Die längste Waiblinger Radtour beginnt im Süden des Wohngebiets Rinnenäcker. Ihr Weg führt Sie vorbei an städtischen Gebäuden, durch den Landschaftspark Talaue über Streuobstwiesen und Weinanbaugebiete sowie über die höchste Erhebung, dem Sörenberg.
Startpunkt: Danziger Platz in Waiblingen
Der Startort der längsten Waiblinger Radtour befindet sich im Süden von Waiblingen am Danziger Platz. Der Danziger Platz ist das Zentrum des Wohngebiets Rinnenäcker, hier findet unter anderem das Stadtteilfest statt. Das lässt sich an den Straßennamen wie Donauschwabenstraße oder Sudetenstraße erkennen.
Die Route im Detail
Vom Fußgängerüberweg am Danziger Platz aus führt Sie der Weg entlang der Rinnenäckerstraße geradeaus in Richtung des Schüttelgrabens. Beim Abknicken der Rinnenäckerstraße geradeaus die - nur für Fußgänger und Radfahrer erlaubte - Lenzhalde hinab und immer weiter der leicht abschüssigen Straße bis an deren Ende folgen. Hier biegen Sie links ab, folgend der Beschilderung Richtung Schorndorf / Waiblingen und fahren den Schüttelgraben entlang des gleichnamigen Bächleins in Richtung Rems. Der Weg führt vorbei am Vereinsheim Deutscher Schäferhunde Waiblingen. Bei km 1,5 überqueren Sie den Bachlauf und halten sich gleich wieder rechts weiter bergab. Anschließend radeln Sie weiter bis die Schorndorfer Straße (L1193) kreuzt, diese müssen Sie nun überqueren und durch das Gelände des Sportparks Waiblingen mit dem Vereinsheim des FSV Waiblingen bis zur Rems fahren (Wegstrecke ca. 2,6 km). Hier links abbiegen und der Rems in Richtung Beschilderung Ludwigsburg / Innenstadt Waiblingen folgen.
Durch den Landschaftspark Talaue
Der nun folgende Teil der Strecke führt Sie durch den Landschaftspark Talaue. Die Rems misst in ihrer gesamten Länge etwa 78 km und schuf ein Tal, welches heute eines der größten Weinanbaugebiete Württembergs beherbergt und zusätzlich noch eine bedeutende Obstanbauregion ist. Gleich bei der ersten Möglichkeit überqueren Sie die Rems, halten sich rechts und überqueren den großen Parkplatz der Rundsporthalle in Richtung Beinstein. Hinter der Brücke der B14, verlassen Sie den Parkplatz und biegen links ab, überqueren die Waiblinger Straße und fahren sofort links in das Wohngebiet, bis gleich hinter den Häusern ein idyllischer Weg rechts bergan führt.
Entlang des Hörschbachs zur Korber Höhe
Entlang des Hörschbachs fahren Sie, vorbei an kleinen Gärten, bis zum Ende des Weges (Wegstrecke 4,0 km). Weiter geht es nach links, wo eine schattige Bank am Bach zur Rast einlädt. Weiter bergauf bis zum Ende des Weges (Wegstrecke 4,5 km), dann rechts. Es bietet sich ein weiter Blick über das Remstal auf die Höhen des Schurwalds. Nach kurzer Strecke folgen Sie der Beschilderung links Richtung Korber Höhe, im Tal liegt die Waiblinger Innenstadt und die Aussicht reicht bis zum Stuttgarter Fernsehturm. Der Radweg überquert nun die B14 und führt Sie, am Finkenberg vorbei, direkt auf das Wohngebiet Korber Höhe zu. Die Korber Höhe mit dem Mikrozentrum bildet den Mittelpunkt des Stadtteils Waiblingen Nord und ist damit das Äquivalent zum Danziger Platz im Süden der Stadt, erbaut zum großen Teil nach den städtebaulichen Idealvorstellungen der 60er und 70er Jahre.
Weiterfahrt durch Streuobstwiesen zum Sörenberg
An der Ampel überqueren Sie die Korber Straße, biegen rechts ab und erreichen gleich die Stauferstraße. Hier führt der Radweg gerade aus, am Spielplatz vorbei immer am Rand des Wohngebiets entlang. Nach den letzten Häusern (Wegstrecke 5,5 km) sofort scharf links, dann fahren Sie ca. 300 m weiter auf der Stauferstraße bis rechts der Fußgänger- und Fahrrad-Steg über die Winnender Straße / Kreisstraße führt, über den Sie zur K1911 gelangen, die Sie ebenfalls überqueren und den gegenüberliegenden Weg bergan nehmen. Diesem Weg nun im weiteren Verlauf folgen bei der Gabelung links halten, weiter geradeaus bis Sie zu dessen Ende gelangen (Wegstrecke 6,5 km) und rechts weiter fahren. Dieser Weg führt Sie durch zahlreiche Streuobstwiesen. Die Streuobstwiese besitzt eine große ökologische Bedeutung, in ihr finden sich viele verschiedene Pflanzenarten, aber auch Tierarten insbesondere Vögel. Der zum Teil dramatische Rückgang in den letzten 50 bis 60 Jahren hat die Streuobstwiese zu einem schützenswerten Stück Kulturlandschaft gemacht.
