Zauberhafte Orte, stille Seen und verschlungene Pfade wie in einem kleinen Urwald - das Schlaubetal scheint einem Märchen entsprungen zu sein. Diese zauberhafte Region gibt es wirklich und lädt dazu ein, auf einer Radtour in die Vergangenheit einzutauchen.
Die Geografische Lage und Besonderheiten des Schlaubetals
Das Schlaubetal zeichnet sich durch seine geografische Lage aus. Es liegt südöstlich von Berlin und erstreckt sich entlang des gleichnamigen Flusses Schlaube. Die Landschaft ist geprägt von einer Vielzahl an Seen und Teichen sowie idyllischen Dörfern mit historischer Architektur.
Entlang historischer Mühlen
Hier, wo einst die Schlaube mit ihrem Wasser zahlreiche Mühlen antrieb, kann man noch heute die Faszination alter Mühlräder und das Rauschen des Wassers erleben. Die erste Mühle steht gleich in Müllrose, ein großer Backsteinbau, der als älteste und zugleich letzte Mühle im Schlaubetal noch heute Getreide mahlt. Auch wenn in den meisten Mühlen das letzte Korn längst gemahlen ist, bieten sie heute noch einen anderen Genuss: Viele wurden zu Restaurants und Hotels umgebaut, wie die Kaisermühle am Oder-Spree-Kanal.
Ein Stopp in der Ragower Mühle, die als einzige im Schlaubetal die alte Mühlentechnik bewahrt hat, ist wie eine kleine Zeitreise. Hier kann man nicht nur die Technik bestaunen, sondern auch lecker essen.
Flora und Fauna im Schlaubetal
Das Schlaubetal ist aber nicht nur für seine Mühlen bekannt, sondern auch für seine reiche Flora und Fauna. Mit etwas Glück kreist ein Seeadler am Himmel, fliegt ein Eisvogel vorbei oder lässt der Schwarzspecht sein Hämmern ertönen. Der Schervenzsee ist ein idealer Ort für eine Rast und ein erfrischendes Bad im klaren Wasser. Am Wirchensee, wo die Schlaube entspringt, bietet der Försterblick einen grandiosen Blick über den See.
Radtouren im Schlaubetal
Für alle Fahrradbegeisterten gibt es zahlreiche schöne Radtouren in Schlaubetal zu entdecken. Eine der beliebtesten Routen führt entlang des Schlaubeufers, vorbei an saftigen Wiesen und schattigen Alleen. Hier können Sie die Ruhe der Natur genießen und dem beruhigenden Rauschen des Wassers lauschen.
Eine weitere lohnenswerte Tour führt durch den Naturpark "Schlaubetal". Dieses geschützte Gebiet beherbergt seltene Pflanzen- und Tierarten sowie wunderschöne Landschaften wie das romantische Kupfergraben-Tal oder den mystischen Buchheider Forst. Auf dieser Route erleben Sie die unberührte Natur hautnah.
Die besten Jahreszeiten für eine Radtour in Schlaubetal sind der Frühling und der Sommer, wenn die Temperaturen angenehm mild sind und die Natur in voller Blüte steht. Im Frühjahr erstrahlt das Tal in einem Meer aus bunten Blumen und im Sommer können Sie an den zahlreichen Badestellen eine erfrischende Pause einlegen.
Sehenswürdigkeiten entlang der Radwege
Entlang der Radwege gibt es auch einige touristisch relevante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Besuchen Sie zum Beispiel das Schloss Neuhardenberg, ein beeindruckendes Barockschloss mit einem weitläufigen Park. Oder machen Sie einen Abstecher zur Klosterkirche in Zinndorf, die für ihre gotische Architektur bekannt ist.
Wenn Sie gerne etwas mehr Action möchten, können Sie auf dem Mountainbike durch den MTB-Park "Schlaubetal" fahren. Hier erwarten Sie anspruchsvolle Trails und atemberaubende Aussichten.
