Radweg Ingolstadt Neuburg: Eine Entdeckungsreise

Die Radtour Ingolstadt-Neuburg bietet eine abwechslungsreiche Strecke durch malerische Landschaften und historische Städte. Wir beginnen unsere Tour in Neuburg an der Donau am Südende der Donaubrücke.

Von Neuburg nach Ingolstadt: Eine Reise durch die Zeit

Die Schlaufe beginnt in Neuburg an der Donau mit seinem Renaissance- und Barockensemble und führt gen Westen Richtung Rennertshofen zu den Ausläufern der Fränkischen Alb. Von Donauwörth nach Neuburg ist die Landschaft von Ausläufern der Fränkischen Alb geprägt, die sich bis an die Ufer der Donau vorantasten. Auf diesem Abschnitt des Donauradwegs finden sich viele kleine Schlösser, zumeist im Barock und Rokoko, am Wegesrand wieder. Auf ihrer Reise passieren Sie unsere romantische Stadt Neuburg mit seinem Residenzschloss, dem schönsten Renaissanceschloss an der Donau.

Wir radeln auf der Hauptstraße bis zur nahen Kreuzung und biegen links in die nach Grünau ausgeschilderte Straße. Sie führt ein kurzes Stück am Donauufer entlang und bietet uns einen letzten Blick hinauf zum mächtigen Schloss. Entlang der Hauptstraße radeln wir auf dem Radweg fünf Kilometer geradeaus, bis wir kurz vor dem Jagdschloss Grünau auf eine viel befahrene Vorfahrtsstraße treffen. Geradewegs über die Hauptstraße und auf schmalem Sträßchen zum nahen Jagdschloss Grünau, das in einer wohltuend stillen Parklandschaft liegt. Pfalzgraf Ottheinrich ließ den mächtigen Bau, dessen Stil den Übergang von der Gotik zur Renaissance zeigt, zwischen 1530 und 1555 für seine Gattin errichten.

Wir radeln rechts um das ausladende Schloss herum und biegen in den zweiten Wirtschaftsweg ein, der rechts abgeht. Durch eine Allee erreichen wir eine schmale Teerstraße, die uns geradewegs zum Gut Rohrenfeld führt. Links am Gutshof vorbei Richtung Maxweiler. Nach kurzer Fahrt biegen wir links in einen Kiesweg ein. An den Weggabelungen auf den Äckern halten wir uns links, dann rechts und wieder links und erreichen einen Querweg am Waldrand. Auf ihm rechts in den Auwald und an mehreren Kreuzungen geradeaus weiter. An der nächsten Weggabelung geht es rechts und auf die Äcker hinaus. Wir queren die alte Bahnlinie und halten uns am Ortsrand von Weichering links.

Nahe des Bahndamms radeln wir durch das Dorf und wechseln nach zwei Kilometern links auf die Nordseite der stillgelegten Bahnlinie. Wir folgen ihr weitere drei Kilometer, ehe wir auf einen Querweg stoßen. Auf ihm nach links und in Kurven über Äcker und durch ein Wäldchen, an dessen Ende wir links zum Donaudamm abbiegen. Rechts bringt uns der Dammweg zum Donaukraftwerk Ingolstadt. Geradeaus führt hier eine Kurzvariante zum Stadtzentrum. Wir folgen jedoch dem Hauptweg und überqueren auf der Staustufe die Donau. Am Nordufer halten wir uns links und bleiben auf der Teerstraße, die bald vom Ufer wegführt.

Wir erreichen eine Vorfahrtsstraße, der wir nach rechts folgen. Auf dem Radweg bis zu einer weiteren Vorfahrtsstraße, und an ihr entlang bis zur Westlichen Ringstraße. An der Ampel überqueren wir die Straße, fahren wenige Meter nach links und dann rechts auf der Friedhofstraße durch das Kreuztor in die Altstadt von Ingolstadt. An der Weggabelung vor dem nahen Liebfrauenmünster halten wir uns rechts, radeln über die Kreuzstraße und Theresienstraße bis zur Fußgängerzone und biegen rechts in die Luftgasse. Dann links in die Dollstraße und geradeaus, bis wir rechts über die Moritzstraße zum nahen Rathausplatz im Zentrum von Ingolstadt gelangen.

