Radroute von Norddeich nach Greetsiel: Informationen und Tipps

Norddeich ist der ideale Ausgangspunkt für eine unvergessliche Fahrradtour nach Greetsiel, einem malerischen Fischerdorf an der ostfriesischen Küste. Die Strecke bietet nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch viele interessante Sehenswürdigkeiten. Egal, ob du ein erfahrener Radfahrer oder ein Anfänger bist, diese Tour ist für jeden geeignet.

Die Strecke: Von Norddeich nach Greetsiel

Von Norddeich sind es ungefähr 20 km an der Küste entlang ins benachbarte Greetsiel, ein kleiner Fischerort, der ein beliebtes Ausflugsziel ist. Die Entfernung beträgt ca. 20 Kilometer und ist mit einem E-Bike von Norddeich aus in ca. einer Stunde zu erreichen. Von Norddeich aus lässt sich Greetsiel ideal mit einer Fahrradtour entlang des Deiches verbinden.

Routendetails

  • Startpunkt: Norddeich am "Haus des Gastes" auf der Seeseite des Deichs
  • Strecke: Ca. 16 km immer auf der Seeseite des Deichs in westlicher Richtung
  • Belag: Asphaltierter Deichfuß bis Utlandshörn, später Betonsteinpflaster durch die Salzwiesen bis nach Greetsiel
  • Hinweis: Wegen der Schafbeweidung am Deich ist das Mitführen von Hunden auf der Seeseite des Deiches verboten. Mit Hunden fahren Sie auf der Landseite des Deiches auf der Deichverteidigungsstraße.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Die Strecke von Norddeich nach Greetsiel bietet nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch viele interessante Sehenswürdigkeiten:

Greetsiel

Das bekannte Fischerdorf liegt angrenzend am Naturschutzgebiet Leyhörn. Vor Ort angekommen, solltest du unbedingt das Eiscafé am Hafen ausprobieren. Neben leckerem Speiseeis gibt es dort auch selbstgebackenen Kuchen. Dort findest du unzählige historische Kutter und Gebäude aus vergangener Zeit. Ein kleiner Spaziergang durch diesen niedlichen Ort ist auf jeden Fall empfehlenswert.

  • Historisches Fischerdorf: Viele der Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert.
  • Hafen: Unzählige historische Kutter.

Pilsumer Leuchtturm

Verbinde mit dem Ausflug nach Greetsiel ein Besuch zum Pilsumer Leuchtturm. Dieser rot-gelb gestreifte Leuchtturm wurde durch den Film „Otto - Der Außerfriesische“ bekannt und ist heute eines der berühmtesten Wahrzeichen Ostfrieslands. Der Leuchtturm wurde 1890 fertig gestellt und nahm 1891 seinen Dienst auf. Zusammen mit vier anderen Leuchttürmen in der Region war er für die Route zwischen der Nordseeinsel Borkum und der Stadt Emden zuständig.

Zwillingsmühlen

Die Zwillingsmühlen sind ein weiteres Highlight. Diese beiden historischen Windmühlen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Teil der Geschichte von Greetsiel.

Rückfahrt von Greetsiel nach Norddeich

Zurück geht es von der Greetsieler Kirche auf der Mühlenstraße in Richtung Zwillingsmühlen. Hinter der Brücke biegen Sie links in die Okko-tom-Brook-Straße ab und fahren hier bis zur Landesstraße, der Greetsieler Straße. Dort biegen Sie links auf den Radweg ab. Nach 600 Metern überqueren Sie die Greetsieler Straße und fahren in den Cirksenaweg. Am Ende geht es links in die Karl-Wenholt-Straße, der Sie ca. 3,5 Kilometer immer geradeaus folgen. Sie kommen vorbei am Eschenhof, einem Bauernhof mit Restaurant und Café. Am Ende der Karl-Wenholt-Straße biegen Sie links ab auf die Hohe Plate. So gelangen Sie schließlich wieder auf die Greetsieler Straße. Fahren Sie auf den gegenüberliegenden Radweg und folgen der Ausschilderung nach Norddeich.

