Radtour Kölner Westen Highlights: Entdecken Sie die grüne Seite Kölns

Köln auf dem Rad zu erkunden bedeutet: Freiheit, Vielfalt und faszinierende Perspektiven. Die Stadt begeistert nicht nur mit ihrem reichen historischen Erbe, sondern auch mit einer wunderbar fahrradfreundlichen Infrastruktur. Ob entlang des Rheins, durch grüne Parks oder vorbei an beeindruckenden Industriekulissen - für jede*n gibt es die passende Radtour in Köln. Zahlreiche Fahrradwege, gut ausgeschilderte Routen und flexible Mietstationen machen die Rheinmetropole zum Paradies für Radliebhaber.

Für Einwohner und Besucher der Stadt gibt es nun vier neue Fahrradtouren. Diese führen entlang toller Fotospots, Streetart und Architekturschönheiten durch die Rheinmetropole!

Eine urbane Radtour durch den Äußeren Grüngürtel

Auf einer urbanen Radtour durch den Äußeren Grüngürtel im Westen Kölns von Rodenkirchen nach Niehl erleben wir die Großstadt Köln von ihrer grünen Seite: Wir passieren mächtige Baumriesen, durchqueren weitläufige Parks und große Felder, streifen Weiher und grüne Trümmerberge. Und zwischendurch blitzen immer wieder mal die Domspitzen durch. Die ungewöhnlichen Perspektiven machen die Tour zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Auf der Fahrt von Marienburg nach Riehl wird uns die Bedeutung dieses Grünzugs für das Stadtklima Kölns bewusst. Dass der Grüngürtel bereits vor hundert Jahren konzipiert wurde, zeugt von großem Weitblick. Die Fahrt durch das grüne Band im Westen Kölns beginnt und endet am Fluss: Der Rhein als wichtigste Frischluftschneise bildet den Rahmen für die Entdeckung dieses städtischen Naturschauspiels.

Der Kölner Nordwesten wirkt weitläufig. Wir beginnen am Kölner Zoo, durchfahren das wunderschöne Veedel Riehl mit seinen Gründerzeithäusern, um dann den Niehler Hafen zu besuchen, der etwas Wildes an sich hat. Parallel zur Neusser Landstraße geht es erst zum Fühlinger See und dann in den Worringer Bruch. In diesem alten Rheinarm fühlen sich Flora und Fauna wohl. Bevor wir zum Baden an den Escher See fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Roggendorf/Thenhoven. Hier wurde die 1288 die Schlacht von Worringen geschlagen. Die Kölner vertrieben damals ihren Erzbischof und erkämpften sich den Titel „Freie Reichsstadt Köln“.

Weitere Radtouren in und um Köln

Köln und seine Umgebung präsentieren eine Vielzahl an Möglichkeiten für Radtouren entlang malerischer Gewässer. Ob am Rhein, um den Bleibtreusee oder durch das Bergische Land - die Radstrecken in und um Köln bieten abwechslungsreiche Erlebnisse für alle. Idyllische Landschaften und beeindruckende Ausblicke auf das Wasser machen jede Tour zu einem besonderen Erlebnis. Zahlreiche Rastplätze direkt am Wasser laden zu Pausen ein.

Agger-Sülz Radweg

Der Agger-Sülz-Radweg führt durch die grüne Landschaft des Bergischen Landes und bietet entspannte Radtouren entlang der Flussläufe von Agger und Sülz. Unterwegs können Radfahrerinnen und Radfahrer die abwechslungsreiche Natur genießen, von grünen Wiesen über Flussauen bis hin zu kleinen Seen und Teichen. Die Route ist gut ausgeschildert und eignet sich hervorragend für Familien und gemütliche Tagesausflüge. Entlang des Weges gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Pausen, sei es an idyllischen Rastplätzen direkt am Wasser oder in charmanten Cafés in den nahegelegenen Ortschaften. Auch kulturelle Highlights wie alte Mühlen und historische Brücken liegen entlang der Strecke und laden zum Entdecken ein. Der Agger-Sülz-Radweg bietet zudem zahlreiche Gelegenheiten, die Natur- und Tierwelt des Bergischen Landes hautnah zu erleben. Er ist damit eine perfekte Wahl für alle, die eine ruhige Radtour mit viel Natur genießen und gleichzeitig die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region entdecken möchten.

Start: Rösrath Bahnhof, Hauptstraße 99, 51503 Rösrath

Am Rhein nach Bonn

Die Radtour von Köln nach Bonn entlang des Rheins bietet Natur, Kultur und malerische Ausblicke auf die Flusslandschaft. Entlang des Rheins gibt es viele Gelegenheiten, um Pausen einzulegen - sei es in den ruhigen Auenlandschaften oder in einem der kleinen Dörfer, die an der Route liegen. Besonders sehenswert sind die Aussichtspunkte, die immer wieder atemberaubende Blicke auf den Rhein und die umliegenden Landschaften bieten.