Beispielroute: Von Neuzelle durch das Schlaubetal nach Müllrose
Insgesamt bietet Schlaubetal eine Vielzahl von Möglichkeiten für Fahrradfahrer jeden Schwierigkeitsgrades. Die Radtour startet am Bahnhof von Neuzelle und führt zunächst durch den malerischen Ort, vorbei an der berühmten barocken Klosteranlage mit ihrer eindrucksvollen Kirche und dem weitläufigen Klostergarten - ein lohnenswerter Zwischenstopp für Kulturinteressierte. Anschließend geht es weiter zum Oder-Neiße-Radweg, einem hervorragend ausgebauten Fernradweg, der meist direkt auf oder neben dem Deich entlang der Oder verläuft und weite Blicke über die Flusslandschaft ermöglicht.
In Aurith bietet sich eine erste Pause an, bevor die Route weiter nach Brieskow-Finkenheerd führt. Hier verlässt der Radweg die Oder und folgt dem historischen Friedrich-Wilhelm-Kanal, dessen Ufer von naturnahen Auen und stillen Waldstücken geprägt sind. Entlang des Kanals radelt man durch das idyllische Schlaubetal, das mit seinen dichten Wäldern, klaren Bächen und alten Mühlen zu den schönsten Naturlandschaften Brandenburgs zählt.
Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, sollte einen Abstecher in die nahegelegene Planstadt Eisenhüttenstadt einplanen.
Alternative Route: Cottbus - Beeskow
Um eine Radtour durchs Schlaubetal von Berlin aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu gestalten und sie gut an einem Tag bewältigen zu können, wählte ich die Orte Cottbus und Beeskow für Start und Ziel.
Die Radtour von Cottbus durchs Schlaubetal nach Beeskow ist 84 Kilometer lang und hat eine reine Fahrzeit von gut 5,5 Stunden. Es handelt sich grundsätzlich um eine leichte Tour ohne besondere Herausforderungen. Abschnittweise sind die Untergründe nicht so gut: Holprige Waldwege oder ganz am Anfang etwas Kopfsteinpflaster.
Ich habe für die Radtour durchs Schlaubetal eine Gesamtstrecke gesucht, deren Anfang und Ende sich von Berlin aus gut mit dem Zug erreichen lässt, und mich so für den Abschnitt Cottbus - Beeskow entschieden. Beides ist vom Berliner Südkreuz in etwa 1,5 Stunden zu erreichen. Nach Cottbus besteht eine Direktverbindung vom Ostkreuz.
Dort begann ein besonderer Abschnitt auf schmaler Straße mitten durch die riesige Peitzer Teichlandschaft, die vor allem für die Karpfenzucht genutzt wird. Allerdings sind die Peitzer Teiche sehr flach und hatten aktuell kaum Wasser, sodass ich mich in einer Moorlandschaft wiederfand - trotzdem ein schönes Erlebnis.
Durch Peitz hindurch ist die Strecke auch wieder etwas langweilig und ein Stück Landstraße. Jetzt ging es größtenteils durch den Wald mit ungeteertem, nicht besonders fahrradfreundlichem Untergrund bis nach Pinnow. Vom Pinnower See habe ich mitten im Wald kaum was gesehen, dazu kann man hier aber gut einen Zwischenstopp einlegen und auch einkehren, und auch auf dem Campingplatz übernachten.
Durch das hübsche Pinnow mit Dorfteich führte mich die Radtour nun weiter durchs Schlaubetal in die schöne Reicherskreuzer Heidelandschaft hinein. Das Heidekraut mit den Birken war selbst jetzt im Februar wirklich schön anzuschauen und es bot sich ein weitläufiger Blick über das Land. Das Highlight der Schlaubetal-Radtour.
Danach ging es wieder in den Wald hinein, der den gesamten letzten Abschnitt der Tour dominierte. Daher sah ich auch vom großen Wirchensee nicht viel, der sich aber wieder sehr für einen Zwischenstopp anbietet. Denn nun ist man am Schlaubetal angelangt, dessen mänderndes Flusstal der Schlaube mit vielen ausgeformten Seen den Naturpark Schlaubetal so bekannt gemacht hat.
