Radtour Kitzbüheler Horn: Details und Highlights

Kitzbühel, im Bezirk Kitzbühel in Österreich gelegen, ist nicht nur für seine Skigebiete und alpinen Landschaften bekannt, sondern bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Die Region um Kitzbühel ist ein wahres Paradies für Fahrradliebhaber. Es gibt eine Vielzahl von gut ausgeschilderten Radwegen und Mountainbike-Strecken, die sowohl für Anfänger als auch erfahrene Fahrer geeignet sind. Egal ob man gemütlich entlang des Flusses Schwarzach radeln möchte oder lieber anspruchsvolle Bergpässe erklimmt - hier findet jeder die passende Tour.

Streckenbeschreibung: Eine Herausforderung für Radfahrer

Eine abwechslungsreiche, landschaftlich sehr schöne Rundtour auf größtenteils guten Wegen erwartet Sie. Von Fieberbrunn (750) auf dem Radweg Richtung St.Johann, dann links ab zu einem Steinbruch (Fahrverbot). Dort direkt durch einen Bach (Furt) auf einem Fahrweg im Wald in einigen Serpentinen aufwärts bis man schließlich auf ein Asphaltsträsschen trifft (ca.860).

Nach Passieren der Reisenbergalmen quert der Weg links um den Reisenbergkopf leicht ansteigend herum (ca. 1330), bevor er wieder leicht abwärts zur Unteren Reintalalm (1290) führt. Nun auf guter Sandstraße aufwärts durchs Reintal, an der Oberen Reintalalm (1561) vorbei zum Ghs. Hornköpfl (ca.1750, bew.) mit sehr schöner Aussicht. Von dort muss man ein kurzes, steiles Stück Wiesenpfad bis zu einer Liftstation am Hornköpfel (1773) hinaufschieben.

Dann fährt man auf einem schwach ausgeprägtem Fahrweg die Skipiste hinunter und quert hinüber zur Asphaltstraße (ca. 1720), die in einigen Serpentinen bis kurz unterhalb des Gipfels des Kitzbüheler Horns (1996) führt. Oben kann man die tolle Rundumsicht geniesen und sich im Gipfelhaus stärken, bevor man auf der Auffahrtsstraße wieder hinunterfährt bis man unterhalb des Alpenhauses (Parkplatz Mautsstraße) auf ca. 1600m links abzweigt zur Trattalm und den Fahrweg entlang eines Liftes kurz aufwärts verfolgt bis rechts ein mit Holzstegen befestigter Fußweg (Trail) Richtung Lämmerbichlalm abzweigt.

Dieser Trail wird verfolgt (einige schwierigere Stellen schiebend) später unterhalb des Pfeiferkogels entlang querend bis man auf einen Fahrweg trifft (ca. 1480), der links hoch zur gemütlichen Lämmerbichlalm (ca. 1545, bew.) führt. Der Rest ist pures Abfahrtsvergnügen auf Sandstraßen in den Plätzergraben hinab, der zuletzt auf einem flowigen Wald-Trail entlang des Pletzerbaches zurück nach Fieberbrunn führt.

Die Herausforderung: Steigungen und Kultstatus

Das ”Horn” (1.996 m), wie es unter Radlern genannt wird, genießt wegen seiner unglaublichen Steigungsprozente Kultstatus in der Kletterer-Szene. Ein Mautsträßchen schlängelt sich in 30 Kehren auf den pyramidenförmigen Berg. Auf zehn Kilometern steigt die Straße mit durchschnittlich zwölf Prozent, an der steilsten Stelle mit 22 Prozent. Am Straßenrand kündigen Schilder Rampen an, für die kein Ritzel groß genug sein kann: 14, 16, 18 Prozent - und schließlich 22,3 Prozent an der steilsten Passage zwischen Goinger Alm und Alpenhaus.

Die Devise heißt: schön im Rhythmus bleiben für die finalen zwei Kilometer zum Gipfel. Nach einer Schranke beginnt ein kaum einspuriger Almweg, der neue Gemeinheiten bereithält. Kuhfladen etwa, die umkurven muss, wer nicht die Traktion verlieren will. Dabei bleibt es weiter so steil, dass man sich bei jeder Pedalumdrehung nach dem Sinn fragt. Richtig genießen kann man die Rundumsicht ohnehin erst ganz oben, wenn das Pochen in den Schläfen langsam nachlässt.

E-Bikes in den Kitzbüheler Alpen

Wenn die Sommerhitze langsam abklingt und der Herbst ins Land zieht, sind auch die Radfahrer wieder kräftig am Treten. Alle, die sich etwas weniger anstrengen möchten, finden in den Kitzbüheler Alpen die idealen Bedingungen dafür vor, gilt doch die Tiroler Ferienregion als weltweit größtes E-Bike-Gebiet. E-Bikes sind absolut im Trend, denn sie sparen Zeit und überzeugen außerdem durch eine sehr einfache Handhabung. Die Biker haben so die Möglichkeit, den Motor auf verschiedenen Stufen zuzuschalten oder ganz ohne Unterstützung zu fahren. Kinder oder ältere Menschen können mit den E-Bikes daher auch längere Distanzen bewältigen, aber auch weniger trainierte Radfahrer greifen gerne auf die Vorteile der Motorunterstützung zurück.

