Radfahren an der Westküste Irlands: Planung und unvergessliche Routen

Irland ist ein Traumziel für Radfahrer! Mit seiner atemberaubenden Landschaft und den vielen abwechslungsreichen Routen bietet die grüne Insel ein unvergessliches Abenteuer für jeden Radfahrer-Typen. Die sanften Straßen und die ruhige Landschaft machen es zu einem besonderen Erlebnis. Von der Atlantikküste bis zu malerischen Dörfern und historischen Stätten gibt es viel zu entdecken. Erleben Sie die keltische Magie Irlands und tauchen Sie ein in die herzliche Gastfreundschaft der Iren.

Die beste Zeit für Ihre Radreise

Die beste Zeit für Radreisen in Irland ist von Mai bis September. In diesen Monaten gibt es milde Temperaturen und lange Tageslichtphasen. Beobachten Sie die Wettervorhersage genau, denn Irlands Wetter kann sich schnell ändern. Für Schutz vor Wind und Nässe sind Funktionsunterwäsche und atmungsaktive Oberteile gut.

Beliebte Radrouten in Irland

Irland hat viele abwechslungsreiche Radrouten. Die Radstrecken in Irland sind unterschiedlich lang und schwierig. Für Einsteiger sind leichte Touren mit bis zu 80 km und 1.500 Höhenmetern pro Tag geeignet. Für ambitionierte Radfahrer gibt es anspruchsvollere Routen mit über 100 km und 2.500 Höhenmetern täglich.

  • Die Westküste: Sie beeindruckt mit atemberaubenden Ausblicken auf den Atlantik.
  • Connemara: Sie zeigt die wilde Natur Irlands.
  • Der Ring of Kerry: Er ist besonders beliebt.

Greenways: Radfahren abseits der Straßen

Die irischen Greenways sind ideal, um Natur und Geschichte zu erkunden. Sie verlaufen oft entlang ehemaliger Bahnlinien oder Kanäle. Mit jedem neuen Projekt wächst das Netz der Greenways. Zu den Highlights für Naturliebhaber zählt der Great Western Greenway in der Grafschaft Mayo. Vorbei an den Nephin Mountains sowie an pittoresken Küstenorten wie Newport und Mulranny radelt man dort von Westport nach Gob an Choire auf Achill Island. Auch Anfänger bewältigen die 42 Kilometer lange Strecke leicht in einem Stück, dennoch empfiehlt es sich, drei bis vier Tage einzukalkulieren, um die Region in all ihren Facetten zu erleben. Genussradlern und Familien empfiehlt sich beispielsweise der Royal Canal Greenway, welcher sich vom Osten der Republik zum Fluss Shannon in der Grafschaft Longford schlängelt.

Individuelle oder geführte Tour?

Als Radreisende in Irland haben Sie die Wahl. Sie können zwischen individuellen und geführten Touren wählen. Individuelle Reisen erlauben es Ihnen, Ihre Route selbst zu planen. Geführte Gruppenreisen bieten den Vorteil eines erfahrenen Guides. Er führt Sie durch die schönsten Gegenden Irlands. Je nachdem, was Sie mögen, entscheiden Sie sich. Für einzigartiges Radfahren und Entdecken der Landschaft ist eine individuelle Tour ideal. Die Routen in Irland sind gut beschildert, und viele Anbieter geben detaillierte Streckenbeschreibungen und GPX-Daten heraus.

Gastfreundschaft und Kulinarik

Auf meiner Fahrradreise durch Irland erlebte ich die irische Gastfreundschaft an vielen Orten. Man lernt die charmante irische Gastfreundschaft kennen. In diesen liebevoll geführten B&Bs gibt es oft ein reichhaltiges, traditionelles irisches Frühstück. Die Einheimischen sind hilfsbereit, offen und interessiert an ihren Gästen. Neben der herzlichen Aufnahme in den B&Bs sind die kulinarischen Erlebnisse ein Highlight meiner Radtour. Man kann frische Meeresfrüchte, regionale Käsespezialitäten und andere lokale Leckereien genießen.

