Radtour Uckermark: Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Die Uckermark, ganz in der Nähe von Berlin, ist bestens geeignet für eine Radtour. Die Landschaft im Norden von Brandenburg präsentiert sich überwiegend eben, sodass man fernab der Großstadthektik allen Stress vergessen kann. Die abwechslungsreiche Landschaft der Region lässt das Radfahren nicht nur Sport sein, sondern auch Entspannung und Entdeckung sind unumgängliche Wegbegleiter bei einer Fahrradtour.

Mit dem Fahrrad kann man die schönen Orte und Landschaften in der Uckermark sehr gut erkunden. Das Radwegenetz ist gut ausgebaut und die meisten Landstraßen sind nur wenig befahren. Vorbei an Feldern, entlang schöner Seen und durch kleine Dörfer gibt es viele tolle Touren. Und das nächste Ufer für eine Abkühlung ist nie weit entfernt.

Uckermärkische Radrundwege und Touren

Der Uckermärkische Radrundweg verbindet Fürstenwerder und die Flößerstadt Lychen. Die Radverkehrsbeschilderung in der Uckermark wird durch die Knotenpunktwegweisung ergänzt. Ein Knotenpunkt besteht aus der Knotenpunktziffer, den Richtungswegweisern zum nächsten Ziel und einer Übersichtskarte zur Orientierung. Touristische Radrouten sind in der Karte grün hervorgehoben und werden durch die Knotenpunktwegweisung ergänzt, sodass auch individuelle Touren zusammengestellt werden können.

Empfohlene Radtouren in der Uckermark

Hier sind 12 Radtouren durch die Uckermark für jede Erfahrungsstufe:

  1. Rundtour um die Uckerseen: Diese anstrengende Tour belohnt Radfahrer mit einem tollen Ausblick auf den Ober- und Unteruckersee. Diverse Aussichtspunkte und das am Unteruckersee gelegene Prenzlau bieten eine schöne Gelegenheit für Zwischenstopps.
  2. Tour durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin: Diese Tour, ein Teil des Uckermärkischen Radrundwegs, startet in der historischen Altstadt von Angermünde und führt durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
  3. Rund um den Grimnitzsee: Eine der besten Radtouren für Einsteiger und Familien führt einmal rund um den Grimnitzsee.
  4. Kloster Chorin: Diese Tour startet in Templin und führt durch die Landschaften des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin zum berühmten Kloster Chorin.
  5. Unteres Odertal: Diese Radtour führt durch das Kranichrastgebiet Unteres Odertal.
  6. Panoramaweg: Diese Tour startet in Joachimsthal und bietet viele Aussichtspunkte und Panoramablicke in den Geopark Eiszeitland am Oderrand.
  7. Flößerstadt Lychen: Diese Tour von Templin nach Lychen ist besonders gut geeignet für Anfänger.
  8. Lübbesee: Diese Radtour zählt zu den beliebtesten Touren in der Uckermark und führt vom Bahnhof in Templin um den Lübbesee.
  9. Werbellinsee und Schorfheide: Diese Tour führt vom Bahnhof in Eberswalde entlang des Finowkanals und des Werbellinsees durch die Schorfheide nach Angermünde.
  10. Von Warnitz nach Pasewalk: Diese Etappe des Radweges von Berlin nach Usedom führt über 60 Kilometer von Warnitz am Oberuckersee nach Pasewalk.
  11. Rund um Prenzlau: Diese Tour startet in Prenzlau und führt durch die uckermärkische Landschaft nach Kröchlendorff.
  12. Familientour ab Angermünde: Diese Tour ist perfekt geeignet für Familien mit Kindern und führt vom Friedenspark in Angermünde über Herzsprung und Neukünkendorf nach Crussow.

Besondere Orte und Erlebnisse entlang der Strecken

Entlang der Radtouren in der Uckermark gibt es viele interessante Orte und Erlebnisse:

  • Marienkirche in Prenzlau: Die alles überragende Marienkirche im Stadtzentrum ist wirklich riesig und auch noch weit außerhalb der Stadt zu sehen.
  • Seerestaurant „Am Kap“ in Prenzlau: Ein Gastro-Tipp mit wunderbarer Lage am See.
  • Stolper Turm: Ein einzigartiges Bauwerk mit einer beeindruckenden, 18 Meter dicken Turmburg.
  • Aussichtsturm Stützkow: Ein Turm mit einzigartiger Architektur und fantastischer Sicht über die umliegende Landschaft.
  • Nationalparkhaus Criewen: Das Zentrum des einzigen Auennationalparks Deutschlands mit interaktiven Ausstellungen und einem 15.000-Liter Aquarium.
  • Lenné Park Criewen: Ein 9 Hektar großer Park mit seltenen Gehölzen und einem rekonstruierten Schloss.
  • UNESCO-Weltkulturerbe Grumsin: Ein Buchenwald, der besondere Wandererlebnisse verspricht.
  • Oberuckersee: Malerische Aussichten laden zum Träumen und Verweilen ein.
  • Baumhaushotel: Hier warten Abenteuer auf Groß und Klein in den Wipfeln!

Das Untere Odertal

Das Odertal ist durch den Oder-Neiße-Radweg mit dem internationalen Radwegenetz verbunden. Fahrradtouristen können im Nationalpark Unteres Odertal aktive Bewegung mit einem beeindruckenden Naturerlebnis in einer der letzten noch in Mitteleuropa vorhandenen naturnahen Flussauen verbinden. Über den Uckermärkischen Radrundweg, der in Schwedt und Stolpe im Nationalpark Unteres Odertal auf den Oder-Neiße-Radweg trifft, ist das Odertal auch mit dem Radwegenetz der Uckermark verbunden. Radtouristen können von hier auch Touren in die benachbarten Nationalen Naturlandschaften Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und Naturpark Uckermärkische Seen unternehmen.

