Radtour Essen Zeche Zollverein: Informationen und Erlebnisse

Die Radtour zur Zeche Zollverein gehört zu den eindrucksvollsten Strecken im Ruhrgebiet. Eine Radtour zur Zeche Zollverein ist mehr als nur ein Ausflug - sie ist ein echtes Erlebnis zwischen Stadtflair und Natur, Geschichte und Gegenwart.

Das UNESCO-Welterbe Zollverein bietet mit seiner Ringpromenade und den umliegenden Radwegen einen tollen Ausgangspunkt, um das rund 100 Hektar große Gelände von Zeche und Kokerei, aber auch die Umgebung von Zollverein bei einer Fahrradtour zu erkunden.

Durch die Größe des ehemaligen Zechen- und Kokereigeländes bietet sich die Erkundungstour mit dem Fahrrad geradezu an. Und auch im Umfeld des Welterbes warten einige Zeitzeugen auf ihre Entdeckung. So führt die Tour auf den zu Radwegen umgebauten ehemaligen Bahntrassen nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten Zollvereins, sondern auch zu Siedlungen, Halden, Kirchen und anderen Orten rund um das Welterbe im Essener Norden.

Zollverein in Essen ist dabei nicht nur das Ziel, sondern oft auch der Startpunkt für Touren in alle Richtungen. Unterwegs erwarten dich gemütliche Cafés, kleine Parks und spannende Fotospots. Die Radtour rund um Zollverein verbindet Geschichte, Natur und Gegenwart. Vorbei an Fördertürmen, stillgelegten Gleisen und moderner Architektur erlebst du das Ruhrgebiet von seiner authentischsten Seite.

Die Ringpromenade auf Zollverein

Auf der 3,5 Kilometer langen Ringpromenade lässt sich gut das Gelände bei einer gemütlichen Fahrradtour kennenlernen: Mit Blick auf den Doppelbock geht es vorbei an Ehrenhof und Werner-Müller-Platz durch den Skulpturenwald bis hin zur Kokerei. Entlang des Radweges gibt es viel zu entdecken: Das „Castell“ von Ulrich Rückriem, die Gerüste der ehemaligen Kühltürme und die vielfältige Industrienatur auf der Halde sorgen für Abwechslung auf der Tour.

Vorbei an der 600 Meter langen Koksofenbatterie und der Parkour-Anlage geht es durch den Zollverein-Park weiter zu Schacht 1/2/8 und anschließend zurück zur Zeche. An der Gleisharfe im Zollverein-Park laden Bänke zum Verweilen und Picknicken ein.

Geführte Radtouren und Service

Bei geführten Radtouren (z.B. über simply out tours) entdecken Besucher:innen nicht nur das Gelände des Welterbes auf zwei Rädern. Immer mit dabei ist ein Ruhrpott-Original, das jede Menge zu erzählen hat ... Der mitfahrende Bergmann führt sie auf ehemaligen Bahntrassen zu alten Zechensiedlungen und Halden.

Auch in Sachen „Service rund ums Rad“ hat das Welterbe eine Menge zu bieten: So können Gäste während ihres Besuchs auf Zollverein z.B. die Akkus ihrer E-Bikes kostenlos aufladen. In zentraler Lage - am Rande des alten Gleisboulevards auf Schacht XII - stehen hierfür insgesamt sechs abschließbare Fächer mit Stromanschluss parat, in denen die Akkus gegen einen Pfand von einem Euro mit neuer Energie versorgt werden können - vorausgesetzt ihre Besitzer:innen haben die entsprechenden Ladegeräte dabei.

Wenn du kein eigenes Fahrrad dabei hast: Kein Problem! Kein Problem - bei der ebenfalls zentral auf Schacht XII gelegenen nextbike-Station können Fahrräder über die entsprechende App ausgeliehen werden.

Je nach Wetterlage wird ein Alternativ-Programm angeboten, sodass niemand durch Gewitter, Sturm oder Starkregen radeln muss. Leihräder können gebucht werden, weitere Informationen hierzu erhalten Sie in der Tourbestätigung.

Radtouren in der Umgebung von Zollverein

Zollverein ist riesig und so auch das Ruhrgebiet. Viele Radwege durchziehen den größten Regionalpark Europas und das beste daran ist: ohne Straßenverkehr! Denn im Ruhrgebiet wurden viele alte Bahntrassen zu Radwegen ausgebaut.