Faszinierende Orte entlang der Strecke

Beim Radfahren in Irland entdecken Sie viele faszinierende Orte. Entlang der Routen gibt es viele historische Stätten. Wohntürme, Schlösser und Abteien zeigen die Geschichte Irlands. Die Aran-Inseln mit ihrer 3000 Jahre alten Festung Dun Aenghus sind besonders beeindruckend.

Der Wild Atlantic Way: Eine Küstenstraße der Superlative

Ein Roadtrip in Irland, der sich absolut lohnt, ist der Wild Atlantic Way. Seit zehn Jahren gibt es diese 2.500 Kilometer lange Attraktion an der irischen Westküste. Es ist eine Route der Superlative und bei den Touristen entsprechend beliebt. Die ganze Region profitiert von dieser längsten Küstenstraße der Welt. Der Wild Atlantic Way beginnt auf der Inishowen-Halbinsel nahe der nordirischen Grenze in Donegal und führt durch die Grafschaften Leitrim, Sligo, Mayo, Galway, Clare, Limerick und Kerry bis nach Kinsale in der Grafschaft Cork. Zur besseren Orientierung ist die Gesamtlänge in 14 Abschnitte unterteilt. Er bedient alle Bilder, die man von Irland im Kopf hat: Endlose Weiten, raue Klippen und satt grüne Wiesen. Dazu hält er einige Überraschungen bereit, die man so vielleicht nicht in Irland erwartet hätte, zum Beispiel Surfer-Hotspots, Algenbäder oder Palmen.

Mountainbiken in Irland

Auch Mountainbiker freuen sich in Irland auf ein umfassendes Streckennetz. Im Vergleich zu alpinen Bikeparks, wie man sie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennt, sind die Steigungen in Irland eher sanft. Dafür sind die Trails flowig konzipiert und begeistern mit spektakulären Ausblicken. Nicht verpassen sollten Biker die Top-Spots in Ticknock, Coolaney und Ballinastoe mit diversen sportlichen Herausforderungen inklusive aussichtsreicher Up- und Downhill-Tracks.

Outdoor-Abenteuer in Irland

Outdoor-Abenteuer in Irland stehen für pure Abwechslung in einer atemberaubenden Natur. Wer mit der Familie seinen Urlaub auf der grünen Insel verbringt, der kann hier aktiv unterwegs sein. Ob mit dem Mountainbike, auf dem Rücken von einem Pony oder auf den Wellen. In Irland können Aktivurlauber vor spektakulärer Naturkulisse Bouldern, Reiten oder Surfen, was das Zeug hält.

Die Causeway Coastal Route

Wer mit der Familie in diesem Teil von Europa unterwegs ist, sollte auf der Causeway Coastal Route unterwegs sein. 200 Kilometer zieht sich diese Panoramastraße an der Küste von Nordirland entlang. Gigantische Aussichten: Auf der Causeway Coastal Route von Belfast bis Derry~Londonderry reihen sich unvergessliche Orte und Landschaften an der Nordküste Nordirlands entlang. Die zirka 200 Kilometer lange Küstenstraße kann man mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder sogar teilweise mit dem Boot erkunden. Sie ist gespickt mit Highlights wie dem Giant’s Causeway, der Hängebrücke Carrick-a-Rede und dem Dunluce Castle.

Reisevorbereitung für Ihre Radtour

Eine Radreise durch Irland ist ein tolles Abenteuer, das gute Vorbereitung braucht. Mit der richtigen Ausrüstung, guter Planung und Wetterbewusstsein wird Ihre Radreise in Irland unvergesslich. Irlands Wetter kann sich schnell ändern, deshalb ist die richtige Kleidung wichtig.

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Hier ist eine Liste von Sehenswürdigkeiten entlang der Route, die Sie besuchen können:

