Emscher Park Radweg: Informationen und Routen

Der „Emscher Park Radweg“ bietet die Möglichkeit, die regionalen Grünzüge von Duisburg bis Hamm zu entdecken. Auf einer Strecke von 230 km verbindet der „Emscher Park Radweg“ die Projekte des Emscher Landschaftsparks und die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr.

Auf dem Emscher Park Radweg entdecken Sie die regionale Grünzüge von Duisburg bis Hamm. Auf einer Strecke von 230 km verbindet der „Emscher Park Radweg“ die Projekte des Emscher Landschaftsparks und die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr. Vom Zentrum mitteleuropäischer Schwerindustrie zum Technologiepark und Naherholungsgebiet für über 2 Millionen Menschen - das IBA-Projekt zeigt Stationen der Verwandlung und bietet Einblicke in einen Prozess, der landschaftsgestalterische wie kulturgeschichtliche Aspekte in Hülle und Fülle birgt.

Ein Herzstück der IBA sind die Bauten aus der langen industriellen Erfolgsgeschichte des Wirtschaftsraums an Emscher und Ruhr. Erlebbar wird ein Stück Industriegeschichte und die Art und Weise, wie diese Geschichte ihren eigenständigen architektonischen Ausdruck fand. Wo einst Industrie und Bergbau die Landschaft prägten, wo übel riechende Abwasserkanäle die Lebensqualität beeinträchtigten, finden Besucher heute eine Parklandschaft mit hohem Freizeit- und Erholungswert.

Besonders anschaulich wird dieser Wandel an der Emscher. Ab 2008 bieten die "Emscherfreunde" geführte Fahrradtouren in der Region an. Die Tour "Das zentrale Emschertal" führt entlang des Emscherzuflusses Schwarzbach über die Urwaldlandschaft der Zeche Rheinelbe in die Siedlungslandschaft Zollverein.

Der Emscher Weg: Ein Flussradweg durch das Ruhrgebiet

Der Emscher-Weg von Holzwickede nach Dinslaken ist einer der wohl ungewöhnlichsten Flussradwege in Deutschland. Hier wird der Strukturwandel hautnah erlebbar. Während die erste Hälfte der Emscher schon aufwändig renaturiert wurde und Radfahrer:innen vorbei an grünen Oasen radeln, gleicht der Unterlauf der Emscher noch immer eher einem Abwasserkanal.

Knapp über 100 Kilometer lang ist dieser Radfernweg, der komplett ausgeschildert ist und durch das nördliche Ruhrgebiet führt. Während die Ruhr im Süden schon immer ein Freizeitparadies war, übernahm die Emscher die harte Rolle des Arbeitstiers. Sie musste die Abwässer einer ganzen Region abführen, denn durch den Bergbau und die damit einhergehenden Bergsenkungen war eine unterirdische Führung lange Zeit nicht möglich.

Der Emscher Weg startet am Emscher Quellhof in Holzwickede. Die Anreise dorthin ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Dortmund aus gut möglich. Zunächst bleibt die Emscher unauffällig klein, erst ab dem Phoenix See in Dortmund verläuft der Radweg neben dem Fluss. Von Dortmund aus führt der Emscher Weg nach Norden an Castrop-Rauxel vorbei nach Henrichenburg. Früher war die Emscher als Köttelbecken bekannt, gerade im Essener Norden.

In Bottrop führt der Emscher Weg durch den Berne Park, einer ehemaligen Kläranlage, die im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zu einem kleinen Kulturpark umgestaltet wurde. Heute mündet die eigentliche Emscher in den Rhein bei Dinslaken und seit 2022 sogar in einem neu gestaltetem kleinen Mündungsdelta. Hier endet auch der Emscher Weg für Radfahrer:innen.

Der Emscher Weg ist Bestandteil der RevierRouten „Grubenfahrt“, „Probierstück“, „Stahlküche“ und „RevierWasser“.

