„Mijn Vlaandernland, mijn platten Land“ heißt es in einem flämischen Lied. Müheloser können Sie sich nirgendwo auf zwei Rädern fortbewegen!
Die Flamen sind ein sympathisches und sinnenfrohes Völkchen: es kann rustikal wie auf Pieter Bruegels „Bauernhochzeit“ zugehen, aber auch fein und künstlerisch wie in den Chocolateries von Brügge und in den Werken der flämischen Maler Rubens und van Eyck.
Routenplanung und allgemeine Informationen
Die Gesamtstrecke per Rad beträgt ca. 160 km. Eine besonders leichte Tour in 5 Tagen von Gent nach Brügge. Alle Radstrecken verlaufen nahezu völlig eben.
Fast immer auf asphaltierten Sträßchen, die verkehrsarm sind und oft einem Flusslauf oder malerischen Kanälen folgen.
Entscheiden Sie sich täglich spontan, ob Sie in der Gruppe unter Führung Ihrer Reiseleitung oder lieber individuell radeln wollen.
Die Region verfügt über ein ausgezeichnetes Netz an Radwegen. Die einfachen Etappen verlaufen in meist flachem Gelände auf eigenen Radwegen oder Nebenstraßen mit wenig Verkehr. Nur in den jeweiligen Ein- und Ausfahrten der Städte ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Dem Großteil der Strecke folgen Sie der historischen Kunststädteroute, entlang von Flüssen und Kanälen. Die Wege sind zumeist asphaltiert und die Route bestens ausgeschildert.
Das lokale Schienennetz ist gut ausgebaut, die Strecken können daher bei Bedarf per Bahn verkürzt werden. Diese Reise ist auch für Familien mit Kindern geeignet.
An- und Abreise
Die An- und Abreise nach Flandern mit dem Flugzeug erfolgt zum Flughafen nach Brüssel. Der internationale Flughafen Brüssel-Zaventem liegt etwa 14 Km vom Stadtzentrum entfernt.
Mehrmals pro Stunde fährt ein Airport-City-Express zum Brüsseler Hauptbahnhof. Von Brüssel aus erreichen Sie mit dem Zug in ca. einer halben Stunde Gent.
Gute Bahnverbindung nach Brüssel. Nächster Flughafen: Brüssel
Falls Sie sehr frühzeitig ankommen oder bereits eine Vorübernachtung planen, dann können Sie auch Ihren PKW in Brügge am großen Bahnhofparkhaus parken und von dort mit der Bahn zurück nach Gent fahren.
Wenn Sie mit dem PKW anreisen, könnten Sie eine Vorübernachtung in unserem Hotel Auberge du Pecheur*** in Deurle buchen. Allerdings müssen Sie dann, um Gent zu erkunden, ca.
Wichtige Hinweise
Das Wetter in Flandern kann besonders in Küstennähe auch im Sommer sehr unbeständig sein. Sie sollten sich, wie bei uns, auf gelegentliche Regenschauer und Temperaturschwankungen einstellen.
Sie brauchen Kleidung für warme/heiße und unbeständig/kühle Witterung.
Für Gent gilt eine sogenannte Umweltzone: Grundsätzlich dürfen nur Benzinfahrzeuge und Fahrzeuge mit LPG- oder Erdgasantrieb jeweils mit Euronorm 2 bis 6 sowie Dieselfahrzeuge mit Euronorm 5 bis 6 in die Antwerpener Umweltzone einfahren.
Ausländische Fahrzeuge, die diese Voraussetzungen erfüllen, müssen sich vor Einfahrt in die Umweltzone registrieren lassen.
Etappen und Highlights der Radtour
1. Tag: Individuelle Anreise nach Gent
Individuelle Anreise nach Gent. Um 13:00 Uhr erwartet Sie Ihre Reiseleitung am Bahnhof St. Pieter in Gent. Wir empfehlen Ihnen die Anreise mit der Bahn.
Nach dem Verstauen Ihres Gepäcks führt Sie unser einheimischer Stadtführer durch die prächtige Altstadt von Gent mit Kathedrale und Großem Markt.
Gents Charme wird Sie schnell gewinnen: In der stolzen Kaufmannsstadt an der Schelde spüren wir wie eh und je eine nie erlahmende Geschäftigkeit. Sie ist die Geburtsstadt Kaiser Karls V. und besitzt den zweitgrößten Hafen Belgiens.
Grachten und Kanäle durchziehen Gents mittelalterliches Zentrum und verleihen ihm eine romantische Atmosphäre.
Nach der Stadtführung fahren Sie die ersten 15 km auf dem Rad an der idyllischen Leie entlang.
