung | Länge |
|---|---|---|
| E1 | Donaueschingen - Fridingen | 52 km |
| E2 | Fridingen - Sigmaringen | 38 km |
| E3 | Sigmaringen - Munderkingen | 59 km |
| E4 | Munderkingen - Ulm | 45 km |
Bewertungen
Die Radreise wird von vielen Teilnehmern als sehr schön und gut organisiert beschrieben. Besonders hervorgehoben werden die abwechslungsreichen Unterkünfte, die gut aufbereiteten GPS-Daten und die beeindruckenden landschaftlichen Eindrücke. Auch die Beschilderung der Radroute wird positiv erwähnt.
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