Highlights entlang des Emscher Park Radwegs

  • Landschaftspark Duisburg-Nord: Ein stillgelegtes Hochofenwerk, das eine Vielzahl an Fahrradrouten bietet. Ein Fahrrad-Verleih und eine Ladestation für Elektro-Bikes sind vorhanden.
  • Grüner Pfad: Ein besonders schöner Abschnitt des Emscher Park Radweges ist der 10 km lange „Grüne Pfad“.
  • Phoenix See in Dortmund: Hier beginnt der Radweg direkt neben dem Fluss.
  • Berne Park in Bottrop: Eine ehemalige Kläranlage, die zu einem Kulturpark umgestaltet wurde.
  • Gasometer Oberhausen: Ein beeindruckendes Industriedenkmal in Oberhausen.
  • Zeche Zollverein in Essen: Ein UNESCO-Welterbe und Highlight der Radtour.

Aktuelle Bauarbeiten und Routenänderungen in Bochum

Der Regionalverband Ruhr (RVR) setzt die Asphaltierung des EmscherPark Radweges in Bochum fort. Im Bereich der Lothringer Trasse (ehemals Kornharpener Trasse) vom Sheffield-Ring im Bereich der Straße Auf der Bochumer Landwehr bis südliche der Autobahn A 43 werden die Arbeiten durchgeführt.

Die Abschnitte werden rund zwei Monate lang gesperrt. Die Asphaltierung soll, soweit dies möglich ist, auf einer Breite von 3,5 Metern erfolgen. Die Maßnahme ist der dritte Bauabschnitt auf dem Emscher Park Radweg. Insgesamt wird die Strecke auf rund 12,5 Kilometern zwischen Amtmann-Ibing-Straße und Sechs-Brüder-Straße erneuert. Die Kosten belaufen sich auf 1,55 Millionen Euro.

Die neue Wegeführung wurde umgesetzt: Die alte Route zwischen dem Castroper Hellweg und dem Köttersberg wurde aufgegeben. Stattdessen dient die vom RVR gebaute Gerther Bahntrasse/Kornharpentrasse, die bis über die A 43 hinausführt, nun als neue Hauptlinie. Nördlich der Kleingartenanlage Böckenbergstraße schließt die Route wieder an die bisherige Linienführung durch die Grummer Teichanlagen an (Grünzug Nord). Der Streckenverlauf, der im Westen an der Zeche Hannover beginnt und im Osten im Stadtteil Gerthe an der Amtmann-Ibing-Straße endet, bestand bereits überwiegend aus asphaltierten Straßen oder einer wassergebundenen Wegedecke.

Der ca. 12,5 Kilometer lange Radweg wurde - wo nicht bereits vorab vorhanden - einheitlich in einer Breite von 3,00 Metern bis 3,50 Metern hergestellt. Von den 12,5 Kilometern Weg erhielten ca. 5,5 Kilometer eine neue Asphaltoberfläche. Auf den übrigen 7 Kilometern, die über Bestandsstraßen verlaufen, wurden Optimierungen wie Querungshilfen und Beschilderungen vorgenommen.

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte zu 80 Prozent über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) des Landes Nordrhein-Westfalen. Es umfasst Förderangebote sowohl für die gewerbliche Wirtschaft als auch für Vorhaben im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur. Finanziert wurde es aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund/Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und des Landes NRW.

Radverkehrsknotenpunkt Duisburg

Duisburg ist wirklich ein Radverkehrsknotenpunkt. Der RuhrtalRadweg führt über mehrere Etappen vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet und endet in Duisburg an den Ufern des Rheins - in guter Reichweite des Landschaftsparks. Die gut 700 km lange „Route der Industriekultur - per Rad“ steht dem RuhrtalRadweg in nichts nach.

Normalerweise würde man die Stadt ja eher mit Industrie und Fußball in Verbindung bringen.

Weitere Radwege in der Nähe

  • Rheinradweg: In Duisburg besteht die Möglichkeit, auf den Rheinradweg zu wechseln.
  • Römer-Lippe-Radweg: An vielen Stellen des Emscher Park Radwegs gibt es Anschlüsse zum Römer-Lippe-Radweg.

Als Alternative ist auch die Route der Industriekultur ausgeschildert.

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