In dieser zauberhaften Flusslandschaft führt unser Weg durch den eleganten Villenvorort Sint-Martens Latem, der Anfang des 20. Jh. namhafte Maler und Bildhauer zu ihrem Schaffen inspirierte. Schlossähnliche Anwesen säumen unsere Fahrt durch diese lieblichen Wohn- und Parkanlagen.
2. Tag: Gent - Kortrijk (ca. 50 km)
Am Morgen können Sie auf der Terrasse unseres Hotels langsam vorbeiziehenden Booten zuwinken, während im Hintergrund Kühe auf saftig grünen Wiesen grasen. Wir radeln direkt vom Hotel aus am Ufer der Leie entlang, deren Auen schon im Mittelalter eine bevorzugte Gegend für betuchte Genter waren.
Schloss Ooidonk können wir schon vom Garten unseres Hotels aus erkennen. Es gehörte dem Grafen Hoorn, der 1568 wie Graf Egmont in Brüssel enthauptet wurde.
Über eine alte Allee erreichen wir das prachtvolle Wasserschloss aus rotem Ziegelstein. Fast glaubt man sich bei seinem Anblick an die Loire versetzt!
Und tatsächlich brachten französische Architekten einen Hauch von Loiretal-Renaissance nach Flandern. Unsere Radroute führt an dem reizvollen Schlosspark entlang (nur Außenbesichtigung).
Fast völlig eben führen uns verkehrsarme Sträßchen durch die bäuerliche Idylle Flanderns.
Kortrijk kennt in Flandern jedes Schulkind: Hier fand 1302 die “Schlacht der Goldenen Sporen” statt, bei der die Bürger Flanderns ihre Unabhängigkeit mit einem Fußvolk gegen ein schwer bewaffnetes Ritterheer des französischen Königs verteidigten.
Sie gewannen - dank ihrer Kaufmannsschläue - mit einer überlegenen Taktik. Besonders schön ist der verwinkelte, anheimelnde Beginenhof, der versteckt hinter dem “Großen Markt” liegt.
Noch vor wenigen Jahren lebten hier fromme Frauen abgeschieden und zurückgezogen mitten in der Stadt. Der von Kortrijk gilt als vielleicht malerischste Hof Flanderns.
3. Tag: Ieper und Umgebung
Im Mittelalter war Ieper Flanderns größte Stadt. Nur Brügge und Gent konnten mit ihr konkurrieren. Ihr kostbares Tuch wurde weltweit gehandelt.
Am Ende des 1. Weltkrieges bestand der stolze Ort allerdings nur noch aus Trümmern. Die Front der “Flandern Fields” verlief direkt vor der Stadt.
Umso überraschender ist die Auferstehung des mittelalterlichen Stadtbildes. Grüne Festungsanlagen umgeben noch immer den historischen Kern Iepers.
Unser gemütliches, kleines Hotel liegt an einem kleinen Kanal unweit des “Groten Markt”. Vor dem Abendessen* spazieren wir zum “Menenpoort”, ein englisches Ehrenmal in Form eines mächtigen Triumphbogens.
Seit dem Ende des 1. Weltkrieges wird dort jeden Abend der letzte Zapfenstreich (“Last Post”) für die Gefallenen der britischen Armee gespielt. Ein eindrucksvolles Ritual, dass seit mehr als 80 Jahren täglich an die Unmenschlichkeit des Krieges erinnert und von vielen Einheimischen und besonders britischen Gästen respektvoll begleitet wird. Abend zur freien Verfügung (Abendessen heute nicht inkludiert).
Ieper sehen wir uns an, bevor die Radtour zur nächsten Etappe führt. Nach der Katastrophe des “Großen Krieges” bauten Iepers Bürger trotzig ihre Stadt wieder so auf, als wäre die große Zeit der reichen Textilmetropole nie zuende gegangen.
Der Wiederaufbau bewirkte ein Wunder: Gewaltig sind die Ausmaße des “Groten Markts”, der zu neuem Leben erweckt wurde. Überwältigend ist die 132 Meter lange Sandsteinfassade der frühgotischen Tuchhalle!
4. Tag: Diksmuide und Torhout
Heute fahren wir durch die brettelebene Landschaft der Marsch und Polder. Mühsam wurde sie in Jahrhunderten dem Meer abgerungen. Das Land wirkt wie ein altniederländisches Gemälde.
Kühe grasen auf grünen Wiesen, die von blauen Kanälen durchzogen sind. Kleine Boote und Lastkähne ziehen auf ihnen dahin. Das Ziel unserer ersten Radetappe ist Diksmuide.
