Masuren, eine Region im Nordosten Polens, ist bekannt für ihre malerische Seenplatte, dichte Wälder und eine reiche Geschichte. Diese Gegend bietet ideale Bedingungen für Radfahrer, die die unberührte Natur und die kulturellen Sehenswürdigkeiten erkunden möchten. In diesem Artikel werden verschiedene Radwege in Ermland-Masuren vorgestellt, die sich für eine abwechslungsreiche Routenplanung eignen.
Die Faszination Masurens
Als Masuren wird heutzutage eine Region im Nordosten von Polen bezeichnet. Sie bildete von 1871 bis 1918 den östlichen Teil Preußens und war somit ein Teil des Deutschen Reiches. Nach dem Versailler Vertrag im Jahre 1918 blieb Masuren als einen Teil des Landes Preußen innerhalb des Deutschen Reiches erhalten. Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 fiel der südliche Teil Ostpreußen zu Polen, wo es dann die Woiwodschaft Ermland-Masuren bildete.
Masuren ist ein heutzutage ein sehr beliebtes Urlaubs- und Reiseziel. Geprägt ist die Region vor allem durch die Masurisches Seenplatte, die aus über 3.000 Seen, kleinen Flüssen und Kanälen besteht. Seen und dem endlos weiten Himmel, der sich über uralte baumbestandene Alleen und sanft geschwungenen Feldern spannt. Es bietet malerische Eindrücke von belebender Intensität.
Radfahren unter uralten Baumalleen, durch weite Landschaften, sanft geschwungene Hügel, zwischen den Wäldern blaue und smaragdgrüne Seen - Masuren zählt mit ca. einer unberührten Natur entfaltet eine ganz eigene Faszination. Alles ist vertraut und wirkt doch viel größer als zuhause.
Besonders Masuren und das Ermland sind Landschaften in Europa, in denen sich unberührte Natur ebenso entdecken lässt wie begreifbare Geschichte. Wo liegt Masuren? Einst war es ein stiller Zipfel im ehemaligen Ostpreußen, heute gehört es zum Nordosten Polens. besiedelten Regionen. Hier leben auf dem Quadratkilometer nur 59 Einwohner.
Green Velo: Der längste Radweg Polens
Fast 2.000 Kilometer beträgt die Gesamtstrecke (inkl. Nebenrouten) des Green Velo und gehört damit zurzeit zum längsten beschilderten Radweg Polens. Er führt durch die folgenden fünf Woidwodschaften: Lublin, Karpatenvorland, Podlachien, Heiligkreuz und Ermland-Masuren. Vorteil des Green Velo ist, das man von überall auf dem Weg starten kann. Entlang der Hauptstrecke Radweg stehen zudem Rastplätze - sogenannte „Miejsca Obsługi Rowerzystów” (kurz: MOR) zur Verfügung.
Der Abschnitt Ermland-Masuren ist etwa 360 Kilometer lang. Dieser Radfernweg ist bisher der vielfältigste, den ich gefahren bin. Neben wunderbaren, glatten, breiten, asphaltieren Radwegen, wo ich das Gefühl hatte ich schwebe, fuhr ich auch über sandige Wald- und Feldwege. Aber es gab auch sandige Abschnitte, wo ich das Rad schieben musste. Auch sind hier einige Höhenmeter zu bewältigen. Vor allem auf den ersten 40 Kilometern fährt man durch die Elbinger Höhen. Kulturell ist natürlich auf dem Strecke auch einiges geboten, neben vielen Kirchengebäuden.
Auffällig war hier das Material, woraus diese Gebäude errichtet worden sind: roter Backstein. Auch nutzte ich für den gefahrenen Abschnitt die App. Hierbei fand ich es sehr praktisch, eine MOR zu finden, um dort eine Pause einzulegen.
Meine Etappen auf dem Green Velo
Im September/Oktober 2022 bin ich auf dem Abschnitt Ermland-Masuren gefahren. Hierbei bin ich in Elbląg gestartet und fuhr bis zur Kleinstadt Gołdap.
- Tag 1: Von Elbląg nach Tolkmicko (ca. ).
- Tag 2: Von Tolkmicko nach Braniewo (ca. ).
- Tag 3: Von Braniewo nach Piniężno (ca. ).