Vom Oder-Neiße-Radweg aus können die Radtouristen an vielen Punkten zu einer Tour in das Schutzgebiet starten. Das insgesamt 211 Kilometer lange Wegenetz im Unteren Odertal ist auf einer Länge von ca. 162 Kilometern als Rad- und Fußwegenetz ausgewiesen. 30,8 Kilometer dieser Wege liegen in den Nasspoldern und sind daher nur in den Sommermonaten begeh- und befahrbar. Im Winter werden die Nasspolder bei steigendem Oderpegel geflutet.

Den mittleren Teil des Unteren Odertals und der angrenzenden Region erschließt der Oder-Welse-Radrundweg, der von Schwedt/Oder über Stützkow, Schöneberg, Felchow, Pinnow, Passow nach Teerofen führt. Den südlichen Teil des Nationalparks Unteres Odertal und der Nationalparkregion können die Radtouristen auf dem Rundweg „Stolper Turm“ erleben. Dieser verbindet die Orte Stolpe, Gellmersdorf, Neukünkendorf, Herzsprung, Angermünde, Dobberzin und Crussow. Auf der polnischen Seite der Oder erschließt der Radweg „Grüne Oder“ (Zielona Odra) den polnischen Teil des Unteren Odertals. An den Grenzübergängen Schwedt und Mescherin besteht die Möglichkeit, auf die Radwege der jeweils anderen Seite zu wechseln.

Insgesamt gilt das Radwegenetz auf der deutschen Seite des Unteren Odertals als weit verzweigt und gut ausgebaut. Sein Kernstück, der Oder-Neiße-Radweg ist im Jahr 2009 vom ADFC als „ADFC-Qualitätsroute“ mit drei Sternen beurteilt worden. Er erschließt viele Querverbindungen, die in das Schutzgebiet hineinführen. Den Radtouristen bietet er so viele Möglichkeiten, das Untere Odertal zu erkunden und die Wildnis hautnah zu erleben.

Weitere Tipps für Ihre Radtour in der Uckermark

  • E-Bike mieten: Wer im Urlaub auf eine übermäßige Anstrengung verzichten möchte, kann sich in vielen Orten der Uckermark auch ein E-Bike mieten.
  • Regionale Produkte: Auf vielen dieser Wege kommt man an Hofläden einer der vielen uckermärkischen Biohöfe vorbei.
  • Unterkünfte: Individuell eingerichtete Hotels & Pensionen sowie stilvolle Designer-Ferienwohnungen und Ferienhäuser machen die Uckermark zum idealen Urlaubsziel für Architekturliebhaber.

Eine persönliche Erfahrung

Meine Freundin Sue und ich waren ein Wochenende in der Uckermark unterwegs. Am Samstag sind wir ein Stück auf dem Uckermärkischen Radrundweg geradelt. Nach einer erholsamen Nacht in unsere tollen Pension und einem liebevollen Frühstück wollten wir um die Uckerseen radeln. Der Radweg um den Oberuckersee (der südliche von beiden) verläuft aber gar nicht so recht am Wasser lang. Wir ließen unsere Gepäckträgertaschen in der Pension. Meine Billigtasche ist am Vortag nämlich kaputt gegangen.

Los ging es Richtung Bahnhof Seehausen. Vor dem Bahnübergang geht links ein kleiner Wanderweg rein. Wir wollten nicht an der Straße entlang fahren. Dafür war der Weg recht abenteuerlich mit kleinen und größeren Steinen und viel Feldweg-Beschaffenheit. Immer geradeaus. An der Südspitze des Sees fuhren wir auch noch durch ein kleines Waldstück. Teilweise verlief der Weg über Holzbohlen. Aber auch hier über Stock und Stein, leicht abenteuerlich. Ich habe kurz angehalten, um ein Foto des Weges zu machen. Scheinbar hielten wir hier direkt in einem Mückenschwarm.

An einem kleinen Bahnübergang kamen wir dann wieder auf den offiziellen Radweg um den Unteruckersee, der dann auch schön asphaltiert war. Auf dem Weg nach Prenzlau verlief der Weg immer mal wieder direkt am See entlang. Wunderbar. Die Sonne schien. Der Wind wehte mir um die Ohren. Ich war glücklich. So einfach und doch so toll. So etwas muss man echt viel öfter machen.

Auf dem Weg lachte uns ein Schild des Seerestaurants „Am Kap“ an, welches uns von Helga und Günter, ebenfalls Gäste der Pension, am Morgen empfohlen wurde. Weiter ging es nach Prenzlau. Hier war ich noch nie. Begeistert hat mich die alles überragende Marienkirche im Stadtzentrum. Sie ist wirklich riesig und auch noch weit außerhalb der Stadt zu sehen.

Hinter Prenzlau fuhren wir weiter auf einem tollen Radweg um den See. Übrigens auch hier super ausgeschildert. An einer kleinen Badestelle machten wir eine Pause und haben tatsächlich angebadet. In Röpersdorf haben wir uns dann noch ein kulinarisches Highlight in Form von Pommes und Currywurst gegönnt. Weiter ging es über Zollow, Strehlow und Potzlow. In Potzlow sind wir dann wieder Richtung Seehausen abgebogen. Auf dem Weg zur Pension kamen wir auch noch an tollen alten Gutshäusern und der ominösen Tür im Grünen vorbei.

Zurück ging es dann mit dem Zug von Seehausen nach Berlin. Hier habe ich zum ersten Mal einen Waggon erlebt, in dem unten ein durchgängiges Fahrradabteil war.

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