Während der ca. 35 bis 40 Kilometer umfassenden Erkundungstour warten viele Highlights und Infostopps sowie spannende Anekdoten des Gästeführers auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben der Schurenbachhalde gehören u.a. der Nordsternpark, die Halde Rhein-Elbe sowie ein Bauern-Café zu den Zielen der Radführung.

Im Herzen des radrevier.ruhr verläuft der Nordsternweg auf rund 5 Kilometern Länge vom UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen zur Zeche Nordstern im Nordsternpark Gelsenkirchen. Komplett asphaltiert und kreuzungsarm ist die ehemalige Bahntrasse ideal für Radfahrer:innen geeignet. Der Nordsternweg führt Euch auch an der Schurenbachhalde in Essen vorbei.

Ihr startet im Nordsternpark und radelt zunächst über den Nordsternweg zum UNESCO-Welterbe Zollverein. Von dort geht es weiter über ehemalige Bahntrassen nach Essen-Kray zur Zeche Bonifacius. Am Mechtenberg vorbei fahrt Ihr wieder nach Gelsenkirchen, vorbei an der Himmelsleiter auf der Halde Rheinelbe bis zur Erzbahnbude in Bochum. Von dort geht es für Euch über die Erzbahntrasse bergab zurück zum Rhein-Herne-Kanal.

Tourenvorschläge

Auf der hier vorgestellten Tour geht es zuerst über die Springorumtrasse bis zur Ruhr. Von dort über die Veltenbahn nach Essen Kray und weiter zur Zeche Zollverein. Der Rückweg verläuft über den Zollvereinweg, den RS1 und die Erzbahntrasse.

Die hier beschriebene Rundtour startet in Bochum Querenburg am Knotenpunkt Waldring/Springorumtrasse, auf der wir gemütlich bis Oberdahlhausen rollen, wo es über den ausgeschilderten Radweg weiter bis zum Eisenbahnmuseum geht. Durch einen schön gestalteten Tunnel und über eine Brücke gelangt man auf die andere Ruhrseite. Nach etwa 2 km erreicht man die Schwimmbrücke Holtey und überquert dort wieder die Ruhr. Auf etwas verschlungenen Pfaden geht es durch den Stadtteil Horst bis zur Veltenbahn.

Dieser eher weniger bekannte Bahntrassenradweg verläuft im Essener Süd-Osten von Freisenbruch hinunter ins Ruhrtal bei Steele. Die Veltenbahn ist nur rund 2,4 Kilometer lang und verläuft durch ein schönes Waldgebiet komplett abseits des Straßenverkehrs. Die Verbindung ist Teil der Essener Bergroute, die vom Ruhrtal ausgehend bis nach Essen-Kray verläuft.

Die Bergroute geht es zum Volkspark Kray, in dem man gut eine kleine Pause einlegen kann. Anschließend verlassen wir die Bergroute und folgen der Ausschilderung Richtung Zollverein. Nach Durchquerung des Halloparks erreicht man schließlich das UNESCO-Welterbe.

Schließlich zweigt die Route hinter einer Eisenbahnunterführung nach links ab. Südlich des Altenessener Friedhofs führt Euch die Tour nun nach Westen bis zur Zeche Carl. Durch den Kaiser-Wilhelm-Park geht es weiter abseits des Straßenverkehrs nach Süden.

Diese Tour gehört zu den Entdeckertouren im radrevier.ruhr. D.h. sie führt auch über Radwege, die nicht zu den Aushängeschildern der Region gehören. Abstriche in der Radwegequalität in Kauf zu nehmen, heißt aber auch, „unentdeckte“ Touren abseits der beliebten und oftmals stark frequentierten Radwege, „erfahren“ zu können. Eine gute Wegebeschaffenheit ist Euch wichtig?

Weitere Informationen

Der Fachbereich Grün und Gruga hat Radtourenkarten herausgebracht, die einzeln oder in einer Sammelmappe erhältlich sind. Die Karten enthalten die jeweiligen Kartenausschnitte mit der Route sowie Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten, die entlang der Strecke zu besichtigen sind.

Die gedruckten Karten sind im Infocenter der Grugaparks in der Orangerie und an der Tourist Info, Kettwiger Straße 2-10 im Set oder einzeln kostenlos erhältlich.

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