Insgesamt bringen es die Kitzbüheler Alpen sowie die Ferienregionen Pillersee Tal, Hohe Salve, St. Johann in Tirol und Brixental auf über 1000 Kilometer Radwege. Darüber hinaus stehen den Radfahrern mehr als 300 E-Bikes, 43 Verleihstationen, sieben Service-Rad-Fachgeschäfte sowie 38 Hotel-Partnerbetriebe zur Verfügung. Wichtig sind natürlich auch die 80 Ladestationen, wo die Akkus der Bikes gratis aufgeladen werden können. Außerdem stehen zweimal pro Woche auch geführte E-Bike-Touren zu den schönsten Plätzen Kitzbühls am Programm.

Kulinarische Genüsse und Tiroler Gastfreundschaft

Während bzw. nach einer Radtour sollte man natürlich auch in einem der zahlreichen Gasthöfe oder in einer urigen Hütte einkehren, um die leckeren Tiroler Köstlichkeiten zu probieren, darunter beispielsweise deftige Hausmannskost, Knödel in allen Varianten oder Spezialitäten vom Mangalitza-Schwein.

St. Johanner Almfestwochen

Absolut empfehlenswert sind natürlich auch die verschiedensten Tiroler Herbstfeste, darunter beispielsweise das Knödelfest, das im Rahmen der St. Johanner Almfestwochen stattfinden wird. An diesem Tag servieren insgesamt 17 Festwirte rund 26.000 Knödel in verschiedensten Varianten wie zum Beispiel Kas- und Pressknödel, Speck- oder Semmelknödel, Spinatknödel und Marillen- bzw. Germknödel.

Routendetails

Die 76 Kilometer lange Radtour von Hopfgarten auf den markanten Gipfel erfordert daher sehr gute Kondition und Fitness. Du startest am Infobüro in Hopfgarten. Von dort aus fährst du entlang der Salven-Umrundung ins Windautal und über einen kurzen Anstieg nach Westendorf. Danach führt dich der Radweg weiter nach Brixen, wo du auf der Hauptstraße weiterfährst. Du kommst durch die Gamsstadt und befindest dich nun am Fuße des Kitzbüheler Horns.

Folge der Panoramastraße, die von der Bundesstraße nach St. Johann abzweigt. Du kommst am „Höglern“ vorbei, wo sich eine Zeitmessanlage befindet, die früher Startpunkt des Kitzbüheler Horn-Berg-Radrennens war. Jetzt radelst du die Straße entlang bis zum Alpenhaus. Oben angekommen, hast du dir eine ausgedehnte Pause verdient, bei der du den Blick über die Kitzbüheler Alpen schweifen lassen kannst.

Der Rückweg führt dich über Reith, Going, Ellmau, Scheffau und Söll. Über einen kurzen Anstieg erreichst du den Ort Itter. Danach folgt die gemütliche Abfahrt nach Hopfgarten, zum Startpunkt deiner Tour.

Mit 48 miles gehört die Radtour zu den 15 längsten Radtouren in Österreich. Auf der Radtour überwindest du 1496 steigende Höhenmeter. Der höchste Punkt befindet sich auf 5449 ft.

Hinweis: Das Kitzbüheler Horn ist mit einer Maximalsteigung von 22,3 Prozent der steilste Radberg in ganz Österreich. Du solltest also über ausreichend Erfahrung und Kondition verfügen.

Alternative Routen und Tipps

Als Ergänzung zur Auffahrt bis zum Alpenhaus ist die kleine Straße bis zum Gipfel auch problemlos mit dem Renner zu befahren - zumindest in Bezug auf die Belagsqualität. Zwar ist der Weg recht schmal und je nach Tageszeit von zahlreichen Spaziergängern und MTB-Kollegen bevölkert, jedoch ist man zumindest bergauf nicht so schnell unterwegs, dass dies größere Hindernisse wären. Der Weg zum Gipfel ist einfach zu finden, es gibt ja nur einen. Am großen Parkplatz des Alpenhauses das Rad über eine kleine Schranke heben, dann eine Mini-Kehre, kurz mal 20 % zum Aufwärmen, bevor der nächste Kilometer mit 4 Serpentinen dann normaler „Horn-Durchschnitt” ist.

Hier oben passiert man auch einen Alpenblumengarten, wo man die ganze Flora der Berge mal auf engstem Raum betrachten kann. Ab Kehre 5 folgt dann das Steilste zum Schluss, und die Maximalsteigung von ca. 22 % führt uns zur Seilbahnstation und Restaurant mit Panoramaterrasse. Oben erwartet uns ein 360-Grad-Panorama der Extraklasse. Vom nahen Wilden Kaiser bis zum Großglockner und Großvenediger hat man freien Blick in alle Richtungen - gute Fernsicht vorausgesetzt.

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