Der Sörenberg: Höhepunkt der Tour
An der Wegkreuzung (Wegstrecke 7,5 km) der Beschilderung Richtung Winnenden / Schwaikheim folgen, dann (Wegstrecke 8 km) links Richtung Hohenacker / Neustadt abbiegen. Bei der nächsten Gelegenheit wieder links abbiegen und danach führt Sie ein kleiner steiler Stichweg auf den Gipfel des Sörenberg (Wegstrecke 8,7 km) mit einen einmaligen Blick über das Stadtgebiet von Waiblingen. Von der 369 m ü. NN hohen Kuppe lässt sich über das Remstal bis nach Stuttgart schauen, außerdem laden hier Grillstellen und Feuerplätze zu einer Vesperpause in der Natur ein. Der Sörenberg stellt das größte Weinanbaugebiet im Waiblinger Stadtgebiet dar. Jedoch versorgt der Sörenberg die Waiblinger nicht nur mit Wein, sondern auch mit Trinkwasser. In ihm ist seit 1969 ein Hochbehälter für Trinkwasser untergebracht mit einem beachtlichen Gesamtvolumen von etwa 9.200 Kubikmeter.
Abstieg vom Sörenberg und Weiterfahrt
Vom Gipfel hinab führt der Weg an eine Weggabelung (Wegstrecke 10 km) an der Sie sich rechts halten müssen in Richtung Neustadt bis Sie auf eine Verkehrsstraße treffen. Sie überqueren die Straße und sehen links das Neustädter Industriegebiet. Hier findet sich auch der Stammsitz der Firma Stihl, dem weltweit führenden Hersteller in Motorsägen. Im Jahr 2004 wurde im Gewerbegebiet Neustadt das neue Entwicklungszentrum eröffnet mit einem Investitionsvolumen von 40 Mio. Euro. An der Wendeplatte (Wegstrecke 10,3 km) geradeaus auf den Radweg, der in weitem Bogen um das Gewerbegebiet herum führt, dann biegen Sie rechts auf den Weg Richtung Schwaikheim ab (Wegstrecke 11,0 km). Auf dieser kaum befahrenen Anliegerstraße erreichen Sie den Ortsteil Erbachhof (Wegstrecke 12,3 km). Am Ortseingang links Richtung Schwaikheim.
Richtung Bittenfeld
100 m nach verlassen der Ortschaft weiter links Richtung Schwaikheim fahren. Nach kurzem Anstieg an der Wegkreuzung (Wegstrecke 13,3 km) links weiter auf den Radweg Richtung Bittenfeld. Die jetzt folgende abschüssige Wegstrecke mit weitem Rundblick auf den Kappelberg über den Stuttgarter Fernsehturm, das Neckartal, den Lemberg bis zu den Ausläufern des Schwäbischen Waldes. Links halten Richtung Hohenacker, hinter den landwirtschaftlichen Gebäuden des Hummelhofs (Wegstrecken 15,1 km) rechts, dann sehen Sie in ca. 2 km Entfernung schon den Ortsteil Bittenfeld. Links bleiben bis zur großen Straßenkreuzung am Ortsausgang von Hohenacker. Sie überqueren die Verkehrsstraße, auf der gegenüberliegenden Seite führt ein gut ausgebauter, schattiger Radweg bergab ins Zipfelbachtal Richtung Bittenfeld, dem Endpunkt der Tour (Wegstrecke 17,5 km).
Neckartal-Radweg
Ganz klein kriecht aus den Tiefen des Schwenninger Mooses ein Flüsslein hervor: der Neckar. Er mausert sich mit jedem Kilometer, nimmt Seitenbäche in sich auf, reift zu einem stattlichen Wasserlauf heran, der ab Plochingen sogar schiffbar ist. Eine Bundeswasserstraße mit Lastkähnen, alten Industriedenkmalen und Schleusen. Der stetige Wechsel von Natur und Kultur, Vergangenheit und Moderne, lauschigen Klein- und lebendigen Großstädten ist typisch für das Neckartal.
Eine Flusslandschaft mit vielen Gesichtern, die sich in all ihrer Vielfalt bei einer Genussradtour offenbart. 370 Kilometer ist der Neckartal-Radweg lang, bestens beschildert, mit vier Sternen vom ADFC zertifiziert, mal ganz flach und dann wieder ein wenig hügelig. Über seinen Ufern thronen Fachwerkstädte wie Horb, Nürtingen oder Esslingen. Weinorte wie Lauffen, Heilbronn oder Besigheim. Voller Poesie radelt man am Hölderlinturm in Tübingen vorbei oder dem Schiller-Geburtsort Marbach. In Bad Wimpfen fühlten sich die Staufer wohl und auf Burg Guttenberg noch immer ein gutes Dutzend Greifvögel, die ins Neckartal ausschwärmen. Der Odenwald ist voller alter Adelssitze mit Familien, die dort schon seit Jahrhunderten residieren. Wer den Neckartal-Radweg fährt, erlebt Baden-Württemberg in all seinen Facetten. Eine Flussreise voller Kontraste und Verlockungen, auch kulinarischer Art.
Der Neckartal-Radweg ist durchgehend in beide Richtungen nach FGSV-Richtlinien beschildert. Die Elemente der Radwegebeschilderung sind die Hauptwegweiser, Routenlogo und Zwischenwegweiser. An Knotenpunkten mit anderen Radrouten folgen Sie stets dem Pfeil mit dem Routenlogo Neckartal-Radweg. Die Hauptwegweiser zeigen Richtung und Entfernung (in km) des nächsten Fern- und Nahziels. Hauptwegweiser stehen nur an Knotenpunkten, an denen weitere Radrouten in verschiedene Richtungen abzweigen.
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