- Tag 4: Von Piniężno nach Lidzbark Warmiński (ca. ).
- Tag 5: Von Lidzbark Warmiński nach Bartoszyce (ca. ).
- Tag 6: Von Bartoszyce nach Węgorzewo (ca. ).
- Tag 8: Von Węgorzewo nach Gołdap (ca. ).
Beim Auftakt der Reise regnete es. Doch kaum hatte ich die Stadt verlassen hörte der Regen auf und es soll mit einer Ausnahme die ganze Zeit über so auf meiner Reisen bleiben. Trocken und sonnig. Doch an dem Tag ahnte ich noch nicht, das ich ziemliches Glück mit dem Wetter hatte. Zumal orientierte ich mich am GreenVelo, der sehr gut ausgewiesen war.
Etwas unbeholfen auf dem vollgepackten Rad meisterte ich die ersten Höhenmeter auf dem Rad, denn es galt den Höhenzug Wysoczyzna Elbląska (deutsch: „Elbinger Höhen“) zu überwinden. Lohn für diese Mühe war anschließend der Anblick auf das „Frische Haff“ (polnisch: Zalew Wiślany). Auf einem recht holprigen Dammweg ging es dann nach Tolkmicko (deutsch Tolkemit), eine kleine Hafenstadt, direkt an der Ostsee. Dort bin ich nach meiner Einchecken in der Pension noch ein wenig am Hafen spazieren gegangen und haben einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt.
Am zweiten Tag ging es für mich weiter auf einem Damm stets an der Küste des Frischen Haffs entlang. Eine längere Pause hier am Weg machte ich in der Stadt Frombork (deutsch: Frauenburg), wo ich zu ersten Mal (aber nicht zum letzten Mal) Nikolaus Kopernikus begegnete. Erst bei Nowa Pasłęka verabschiedete ich mich endgültig von der Ostseeküste und damit auch meinen nordwestlichsten Punkt der Route.
Die Sonne scheint vom Himmel, kaum Wolken in Sicht und die Strecke der heutigen Etappe verläuft hauptsächlich auf Asphalt. Einfach ein perfekter Tag zum Bikepacking. An diesem Tag erfahre ich zum ersten Mal die Weite der Woidwodschaft Ermland-Masuren. Aber auch Waldpassagen mit urig aussehenden Laub- und Nadelbäumen, sowie wunderschöne Alleen verzaubern mich.
Einige Kirchengebäude, die ich an diesem Tag passiere erinnern mich - dank ihres Baustil - an die Kirchengebäude in meiner Wahlheimat Mecklenburg-Vorpommern. Kein Wunder, Backsteingotik ist ein Baustil, der sich im gesamten Ostseeraum zu finden ist. Und dann ist da noch die Stille. Denn hier auf dieser Etappe erfahre ich kaum Verkehr, kaum Lärm. Nur Stille.
Bereits am frühen Nachmittag erreiche ich mein Etappenziel Piniężno. So war ich noch fit genug, um zu Fuß das Rezerwat Dolina Rzeki Wałszy („Landschaftsschutzgebiet Wałsza-Tal“) zu erkunden, das direkt südwestlich die Stadt Piniężno angrenzt. Dort wanderte ich einmal rund um einen Abschnitt des Walza-Tales.
Der erste Oktobertag und er ist einfach wunderbar. Mal fahre ich auf Asphalt, mal auf Feldwegen. Das anstrengende hierbei sind die langen Passagen. Immer wieder werde ich vom GreenVelo auf kilometerlange, gerade Passagen geführt, die sich teilweise schon sehr ziehen. Am Anfang ist es für mich noch ungewohnt nur geradeaus zu fahren. Aber letztendlich sehe ich auch die Vorteile solcher gerade langen Streckenabschnitte.
Mein Highlight bei dieser Tour ist die Begegnung mit einem Hofhund gewesen, der mich sogar ein Stück des Weges begleitete. Seinen liebenswerte Art wie er mich begrüßte (Spielhaltung) und wie er mich anblickte. Ahja, seinen „Hundeblick“ werde ich nie vergessen. Und auch bei einer kurzen Pause in der Stadt Górowo Iławeckie leistete mir eine Katze kurz Gesellschaft. Auch wenn mich meine nicht vorhandenen Polnischkenntnisse den Kontakt zur polnischen Bevölkerung erschweren.