Für Geschichts- und Kulturliebhabende gibt es entlang der Strecke verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie alte Burgen, Schlösser und Denkmäler, die die Tour noch abwechslungsreicher machen. Die Radtour endet in der historischen Stadt Bonn, wo Radfahrer die Altstadt erkunden oder sich in einem der vielen Cafés entspannen können. Die Route bietet eine perfekte Mischung aus Naturerlebnis und Kultur und ist sowohl für Familien als auch für sportliche Radfahrerinnen und Radfahrer geeignet.

Start: Am Hauptbahnhof Köln, Trankgasse 11, 50667 Köln

An der Erft

Die Radtour entlang der Erft führt durch idyllische Landschaften und bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Natur und Geschichte der Region zu entdecken. Entlang der Erft gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Pausen, bei denen Radfahrerinnen und Radfahrer die Ruhe der Natur genießen können. Historische Mühlen und kleine Brücken säumen den Weg und bieten interessante Einblicke in die regionale Geschichte. Besonders beliebt ist die Strecke bei Familien und Genussradlern, da die Route flach und leicht zu befahren ist. Für alle, die eine entspannte Fahrt abseits des Trubels suchen, ist die Radtour entlang der Erft ideal. Am Ziel der Tour, nahe der Mündung in den Rhein, können Radfahrerinnen und Radfahrer die reizvolle Flusslandschaft noch einmal in vollen Zügen genießen. In den umliegenden Ortschaften finden sich zudem gemütliche Cafés, die zum Verweilen einladen.

Start: Erftstraße, 53947 Nettersheim-Holzmühlheim

Holländische Küste

Die Radtour entlang der holländischen Küste, beginnend am südlichsten Punkt, bietet eine spektakuläre Mischung aus Meerblick, Dünenlandschaften und charmanten Küstenorten. Die Strecke führt entlang gut ausgebauter Radwege, die direkt am Meer verlaufen und immer wieder atemberaubende Panoramablicke auf die Nordsee bieten. Auf dem Weg passieren Radfahrerinnen und Radfahrer malerische Dünengebiete, lange Sandstrände und kleine Fischerorte, die zu Pausen einladen.

Besonders sehenswert sind die Küstenorte wie Vlissingen und Breskens, die für ihren maritimen Charme bekannt sind und viele Möglichkeiten bieten, lokale Spezialitäten zu probieren oder sich in einem der Strandcafés zu entspannen. Die Route ist auch für Familien und weniger erfahrene Radfahrende gut geeignet, da sie flach und leicht befahrbar ist. Mit der salzigen Meeresbrise und der ständigen Nähe zum Wasser bietet diese Tour ein einzigartiges Naturerlebnis und ein Gefühl von Freiheit.

Start: Boulevard Evertsen 9, 4382 Vlissingen, Niederlande

Otto-Maigler-See

Der Rundweg um den Otto-Maigler-See erstreckt sich über flache, gut ausgebaute Wege, die durch Wälder und entlang des Ufers führen. Radfahrerinnen und Radfahrer können dabei die idyllische Seelandschaft und die Ruhe der Umgebung auf sich wirken lassen. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Rastplätze, an denen man eine Pause einlegen und die Aussicht auf das Wasser genießen kann. Der See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportlerinnen und Wassersportler sowie Badegäste, was die Tour besonders abwechslungsreich macht. Neben dem Radfahren können die Besuchenden auch die vielen Freizeitmöglichkeiten am See nutzen, wie Schwimmen oder Stand-Up-Paddling. Die Cafés und Liegewiesen rund um den See laden zu einer entspannten Pause ein, sodass die Tour perfekt für Familien und Freizeitradler ist, die Natur, Erholung und sportliche Aktivität verbinden möchten.

Start: Beachclub am Otto-Maigler-See, Zieskovener Straße 85, 50354 Hürth

Zündorf

Die flache Strecke nach Zündorf verläuft durch Parklandschaften und am Rhein entlang, mit immer wieder schönen Ausblicken auf das Wasser. Besonders die Westhovener Aue bietet eine herrliche Kulisse für den Start, mit Wiesen und Bäumen, die zum Verweilen einladen. Auf dem Weg nach Zündorf können Radfahrende die ruhige Natur genießen, abseits vom städtischen Trubel. In Zündorf angekommen, erwartet die Radfahrenden ein charmantes Ortsbild mit historischem Flair. Der idyllische Marktplatz und die Halbinsel Groov, mit ihren weitläufigen Grünflächen und dem kleinen Hafen, laden zu einer entspannten Pause ein. Zahlreiche Cafés und Restaurants bieten Möglichkeiten, die Tour gemütlich ausklingen zu lassen.

Weitere Highlights für Radfahrer in Köln

Decksteiner Weiher

Dort sorgen ein Picknick auf der Weiherwiese oder ein Besuch im Haus am See für eine Stärkung. Und noch bevor es losgeht, bieten sich erste Fotomotive: Der fast quadratische Decksteiner Weiher wird an vielen Stellen von Bäumen gesäumt, die vor allem im Herbst die Hobbyfotografen mit ihren bunten Blättern locken.