  1. Kinsale: Charles Fort & James Fort (Festungsruinen), Desmont Castle
  2. Timoleague: Timoleague Friary (Klosterruine, ca. 1400)
  3. Bantry: Bantry House (elegantes Herrenhaus an der Bantry Bay)
  4. Glengariff: Garinish Island (Garteninsel)
  5. Ring of Kerry: Staigue Fort, Steinfort unbestimmten Alters (über 2000 Jahre alt), The Kerry Bog Village (sehenswertes Freilichtmuseum zum historischen Leben der Torfarbeiter)
  6. Dingle-Halbinsel: Gallerus Oratory (frühchristliches Kirchlein, 8.Jh.), Kilmalkedar mit romanischer Kirchenruine, (12.Jh.), Ogham-Stein, Hochkreuz u. Sonnenuhr aus frühchristlicher Zeit, Beehive-Huts bei Fahan (sog. Bienenkorbhütten, ca. 5.Jh.)
  7. Clonfert: Mittelalterliche Kathedrale und (ca.1 km entfernt) Kloster (Ruinen)
  8. Grafschaft Clare: Die Karstlandschaft des Burren ist für sich schon die Sehenswürdigkeit, zusätzlich Poulnabrone Dolmen (ca. 3500 v. Chr.), Aillwee Cave (Tropfsteinhöhle). Cliffs of Moher (Klippen, bis zu 200 m senkrecht abfallend)
  9. Aran-Insel Inishmore: Dun Aengus Fort, ca. 3000 Jahre alt. Spektakuläre Lage an 100 m hohen Klippen
  10. Connemara: Kylemore Abbey, Schloss von 1871, heute Kloster
  11. Croagh Patrick: Irlands heiliger Berg in der Grafschaft Mayo
  12. Westport: Planmäßig als Oktagon angelegtes Städtchen aus dem 18.Jahrhundert. Greenway, Radweg auf alter Great Western Bahntrasse von Westport nach Achill Island (ca. 42 km), Westport House (18.Jh, heute mit Freizeitpark)
  13. Achill Island: Heinrich Böll Cottage (Doogort, keine Innenbesichtigung), Deserted Village (Ruinendorf bei Doogort)
  14. Ballycastle: Ceide Fields (ca. 8km westlich): Große Ausgrabungsstätte einer ca. 5000 - 6000 Jahre alten Siedlung. Informatives Besucherzentrum. Downpatrick Head: Spektakuläre Steilküste, ca. 6 km nördlich
  15. Killala: gut erhaltener Rundturm (ca. 1000 Jahre alt) im Ortszentrum
  16. Drumcliff: Grab des irischen Schriftstellers W.B. Yeats (ca. 6km nördlich von Sligo)
  17. Donegal: Donegal Castle (15.Jh.)
  18. Slieve Leagues: Gehören mit gut 600 m zu den höchsten Klippen Europas (ca. 6km Abstecher von Carrick)
  19. Glencolumbkille: Folk Village. Liebevoll hergerichtetes Museumsdorf in schöner Lage
  20. Doagh Famine Village: Sehenswert gemachtes Museumsdorf zum Thema der großen Hungersnot (Famine) im 19.Jh. aus Privatinitiative (ca.

Unterkünfte

Der Autor übernachtete meist in privaten Bed & Breakfast-Unterkünften (B&B), die sich in ganz Irland finden und meist guten Komfort sowie ein eigenes Bad (en Suite) bieten. Je nach Qualität und Saison kosten Doppelzimmer ca. 50 - 80 Euro, Einzelzimmer zwischen 35 und 60 Euro. Ein reichhaltiges Frühstück mit Eiern, Speck, Toast und Cerialien gehört immer dazu. Im Norden (County Galway, Mayo und Donegal) wird das Angebot deutlich dünner. Hotels finden sich fast immer in den größeren Ortschaften. Gut ist das Angebot in beliebten Orten wie Kinsale, Bantry, Kenmare, Tralee, Dingle, Clifden, Westport, Donegal.

Anreise

Direktflüge nach Dublin gibt es mit Aer Lingus ab Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München, mit Lufthansa ab Frankfurt. Direktfähren vom Kontinent nach Irland bietet nur Irish Ferries ab Frankreich an (Cherbourg - Rosslare, Cherbourg - Dublin und Roscoff - Rosslare). Die Anreise zu den Fährhäfen ist mit der Bahn ist extrem zeitaufwendig und umständlich (Berlin - Cherbour z.B. Die Anreise über England braucht ebenfalls Zeit, da zunächst eine der vielen Kanalfähre genutzt werden und dann England per Bahn durchquert werden muss. Durchgangstarife für die Strecken über den Kanal und die Irische See z.B. Hoek van Holland - Harwich / Holyhead - Dublin bietet u.a.