An der Einmündung der Straße "Am Leydeich" biegen Sie links ab und fahren auf dem Radweg bis zum Schöpfwerk Leybuchtsiel. Hier wechseln Sie auf den linksseitigen Radweg und kommen über eine Klappbrücke auf den Lorenzweg. Rechts am Speicherbecken befindet sich die Paddel & Pedal Station mit Imbiss und Café.

Folgen Sie dem Lorenzweg, der später Polderweg heißt bis zur Deichgaststätte "Zur Leybucht". Alternativ können Sie hier links abbiegen und der Deichlinie bis Norddeich folgen (ca. 12 km). Unser Tipp geht aber durch die S-Kurve zur Kreuzung Altendeichsweg. Fahren sie rechts ab in den Altendeichsweg (Vorsicht: Unübersichtliche Kreuzung!). Nach ca. 4 km sind Sie in Norden auf dem Schafweg, fahren den bis zur Kreuzung und weiter gerade aus in die Straße "Diekens Drift". Sie überqueren die Alleestraße und fahren in die Brauhausstraße. Am Ende biegen Sie links ab in die Straße "Im Spiet". Nach ca. 200 Metern geht rechts ein kleiner Pfad zur Straße "Lange Riege" ab. Der schmale Weg wird nach wenigen Metern eine Straße. Am Ende der Langen Riege überqueren Sie den Westlinteler Weg und fahren schräg links gegenüber in den Lehmweg, wo Sie nach 400 Metern den rechts verlaufenden Radweg nutzen. Fahren Sie auf den gemeinsamen Fuß- und Radweg weiter bis zur Bedarfsampel, queren dort die Straße und fahren dann weiter gerade aus auf der Itzendorfer Straße, bis Sie schließlich auf dem Dörper Weg vorbei am Ocean Wave wieder an den Deich kommen.

Tipps für die Radtour

Um sicher und bequem von Norddeich nach Greetsiel zu radeln, ist die richtige Ausrüstung wichtig. Eine gute Planung macht die Tour angenehmer. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Fahrradtour.

  • Fahrrad: Ein gut gewartetes Fahrrad ist das A und O.
  • E-Bike: Mit einem E-Bike ist die Strecke von Norddeich aus in ca. einer Stunde zu erreichen.
  • Wetter: Das Wetter kann deine Radtour stark beeinflussen.

Der ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 220.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein.

Was macht der ADFC?

Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.

Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.

Weitere Radrouten in der Umgebung

Die ostfriesische Küstenregion bietet zahlreiche weitere attraktive Radrouten. Hier sind einige Beispiele:

  • Nordseeküstenradweg: Mit einer Länge von 6.000 Kilometern einer der längsten Fernradwege der Welt.
  • Deutsche Fehnroute: Entlang von Kanälen durch zahlreiche Fehndörfer.
  • Friesenroute Rad up Pad: Verbindet Natur, Kultur und Geschichte.
  • Tour de Fries: Geprägt von maritimer Küstenlandschaft.

Das Knotenpunktsystem in der Krummhörn-Greetsiel

Eine Idee, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat, setzt sich derzeit auch in Ostfriesland immer weiter durch: Die Orientierung auf den Radwegen und Radwanderstrecken nach dem so genannten Knotenpunktsystem. Hierbei orientiert sich der Radfahrer nach einem einfachen Nummernsystem mit zahlreichen Kontenpunkten an den Radwegen. Die Knotenpunkte sind mit Zwischenwegweisern verbunden, die die Strecke beim Radfahren ausweisen. In der Ferienregion Krummhörn - Greetsiel wurde das Knotenpunktsystem im Frühjahr 2016 eingeführt.

Die Karte des Knotenpunktsystems erhalten Sie u.a. in unserer Tourist-Information.

Fietsknoop App

Entdecken Sie das Knotenpunktsystem der Krummhörn auf Ihrem Smartphone. Mit der Fietsknoop App können Sie Ihre individuellen Routen erstellen und speichern.

Das Knotenpunktsystem kann nicht nur in der Krummhörn, sondern ebenfalls in den Niederlanden und Belgien genutzt werden.

Neben der Fietsknoop-App und digitalen Routenplanern von komoot und outdooractive können Sie in unserer Tourist-Information Kartenmaterial kaufen.

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