Wieder ein kleines Stück Landstraße, dann weiter auf ganz gutem Weg bis zum schönen, langgezogenen Chossewitzer See - den man vom Fahrrad aus wieder mal nicht so wahrnimmt. Auch hier gibt es einen Campingplatz. Bei Klingemühle traf ich bei meiner Schlaubetal-Radtour auf den bekannten Mühlenwanderweg, einem Rundwanderweg, der mit Start und Ziel bei Müllrose durch beide Flusstäler der Schlaube und der Oelse führt. Hier konnte ich einen kleinen Eindruck von der Schönheit dieser beiden Flusstäler erlangen - und mal sehen, vielleicht packt es mich doch noch mal, den Mühlenwanderweg zu Fuß zu machen.
Ich verließ die Flusslandschaft von Schlaube und Oelse nun jedoch und fuhr auf meiner Radtour von Cottbus nach Beeskow weiter bis zum Waldende und über Felder nach Oelsen.
Der letzte Abschnitt auf meiner Radtour durchs Schlaubetal von Cottbus nach Beeskow führte mich nun größtenteils über ruhige Landstraßen mit weiten Blicken über sanfte Hügelchen bis nach Friedland. Nach Friedland ging es weiter wieder zur Spree. Allerdings führt der Radweg nicht am Ufer entlang, sodass man davon leider nichts sieht. Erst kurz vor Beeskow erreichte ich das Ufer.
Informationen zur Schlaubetal-Radtour ab Müllrose
Diese knapp 60 Kilometer lange Tour beginnt in Müllrose, dessen Name slawischen Ursprungs ist, also keinerlei spontane Rückschlüsse auf irgendwas zulässt. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des Städtchens. Da die Tage kurz sind, heben wir uns das lieber bis zum Schluss auf - und beginnen mit der Erwärmung. Die zieht sich über 20 Kilometer und unterscheidet sich vom Hauptprogramm dadurch, dass man einfach im selbstgewählten Rhythmus kurbelt und wenig Grund zum Anhalten hat. Also vom Bahnhof südwärts bis zur Landstraße und auf deren parallelem Radweg durch den Wald nach Schernsdorf und weiter durch Fünfeichen. Dort kreuzt die Route die B246 und geht am Ortsausgang wieder in eine Landstraße mit Radweg über. Das Terrain wird hügelig, aber ebenso gut zu befahren dank glattem Belag und breiter Piste. Die Birken, die die Strecke säumen, gehören im Frühling zu den ersten, die frische Farbe in die Landschaft bringen.
Man trifft eher wenige Menschen auf dieser Strecke, aber verloren geht man nicht, da die Schlaubetal-Radtour komplett ausgeschildert ist: Das markant geschwungene gelbe „S“ mit dem blauen Fahrrad und Körbchen weist den Weg. Der verläuft auf dem Erwärmungsteil erst direkt an der Naturparkgrenze und dann etwas außerhalb. Aber wo die Landstraße südlich von Kieselwitz endet und unsere Route rechts - also nach Westen - abzweigt, ist das eigentliche Ziel dieses Ausfluges erreicht: der Naturpark, durch den die nur knapp 30 Kilometer lange Schlaube fließt. Während der Park noch weit nach Süden reicht bis ins Braunkohlerevier, entspringt die Schlaube gleich nebenan: Der Wirchensee, der links der Straße zwischen den Bäumen durchschimmert und abgesehen von einem Hotel (mit täglich geöffnetem Restaurant) unbebaut ist, ist ihre öffentliche Premiere, und das schmale Tal, das der Radweg kreuzt, ihr Frühwerk. Wobei das Flüsschen so winzig ist, dass man es leicht übersieht, während man auf der Brücke über die bewaldete Senke rollt. Aber mag die Schlaube auch winzig sein, an ihrer Zuverlässigkeit besteht kein Zweifel: Da ihr selbstgemachtes Tal inzwischen so tief ist, dass es bis ins Schichtenwasser reicht, fiel sie selbst in den vergangenen Dürresommern nie trocken.