Tipps für Radreisen in Irland und Nordirland:

Hier sind einige Tipps für Ihre Radreise durch Irland und Nordirland:

  • Anreise und Grenzabwicklung: Planen Sie Ihre Anreise sorgfältig und beachten Sie die Einreisebestimmungen für Nordirland (Reisepass und ggf. ETA erforderlich).
  • Verständigung: Die Iren sind sehr freundlich und hilfsbereit. Fragen Sie jederzeit nach dem Weg oder um Hilfe.
  • Internet, Telefonie, Stromversorgung: Informieren Sie sich über Roaminggebühren in Nordirland und denken Sie an einen Adapterstecker vom Typ G.
  • Bargeldbeschaffung: In den Städten ist die Bargeldbeschaffung am Geldautomaten kein Problem. Vorsicht bei Reisen durch mehrere Länder Großbritanniens: schottische und irische Pfundnoten werden in England nicht überall akzeptiert.
  • Lebensmittelbeschaffung: In den Städten ist die Versorgung sehr gut. In der ländlichen Gegend ist die Versorgung deutlich schlechter und sehr eingeschränkt.
  • Trinkwasserbeschaffung: In der Regel hat das Wasser aus den Leitungen Trinkwasserqualität. Trotzdem sollten Sie sicherheitshalber immer nachfragen.
  • Bikeshops und Service: In den größeren Städten gibt es Bikeshops, mehr oder weniger gut sortiert. Auf der sicheren Seite sind Sie nur, wenn Sie Werkzeug und Ersatzteile schon bei der Einreise im Gepäck dabei haben.
  • Die Straßen in Irland: Das Straßennetz in Irland außerhalb der Städte ist zwar gut ausgebaut, doch viele Straßen sind eng und bei hohem Verkehrsaufkommen schnell gefährlich für Radler.
  • Der Verkehr in Irland: In ganz Irland herrscht Linksverkehr, auch auf den Radwegen.
  • Orientierung in Irland: Per GPS und digitaler Offlinekarte im Handy sind Orientierung und Navigation kein Problem.
  • Das Geländeprofil in Irland: Die gesamte Westküste Irlands ist sehr zerklüftet und bietet viel schroffen Fels.
  • Radeln in Irland: In ganz Großbritannien, also auch in Nordirland, gibt es ein hervorragend ausgebautes Radwegenetz. Eine Helmpflicht gibt es für Radfahrer in Irland sowie Nordirland nicht.
  • Zelten in Irland: Wildes Zelten ist offiziell nicht erlaubt. Fragen Sie die Anwohner und es ist in der Regel ohne Probleme möglich, auf deren Grundstück das Zelt aufzubauen.
  • Sicherheit auf Radreisen in Irland: Die Iren sind friedlich und die Kriminalitätsrate in Irland ist sehr niedrig. Folglich ist Irland ein sicheres Reiseziel.
  • Gefährliche Tiere in Irland: Im Gegensatz zu England, Wales und Schottland gibt es in Irland keine Schlangen. Lediglich die Mücken und vor allem die Midges können Ihnen in manchen Regionen zusetzen.
  • Gesundheitsgefahren in Irland: Für den in Irland empfohlenen Impfschutz sollten Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt konsultieren.
  • Das Klima in Irland: Das Wetter in Irland ist so wechselhaft, dass Sie an einem Tag quasi alle 4 Jahreszeiten erleben können.
  • Die Kultur in Irland: Die Landesküche ist deftig und sehr abwechslungsreich. Irish Fry sollten Sie auf jeden Fall probieren.

Mit der richtigen Vorbereitung und Routenplanung werden Ihre Radreisen in Irland unvergesslich. Entdecken Sie die Schönheit Irlands auf dem Fahrrad!

Beispielhafte Etappen einer Radtour in Connemara
Tag Etappe Fahrstrecke Höhenmeter
2 Clifden - Sky Road - Renvyle 20 - 45 km 178 - 198 m
3 Renvyle - Tullycross - Leenane 20 - 30 km 79 - 114 m
4 Leenane - Inagh-Tal - Kylemore Abbey 20 - 30 km 44 - 67 m
5 Kylemore Abbey - Roundstone Variabel Variabel
6 Roundstone - Mannin Bay - Clifden 30 - 35 km 48 - 65 m

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