Deutlich kleiner als Ieper teilt sie doch dasselbe Schicksal der Zerstörung. Auch sie wurde prachtvoll restauriert und der “Große Markt” beeindruckt uns mit seinem weiten Panorama.
Das Wahrzeichen der Stadt liegt jedoch außerhalb des Ortes: Monströs überragt der 84 Meter hohe Ijzerturm, Friedensdenkmal und betongegossenes Monument flämischen Nationalstolzes, das Ufer.
Am Nachmittag gegen 17 Uhr endet unsere genussreiche Radstrecke in Torhout. Auf unserem Weg halten wir an einem deutschen Soldatenfriedhof, der hinter schattigen Bäumen verborgen liegt.
Hier entdecken wir ein ergreifendes Skulpturenpaar, das Käthe Kollwitz schuf: “die Eltern”.
5. Tag: Brügge
Die alte Hansestadt ist die Krönung jeder Belgienreise. Von einzigartiger Schönheit ist die vollständig erhaltene, von Kanälen und Grachten durchzogene Innenstadt.
Eine Stadt wie ein Bilderbuch, mittelalterlich und mysteriös, romantisch und bezaubernd. Das Abendessen ist am heutigen Abend nicht inklusive. Brügges Altstadt bietet Ihnen natürlich eine Fülle an kulinarischen Möglichkeiten.
Nach dem Frühstück erkunden wir die wohltuend friedliche Küsten- und Marschlandschaft nördlich von Brügge mit dem Rad. Sie werden überrascht sein, wie schnell wir das mittelalterliche Zentrum hinter uns lassen und an einem verträumten, von Pappeln gesäumten Kanal entlang radeln.
Alte Windmühlen und malerische Bauernhäuser gehören zu dieser grünen Idylle. Nach wenigen Kilometern erreichen wir das winzige, alte Städtchen Damme.
Einst war es der reiche Hafen und wichtiges Weinhandelszentrum von Brügge und Gent, bis es durch die Versandung des Flusses Zwin plötzlich verarmte und an Bedeutung verlor. Die mächtigen Befestigungswälle zeugen von dieser ruhmreichen Vergangenheit.
Nur etwas weiter nördlich passieren wir unbemerkt die holländische Grenze. Ein schmaler Kanal führt uns ins niederländische Sluis. Noch auf der niederländischen Seite der Küste erreichen wir die alte Mündung des Zwins.
Heute ist “Het Zwin” ein wertvolles Feuchtgebiet und ein Vogelparadies. Von einem Damm aus haben wir einen herrlichen Blick über das Mündungsgebiet.
Gefiederte Gäste aus Sibirien und Spitzbergen rasten hier und Störche überwintern sogar. Unser Weg zurück nach Brügge führt am Strand und an den wunderbaren Jugendstil-Villen des mondänen Seebades Knokke-Heist vorbei.
Bei schönem Wetter können wir am Strand etwas verweilen. Von Knokke aus könnten Sie im terranova-Bus bzw. mit dem Zug zurück nach Brügge fahren (Fahrzeit ca. 20 min) oder Sie radeln noch weitere ca. 16 km durch die reizvolle Polderlandschaft bis nach Brügge zurück.
Unseren Abschlussabend verbringen wir in einem gemütlichen, typisch flämischen Restaurant.
6. Tag: Abreise aus Brügge
Am letzten Tag der Reise geben wir uns ganz der “Krone Flanderns” hin. Brügge gleicht keiner Stadt in Europa! Wie durch ein Wunder kam die alte Handelsstadt unbeschadet durch die Jahrhunderte.
Noch immer bewahrt Brügge das perfekte Bild einer hochmittelalterlichen Handelsstadt. Über 2.000 Häuser stehen unter Denkmalschutz und die Stadt als “Gesamtkunstwerk” ist Weltkulturerbe.
Wenn Venedig die romantischste Stadt des Südens ist, gilt dasselbe für Brügge im Norden. Sie werden sich fühlen, als bewegten Sie sich inmitten der Kulissen eines historischen Romans.
Es ist ein Genuss, einfach durch die stillen Gassen zu spazieren oder sich an einem der vielen verwunschenen kleinen Plätze in ein Straßencafé zu setzen.
Dabei bietet Brügge so viel, was man sehen und besichtigen muss! Unser Stadtführer wird Ihnen am Vormittag das Wichtigste und Schönste zeigen. Höhepunkte sind der prachtvolle “Grote Markt” mit dem vielleicht schönsten Belfried Belgiens.
Diese Türme im Zentrum einer jeden flämischen Stadt waren Ausdruck des Selbstbewusstseins und der Wehrhaftigkeit der reichen Kaufmannsstädte. Der Große Markt und der kleinere Burgplatz verströmen Mittelalter pur!