Im Norden der Parkanlage kann man für eine Stärkung im Haus am See einkehren.

Fort VI

Schon bald nach den ersten Tritten in die Pedale taucht das Fort VI am Wegesrand auf. Die Preußen errichteten die Befestigungsanlage 1873. Das Fort und ein Teil der Wallanlage sind das Einzige, was nach dem Ersten Weltkrieg und der Entmilitarisierung vom gesamten Bau erhalten bleiben durfte. Die unter der Erde liegenden Gräben wurden verfüllt und die Aufbauten zerstört.

Funkturm Colonius

Weiter geht es Richtung Nord-Westen zur Dürener Straße. Die Strecke überquert den Militärring, führt durch den Stadtwald und entlang der Lindenthaler Kanäle. Gestresste Großstadtradler*innen können hier aufatmen und ohne Autoverkehr die Landschaft genießen. Im Inneren Grüngürtel findet sich der Aachener Weiher. Am künstlich angelegten See ­genießen die Kölner*innen die Sonne. Ein paar Meter die Anhöhe hinauf bieten sich der Funkturm Colonius und der Mediapark als Fotomotive an, die durch ihre Lichter vor allem nachts ihren Reiz entfalten.

Bei schönem Wetter ist die Wiese rund um den Aachener Weiher gut besucht.

Belgisches Viertel

Wenn sich der Kaffeedurst meldet, ist ein Abstecher in das angrenzende Belgische Viertel das Richtige: Kleine Cafés und Restaurants locken mit dem Duft von frisch gerösteten Kaffee­bohnen, feinem Gebäck oder, wie das Café im Bauturm, selbst gemachter Marmelade.

Kleiner Tipp: Wer eine mehrtägige Radtour machen möchte, findet im Hostel Die Wohngemeinschaft eine fahrradfreundliche Unterkunft.

Autorin Ines Eckermann hat Köln auf dem Rad erkundet.

Herkulesberg

Dort kommen Liebhaber*innen der Festbrennweite mit großem Bildwinkel auf ihre Kosten: Der mit 25 Metern eher als Hügelchen einzustufende Herkulesberg an der Inneren Kanalstraße öffnet den Blick auf die Skyline der Stadt. Kölner nennen den Herkulesberg auch liebevoll den Mont Klamott: Der Zweite Weltkrieg hat diesen Trümmerberg im sonst eher flachen Köln hinterlassen.

Ehrenfeld und Odonien-Gelände

Über die Innere Kanalstraße geht es weiter nach Ehrenfeld zum Odonien-Gelände. Der Künstler Odo Rumpf hat ein besonderes Fotomotiv erschaffen: eine Mischung aus Freiluftatelier, Werkstatt, Freilichtbühne und Kulturzentrum - voll von skurrilen Skulpturen und Graffiti. Wer diese Tour am Nachmittag radelt, kann danach im Biergarten pausieren. Der ist unter der Woche ab 17 Uhr geöffnet, an Wochenenden ab 15 Uhr.

Odonien: Freiluftatelier, Werkstatt, Freilichtbühne und Kulturzentrum.

Rheinpark und Deutzer Hafen

Der nächste Foto-Stopp ist der Rheinpark. Dort finden sich unter der Zoobrücke ein Minigolfplatz und eine große Wiese direkt am Rhein. Von hier sind der Rheinboulevard und seine 500 Meter lange Freitreppe nicht mehr weit. Wer sein Fahrrad nicht tragen und trotzdem auf der anderen Seite im Rheinauhafen ankommen möchte, kann alternativ die Severinsbrücke überqueren. Als Belohnung für alle, die sich an die Freitreppen wagen, winkt ein herrlicher Ausblick auf die Altstadt. Von dort geht es nach Süden - zur Südbrücke, zu den Poller Wiesen und dem Deutzer Hafen.

Tipp: Architekturliebhaber*innen können ihren Picknick-Stopp hier einlegen und die Fassaden der neuen und alten Gebäude studieren.

Der Blick über die Zoobrücke lässt sich auch von hoch oben entspannt genießen.

Altstadt und Kölner Dom

In der Nähe des Neumarkts liegt das Rauten­strauch-Joest-Museum, eines der bedeutendsten ethnologischen Museen Deutschlands, mit angeschlossenem Café. Über den Heumarkt führt nach dem Besuch die Route weiter zu einem urtümlichen Teil der Stadt: Die schmalen Gässchen und bunten Häuser der Altstadt und der pittoreske Fischmarkt sind hervorragende Fotomotive.

Auch die nahe gelegene Hohenzollernbrücke ist einen Besuch wert: Verliebte bringen dort ein mit ihren Initialen verziertes Vorhängeschloss an. Etwa 450.000 Paare haben sich so an der Brücke verewigt und aus dem schlichten Bauwerk ein Kunstwerk gemacht.

Nun ist das Ziel nicht mehr zu verfehlen: der Kölner Dom.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0