Ingolstadt: Geschichte und Moderne

Auf dem Schlussstück des Weges erlebt man danach den langsamen Wechsel vom Lande in die Stadt Ingolstadt. Die pulsierende Automobilstadt verlassen wir südlich der Donau durch die Donauauen, teils auf asphaltierten Straßen mit kaum Verkehr. Der folgende Abschnitt führt von Ingolstadt bis Weichering. Von dort aus geht es auf geschwungenen Feldwegen und durch Alleen bis zum Schloss Grünau mit dem Informationszentrum zum Thema Donauauwald.

Schon die Kelten hatten eine ihrer wichtigsten Siedlungen im nahen Manching und auch die Römer nützten hier den Donauübergang. Anfang des 9. Jahrhunderts wurde die Siedlung Ingolstadt erstmals urkundlich erwähnt und im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben, war ab 1392 Residenz des Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt und wurde ab dem 16. Jahrhundert zur stärksten bayerischen Festung ausgebaut. Im intakten altbayerischen Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern sind bedeutende Bauwerke zu finden. Nahe dem Kreuztor aus dem 14. Jahrhundert ragen die gedrungenen Türme des spätgotischen Liebfrauenmünsters in den Himmel. Im gewaltigen Kirchenschiff besticht der Renaissancealtar mit seinen Tafelbildern. Etwas nördlich des Liebfrauenmünsters ist die Asamkirche Maria Victoria zu finden, die 1736 fertiggestellt wurde und ein eindrucksvolles Deckenfresko von Cosmas Damian Asam und einen herrlichen Hochaltar birgt. Im Zentrum der Altstadt, nahe dem sehenswerten alten Rathaus, liegt die Stadtpfarrkirche St. Moritz mit dem Pfeifenturm, die ab 1234 erbaute älteste Kirche Ingolstadts. Im Inneren finden sich wertvolle Barockaltäre und gotische Skulpturen.

Weitere Details zur Strecke

Bei Rennertshofen biegen wir ins Urdonautal ab und befinden uns damit schon im Naturpark Altmühltal. Nach Hütting biegen wir rechts ab auf den Schuttertalradweg. Unterwegs bietet sich ein Abstecher zur Heilig-Kreuz-Kirche in Bergen an. Die Strecke von Nassenfels bis Buxheim entlang der idyllischen Schutter ist ein besonderes Naturerlebnis.

Von hier an fährt man auf einem der beliebtesten Fernwege Deutschlands, dem Donauradweg. Auf ihm geht es entlang der Donau über Stepperg am Rande des Naturschutzgebietes Finkenstein mitten hinein nach Neuburg a. d. Donau. Schon von weitem grüßt das Neuburger Schloss, das erhaben über der Stadt thront - eine Besichtigung des Museums mit der „Staatsgalerie flämischer Barockmalerei“ lohnt.

In Pfünz treffen wir auch den Römersteig (Foto), ein nach links abzweigender Weg mit einer enormen Steigung; er führt vorbei am nachgebauten Römerkastell. Wer einen Abstecher wagen will: Es lohnt sich ! Die nächste Ortschaft ist Wasserzell, und hier verlassen wir den Altmühltal-Radweg, der rechts abbiegt und fahren in die Ortschaft Wasserzell hinein. Was nun folgt ist ein kurzer aber heftiger Anstieg. All jenen die nun im Schweiße ihrer Bemühungen den Kopf in den Nacken legen um nach Luft zu ringen: Genauso sieht man am besten das Männchen das dort auf der Felsenspitze links obenauf sitzt. In den Karten ist es als "Napoleon" bezeichnet. Hier läuft quer eine Schnellstraße, die nach rechts über eine Brücke geführt wird. Sein Standort ist kein Zufall: Zwischen dem Römerkastell Pünz und Nassenfels wurde damals reger Handel betrieben - die Straße unter uns ist also ein uralter Weg, auf dem seit 2000 Jahren Menschen wandern.

Egweil, die nächste Ortschaft, ist recht einfach zu durchfahren: An der Einmündung in die Hauptstraße links, die übernächste rechts ("Am Mauret"). Eine schmale Straße bringt uns bis an den Ortseingang von Neuburg. Kurz darauf biegen wir rechts ab und folgen der Ingolstädter Straße. Der dritte Abschnitt der Strecke verläuft zunächst auf gleichem Wege zurück (auf der Ingolstädter Straße).

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