Am frühen Vormittag verlasse ich die „Perle Ermlands“. Dabei fahre ich an der mächtigen Burg vorbei, die von einem Wassergraben umgeben ist. Es ist nicht das einzige mächtige Gebäude, das ich bei dieser Fahrt antreffen. Hierzu zählt das Kloster Stoczek, das sich nördlich vom gleichnamigen Dorf befindet und ich dort einen kurzen Halt mache.
Landschaft fahre ich hier leicht hier durch ein flach gewelltes Flachland mit Moränenhügeln. Auch am Ziel Bartoszyce springen mit die Backsteingebäude sofort ins Auge.
Bereits gestern habe ich die Grenze zwischen Ermland und Masuren erreicht, doch erst bei der Fahrt wurde mir bewusst Masuren von Ermland unterscheidet: die Seen. Zwar sehe ich erst kurz vor meinem Ziel den ersten See der masurischen Seenplatte, aber er gibt mir bereits das Gefühl, dass ich jetzt nach sechs Tagen endlich in Masuren angekommen bin.
Die achte Etappe ist die letzte Etappe, die ich auf dem GreenVelo fahre. Wieder vertraute kilometerlange gerade Strecken. Landschaftlich fahre ich durch eine offene Flur. Die Strecke folgt dem Verlauf der Straße 650. Ein Schild informiert mich, dass ich mich in einer Region befinde, wo Elche und Wölfe sich befinden. Jedenfalls leite ich das von den Bildern auf der Tafel ab. Angst? Nein.
Seen, wie es doch so typisch für Masuren ist, bekomme ich nicht zu Gesicht, denn in Richtung Norden verlasse ich die Seenplatte und komme in das Gebiet der Seesker Höhen, ein bewaldeter Höhenzug im Nordosten Polens. Mein Ziel Goldap liegt an den Nordausläufern.
Weitere Radwege in Masuren
Neben dem Green Velo gibt es noch weitere interessante Radwege in Masuren, die sich für unterschiedliche Ansprüche eignen:
- Die Große Mrągowska-Schleife: Ein Fahrradrundweg, der um die namensgebende Stadt Mrągowo verläuft. Die Schleife ist etwa 30 Kilometer lang und verläuft hauptsächlich auf Feldwegen. Bei dieser Strecke ist man dem Wasser immer ganz nah.
- Die Radstrecke von Grodzisk Pruskich: Mithilfe von komoot habe ich den offiziellen Streckenverlauf der Radstrecke Grodzisk Pruskich nachgezeichnet. Bei diesem Radrundweg ist der Name Programm, denn er führt durch die dichten Wälder von Sorkwickie. Aber auch das Gewässer ist nicht fern, denn man wird bei dieser Tour auch einmal um den See Jezioro Lampackie geführt. Ich bin hierbei den Routenverlauf von Mragowo nach Sorkwity gefolgt. Auf hauptsächlich Wald- und Feldwegen mit hohen sandigen Anteil verläuft die Route in einem leichten auf und ab.
- Legend Mazurskich („Masurischer Sagenweg”): Zudem würde ich - laut Aussage des Personals der Touristeninformation - das hügelige Masuren besser kennenlernen. Dank eines Geocaches, der mich zu einem Sagenstein führt, lerne ich auch das Reservat Borki mit seinen mystisch wirkenden Sümpfen und den Puszcza Borecka (Borkener Forst). Hierbei fordernd waren die hügeligen Passagen, die ich aber lieber schon als Berge bezeichnen würde. Die Mühe lohnt sich aber, denn fantastische Aussichten über die Masuren Seenplatte erwarteten mich.
Persönliche Erfahrungen und Tipps
Eine schöne Fahrradroute, die durch die wichtigsten masurischen Städte führt. Die Gesamtstrecke beträgt etwa 128 Kilometer. Für ambitionierte Radfahrer ist diese Strecke vielleicht an einem Tag zu schaffen.
Der Legend Mazurskich ist ein fast 100 km langer, recht anspruchsvoller Radweg, der durch den nordöstlichen Teil der masurischen Seenplatte und teilweise durch das Borki-Reservat führt. Landschaftlich hat die Route ebenfalls einiges zu bieten.