Die Heiligblutbasilika am Burgplatz ist das älteste Gebäude der Stadt. In ihr bewahren die Brügger Bürger seit Jahrhunderten mit dem Blut Christi ihre kostbarste Reliquie auf.
Die vielen kleinen Wasserwege, Kanäle und Grachten, die die Stadt durchziehen, verleihen Brügge einen besonderen Charme.
Sie können selbst entscheiden, wann Sie am Nachmittag mit dem Zug zurückfahren möchten. Ihr Gepäck kann bis zur Abreise im Hotel aufbewahrt werden.
Mietbedingungen für Fahrräder
1. Der Mietpreis ist festgelegt anhand des bei der Buchung geltende Tarifes oder des nachher vereinbarte Tarifes.
2. a. Der Mieter bezahlt den Mietpreis und alle andere sachdienliche Beträge bevor die Vermietung vor Entgegennahme des Fahrrades/der Fahrräder im Voraus.
b. Falls der Mieter aus welchem Grund denn auch das Fahrrad nicht benutzen kann, trägt der Vermieter keine Haftpflicht für die hervorgehende Kosten und Schäden.
3. a. Die Mietperiode ist die Periode zwischen den Zeitpunkten der erster Tag des Radfahrensder (Tag 2) und des Endes (Tag der Abreise) des Radurlaubs, der Buchungsbestätigung gemäß.
b. Verlängerung der Mietperiode ist nur möglich mit Genehmigung des Vermieters und zwar gegen die (Verlängerungs-) Tarife wie beabsichtigt im Absatz 1.
c. Zwischenzeitliche Rückgabe des Fahrrads beendet den Mietvertrag ohne dass Anrecht besteht auf Verringerung der im Vertrag erwähnte oder wegen Verlängerung erhöhte Mietsumme.
d. Das Fahrrad muss beim Ausgabehotel eingeliefert werden spätestens am Tag der Abreise, der Buchungsbestätigung gemäß.
e. Ist das Fahrrad nicht innerhalb der vereinbarte Mietperiode eingeliefert worden, dann verlängert sich die Miete bis zum Zeitpunkt auf dem das Fahrrad eingeliefert wird oder von dem Vermieter zurückbekommen ist, gegen die Tarife wie beabsichtigt im Absatz 1, erhöht mit einer Busse von € 25,00 für jeden Tag dass das Fahrrad zu spät eingeliefert wird oder zurückbekommen ist und unbeschadet des Rechts auf Entschädigung eventuell von dem Vermieter zu leiden Kosten und Schäden.
f. Unbeschadet der Bestimmung im Absatz 3.e hat der Vermieter in diesem Falle das Recht den Mietvertrag lösend zu erklären ohne richterliche Vermittlung und die Rückgabe des Fahrrads unverzüglich zu fordern oder die zurück zu nehmen wo und bei wem das Fahrrad sich befindet.
4. a. Das Fahrrad darf nur benutzt werden ihrer normalen Bestimmung gemäß und von dem im Mietvertrag genannten Bereiter. Das Fahrrad muss beim Vermieter rein und sauber eingeliefert werden im Zustand in dem das dem Mieter geliefert wurde.
b. Der Mieter soll wie „ein guter Hausvater" sorgen für das Fahrrad. Der Mieter soll alle Vorkehrungen treffen gegen Beschädigungen, Verlust und Diebstahl.
5. Der Mieter haftet für Beschädigungen an oder Verlust des Fahrrads oder dessen Teile, wie auch der Schlüssel und Ketten/ Schlösser, gegen Beträge die von dem Vermieter nach normalen Normen festgestellt werden.
6. Der Mieter kann das Fahrrad über den Vermieter versichern gegen Diebstahl. Versichert sind: Schäden durch Diebstahl des Fahrrads, ebenso wie Schäden am Fahrrad infolge des Diebstahls.
8. Hat der Mieter im Voraus keine Diebstahlversicherung mit dem Vermieter abgeschlossen dann ist der Mieter völlig verantwortlich für den Betrag welche vom Vermieter nach normalen Normen festgestellt wurde b.
9. Alle Kosten und Steuer sachdienlich des Fahrrads gehen auf die Rechnung des Mieters.
Verwandte Beiträge:
- Radtour im Lautertal: Entdecke die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten
- Balaton Radtour: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Radtour Tharandter Wald: Strecken & Tipps für Ihre Tour
- Shimano Klicksystem Rennrad: So verbessert es dein Fahrgefühl und deine Leistung!
- Ultimative Anleitung: Optimaler Reifendruck für deine Harley Davidson Sportster 883
Kommentar schreiben