Ein paar Hügel weiter ist Chossewitz erreicht, das sich in die Landschaft kuschelt. Dahinter taucht die Radroute als autofreier Asphaltweg in den Wald ein und führt an mehreren ehemaligen Mühlen vorbei. Es waren mal mehr als 20, von denen überwiegend nur die idyllischen Anwesen mit Teich und Waldlichtung geblieben sind. Wobei das Wässerchen links unserer Route gar nicht die Schlaube ist, sondern die Oelse. Die ist mit 22 Kilometern noch kürzer und nimmt, obwohl keine fünf Kilometer von der Schlaube entfernt, am Ende einen anderen Weg: Was hier durch den Wald plätschert, fließt bei Beeskow in die Spree und von dort via Elbe in die Nordsee. Die Fischerei am Hammersee bei Siehdichum. Hinter Dammendorf ergibt sich die einzige Chance, der sonst nur von einem Wanderpfad begleiteten Schlaube mit dem Rad ein Stück direkt zu folgen: Der Radweg verläuft am Steilufer des Hammersees, der still und geheimnisvoll in der Rinne liegt, die die Schlaube ihm gegraben hat. Das Asphaltband des Radweges ist schmal, aber historisch wertvoll in preußisches Uralt-Pflaster eingebettet. Wer einkehren will, hat im Forsthaus Siehdichum täglich Gelegenheit. Für längere Aufenthalte gibt’s Prospekte in einer umfunktionierten Telefonzelle an der Zufahrt vor dem Haus der Naturparkverwaltung. Unter bemoosten Grabsteinen ruhen mehrere Familien von Forstleuten - im Schatten exotischer Bäume, die der Forstmeister Wilhelm Reuter Ende des 19. Jahrhunderts aus Amerika mitgebracht hatte.
Eine rumplige Asphaltstraße führt nach Kupferhammer, wo die Schlaube an einem nur sporadisch geöffneten Gasthaus vorbei- und unter der Straße durchplätschert. Wer zehn Kilometer sparen will, kann sich hier von ihr verabschieden und bereits in Mixdorf zum Bahnhof (am Ortsausgang) radeln. Reizvoller ist allerdings die reguläre Variante, die hinterm Ortseingang von Mixdorf rechts abzweigt zur Ragower Mühle. Die hat donnerstags bis sonntags geöffnet und vermietet ebenfalls zwei Gästezimmer in sehr idyllischer Lage. Außerdem gibt’s hier noch originale Mühlentechnik zu bestaunen - schön angerichtet hinter einem Panoramafenster. Darunter rauscht die Schlaube, die vor der Mühle zu einem Teich gestaut ist.
Durch Kiefernwald, der nach dem von Laubbäumen dominierten Schlaubetal monoton wirkt, geht es dem Ziel entgegen. Als kleines Highlight wartet noch die rekonstruierte Grenzkontrollstelle, auf der man laut Erklärschild von Sachsen nach Brandenburg wechselt. Also gewechselt wäre, wenn man die Tour vor 1815 gemacht hätte (ja ja, das Fahrrad wurde erst 1817 erfunden). Der mächtige Zaun am Weg macht das Ensemble noch eindrucksvoller, aber wurde wegen der Schweinepest installiert, nicht wegen der Sachsen.
In Kaisermühl geht’s vor dem Oder-Spree-Kanal links ab nach Müllrose, wobei der Bahnhof vor der Stadt erreicht ist. Wenn Kraft und Tageslicht noch reichen, lohnt sich der Extra-Kilometer ins Zentrum - schon der mächtigen Mühle wegen, die ihre Existenz der Schlaube verdankt. Genau wie der Große Müllroser See, der rund ums Jahr Urlaubsfeeling verbreitet. Das wird sich noch verstärken, wenn 2023 das neue Naturpark-Besucherzentrum am Markt eröffnet.
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.
Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft
- Einfluss auf die Verkehrspolitik
- ADFC-Pannenhilfe deutschlandweit
- Zweimonatliches ADFC-Magazin
- Sonderkonditionen bei Partnern (Mietrad, Carsharing, Versicherungen, Ökostrom)
Verkehrssicherheit des Fahrrads
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Verhalten als Radfahrer im Straßenverkehr
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelecs und E-Bikes: Unterschiede
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.
Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
ADFC-Empfehlungen für Radtouren
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
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