Bei meiner Bikepacking-Tour durch Ermland-Masuren habe ich zwei Tage in Węgorzewo verbracht, denn ich wollte auch mal ganz entspannt ohne viel Gepäck eine Tagesradtour machen. Idealerweise bot sich hier die „Wisentrunde” an, die mich durch die hügelige Landschaft von Masuren führte. Ein anspruchsvoller Weg, wo es einige Höhenmeter zu überwältigen gibt. Teilweise bin ich bei dieser Tour auch auf Landstraßen gefahren, aber der Verkehr hält sich in Grenzen. Gerne hätte ich auch Wisente gesehen, doch das Wisent-Gehege bei Wolisko war leider geschlossen.
Welche Radwege kennst du in Ermland-Masuren, die sich lohnen zu erkunden? Ich lasse mich gerne durch Reiseberichte und Radtourenberichte anderer Menschen inspirieren, um daraus eigene Pläne für die nächste Reise, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, zu schmieden. Das ist nichts Neues. Du als Leser liest auch gerade diesen Artikel. Auch bei meiner Arbeit als freie Outdoor-Redakteurin finde ich auch Inspiration und Ideen für eigene zukünftige Touren.
So fielen mir vor etwa einem halben Jahr ein Auftrag für die Ausarbeitung von Mountainbike-Touren in Polen in die Hände. Polen war mir bisher nur als Nachbarland bekannt. Umso spannender fand ich daher den Auftrag über den unbekannten Nachbarn zu recherchieren. „Masuren” - das ist für mich zu Anfang ein faszinierendes Wort gewesen.
Nach der stressigen Zeit im Juni bis August 2022 (s. 9-Euro-Ticket) nahm ich mir endlich Urlaub. Mein erster Urlaub in dem Jahr! Ich schaufelte mir vier Wochen frei und wollte unbedingt in dieser Zeit vorwiegend auf dem Radsattel verbringen. Die Wahl, in Masuren eine Bikepacking-Tour zu machen war wohl ausgezeichnet, denn als ich Freunden und Bekannten von meinen Reiseplänen berichtete, waren sie wohl ein wenig neidisch und schwärmten regelrecht von dieser Gegend.
Für die komplette Radreise durch Masuren plante ich etwa 14 Tage sein. Dazu jeweils einen Tag davor und danach als Puffer. Ich konnte nicht einschätzen, wie lange die Hin- und Rückfahrt dauern würde. Bei so einer Tour, wo man jeden Tag im Sattel saß, brauchte ich natürlich vorab ein wenig Training. Beinahe musste ich die gesamte Tour sogar abbrechen, denn zwei Tage vor der Abreise hatte ich eine Erkältung bekommen.
Ich deutete die plötzliche Erkältung, dass mein Körper Erholung, nicht nur in körperlicher Form, sondern auch seelisch JETZT neuen Input brauchte. Ich brauchte den sprichwörtlichen Tapetenwechsel jetzt. So kam der Tag, an dem ich mit Esel vollgepackt zum Schweriner Hauptbahnhof fuhr und meine Reise antrat in Richtung Masuren. Von Schwerin über Berlin ging es in das Nachbarland, das mir bis dahin noch völlig unbekannt war. Vorab habe ich mir ein Bahnticket mit Fahrradmitnahme gekauft. In Polen bin ich dann mit einmal umsteigen über Poznań Główny und Tczew bis nach Elbląg gefahren. Insgesamt dauerte die Reise mit dem Zug etwa 15 Stunden. Die geplante Gesamtstrecke war etwa 705 Kilometer lang, auf 14 Tage aufgeteilt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das ich locker 40 bis 60 Kilometer schaffe.
Tag 9: Von Gołdap nach Olecko (ca. ). Diese Etappe gestaltete sich etwas abenteuerlich, denn ich verließ den GreenVelo und somit hatte ich keinen Anhaltspunkt oder gar eine Route wie meine Tour weitergehen sollte. Ich nahme einfach die nächstbesten Wege, die mir meine Navigationsapp ausspuckte. Als Ziel wählte ich die Stadt Olecko, die am Jezioro Oleckie Wielkie (deutsch: Großer Oletzkoer See) liegt. Auf Feldwege und durch wilde Birkenwälder führte meine Route in südliche Richtung. Hierbei machte ich auch einen Abstecher zum Szeska Góra, die höchste Erhebung der masurischen Seenplatte und der dritthöchste Berg Polens. Leider ist von der Aussichtsplattform keine Aussicht zu erwarten, denn rundherum ist alles mit Bäumen überwachsen. Am späten Nachmittag erreichte ich mein Ziel. Nach dem Einchecken in eine Ferienwohnung machte ich ein Spaziergang am Jezioro Oleckie Wielkie.
Tag 10: Von Olecko nach Elk (ca. ). Esel ist platt. Genauer gesagt das Hinterrad. Es gehört mehr Glück als Verstand, das es zu Beginn der Tour passierte. Esel war fix und fertig gepackt. Ich war bereit für die nächste Etappe und dann kaum das ich mich auf den Sattel schwang merkte ich, das etwas nicht stimmte. Ein Glück das es zu Beginn und dazu noch in der Stadt passierte und nicht im masurischen Irgendwo. Welch ein Glück, das ich vom gestrigen Abend mich noch an ein Fahrradladen erinnerten konnte. Dort hatte ich auch keine Kommunikationsprobleme, denn man sprach Englisch. Sonne strahlt. Über hügeliges Land fahre ich hauptsächlich auf Straßen entlang bis ich die Stadt Elk erreiche.
Tag 11: Von Elk nach Giżycko (ca. ). Von Elk zur Stadt Giżycko verlief diese Etappe hauptsächlich auf Straßen. Ein sehr angenehmes Fahren. Dadurch kam ich auch viel schneller voran als bei den Etappen, die zwar kürzer waren. Hier kam ich richtig in einem Radfahren-Flow, so dass ich auch nur an wenigen Punkte hielt um Fotos zu machen. Ich habe es einfach genossen, irgendwo in Polen auf dem Rad unterwegs zu sein. Was ich persönlich sehr schön fand, ist die Tatsache, das einer der Radthemenwege, auf denen ich fuhr, Morenowe Wzgorza hier, dass übersetzt „Moränenhügel” heißt. Bereit am frühen Nachmittag unternahm ich per Fuß auch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, die mitten im Herzen von Masuren liegt.
Tag 12: Von Giżycko nach Pisz (ca. ). Bei dieser Tour ist klar: der Tourismus ist da. Perfekte asphaltierte breite Radwege, gute Beschilderung und Baustellen, die weitere gute Radwege versprechen, sind bei den folgenden 74 Kilometern allgegenwärtig. Zudem begeistert mich hier der Radweg Mazurska Petla Rowerowa (deutsch etwa: Masurische Fahrradschleife). Auf glattem Asphalt ließ sich bequem und flott nach Süden, nur ein kurzer Schauer unterbrach meine Fahrt.
Tag 13: Von Pisz nach Mikołajki (ca. ). Weiter fahre ich durch das Herz Masuren. Hauptsächlich durch den Piska-Waldkomplex geht meine Fahrt. Eigentlich mach ich es, durch Wälder zu fahren, doch der Radweg hat eine leicht wellige Oberfläche und so wird der Radweg doch eine Tortur für mich. Viele Kilometer quäle ich mich entlang. Echt schade - einziger Trost ist der Campingplatz „Bidunga Bobrowa“. Von dort erlebe ich einer der schönsten See-Ausblicke meiner gesamten Reise.
Tag 14: Von Mikołajki nach Sorkwity (ca. ). Ein schöner Ort für eine Pause hat sich hierbei die Stadt Mrągowo geeignet. Im Dorf Sorkwity endet meine Tour, jedoch nicht meine Neugier. Zu Fuß erkunde ich noch das im neugotischen Stil erbaute Sorkwity-Schloss und südlich davon einen Naturlehrpfad auf der namenlosen Halbinsel am Westufer des Jezioro Lampackie.
Tag 15: Von nach Olsztyn (ca. ). Der letzte Tag meiner Masuren-Radreise steht an. Dieser Streckenabschnitt ist gelinde gesagt ziemlich langweilig. Ich bin stets auf der ruhigen Nebenstraße, die parallel zur Autobahn verläuft, gefahren. Die Masuren lasse ich damit hinter mir und am späten Nachmittag bin ich gefühlt wieder in der Zivilisation angekommen. Auf Wiedersehen, Masuren.
Warst du schon in Masuren gewesen? Per Rad oder zu Fuß?
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